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Dienstag, 24. Mai 2016

Der schwedische Künstler Ivan Aguéli

Ivan Aguéli, später Abd Al-Hadi Aghili, kam am 24. Mai 1869 als Sohn eines Stallmeisters und Veterinärs unter dem Namen John Gustaf Agelii in Sala zur Welt. Nachdem er in den Schulen in Sala, Västerås, Falun und Stockholm, die er im Laufe der Zeit besuchte, regelmäßig scheiterte, schickte der Vater Aguéli 1886 nach Visby auf Gotland um dort seine Studien fortzusetzen. Dies zeigte sich später als eine sehr gute Entscheidung, denn auf Gotland wurde die künstlerische Neigung Aguélis entdeckt und der spätere Künstler hatte Richard Bergh und Karl Nordström, zwei anderen schwedischen Künstlern, als Freunde.

Bereits 1890, im Alter von 19 Jahren, machte John Gustaf Agelii eine erste Studienreise nach Paris, bei der er nicht nur seinen Namen in Ivan Aguéli änderte, sondern auch die moderne Kunst kennenlernte, die ihn bei allen seinen späteren Arbeiten beeinflusste. Aguéli kam in Kontakt mit Cézanne, Gaugin, van Gogh und Émile Bernard, verkehrte in den anarchistischen Kreisen von Paris, setzte sich gegen Stierkampf ein und verkehrte privat mit Madame Huot, eine der früheren Kämpferinnen für das Recht der Tiere. Aguéli stieß in Paris seine Vergangenheit ab und öffnete sich allen modernen Strömungen

Im Jahr 1894 reist Ivan Aguéli nach Kairo um dort Arabisch und islamische Philosophie zu studieren, was nach wenigen Jahren zu einer weiteren Namensänderung führt. Aguéli war der erste Europäer, dem es gelang den Titel eines eines Mukaddim zu erlangen, die es ihm erlaubte den Sufismus weiterzuverbreiten. Aguéli entwickelte in dieser Zeit die kunstphilosophische Theorie, die auf die islamische Esoterik baut. Die Werke des Künstlers waren damit der Zeit weit voraus, was jedoch auch dazu führt, dass Aguéli in Schweden nicht verstanden und nicht geschätzt wurde. Vermutlich auf Grund seiner fortschreitenden Taubheit starb der Künstler am 1. Oktober 1917 bei einem Eisenbahnunglück in Barcelona.


24. Mai 1276: Der schwedische König Magnus Ladulås
24. Mai 1907: Der schwedische Architekt Leif Reinius
24. Mai 1909: Schweden gründet die ersten Nationalparks Europas
24. Mai 1918: Die schwedische Künstlerin Harriet Löwenhjelm
24. Mai 1919: Frauen bekommen in Schweden das allgemeines Wahlrecht
24. Mai 1973: Die schwedische Countrysängerin Jill Johnson

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 1. August 2015

Prinz Eugen von Schweden und die Kunst

Prinz Eugen von Schweden, oft auch nur Eugen Nikolaus genannt, wurde am 1. August 1865 als jüngster Sohn von Oscar II. und Sofia von Nassau auf Schloss Drottningholm geboren und begann nach seiner Hochschulreife im Jahre 1884 an der Universität Kristiania in Oslo zu studieren, brach das Studium jedoch bereits nach wenigen Monaten ab um Ägypten, Syrien und die heutige Türkei zu besuchen. Nach seiner Rückkehr nach Schweden besuchte der schwedische Prinz, der gleichzeitig Herzog von Närke war, ein Jahr lang die Universität Uppsala um dort ein Kunststudium zu beginnen, das er jedoch ebenfalls nie abschloss.

Auch wenn sicher ist, dass Prinz Eugen von Schweden sich sehr früh für Kunst interessierte und zu malen begann, so ist über seine ersten Schaffensjahre wenig bekannt. Erst 1887 gab der königliche Hof bekannt, das der Prinz zu Kunststudien nach Paris aufgebrochen war, wo er unter dem Pseudonym Monsieur Oscarsson auftrat. Während Prinz Eugen in Paris vor allem nach lebenden Modellen malte, malte er während seiner schwedischen Aufenthalte in Österbillsjö die Natur in Skåne (Schonen). Als Eugen Nikolaus während der Pariser Weltausstellung im Jahre 1889 erstmals einige seiner Werke ausstellte, signiert mit Eugène, wurde seine wahre Identität aufgedeckt und der Prinz konnte ab dieser Zeit auch offiziell als Künstler auftreten.

Landschaften und später Motive aus den Schären vor Stockholm sind die bedeutendsten Bilder des Künstlers, der jedoch auch die Werke anderer Künstler sammelte, unter anderem von Anders Zorn, Carl Larsson und Ivan Aguéli. Privat kann man Prinz Eugen von Schweden geradezu als Revolutionär sehen, denn als der im Königshaus verhasste August Strindberg Geld für sein Intima teatern in Stockholm benötigte, so kam ihm der Prinz zu Hilfe. Prinz Eugen kaufte auch das vom  Nationalmuseum abgelehnte Strömkarlen von Ernst Josephson und er arbeitete, im Gegensatz zum Königshaus, intensiv gegen den Nazismus und unterstützte dabei auch die verhasste Mia Leche Löfgren. In seinem Erbvertrag vermachte Prinz Eugen, der am 17. August 1947 starb, seine gesamte Gemäldesammlung dem schwedischen Staat.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden