Montag, 27. Mai 2013

Artur Hazelius, das Nordische Museum und Skansen

Als Artur Hazelius am 27. Mai 1901 in Stockholm starb, war der ehemalige Lehrer zu einer der bedeutendsten kulturellen Personen Schwedens geworden, die in gewisser Weise noch heute eine große Rolle in der touristischen Entwicklung Stockholms spielen, auch wenn sich der Volkskundeforscher zu Beginn seiner Karriere nur an eine strikte Rechtschreibreform Schwedens machte, die wenig geschätzt war, und seine Ziele auf seine konservative und nationalistische Einstellung bauten, eine Tatsache, die man heute gerne verschweigen will.

Artur Hazelius ist heute bekannt dafür, dass er das Nordische Museum (Nordiska Museet) in Stockholm schuf in dem man heute die größte ethologische Sammlung Schwedens finden kann und in dem viele der Ausstellungsstücke von Hazelius selbst kommen. Die Entstehung dieses Museum geht indes auf zwei wichtige Ereignisse zurück, denn zum einen verfolgte der Vater von Hazelius die Meinungen des Göthizismus, der davon ausgeht, dass Schweden die Wiege aller Kulturen ist und dieser seinem Sohn daher alle Geheimnisse des früheren Schweden näher brachte, und zum anderen hatte Hazelius das von Gunnar Olof Hyltén-Cavallius gegründete Museum in Växjö entdeckt und wollte nun in Stockholm ein weitaus  größeres und umfangreicheres Museum schaffen.

Aber Hazelius ging in gewisser Weise auch in die Weltgeschichte ein, da er neben dem Nordischen Museum auch das Skansen schuf. Diese Idee kam wiederum aus Varberg, wo Alfred Bexell die sogenannte Bålastugan gekauft hatte, die noch heute ein einzigartiges Museum ist. Auch hier sah Hazelius größer als der Varberger Lokalforscher und er schuf das erste Freiluftmuseum weltweit. Skansen wurde später ein Vorbild für alle großen Freilichtmuseen und Museumsdörfer und war, zum Beispiel, die Grundlage für Gammlia in Umeå, aber auch für das Beamish Museum in Durham, das Nederlandse Openluchtmuseum in Arnheim, das Museo al Cielo Abierto in Valparaiso und das Freiluftmuseum in Hokkaido, das allerdings von November 2013 bis 2015 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen sein wird. Artur Hazelius schuf mit dieser nationalen Museumsanlage eine Modell für alle anderen entsprechenden Anlagen, die weltweit Ströme von Touristen anziehen.


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Copyright: Herbert Kårlin

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