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Samstag, 16. November 2013

Pehr Kalm, ein Apostel des Botanikers Carl von Linné

Als Pehr Kalm, der als einer der Apostel von Carl von Linné bezeichnet wird, am 16. November 1779 in Åbo (Turku), dem heutigen Finnland starb, hinterließ er nicht nur einen Botanischen Garten in Turku, sondern auch sehr umfassende Kenntnisse über die Vegetation Nordamerikas und Kanadas, da er der erste bedeutende Botaniker war, der, auf Empfehlung Linnés, die Natur im nördlichsten Teil des neuen Kontinents erforschte und diese Kenntnisse nach Europa brachte.

Pehr Kalm war nach der Flucht seiner Eltern aus Finnland im Ångermanland geboren, kam jedoch nach dem Frieden in Nystad im Jahre 1721 nach Vasa zurück und studierte anschließend in Åbo Naturwissenschaft. Durch seine Gönner Sten Carl Bielke konnte er in dieser Zeit Studienreisen nach Schweden machen und an der Universität Uppsala Carl von Linné kennenlernen, der ihn zu einem seiner Lehrlinge machte und ihn mit zu Studienreisen ins Västergötland und das Bohuslän nahm. Diese Verbindung zu Linné brachte ihm tiefgreifende Kenntnisse in Botanik und auch die Aufnahme in die Vetenskapsakademien im Jahre 1745.

Die Reise Pehr Kalms nach Nordamerika wurde von der Vetenskapsakademien finanziert und führte den Wissenschaftler im Herbst 1747 nach Philadelphia von wo es er zwei Jahre lang vor allem die Umgebung der Niagarafälle, die Blue Mountains und Kanada erforschte. Nach seiner Rückkehr nach Göteborg am 16. Mai 1751 beschrieb er seine Reise und seine Entdeckungen in den drei Bänden En resa til norra America, ein Standardwerk, das unmittelbar in zahlreiche andere Sprachen übersetzt wurde. Bei der Lektüre dieses Werkes entdeckt man sehr schnell, dass es der Vetenskapsakademien und Kalm im Grunde nicht auf den Umfang der neuen Entdeckungen ankam, sondern dass der Naturwissenschaftler nach Pflanzen suchen sollte, die von wirtschaftlichem Interesse für Schweden sein können.


16. November 1912: Volksbildung wird in Schweden zur Arbeiterbewegung 
16. November 1944: Expressen, die Zeitung gegen den Nationalsozialismus

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 24. Mai 2012

Schweden gründet die ersten Nationalparks Europas

Am 24. Mai 1909 entschied sich das schwedische Parlament neun Gebiete zu Nationalparks zu erklären und war damit das erste Land in ganz Europa, das sich für den tatsächlichen Naturschutz von großflächigen Gebieten einsetzte. Auch wenn diese neun Nationalparks, verglichen mit den heutigen 29, gering scheint, so handelt es sich dabei jedoch um über die Hälfte der Gesamtfläche, die mittlerweile als Nationalpark ausgezeichnet ist. Seit über 100 Jahren wurde nicht mehr so viel Naturraum geschützt wie im Gründungsjahr.

Um als Nationalpark erklärt zu werden und damit der Natur den höchstmöglichen Schutz zu gewähren, muss das gesamte Gebiet in staatlichem Besitz sein, was in Schweden natürlich weitaus weniger Probleme verursachte als in anderen europäischen Ländern, da der Staat der größte Waldbesitzer Schwedens ist und der Begriff Naturpark natürlich nicht bedeutet, dass dort jede Waldwirtschaft verboten ist, denn Krankheiten, Stürme und andere Ereignisse können auch in den geschütztesten Gebieten Schwedens zur industriellen Nutzung führen.

Das Ziel der gegenwärtig 29 Nationalparks Schwedens ist natürlich die Natur und den Artenreichtum an Tieren und Pflanzen aufrecht zu halten, was allerdings bereits bei den ersten neun Nationalparks des Landes (Abisko, Garphyttan, Hamra, Pieljekaise, Sarek, Stora Sjöfallet, Sånfjället, Ängsö und teilweise Gotska Sandön) gewisse Schwierigkeiten mit sich brachte, nicht zuletzt auch wegen den Überschreitungen des Jedermannsrechts, den Ansprüchen der Sami oder Tieren wie Wölfe, die die Grenze eines Nationalparks kaum beeindruckt.


24. Mai 1919: Frauen bekommen in Schweden das allgemeines Wahlrecht
24. Mai 1973: Die schwedische Countrysängerin Jill Johnson 

Copyright: Herbert Kårlin