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Freitag, 8. März 2019

Der Künstler Carl August Fahlgren

Carl August Fahlgren wurde am 8. März 1819 in Norrtälje zur Welt und kam 1833, im Alter von 14 Jahren, nach Stockholm um dort als Verkäufer zu arbeiten. Im Jahr 1844 öffnete Fahlgren dann seinen eigenen Kolonialwarenhandel in der schwedischen Hauptstadt, den er anschließend rund 30 Jahre lang behalten sollte, bevor sich Fahlgren dazu entschied sich der Kunst zu widmen, die bis dahin nur sein Freizeitvergnügen war. Bereits als Fahlgren seinen Laden gründete, nahm er jedoch jeden Sonntag bei Andreas Fornander Unterricht in der künstlerischen Malerei und besuchte auch ein halbes Jahr lang die Einführungskurse der Kunstakademie.

In den ersten Jahren widmete sich Carl August Fahlgren vor allem dem Kopieren von Landschaftsmalereien, vermutlich um sich dadurch mit den Techniken der Malerei besser vertraut zu machen. Während Fahlgren Anfangs nur durch Schweden reiste, unternahm er 1854, gemeinsam mit Gustaf Carleman, eine etwas ausgedehntere Studienreise nach Dänemark, Deutschland und Frankreich, was mit Sicherheit einen großen Einfluss auf Fahlgren ausübte, denn auch Carleman malte vor allem Landschaften und natürlich Stockholm, allerdings mit dem Unterschied, dass sich Carleman auch sehr für die Fotografie interessierte.

Carl August Fahlgren, der 1866 in den Vorstand der Künstlerklubs gewählt wurde, verkaufte sein erstes Gemälde im Jahre 1857 an den Verein schwedischer Künstler, was den Künstler in seiner Tätigkeit bestätigte und dazu führte, dass Fahlgren im Laufe der Jahre knapp 600 Landschaftsgemälde malte, sehr oft Motive, die er in den Schären vor Stockholm fand. Trotz seiner einfühlsamen Gemälde gelang es Carl August Fahlgren, der am 2. Mai 1905 in Stockholm starb, nicht in die größeren Museen des Landes zu kommen, sondern seine Bilder sind über das ganze Land verbreitet, und nur ein einziges der Gemälde, findet man im Stockholmer Stadtmuseum.


Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 26. Februar 2019

Der finnlandschwedische Künstler Hjalmar Grahn

Hjalmar Grahn kam am 20. Juli 1882 als Sohn eines Apothekers und Politikers im finnischen Kotka zur Welt. Grahn bereitete sich nach seiner Hochschulreife erst sieben Jahre lang auf das Lehramt vor, wechselte dann zum Ingenieurstudium, um sich letztendlich für die Kunst zu entscheiden und am Ateneum in Helsingfors (Helsinki) ein Kunststudium zu beginnen. Bereits nach einem Jahr am Ateneum ging Grahn an die Académie Colarossi in Paris um sich dort weitere zwei Jahre dem Kunststudium zu widmen. Nach seiner Rückkehr nach Finnland entschied sich Grahn 1913 nach Südamerika auszuwanderen, arbeite dort ein Jahr lang als Schafherde, verdiente anschließend sein Geld als Maler in Punta Arenas und ging 1917 schließlich nach Stockholm, wo er sich permanent niederließ.

In Stockholm begann Hjalmar Grahn vor allem die dunstige Atmosphäre der Stadt in den Morgenstunden und bei schlechtem Wetter einzufangen, was ihm 1918 bei einer ersten Ausstellung in der Galerie Ny Konst die Gunst der Kritiker brachte. Aber erst nach einigen weiteren Ausstellungen und seine Mitgliedschaft in der 1932 gegründeten Künstlervereinigung Färg och Form brachte Grahn dann wirklich den Durchbruch als Künstler, der in wenigen Jahren auch gelernt hatte die Farben bei der Gestaltung seiner Gemälde zur Perfektion zu meistern und einen persönlichen Stil zu entwickeln, der jenem der Koloristen sehr nahe kam.

Hjalmar Grahn wird heute als einer der bedeutendsten Stockholm-Schilderer betrachtet, auch wenn der Künstler, der vor allem mit Öl und Pastellfarbe arbeitete, auch Landschaften der Stockholmer Schären, Portraits und Stillleben malte. 1944 wurde Grahn als Mitglied in die Kunstakademie gewählt, was gewissermaßen auch mit einem Umbruch seines Schaffens verbunden wird, denn Grahn, der am 26. Februar 1949 in Stockholm starb, malte während der letzten drei Jahre seines Lebens insbesondere Naturimpressionen der Schären und Blumensteilleben. Seine Werke findet man in mehreren Museen Schwedens, unter anderem auch im Moderna Museet in Stockholm.<


26. Februar 1416: Christoph von Bayern wird König in Schweden
26. Februar 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa 
26. Februar 1658: Der Frieden von Roskilde und das heutige Schweden 
26. Februar 1729: Anders Chydenius, ein Kämpfer für die Freiheit
26. Februar 1739: Göran Josuæ Adelcrantz und der Fall eines Hofarchitekt 
26. Februar 1814: Johan Tobias Sergel, Ritter des Vasaorden
26. Februar 1861: Die schwedische Künstlerin Fanny Brate
26. Februar 1880: Karin Smirnoff, die unbekannte Tochter Strindbergs
26. Februar 1889: Wilhelm Erik Svedelius, der erste Staatswissenschaftler Schwedens
26. Februar 1940: Die Schriftstellerin Agneta Pleijel

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 6. April 2018

Die Schriftstellerin Viveca Lärn

Viveca Lärn kam am 6. April 1944 als Tochter eines Journalisten und Zeichners in Göteborg zur Welt und begann nach Abschluss des Gymnasiums als Journalistin für die Göteborgs-Posten, die Göteborgs-Tidningen und das Aftonbladet zu arbeiten, obwohl das Ziel Lärns von Kindheit an war Schriftstellerin zu werden. Auch wenn Lärn ihr erstes Kinderbuch Stoppa pressarna! bereits 1975 veröffentlichte, sollte sie erst ab 1983 hauptberuflich Schriftstellerin werden, wobei ihr erster großer Erfolg die Kinderbuchsuchserie über Mimmi und ihre Freunde war.

Ab den 90er Jahren wandte sich Viveca Lärn von Kinderbüchern ab und begann Romane für Erwachsene zu schreiben, die sehr oft mit schwedischen Traditionen verknüpft und innerhalb der Fernsehserie Saltön verfilmt wurden. In diesen Jahren schrieb Lärn auch mehrere Liedertexte, arbeitete für das Theater und für das Fernsehen. In diesem Zusammenhang schrieb die Schriftstellerin auch den Julkalender des Jahres 1994. Neben diesen Aktivitäten schrieb Lärn, als Nachfolgerin von Hagge Geigert, auch weiterhin Chroniken für die Göteborgs-Posten, die zum Teil auch in Buchform veröffentlicht wurden.

Im Jahr 1912 begann Viveca Sten eine neue Romanserie, die von einigen Mietern in Göteborg handelt, und dabei mehr ungewöhnliche Ereignisse dieser Mieter zeigt und stark um das herkömmliche Denken der Bevölkerung Göteborgs kreist. Im Jahr 2016 schrieb die Autorin dann den letzten Roman der Serie Saltön. Die Romane Viveca Lärns kreisen insbesondere, in leicht humoristischer Weise, um Ereignisse in Göteborg und den Schären vor der westschwedischen Stadt, ohne allerdings wirklich in die Tiefe zu gehen, auch wenn die Schriftstellerin für ihre Werke mehrere Preise erhalten hat und 1998 zur Göteborgerin des Jahres ernannt wurde.


