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Sonntag, 27. Dezember 2015

Der größte Stromausfall Schwedens

Am 27. Dezember 1983 erlebte Schweden den bis heute größten Stromausfall des Landes, der innerhalb von weniger als 30 Sekunden rund 4,5 Millionen Schweden stromlos machte. Die Ursache für diesen Stromausfall lag an einem Transformator bei Enköping, denn um 12.57 brach im Umspannwerk ein Brand aus, der den Unterbrecher zerstörte. Dieses Problem führte zu einer Kettenreaktion die weder zu bremsen noch zu steuern war, zumindest nicht in den bis heute in Schweden eingesetzten Anlagen, da Sicherheitsvorkehren für diese Fälle, die als extrem unwahrscheinlich gelten, sehr hohe Kosten verursachen würden.

Der Brand im Transformator verursachte dass das Schutzsystem abgeschaltet wurde, das heißt auch zwei Hochspannungsleitungen zu je 400 Kilovolt, die den Strom von Nordschweden in den südlichen Teil Schwedens brachten, vom Netz genommen wurden, was wiederum nicht nur dazu führte, dass ein Kurzschluss sämtliche Leitungen aus Nordschweden lahm legte, sondern auch alle sämtliche Kernkraftwerke, ausgenommen dem Reaktor 1 in Forsmark, keinen Strom mehr lieferten, und dies, obwohl im Grunde das gesamte Stromnetz Schwedens funktionsfähig war.

Da man jedoch nicht das gesamte Stromnetz auf einmal einschalten kann ohne erneut Probleme zu schaffen, dauerte es zwischen ein und sieben Stunden bis die Bevölkerung Südschwedens wieder über Strom verfügte. Da ein Stromausfall dieser Größenordnung natürlich nicht nur Haushalte betrifft, sondern auch Eisenbahnlinien, Krankenhäuser und tausende von Firmen, lagen große Teile Schweden auf Grund eines im Grunde simplen Problems, mehrere Stunden lahm. Die Kosten für diese Überhitzung kostete letztendlich mehrere hundert Millionen Kronen. Auch wenn einige Jahre später ein Blitzschlag erneut einen Brand in einem Transformator  verursachte, so waren Stromausfälle in Schweden seit 1983 auf weitaus kleinere Gebiete begrenzt.


27. Dezember 1813: Gustaf Adolf Reuterholm regiert Schweden
27. Dezember 1832: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
27. Dezember 1919: Die schwedische Filmindustrie SF wird gegründet
27. Dezember 1971: Das Wunder von Gottröra
27. Dezember 1973: Tobias Billström, schwedischer Migrationsminister
27. Dezember 1978: Jonas Hassen Khemiri und das multikulturelle Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Donnerstag, 13. September 2012

Stockholm wird mit Strom versorgt

Am 13. September 1881, rund 30 Jahre nachdem die Stockholmer Straßen mit Gas beleuchtet worden waren, wurde das Elektrizitätswerk Brunkebergsverket an der Regeringsgatan in Betrieb genommen, das mit Hilfe einer gigantischen Akkumulatorenbatterie 1024 Glühbirnen im Stockholmer Bezirk Norrmalm zum Leuchten brachte, allerdings nicht nur Straßenlampen, sondern auch einige wenige Geschäfte, die sich diesen Luxus leisten konnten, denn ein Kilowatt Strom kostete 80 Öre, was ein wahres Vermögen war.

Trotz des hohen Preises für Strom ging der Ausbau des elektrischen Netzes in Stockholm dann mit Riesenschritten voran, denn bereits 1896 gingen vom Brunkebergsverket dreizehn Hauptleitungen entlang der verschiedenen Straßen, auch wenn man damals kaum von sicheren Leitungen reden konnten, denn die Kabel wurden ohne jeden Schutz neben den Bürgersteigen eingegraben und nur an Kreuzungen durch eine Metallhülse geschützt.

Allerdings muss man dabei bedenken, dass man zu dieser Zeit nur Gleichstrom lieferte und Wechselstrom nur in Versuchslabors getestet wurde. Gleichstrom hatte jedoch auch den Nachteil, dass die Leitungen nicht unbegrenzt lang sein konnten und sich die Stromversorgung daher nur in einem gewissen Radius um das Kraftwerk ausdehnen konnte. Bereits 1890 war daher die Grenze erreicht, was jedoch dennoch bedeutete, dass die Gesamtkabel eine Länge von 120 Kilometer hatten und das zentrale Stockholm mit Licht versorgt werden konnte.


13. September 1757: Schweden führt einen Krieg ohne Ergebnisse
13. September 1932: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg
13. September 1943: Gunder Andersson, ein linker Autor der Sport zu Literatur macht

Copyright: Herbert Kårlin