Posts mit dem Label Fotoausstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fotoausstellung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 9. Mai 2016

Das Moderne Museum (Moderna Museet) in Stockholm

Auch wenn sich Otte Sköld, der Oberintendant des Nationalmuseums in Stockholm, bereits ab 1908 dafür einsetzte die moderne Kunst Schwedens besser hervorzuheben, so dauerte es bis zum 9. Mai 1958 bis das Moderne Museum (Moderna Museet) im Exerzierhaus eingeweiht werden konnte. Allerdings war es nicht nur Sköld, der für dieses Museum kämpfte, sondern auch der Verein der Freunde des Modernen Museum, der bereits 1953 gegründet worden war. Ab Mai 1958 war die Kunst des 20. Jahrhunderts jedenfalls nicht mehr ein kleiner Teil des großen Nationalmuseums, sondern hatte ein eigenes Gebäude.

Aber bereits bevor das Moderne Museum in Stockholm eingeweiht wurde und während das Exerzierhaus noch im Umbau war, sollte sich der Ruf dieses Museums schon weltweit verbreiten, denn 1956 wurde, während des in einem einzigen Raum kurz unterbrochenen Umbaus, in diesem Gebäude Pablo Picassos Guernica mit den zugehörigen 93 Skizzen ausgestellt. Die Decke des Raumes war noch eine Bauplane, was Guernica noch dramatischer machte als in allen anderen Museen in denen das Werk gezeigt wurde. Ein besserer Vorstart war für das Moderne Museum nicht denkbar.

Was dem Modernen Museum in Stockholm ebenfalls zu einem sehr guten Start verhalf, geht darauf zurück, dass Pontus Hultén, der erste Oberintendant des Museums, in den 50er Jahren in Stockholm ein Filmstudio für Experimentalfilme geschaffen hatte, das ihn in weiten Kreisen bekannt gemacht hatte und ihm zu einem Netzwerk verhalf. Da das Moderne Museum sich nicht auf Malerei beschränkte, sondern auch Skulptur, Fotografie und Film integrierte, zog Hultén seinen Bekanntenkreis direkt zum Modernen Museum, das mittlerweile auch eine Zweigstelle in Malmö betreibt. Heute zieht das Museum in Stockholm, das 1994 in die Spårvagnshallarna umzog, jedes Jahr über 500.000 Besucher an, eine beachtliche Leistung für ein Modernes Museum.


9. Mai 1767: Der Uhrmacher Jean Fredman bleibt der Nachwelt erhalten
9. Mai 1845: Der schwedische Erfinder Gustaf de Laval
9. Mai 1944: Lars Norén und die schwedischen Außenseiter
9. Mai 1945: Beda Hallberg und der Kampf gegen die Tuberkulose
9. Mai 1947: Penicillin in Schweden
9. Mai 2006: TV6, der Fernsehkanal für Männer bis 45

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. November 2015

Die revolutionäre Bischöfin Caroline Krook

Caroline Krook kam am 18. November 1944 als Tochter eines Kriegsrates und einer Silberschmiedin in Stockholm zur Welt und musste sich sehr früh für eine Laufbahn innerhalb der Svenska Kyrkan entschieden haben, denn bereits 1969 wurde Krook zur Priesterin geweiht um anschließend eine bedeutende Karriere zu machen, denn 1990 wurde sie als erste Frau Schwedens zum Dompropst ernannt und acht Jahre später war Krook die Bischöfin des Stiftes Stockholm, was für die konservative Gruppe der Svenska Kyrkan allerdings ein gewisser Schock war.

Caroline Krook gehört zu den wenigen Glaubensvertretern der Schwedischen Kirche, die sehr stark von den 68-Jahren geprägt wurde und sich bei ihrer Lehre sehr wenig an die traditionellen Pfeiler der protestantischen Glaubenslehre hält. Krook hatte ihre Einstellung allerdings bereits vor der Priesterweihe gezeigt und eines der ersten Fotos nach der Priesterweihe zeigt eine sehr modern gekleidete junge Frau im Minirock, die sich mit einem Strafgefangenen in Malmö unterhält. Modernes Denken und Offenheit sollten ab dieser Zeit immer die Stärken der späteren Bischöfin sein

Sehr früh unterstützte Caroline Krook auch die Forderung Homosexueller, die eine kirchliche Ehe forderten, wobei sich die Bischöfin hier auf die Bibel berief, die sie allerdings auf ihre persönliche Weise gedeutet hatte. Nicht verwunderlich war es daher auch, dass Krook bei Stockholm Pride im Jahre 2004 die Eröffnungsrede hielt. Nur zwei Jahre später trat dann der Dompropst Stockholms zurück, da Caroline Krook die Fotoausstellung Uppenbar(a)t im Stockholmer Kulturhaus unterstützte und diese sogar mit 400.000 Kronen unterstützen wollte. Das Problem, das viele Priester der Svenska Kyrkan bei dieser Entscheidung sahen, war jedoch nicht die etwas eigenwillige Entscheidung der Bischöfin, sondern die Tatsache, dass dort Jesus als Mafiaboss dargestellt wurde und sich unter dem Kreuz eine nackte Frau befand, die den Kopf von Micky Maus trug.


18. November 1832: Adolf Erik Nordenskiöld, der Entdecker der Nordpassage
18. November 1844: Die inoffizielle schwedische Nationalhymne
18. November 1876: Der schwedische Künstler Olof Ahlberg
18. November 1888: Der schwedische Filmregisseur Gustaf Molander
18. November 1928: Der schwedische Stummfilmregisseur Mauritz Stiller
18. November 2003: Ein Super Puma stürzt vor Göteborg ins Meer

Copyright: Herbert Kårlin