6. April 1664: Arvid Horn, der heimliche Regent Schwedens
6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung
6. April 1864: Die Stadt Ronneby brennt ab und ändert den Stadtplan
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark 
6. April 1950: Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager
6. April 1962: Eva Mobergs Buch Kvinnor och Människor
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Der Künstler und Schriftsteller Rune Jansson

Rune Jansson kam am 15. Dezember 1918 als Sohn eines Landwirts und Fischers auf Blidö in den Schären vor Stockholm zur Welt und arbeitete mit seinem Vater bis er 1941 die Chance hatte an der Schule Oto Sköld Malerei zu lernen und sich auf den Besuch der Kunsthochschule in Stockholm vorzubereiten. Von 1942 bis 1944 besuchte Jansson dann die Kunsthochschule und nahm auch an den dort organisierten Ausstellungen teil. Die erste größere Ausstellung kam für Jansson dann im Jahre 1949, im Lilla Paviljongen auf Södermalm in Stockholm.

1945 heiratete Rune Jansson die Künstlerin, Filmschauspielerin und Poetin Eddie Figge, die der Künstler bereits in der Malerschule Oto Sköld kennengelernt hatte. Kurze Zeit nach der Ehe ging das Paar nach Frankreich und lernte die informelle Kunst kennen, die beide stark beeindrucken sollte und auch das zukünftige Werk Janssons beeinflusste. Neben seiner Tätigkeit als freier Künstler begann Rune Jansson 1958 als Zeichenlehrer an der Königlich Technischen Hochschule zu arbeiten und ab 1968 wurde er Professor an der Kunsthochschule in Stockholm.

Rune Jansson, der am 10. September 2014 starb, gilt als einer der schwedischen Pioniere der informellen Kunst, die sich bei ihm oft durch einige wenige Linien und einen diffusen Farbfleck ausdrückt und damit dem Gemälde eine Bewegung und einen Horizont verleiht. Das Hauptthema des Künstlers, dessen Werke vor allem von Kunstsammlern erworben werden, waren die Schären vor Stockholm, die ihn von Kind an faszinierten. Rune Jansson arbeitete nie mit einer Staffelei, sondern legte die Leinwand immer flach auf den Boden, im hohen Alter dann auf sein Bett, was der Künstler damit erklärte dass er immer mit sehr dünner Farbe malte und daher nur auf diese Weise malen konnte.


15. Dezember 1649: Die schwedische Afrika-Kompanie (Guineakompanie)
15. Dezember 1716: Olof Celsius der Jüngere, Philosoph und Politiker
15. Dezember 1877: Der schwedische Filmregisseur Georg af Klercker
15. Dezember 1952: Ernest Florman, der erste Filmer Schwedens
15. Dezember 1992: Sven Delblanc und die Nachkriegsliteratur Schwedens
15. Dezember 1994: Das schwedische Parlament unterschreibt den Europavertrag
15. Dezember 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 9. Juni 2016

Der schwedische Künstler Olle Nordberg

Olle Nordberg kam am 9. Juni 1905 als Sohn eines Direktors und unter dem Namen Olof Nordberg in Stockholm zur Welt und kam sehr früh mit der Kunst in  Berührung, da sein Großvater mütterlicherseits nicht nur ein sehr großes Kunstinteresse zeigte, sondern in seinem Haus auch sechs Künstlerateliers einrichtete, die er an verschiedene Künstler vermietete. Nordberg kam dadurch sehr intensiv mit der Welt der Kunst in Berührung und erlernte durch den Umgang mit den unterschiedlichsten Künstlern auch verschiedene Techniken und begann selbst zu malen.

Auf Grund dieser unkonventionellen Vorbereitung auf die Kunstschule, an der Künstler wie Jenny Nyström, Siri Derkert und Axel Wallenberg teil hatten, die zeitweise in den Ateliers des
Großvater arbeiteten, gelang es Olle Nordberg bereits im Alter von 15 Jahren an der Kunstakademie aufgenommen zu werden. Nach fünf Jahren an der Akademie setzte Nordberg seine künstlerischen Studien noch an Hand von Studienreisen nach Italien, Spanien, Frankreich und Norwegen fort um sich schließlich in Monsö bei Ekerö niederzulassen und sich bald darauf der Künstlergruppe DE UNGA anzuschließen. Nordbergs Atelier in Monsö wurde mittlerweile in eine Museum verwandelt.

