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Freitag, 14. April 2017

Kristineberg-Boliden, die längste Seilbahn der Welt

Der Zweite Weltkrieg brachte für mehrere Bergwerke Schwedens große Probleme mit sich, da einige unter ihnen nicht an Eisenbahnlinien lagen und der Treibstoff für Lastwagen eine Mangelware war. Besonders deutlich zeigte sich dies an der Kristineberg-Grube, von wo aus das Eisenerz nach Boliden transportiert werden musste, eine Strecke von knapp 100 Kilometern. Man suchte daher nach einer sinnvollen Lösung und kam auf die Idee eine Seilbahn zu bauen, die das Erz über diese Strecke transportieren sollte. Auch dieses Unterfangen zeigte sich als problematisch, denn in den extrem kalten Wintern konnte man oft nicht zwischen festem Boden und gefrorenem Sumpf unterscheiden, was bereits bei der Planung im Winter 1941/42 immer wieder Korrekturen forderte.

Am 14. April 1943  konnte dann endlich die Erz-Seilbahn von Kristineberg nach Boliden eingeweiht werden, eine Seilbahn, die mit einer Länge von 96 Kilometern die längste Seilbahn der Welt wurde. Da die Träger der Seilbahn aus Stahlbeton war, konnte die Linie bis zu den 70er Jahren problemlos benutzt werden, zeigte dann jedoch Verschleißerscheinungen und musste mehrmals an einigen Stellen repariert werden, was auch dazu führte, dass sich die Kosten für die Seilbahn bis zu den 80er Jahren vervierfachten und die Transportkapazität auf 50 Prozent sank. Letztendlich musste man sich dafür entscheiden die Linie stillzulegen. Nachdem diese Seilbahn dann insgesamt zwölf Millionen Tonnen Eisenerz transportiert hatte, kam die letzte Fahrt am 9. Januar 1987.

Allerdings sollte damit diese Seilbahn nicht sterben, denn noch bevor das letzte Eisenerz seinen Weg antrat, hatte sich bereits ein Verein gegründBoliden,et, der auf der Sektion IV der Linie, einer Strecke von 13 Kilometern, eine Seilbahn für den Personenverkehr einrichten wollte. Als dann am 10. Juli 1989 diese Strecke erneut eingeweiht wurde, kam die Strecke Örträsk nach Mensträsk als die längste Seilbahn für Personenverkehr in das Buch Guinness World Records. Nach aufwendigen Arbeiten im Jahr 2017 wird diese Seilbahn voraussichtlich 2018 wieder für den Personenverkehr in Betrieb genommen. Die heutige Seilbahn gilt als eine der wichtigsten Bauten der schwedischen Industriegeschichte.


14. April 1552: Der schwedische Reformator Laurentius Andreae
14. April 1891: Karl Gerhard, der König der schwedischen Revue
14. April 1924: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt
14. April 1927: Der erste Volvo läuft vom Band
14. April 1954: Tetra Pak, eine schwedische Marke und Erfindung
14. April 1970: Anna Kinberg Batra, Vorsitzende der Moderaterna
14. April 1984: Marianne Aminoff, der unbekannte Filmstar

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 7. März 2016

Die Bergbahn in Åre, Bergbanan

Obwohl die Bergbahn in Åre bereits ab Juli 1909 im Testbetrieb war und die Fahrgäste kostenlos vom Marktplatz zum Fjällgården brachte und dabei eine Steigung von 158 Metern überwältigte, wurde die Åre bergbana, allgemein nur Bergbanan genannt, erst am 7. März 1910 offiziell eingeweiht. Die Bahn, die damals 230.000 Kronen kostete, was heute etwa 12 Millionen Kronen entspricht, wurde, wie auch die Skansens bergbana in Stockholm, vom schweizer Unternehmen von Roll gebaut, das Erfahrung mit dieser Art von Fahrzeugen hatte.

Die Entstehung der Bergbahn in Åre verdankt man dem Ingenieur Carl Olof Rahm, der den Wintersport in Åre ausbauen wollte und natürlich weitaus mehr als nur eine Bergbahn zur Anhöhe sah, denn Rahm dachte bereits an ein Hotel, ein Restaurant und den Ausbau der Infrastruktur, ein Wunsch, der mittlerweile längst in Erfüllung gegangen ist, auch wenn selbst die Eisenbahn und die Waggons mittlerweile längst modernisiert wurden, trotzt ihrem rustikalen Aussehen. Lediglich der Gepäckwagen, den man auf halben Weg entdecken kann, stammt auch der Anfangszeit der Åre Bergbana.

Heute kann jeder der beiden Waggons jeweils 60 Personen transportieren, wobei die geringe Geschwindigkeit von 7,5 Kilometer die Stunde auch das Bewundern der Natur ermöglicht. Mit einer Haltestelle auf halber Strecke dauert die Reise maximal zehn Minuten. Eigentlich war die heutige Endhaltestelle nicht als Ziel der Bahn gedacht, denn die Idee war, die Strecke bis zur Spitze des Åreskutan weiterzuführen, aber leider blieb das Projekt aus finanziellen Gründen bis heute ein Traum, wobei der Åreskutan seit 1976 mit einer Seilbahn erreicht werden kann, was Wintersportler in Åre stark begrüßen.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie
7. März 1897: Der schwedische Sportklub Hammarby IF
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden


Copyright: Herbert Kårlin

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