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Montag, 20. Januar 2014

Der schwedische Architekt Ture Stenberg

Ture Stenberg wurde am 20. Januar 1863 in Norrköping in einem gut bürgerlichen Haus geboren und studierte von 1883 bis 1887 Architektur an der KTH, der Königlich Technischen Hochschule, in Stockholm. Nach seinem Studium ging Stenberg für fünf Jahre in die USA und arbeitete dort als freier Architekt. Bevor er sich dann in Stockholm niederließ, begab er sich noch auf Studienreisen durch Europa um seine Kenntnisse auszubauen.

Bereits nach seiner Ankunft in Stockholm hatte Ture Stenberg bedeutende Aufträge, denn ihm verdankt man die Birger Jarl Passage, zwei monumentale Gebäude am Strandvägen und einige andere Gebäude und Umbauten, die noch heute ein deutliches Zeichen der amerikanischen Einflüsse sind, auch wenn der Architekt diese dem nordischen Neubarock des Jugendstils anpasste. Seinen internationalen Ruf gewann Ture Stenberg jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als er nach Uppsala umzog.

Nach Uppsala kam Ture Stenberg, da er im Jahre 1901 das Gebäude für die Fakultät für Chemie bauen sollte. In der Tat war dies jedoch nur der Beginn einer langen Bautätigkeit in der Stadt, denn Stenberg gab Uppsala mit seinen Bauten den noch heute sichtbaren architektonischen Charakter. Bei einem Bummel durch die Stadt stößt man immer wieder auf seine Bauten, die in dieser Zeit die Zeichen der schwedischen Nationalromantik zu tragen begannen. Einen großen Wert legte Stenberg dabei auf Fassaden, Ausschmückungen und Volumen.


20. Januar 1156: Bischof Henrik wird während eines Kreuzzugs getötet
20. Januar 1798: Maria Kristina Kiellström, bekannt als Ulla Winblad 
20. Januar 1864: Mathilda Malling, von avantgardistischer Literatur zum Liebesroman
20. Januar 1891: Ernst Rolf, Schauspieler, Sänger und König der Revue
20. Januar 1949: Göran Persson an der Spitze der Macht 
20. Januar 1958: Weibliche Polizei in Schweden
20. Januar 1973: Alf Svensson, 31 Jahre lang Vorsitzender einer Partei


Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 20. Juli 2013

Der schwedische Architekt Lars Johan Laurentz

Der schwedische Architekt Lars Johan Laurentz gehört mit zu jenen Architekten, die Stockholm ihr heutiges Aussehen gegeben haben, denn einige der bedeutendsten Gebäude entlang der Paradestraßen der schwedischen Hauptstadt stammen aus seiner Feder. Innerhalb von nur 15 Jahren schuf Laurentz, der am 20. Juli 1901 in Djursholm starb, insgesamt rund 50 Gebäude in der schwedischen Hauptstadt, die man in der Regel nicht übersehen kann.

Lars Johan Laurentz begann seine Ausbildung an der Technischen Elementarskolan in Örebro, setzte diese aber bereits ein Jahr später an der Konstakademien in Stockholm fort an der Ende des 19. Jahrhunderts die bedeutendsten Architekten Schwedens ihre Ausbildung erhielten. Um jedoch als einer der großen Architekten des Landes anerkannt zu werden, vervollständigte Laurentz seine Studien, nach einem Praktikum im Kumliens Architekturbüro, erst an der École nationale des art décoratifs de Paris und an der Kunstakademie in Wien. Als er dann 1887 sein eigenes Architekturbüro in Stockholm öffnete, begann seine relativ kurze Karriere ihren Lauf zu nehmen.

Der Architekt Lars Johan Laurentz passte sich bei seinen Bauten jeweils der Zeitströmung an. Diese Eigenschaft erlaubt es vier aufeinanderfolgende Baustile eines einzigen Architekten in der schwedischen Hauptstadt zu verfolgen. Dass Laurentz dem Strandvägen ein Gesicht verlieh, liegt vor allem daran, dass er hier fünf Eckhäuser zeichnete, die gewissermaßen die Basis von Häuserzeilen sind. Die typisch schwedische Bauweise des Architekten erkennt man vor allem an der Dekoration der Eingänge und der Treppenhäuser, wobei Laurentz in vielen Fällen auch einen hohen Wert auf Wand- und Deckenmalerei legte, eine Kunst, die man als Besucher der Stadt leider nicht entdecken kann.


20. Juli 1900: Einar Norelius und die Sagenwelt Schwedens 
20. Juli 1955: Stig Larsson, Schriftsteller und Filmregisseur

Copyright: Herbert Kårlin