Olle Norberg malte insbesondere Motive und Menschen der Stockholmer Schären, aber auch Landschaften aus dem nördlichsten Schweden. Seine bedeutendsten Bilder zeigen das Alltagsleben der Menschen, und er schafft in seinen Bildern eine Gemütlichkeit, die mit Humor gemischt ist. Wenn man seine Gemälde aus Monsö betrachtet, so findent man das menschliche Leben von der ersten Liebe bis zu einem ruhigen und gemütlichen Alter. Kritiker verglichen seine Malerei oft mit der Poesie. Olle Norberg starb am 28. März 1986 in Monsö und hinterließ in zahlreichen Gemälden die Erinnerung an seine Frau, denn immer wieder findet man ihre Züge in seinen Gemälden, da fast jede gemalte schöne Frau in einigen Punkten an die Ehefrau des Künstlers erinnert.


9. Juni 1744: Frans Suell, ein schwedischer Kaufmann mit neuen Ideen
9. Juni 1886: Tora Dahl, die Bewältigung einer unehelichen Geburt
9. Juni 1948: Die schwedische Politikerin Gudrun Schyman
9. Juni 1960: Eva Dahlgren, mehr als ein musikalisches Symbol Schwedens
9. Juni 1962: Die Rennstrecke Knutstorp in Skåne
9. Juni 2007: Die Götheborg legt wieder in Göteborg an

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 8. Juni 2015

Das schwedische Meeresschutzgebiet Väderöarna

Am 8. Juni 2011 wurde das Gebiet der Väderöarna, das an den Meeres-Nationalpark Kosterhavet anschließt, zum Naturreservat erklärt, ein Gebiet von 18.300 Hektar, das zum Großteils bereits vorher unter Naturschutz stand und Teil des Natura 2000-Gebietes ist. Während große Teile des Gebietes ganzjährig besucht werden können, dürfen die als Vogelschutzgebiete ausgezeichneten Gegenden zwischen dem 1. April und dem 15. August eines Jahres nicht betreten werden und selbst Boote müssen dort einen Abstand von 100 Metern einhalten.

Die westschwedischen Väderöarna, die Wetterinseln, gelten von der ökologischen Warte her als das wertvollste Meeres-Schutzgebiet Schwedens, da hier das ursprüngliche Meeresmilieu der Westküste am deutlichsten erhalten ist und die Schäden bisher sehr begrenzt sind. Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass man im Raum der Väderöarna noch die artenreichste Meeresfauna- und flora Schwedens findet. Sporttaucher können bei den Väderöarna wahre Entdeckungen machen, sind allerdings auch streng daran gehalten das Meeresmilieu zu bewahren. Dass hier auch das Auswerfen eines Ankers verboten ist, versteht sich von selbst.

Die Väderöarna, ein Teil der Schären der schwedischen Westküste, bestehen aus hunderten von Klippen und kleineren Inseln, die früher teilweise bewohnt waren und durch den Väderöfjorden vom Festland getrennt sind. Der Zugang zu den Wanderwegen und auch dem ganzjährig geöffneten Gasthaus ist nur mit Hilfe eines Bootes oder Kajaks möglich, was den Zustrom an Touristen sehr stark begrenzt, auch wenn die Inseln geradezu ein Paradies für einige typische westschwedische Pflanzen sind und sich dort die größte westschwedische Kolonie an Seehunden befindet, die man hier aus nächster Nähe beobachten kann.


8. Juni 793: Die Wikinger, der Beginn einer Geschichte
8. Juni 1435: Die berühmteste Kathedrale Schwedens wird eingeweiht
8. Juni 1908: Frans Theodor Hedberg, ein Leben für das Theater
8. Juni 1941: Alf Robertson, vom Seemann zum Sänger
8. Juni 1965: Karin Alvtegen, Kriminalromane um das Leben zu bewältigen

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 19. Januar 2014

Die HMS Älvsnabben auf großer Fahrt

Die HMS Älvsnabben mit der Fahrzeugnummer M01 wurde am 19. Januar 1943 in Göteborg als Minenfahrzeug zu Wasser gelassen, wurde jedoch vor allem ab 1953 weltbekannt, da die schwedische Flotte ab diesem Jahr das Fahrzeug 25 Mal auf große Fahrt schickte, zu sogenannten Ausbildungsexpeditionen, die allerdings nicht nur der Ausbildung dienten, sondern auch die Stärke Schwedens symbolisieren sollten und eine Werbung für die Werftindustrie des Landes war.

Als man die HMS Älvsnabben im Jahre 1942 plante, so zeigten die Pläne noch ein Handelsfahrzeug. Aber noch während des Baus entschied dann der damalige schwedische Verteidigungsminister Per Edvin Sköld, dass das Schiff in ein Minenfahrzeug umgebaut werden musste. Das Ergebnis ist daher im Grunde eine Mischung aus Kriegsschiff und einem Frachter. Das Ende für die HMS Älvsnabben kam dann am 1. Juli 1982, als das Fahrzeug zur Verschrottung an Lindbladhs in Karlskrona verkauft wurde.

Der Name des Schiffes geht auf die Insel Älvsnabben in den Stockholmer Schären zurück, die mit ihrem natürlichen Hafen geschichtlich bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht, als König Valdemar dort anlegte. Aber auch für die Hanse war dieser Hafen von großer Bedeutung und Gustav II. Adolf sammelte dort die Flotte um sein Heer nach Deutschland zu transportieren um beim 30-jährigen Krieg einzugreifen. Auch die Fähren auf dem Göta älv in Göteborg erhielten später den Namen Älvsnabben um an die Geschichte der HMS Älvsnabben zu erinnern, die einst auf Eriksberg in Göteborg gebaut worden war.


19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte Skalde 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der romantische Skalde Schwedens
19. Januar 1909: Axel Petersson, bekannt als Döderhultam
19. Januar 1937: Die schwedische Prinzessin Birgitta von Hohenzollern 

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 17. September 2013

Eine Explosion auf zwei Kriegsschiffen gleichzeitig

Noch heute sind viele Fragen zur sogenannten Horsfjärdskatastrofen am 17. September 1941 offen und niemand weiß so genau, ob durch einen Unfall oder ein Attentat mehrere Kriegsschiffe, die sich an diesem Tag in den Schären vor Stockholm aufhielten, gesunken sind, denn auch wenn der Verdacht des Attentats noch heute dominiert, so gibt es keine Beweise und die technischen Möglichkeiten jener Zeit erlaubten es auch nicht klare Hinweise für einen Unfall oder ein Attentat zu finden.

Tatsache ist, dass international bekannt war, dass sich an diesem Tag einige der wichtigsten Kriegsschiffe Schwedens vor Stockholm befanden um an einer Übung teilzunehmen. Sicher ist auch, dass die Fahrzeuge mit Torpedos versehen waren. Erstaunlich ist dabei, dass alle drei Schiffe, die gleichzeitig an der Übung teilnehmen nahezu gleichzeitig sanken, denn erst verzeichnete man eine Explosion auf der HMS Göteborg und nur wenige Sekunden später auch auf der HMS Klas Horn. Durch die Explosionen trat Öl aus, das in Brand geriet und damit auch die HMS Uggla versenkte. Insgesamt kamen dabei 33 Seeleute um.

An einem Attentat waren 1941 mehrere Länder interessiert, insbesondere die Alliierten und die Sowjets, denn die schwedischen Kriegsfahrzeuge schützten die Eisentransporte nach Deutschland, die Hitler dringend für die Herstellung von Waffen benötigte. Es war daher logisch, dass mehrere Länder ein großes Interesse daran hatten, die schwedische Flotte zu schwächen, da ein Teil der Macht Deutschlands ausschließlich den schwedischen Erzlieferungen zu verdanken war. Da eine offene Kriegshandlung wegen der sogenannten Neutralität Schwedens kaum zu verantworten war, nahm man bereits 1941 an, dass daher die Sprengung der Schiffe geplant war.


17. September 936: Bischof Unni führt Birka zurück zum Christentum 
17. September 1948: Folke Bernadotte wird in Israel ermordet

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 20. Mai 2012

Die Schiffsverbindung von Umeå nach Vasa

Am 20. Mai 1948 wurde die Reederei Vasa-Umeå AB gegründet, die noch am gleichen Tag von der Suomi Shipping Oy den Dampfer S/S Pörtö kaufte, der bereits die vorhergehenden Jahre auf der Strecke zwischen Umeå und Vasa verkehrte. Als erstes wurde dann von der Reederei das Fahrzeug auf „Turisten“ umgetauft, was das Ziel des Unternehmens sehr gut ausdrückte. Bereits am 28. Mai stach dann die Turisten mit dem Ziel Umeå in See.

Zwischen 1948 und 2000 verkehrte die Reederei, die die letzten Jahre unter Silja Line zeichnete, dann regelmäßig zwischen Umeå und Vasa, was allgemein als der Kvarkentrafiken bezeichnet wurde. Kvarken ist der Ausdruck für einen Hals, also die engste Stelle des Meeres, wobei der Kvarken, und insbesondere die 7000 Schäreninseln auf finnischer Seite, zum Weltkulturerbe gehören. Die großen Fähren der 70er Jahre benötigten für die Reise gerade einmal vier Stunden, was für die Passagiere eine ideale Zeit war um zollfrei Alkohol und Tabak kaufen zu können.

Die Versuche in den 70er Jahren eine Strecke von Sundsvall nach Finnland zu schaffen, zeigten sich nicht als erfolgsträchtig, da die Schiffe neun Stunden auf See waren, aber das Interesse der Passagiere darin lag so wenig wie möglich auf dem Wasser zu sein, sondern offizieller Handel und Schmuggel im Vordergrund lagen. Als dann am 30. Juni 1999 Europa entschied, dass innerhalb Europas die Steuerfreiheit auf Fähren aufgehoben wird, wurden die Fahrten uninteressant und bereits im nächsten Jahr musste der Fährverkehr zwischen den beiden Orten ganz eingestellt werden.


20. Mai 1952: Staffan Götestam und das bedeutendste Kindermuseum Schwedens
20. Mai 1964: Die schwedische Polizei wird verstaatlicht

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 14. Oktober 2011

Lasse Dahlquist, vom Seemann zum Sänger

Am 14. Oktober 1979 starb der schwedische Sänger, Kompositeur und Schauspieler Lasse Dahlquist, eigentlich Lars Erik Dahlquist, auf der Schäreninsel Brännö, die nur wenige Kilometer vor der Küste Göteborgs liegt und mittlerweile jeden Sommer den Tanz auf der ”Brännö brygga” zu Weisen des Sängers veranstaltet. Diese Veranstaltungen sind so gefragt, dass Boote nur zu diesem Ereignis in See stechen und selbst Nicht-Tänzer der Umgebung mindestens einmal in ihrem Leben diese abendlichen Feste erleben wollen.

Lasse Dahlquist wird in seiner Geburtsstadt Göteborg, wo er auch einen großen Teil seines Lebens verbrachte, nahezu als Ikone gesehen, denn obwohl er als Sohn eines Kapitäns ebenfalls für die See bestimmt war, verbrachte er nur wenige Jahre auf dem Meer, denn 1926 begann ihr mit der Seefahrt und bereits 1931 begann er seine Lieder bei Columbia aufzunehmen und 1938 kam der Erfolg mit „Jolly Bob från Aberdeen“.

Lasse Dahlquist, der unermüdlich an seiner Karriere arbeitete schrieb während seines Lebens hunderte von Melodien und Lieder, die heute noch ein ständiges Repertoire aller Allsång-Veranstaltungen sind und nahm selbst über 500 Lieder auf Platte auf. Seine Filmkarriere begann er 1932 mit „Muntra musikanter“ von Weyler Hildebrand. Nebenbei arbeitete Lasse an Revuen und schrieb Filmmelodien. Nur zwei Jahre vor seinem Tod auf Brännö erhielt der Künstler noch den begehrten Evert Taube Preis verliehen. Lasse Dahlquist starb im Alter von 67 Jahren an Krebs. Seit 2010 wurde ihm auf unbestimmte Zeit eine musikalische Ausstellung im Göteborger Seefahrtmuseum gewidmet.

14. Oktober 1758: Die Entstehung der Norrköpings Tidningar
14. Oktober 2009: Der Tag der Garnelenbrötchen in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin