Donnerstag, 8. Februar 2018

Elisabeth Barnekow, Künstlerin und Holzschnitzerin

Elisabeth Barnekow kam am 8. Februar 1974 als Tochter einer Unterleutnants in Sörby zur Welt und besuchte erst einige Jahre die Malerschule Elisabeth Keyser in Stockholm, bevor sie 1895 mit ihrer Lebenspartnerin Ida Thorensen nach Paris ging, wo beide Frauen ihre Studien fortsetzten. Gemeinsam unternahmen Barnekow und Thorensen auch zahlreiche Reisen in mehrere Länder, vor allem auch nach Italien, wo die Skulpteurin Thorensen zahlreiche Eindrücke sammelte.

Zurück in Stockholm arbeiteten die beiden Frauen in einem gemeinsamen Atelier und Elisabeth Barnekow nahm an den ersten Ausstellungen teil, unter anderem auch in Wien und Kopenhagen. Barnekow setzte sich ab dieser Zeit auch stark für die Frau als Künstlerin ein, forderte in der Kunst die Gleichstellung zwischen Mann und Frau, und wurde 1910 eine der Mitgründerinnen des Vereins der schwedischen Künstlerinnen (Föreningen Svenska konstnärinnor). Dieser Zusammenschluss ermöglichte es Schwedinnen auch an internationalen Ausstellungen teilzunehmen, da diese meist nur Vereine einluden, Frauen um diese Zeit in Schweden jedoch nicht in existierenden Kunstvereinen aufgenommen wurden.

Bald war Elisabeth Barnekow so bekannt, dass sie von allen fortschrittlichen Personen der gehobenen Gesellschaftsschicht Aufträge erhielt, vor allem aber auch Portraits von Kulturpersönlichkeiten malte, die ihren Kampf für das Frauenrecht stützten. Unter ihren Portraits findet man daher Selma Lagerlöf, Victoria Benedictsson, Frida Sténhoff und viele mehr. Da die von Männern dominierte Kunstwelt in jenen Jahren weibliche Künstler nicht als Künstler betrachteten, gelang es Barnekow, mit der Unterstützung von Gertrud Serner, der Intendantin des Nationalmuseums, ein Lexikon weiblicher Künstler zu beginnen, das leider nur bis etwa 1840 reicht, da Barnekow am 2. Oktober 1942 in Stockholm starb und das Werk nicht zu Ende führen konnte.


8. Februar 1782: Malla Silfverstolpe und der literarische Salon in Uppsala
8. Februar 1878: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
8. Februar 1883: Der Künstler und Mineraloge Gregori Aminoff
8. Februar 1903: Der schwedische Nationalsozialist Sven Olov Lindholm
8. Februar 1911: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
8. Februar 1914: Die Sozialdemokraten antworten auf die Provokation des Königs
8. Februar 1952: Das Folkets hus (Haus des Volkes) in Göteborg
8. Februar 1966: Carl-Henning William Crafoord bringt den Hiphop nach Schweden
8. Februar 1969: Pippi Langstrumpf wird in Schweden zum Fernseherfolg

Copyright: Herbert Kårlin

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