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Dienstag, 26. Januar 2016

Der schwedische Künstler Carl Eldh

Als Carl Eldh am 26. Januar 1954 in Stockholm starb, gehörte er zu den bedeutendsten Skulpteuren Schwedens dessen öffentliche Werke im ganzen Land zu finden waren. Für die Nachwelt wurde Eldh sogar zum Symbol der Arbeiterbewegung, da er ursprünglich aus  sehr einfachen Verhältnissen kam und seine späteren Skulpturen eine große Stärke ausdrückten, die rein akademische Künstler um diese Zeit nicht erreichen konnten. Das letzte und größte Werk Eldhs, das Hjalmar Branting gewidmet ist, wurde bereits 1935 in Auftrag gegeben, 1947 gegossen und erst 1952 in Stockholm aufgestellt, zwei Jahre vor seinem Tod.

Carl Eldh kam am 10. Mai 1937 als Sohn eines Schmieds in Film im Uppland zur Welt und wuchs daher in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Für die Kunst entschied sich Eldh, nach mehreren verschiedenen Arbeiten, als er 19 Jahre alt war und er eine künstlerische Ausbildung an der Tekniska Skolan, dem heutigen Konstfack, in Stockholm begann. Da sich der Künstler vor allem auf Ornamente von Bauwerken spezialisiert hatte, wurde er nach Abschluss seines Studiums als Ornamentskulpteur bei der Restaurierung der Domkirche in Uppsala  eingesetzt, was Eldh letztendlich nicht auf die Dauer befriedigte, da er eigene Werke schaffen wollte und nicht nur nach Anleitung von Architekten arbeiten wollte, die ihn als Kunsthandwerker schätzten.

Im Jahre 1897 begab sich Carl Eldh auf eine mehrjährige Studienreise nach Paris, die er vor allem durch den Verkauf eigener Holzschnitzereien finanzierte. Bereits 1900 repräsentierte der Künstler dann mit sein Werk Oskuld (Unschuld) Schweden auf der Pariser Weltausstellung und nach weiteren zwei Jahren Ausbildung an der Académie Calorossi erhielt er im Salon von Paris eine Goldmedaille für sein Werk Modersorg och Linnea. Während seine Arbeiten in Paris noch als gefühlsmäßig weich bezeichnet werden können, wurden die Skulpturen Eldhs nach seiner Rückkehr nach Schweden im Jahre 1904 zu Monumenten, die Stärke und Kraft ausdrückten.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörte Carl Eldh, neben Carl Milles und Christian Eriksson, zu den meist beschäftigten Skulpteuren Schwedens, wobei man einige seiner bedeutendsten Porträtbüsten im Garten der Stockholmer Stadthaus (Rathaus) sehen kann. Seiner Tochter Brita verdankt man, dass man heute im Bellevueparken in Stockholm auch das frühere Atelier des Künstlers besuchen kann. In diesem Museum findet man, außer den Werkzeugen des Künstlers und vielen Privatgegenständen, über 400 Arbeiten in Gips, Stein, Ton und Bronze, die den Besuchern das Schaffen Eldhs vor Augen führen.

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 17. Februar 2014

Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens

Arvid Källström wurde am 17. Februar 1893 als Sohn der beiden Bildhauer Edward Källström und Ida Pettersson geboren und erlebte daher bereits als Kind die Welt der Kunst. Bereits als Sechszehnjähriger schuf er dann die ersten eigenen Werke ohne jedoch eine Kunstschule besucht zu haben, ein Wunsch, den er erst im Jahre 1916 verwirklichen konnte, als er auf Empfehlung von Carl Eldh vier Jahre lang an der Kunstakademie in Kopenhagen studieren konnte. Nach dem Studium und seiner Ehe ging Källström dann 1920 nach Paris um dort seine Kenntnisse zu perfektionieren. Sein Pariser Atelier hatte der Künstler im gleichen Gebäude wie Isaac Grünewald und Fernand Léger.

Im Jahre 1934 kehrte Arvid Källström zurück nach Stockholm und drei Jahre später zog er nach Påskallavik bei Oskarshamn um dort 30 Jahre lang im sogenannten Källströmsgården als Skulpteur aktiv zu bleiben, auch wenn ihn seine Arbeit sehr häufig nach Öland, Gotland und auch nach Västergötland führte, wo man einige seiner bedeutendsten Werke im öffentlichen Raum finden kann. Sehr eindrucksvoll sind jedoch vor allem die Werke Källströms im Källströmsgården in Påskallavik, wo man während der Sommermonate auch einige späte abstrakte Skulpturen des Künstlers finden kann. Leider sind der Garten und die Ausstellungsräume nur von Mittsommer bis Ende August für die Allgemeinheit geöffnet.

Arvid Källström gehört mit zu den außergewöhnlichsten Skulpteuren Schwedens, da er nicht nur mit nahezu jedem Material arbeitete und sowohl auf traditionelle Weise als auch abstrakt arbeitete, sondern auch, weil er während seines Lebens etwa 3000 Kunstwerke schuf, darunter knapp 100 für den öffentlichen Raum. Um die Schaffenskraft Källströms wirklich erfassen zu können, muss man nur einen Streifzug durch die Kirchen Smålands machen, da er dort die deutlichsten Spuren hinterlassen hat und Skulpturen einiger Heiligen schuf, Taufbecken formte, Altarausätze schuf, an Orgelfassaden arbeitete und auch einig Kruzifixe schuf.


17. Februar 1347: Die Geschichte der Kupfergruben in Falun 
17. Februar 1753: Schweden greift zum Gregorianischen Kalender 
17. Februar 1859: Johan Lindström Saxon, der Heimatautor Närkes
17. Februar 1931: Hitler und Goebbels erhalten in Stockholm Redeverbot
17. Februar 1992: Der einzige unaufgeklärte Polizistenmord in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin