Posts mit dem Label Fernsehserie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fernsehserie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 2. November 2016

Gekås in Ullared als Fernsehmagnet

Als am 2. November 2009 der private Fernsehkanal TV5 (Kanal 5) die erste Fernsehsendung Ullared übertrug, läutete dies nicht nur eine neue Ära für den Fernsehkanal ein, da bereits die erste Sendung Ullared von über einer Million Schweden gesehen wurde, sondern auch für das Kaufhaus Gekås  war dies der Weg zu neuen Verkaufsrekorden, denn ab diesem Tag konnte das Kaufhaus in Ullared täglich rund 2000 Käufer mehr zählen, da das größte Kaufhaus Schwedens durch die Sendung nahezu vermenschlicht wurde und ddurch zusätzliche Kunden anziehen konnte.

Mittlerweile wurde die achte Saison der Kaufhaus-Soap Ullared aufgezeichnet, die im Jahr 2017 ausgestrahlt wird, und der Erfolg für die Sendung und das Kaufhaus ist ungebremst. Während der Sendung entdeckt man nicht nur das gigantische Warenangebot von Gekås, sondern auch die Angestellten und vor allem die Kunden, die an den Tagen der Aufzeichnung besonders eifrig nach Ullared strömen um sich vielleicht im kommenden Jahr selbst kurz über den Schirm flimmern zu sehen. Auch die Kritik, dass die interviewten Kunden in der Sendung falsch dargestellt werden, kann den Erfolg von Ullared nicht bremsen.

Auf Grund des enormen Erfolges blieb Kanal 5 natürlich nicht bei einer jährlichen Serie über Ullared stehen, sondern mittlerweile wurde auch die dritte Saison von Jakten på storsäljaren aufgenommen, einen Serie bei der Kunden des Kaufhauses in wöchentlichem Rhythmus ihre eigenen Erfindungen vorstellen und, als ersten Preis, einen Platz im Angebot von Gekås finden können. Und es gab zudem bereits fünf Saisons der Weltreise der Gekås-Mitarbeiter Morgan Karlsson und Ola-Conny Wallgren, die den Zuschauer auf humoristische Weise über Sehenswürdigkeiten, Traditionen und Brauchtum in den besuchten Ländern informieren.


2. November 1822: Carl Gustaf Malmström und die Freiheitszeit Schwedens
2. November 1846: Esaias Tegnér, Aufstieg und Fall einer schwedischen Legende
2. November 1866: Rutger Sernander, Botaniker, Archäologe und Geologe
2. November 1887: Jenny Lind erscheint auf einem schwedischen Geldschein

2. November 1890: Moa Martinson eine feministische Arbeiterschriftstellerin
2. November 1961: August Strindberg und Harriet Bosse
2. November 1963: Jonas Gardell, ein umstrittener Schriftsteller Schwedens
2. November 2005: Rolf Bergh und die moderne Kirche Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 18. Januar 2016

Vi på Saltkråkan von Astrid Lindgren

Am 18. Januar 1964 wurde der erste Teil der 13-teiligen Fernsehserie Vi på Saltkråkan (Ferien auf Saltkrokan oder Ferien auf der Kräheninsel) vom Staatsfernsehen SVT in Schweden ausgestrahlt. Der Erfolg dieser Serie war so groß, dass man sich bereits 1968 dazu entschied, das Material neu zu schneiden um einen Kinofilm daraus zu machen, wobei beide Versionen, neben zahlreichen Bühnenstücken, bis heute viele Kinder in ihren Bann ziehen und zu den Kultfilmen des Landes zählen, die nahezu jeder Schwede mehrmals gesehen hat.

Vi på Saltkråkan wurde von der Kinderbuchautorin Astrid Lindgren geschrieben und von Olle Hellbom verfilmt. Als 1963 die Dreharbeiten begannen, hatte Lindgren erstmals ein Filmmanuskript geschrieben ohne dass vorher das Buch existierte, im Gegensatz zu den anderen verfilmten Werken der Autorin. Das gleichnamige Kinderbuch erschien erst als Beiprodukt zum Film als die Fernsehserie abgeschlossen war. Interessant ist auch, dass sich die Fernsehserie, die Kinofilme und das Buch nicht vollständig entsprechen, sondern jeweils andere Schwerpunkte in den Vordergrund dringen, was für Kinder manchmal etwas verwirrend ist.

Saltkråkan ist eine von Astrid Lindgren erfundene Insel in den Schären vor Stockholm auf der sich die gesamte Handlung abspielt und, eingebettet in unzählige Abenteuer die Annäherung zwischen den festen Bewohnern einer Schäreninsel und den Sommergästen zeigt, die nur die positive Sommerzeit in der Romantik erleben und nicht das hrte Leben im Winter. Die Fernsehserie wirkt noch heute modern, da Lindgren hier Vorurteile aufzeigt, die man nur überwinden kann wenn man sich auch neuen Ideen öffnet und nicht verurteilt bevor man andere Kulturen erlebt hat. Vi på Saltkråkan ist auch einer jener Filme, der die Gedankenwelt von Astrid Lindgren am deutlichsten zeigt.

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 21. September 2012

Die schwedische Fernsehserie Tre Kronor

Auch wenn man bei Tre Kronor als erstes an das frühere Schloss denkt, den Vorläufer des Stockholmer Schlosses, also die Residenz des schwedischen Königs, so handelt es sich bei dem Gebäude Tre Kronor, das bei der gleichnamigen Fernsehserie eine tragende Rolle spielt, um eine Sporthalle in Mälarviken, einem fiktiven Vorort Stockholms. Im Laufe der Serie, deren erster Teil am 21. September 1994 ausgestrahlt wurde, lernt der Zuschauer das Familienleben in Mälarviken im kleinsten Detail kennen.

Tre Kronor, das bei TV4 ausgestrahlt wurde, sollte eine Konkurrenz zur Erfolgsserie Rederiet, was eine Mischung aus Soap und Geschichte war, werden, wobei TV4 den gleichen Autor wählte, der bereits für die 318 Teile von Rederiet verantwortlich war, nur dass es sich dabei lediglich um 123 Teile handelte, die später in sechs CD-Boxen erschienen. Beide Serien entwickelten sich zu einem „Dallas“ Schwedens, nur eben angepasst auf die schwedische Gesellschaft.

Die Handlung der Serie Tre Kronor ist heute so aktuell wie damals, denn die Geschichte geht ums Familienleben, Liebesgeschichten und Gemeinschaft, aber auch um Schwarzgeld, Arbeitslosigkeit und eine verfehlte Flüchtlingspolitik. Der letzte Teil von Tre Kronor gewann jedoch eine besondere Brisanz, denn der Psychopat Sten Frisk, ein Pastor, wird zum Selbstmordbomber, der die Sporthalle und das Restaurant mit Hilfe eines Sprengstoffgürtels in die Luft jagt und dabei viele Tote und Verletze zurücklässt.


21. September 1895: Viktor Rydberg, der Autor zwischen Mythologie und Philosophie
21. September 1895: Viktor Rydberg, der Autor, der Jesus zum Menschen machte

Copyright: Herbert Kårlin