Dienstag, 20. Februar 2018

Der Reichsrat Axel Oxenstierna af Södermöre

Auch wenn Axel Oxenstierna vor allem dafür bekannt wurde, dass er am 20. Februar 1636 das Postwesen in Schweden gründete, so handelt es sich bei diesem Politiker, der am 16. Juli 1583 auf Gut Fånö in Löt geboren wurde, nicht nur um einen eifrigen Beamten, sondern um einen Mann, den man unter die mächtigsten, politischen Hintergrundfiguren Schwedens sehen muss. Oxenstierna teilte Schweden in Regierungsbezirke (Län) ein, die im Großen und Ganzen noch heute auf die gleiche Weise existieren und er schuf zahlreiche Gesetz Schwedens, die ebenfalls noch heute eine gewisse Bedeutung haben. Oxenstierna war jedoch unter Karl IX. auch Reichsrat und vertrat diesen daher immer dann, wenn sich der König nicht in Schweden befand.

Axel Oxenstierna wurde auch einer der engsten Vertrauten des Königs Gustav II. Adolf, was sich bereits dadurch ausdrückte, dass er dessen Hochzeit mit Maria Eleonora von Brandenburg organisierte und beim Krieg mit Polen und Russland die gesamte Verantwortung für die Versorgung der Truppen und der Marine trug, und bei allen wichtigen Verhandlungen Schweden vertrat. Während des 30-jährigen Krieges wurde Oxenstierna der Assistent des Königs und plante die Schlachtzüge, ohne indes je selbst in die feindlichen Handlungen einzugreifen. Auf Grund seiner Stellung übernahm er, nach dem Tod des Königs als Vormund der künftigen Königin Christina die Regierung Schwedens.

Das Verhältnis zwischen Königin Christina, auch Kristina geschrieben, und Axel Oxenstierna schien ziemlich gespannt, denn der Politiker wollte Christinas Abdankung verhindern, vermutlich weil er dadurch mehr Einfluss behalten konnte, aber er konnte die Königin nicht umstimmen. Auch der Folgekönig Karl X. Gustav schenkte Oxenstierna großes Vertrauen, was jedoch die Geschichte nicht mehr beeinflusste, denn Oxenstierna starb am 28. August 1654, nur wenige Monate nachdem der König die Macht ergriffen hatte. Von seiner aktiven Tätigkeit zeugen die von Oxenstierna hinterlassenen Dokumente, die nicht weniger als 500 Bände ausmachen, die heute im Reichsarchiv aufbewahrt werden.


20. Februar 1513: Johan II. von Schweden, König für vier Jahre
20. Februar 1636: Die Entwicklung der schwedischen Post
20. Februar 1816: Anders Jönsson und die schwedische Textilindustrie
20. Februar 1856: Carl David Skogman und wie Wirtschaftspolitik Schwedens
20. Februar 1866: Der schwedische Architekt Carl Westman
20. Februar 1903: Der schwedische Maler Gotthard Werner
20. Februar 1916: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
20. Februar 1917: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale
20. Februar 1955: Klas Östergren, das exzentrische literarische Genie
20. Februar 1988: Die schwedische Künstlerin Idun Lovén 

Copyright: Herbert Kårlin

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