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Sonntag, 29. April 2012

Sophia Elisabet Brenner und die Frauenbewegung

Am 29. April 1659 wurde Sophia Elisabet Brenner in Stockholm geboren, die erste Frau Schwedens, die schöngeistige Literatur verfasste und dabei gleichzeitig für die Befreiung der Frau kämpfte. Ihre schriftstellerische Leistung wurde auch von offizieller Seite gewürdigt, was dazu führte, dass Sophia Elisabet Brenner auch die erste Frau Schwedens wurde, die im Jahre 1723 die Autorenpension erhielt. Die gesamten Werke der Autorin werden gegenwärtig neu herausgegeben.

Sophia Elisabet Brenner war die Tochter von Niklas Weber, der 1630 von Deutschland nach Schweden ausgewandert war und seinen Töchtern Bildung vermitteln wollte. Auch wenn Sophia Elisabet in die Deutsche Schule ging und zu Hause nur Deutsch geredet wurde, lernte sie sehr schnell Schwedisch und Latein, das sie auch bei einigen ihrer Gedichte benutzte. Als Nebensprachen kamen dann noch Französisch, Italienisch und Holländisch hinzu. Nicht verwunderlich ist daher, dass Sophia Elisabet Brenner auch eine der ersten Frauen des Landes war, die in der Visingsö Schule studierte.

Sophia Elisabet wurde durch ihre „Tillfällesdikter“ (Gelegenheitsgedichte) bekannt deren Stoff sie aus dem täglichen Geschehen holte. Sie behandelte dabei politische Probleme neben Gedanken zur schwedischen Sprache oder der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Als 1713 ihr erstes lyrisches Werk „Poetiska Dikter“ veröffentlicht wurde, war Sophia Elisabet Brenner die erste Frau Schwedens, die Gedichte in schwedischer Sprache präsentierte und ihr den Beinamen „Die zweite Sappho“ einbrachte. Bereits 1693 hatte die Schriftstellerin mit „Det Qwinliga Könetz rätmätige Förswar“ auch das erste feministische lyrische Prosawerk Schwedens veröffentlicht, das später andere Feministinnen Schwedens inspirierte.


29. April 1812: Emilie Högqvist, ein kurzes Leben im Glanz
29. April 1913: Der schwedische Reißverschluss erobert die Welt

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Montag, 28. März 2011

Marianne Fredriksson, eine schwedische Schriftstellerin

Am 28. März 1927 wurde Marianne Fredriksson in Göteborg geboren, die bis zu ihrem Tod am 11. Februar 2007 fünfzehn Romane veröffentlichte, die insgesamt in 47 Sprachen übersetzt wurden. Marianne Fredriksson veröffentlichte ihren ersten Roman mit 53 Jahren und begann daher ihre schriftstellerische Karriere sehr spät.

Auch wenn Marianne Fredriksson ihr erstes Buch „Evas bok“ (im Deutschen unter dem Titel "Eva" erschienen), sehr spät schrieb, so verfasste sie bereits in jungen Jahren zahlreiche Texte und begann ihre schreibende Laufbahn in der Göteborg-Tidningen (GT), einer rechts orientierten Abendzeitung.

Später arbeitete die Autorin für das Svenska Dagbladet (SvD), wo sie eine eigene Spalte (Idag-sidan) schuf. Marianne Fredriksson griff in dieser Sparte Themen auf, die bis dahin wenig Platz in der Tagespresse hatten. Sie schrieb über Gefühle, existentielle Fragen und Psychologie, die sich insbesondere um Frauenprobleme drehten.

Zwischen 1962 und 1974 war Marianne Fredriksson Chefredakteurin der schwedischen Zeitschrift Allt i hemmet (Alles im Heim), um anschließend die Zeitschriften Vi Föräldrar (Wir Eltern) und Allt om Mat (Alles über Essen) zu gründen. Marianne Fredrikssons letztes Buch „Ondskans leende“ erschien im Jahre 2006 und wurde in Deutschland mit dem Titel „Stinas Entscheidung“ herausgegeben.

28. März 1953: Der erste Roman Tjärdalen von Sara Lidman wird ein Erfolg
28. März 1962: Joakim Lindengren, Kapten Stofil und Faktum

Copyright: Herbert Kårlin