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Freitag, 17. März 2017

Der Architekt und Bauherr Wilhelm Klemming

Wilhelm Klemming wurde am 17. März 1862 als Sohn eines Fabrikanten in Stockholm geboren und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1879 ein Architekturstudium an der Königlich Technischen Hochschule. Da Klemming dieses Studium jedoch als zu theoretisch und langweilig empfand, wechselte er 1880 zur Technischen Schule in Stockholm über. Nach dem Abschluss seines Studiums arbeitete Klemming zwei Jahre lang bei einem renommierten Architekturbüro der schwedischen Hauptstadt und gewann dabei die praktische Erfahrung, die ihm 1884 den Weg zu einem eigenen Architekturbüro ebnete.

Bereits wenige Jahre nachdem Wilhelm Klemming sein eigenes Architekturbüro gegründet hatte, erhielt er den Auftrag das Klara-Bad in Stockholm umzubauen, was seine Karriere in eine völlig neue Bahn bringen sollte, denn der Auftraggeber ging pleite, Klemming übernahm das Bad, baute es aus und um, und schuf damit eine der besten Badeeinrichtungen Stockholms. Als er sein Bad einige Jahre später an die staatliche Eisenbahn verkaufen musste, da diese das Grundstück benötigte, errichtete Klemming 1904 das Centralbad auf Norrmalm, ein vorbildlicher Bau im Jugendstil. Ab dieser Zeit erhielt Klemming dann zahlreiche Aufträge für Badeeinrichtungen und wurde eine schwedische Referenz für Hallenbäder.

Gegen 1915 gab Wilhelm Klemming sein Architekturbüro auf um mehr als architektonischer Meinungsbildner in Stockholm zu arbeiten. Durch Vorträge und die Arbeit mit zahlreichen Vereinen propagierte er das angelsächsische Vorstadtbild und die Einrichtung von amerikanischen Parkanlagen. Mit Hilfe von zahlreiche Artikel wollte er auch Grünflächen in der Stadtplanung einflechten um die Betonstadt Stockholm grüner und menschlicher zu gestalten. Auf diese Weise prägte Klemming das Stadtbild Stockholms zu Beginn des 20. Jahrhunderts, das heute noch an vielen Stellen der Stadt deutlich zu finden ist, und dies, ohne selbst noch intensiv als Architekt zu arbeiten.


17. März 1650: Die Karriere von Carl Carlsson Gyllenhielm
17. März 1719: Ulrika Eleonora wird Königin von Schweden
17. März 1735: Axel Wrede Sparre und die schwedischen Freimaurer
17. März 1796: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
17. März 1814: Der schwedische Künstler Johan Peter Molin
17. März 1858: Harald Molander, ein Leben für das Theater
17. März 1908: Weibliche Polizei in Schweden
17. März 2005: Czesław Słania, ein schwedischer Künstler der Miniatur
17. März 2008: Ein Doppelmord in Arboga 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 6. Dezember 2015

Das Valhallabadet (Walhallabad) in Göteborg

Die Idee für den Bau eines Hallenbad entstand in Göteborg bereits im Jahre 1931, was zu einer Projektplanung im Jahre 1936 führte. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Plan dann allerdings auf Eis gelegt um erst 1952 wieder aufgenommen zu werden. Der Stadtrat Göteborgs hatte sich bereits auf den Namen Valhallabadet geeinigt und entschieden dass das Hallenbad dort gebaut werden sollte wo sich die Schrebergärten Burgården befanden, die ersten Schrebergärten Göteborgs. Es sollte jedoch weitere vier Jahre dauern bis dann das Valhallabadet am 6. Dezember 1956 eingeweiht werden konnte um am kommenden Tag für die ersten Badegäste öffnen zu können.

Dass man in Göteborg ein Hallenbad errichten wollte, hatte mehrere Gründe gleichzeitig, denn zum einen wuchs die Bevölkerung der Stadt in den 20er und 30er Jahren überdurchschnittlich schnell an und immer mehr Personen wohnten in Miethäusern in denen es keine Badezimmer gab, zum anderen wollte man in Göteborg eine Alternative zu den erfolgreichen Kaltbadhäusern an der Küste bieten und zum dritten kämpfte Sixten Högberg, der Gründer eines Göteborger Schwimmklubs, jahrzehntelang um ein Hallenbad, das den Schwimmsport ganzjährig ermöglichte und Sportlern aus Göteborg die Möglichkeit geben konnte sich auf internationale Wettbewerbe vorzubereiten.

Der Architekt Nils Olsson, der leider starb bevor sein Projekt der Öffentlichkeit übergeben werden konnte, wollte indes kein gewöhnliches Hallenbad schaffen, sondern er dachte auch an Tribünen und beauftragte den Künstler Nils Wedel mit der Mosaikarbeit, die man an den Wänden des Bades finden kann. Auch wenn das Bad von der ersten Stunde stark besucht war, kam der Rekord im Jahre 1972, denn man zählte in diesem Jahr 760.000 Besucher, doppelt so viele wie ursprünglich für das Valhallabadet vorgesehen waren. 2013 wollte die Stadt Göteborg das Valhallabadet abreißen um den Platz „sinnvoller“ zu nutzen, ein Plan, der sich dank des Widerstands der Bürger letztendlich zerschlug.


6. Dezember 1723: Freiherr Carl Sparre und Gustav III.
6. Dezember 1829: Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals
6. Dezember 1830: Die Entstehung des schwedischen Aftonbladet
6. Dezember 1885: Birger Sjöberg, vom Volkslied zum Modernismus
6. Dezember 1906: Das Oscarsteater in Stockholm wird eingeweiht
6. Dezember 1984: Prinzessin Sofia Hellqvist und Prinz Carl Philip 

Copyright: Herbert Kårlin