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Montag, 2. März 2015

Der schwedische Sprachforscher Axel Kock

Axel Kock wurde am 2. März 1851 in einer reichen Kaufmannsfamilie geboren und bekam daher eine für die Zeit ausgezeichnete Bildung, wobei er den größten Teil seiner Jugend im Schulheim der Tegnérs untergebracht war, wo er auch dem acht Jahre älteren Esaias Tegnér näher kam mit dem er sein Leben lang eine enge Verbindung hielt. Unmittelbar nach seiner Hochschulreife im Jahre 1870 schrieb sich Kock an der Universität Lund ein, an der er sich von Beginn an auf nordeuropäische Sprachen und neueuropäische Linguistik spezialisierte.

Von größter Bedeutung waren für Axel Kock seine Studienreisen nach Deutschland, die er bereits während seines Studiums begann, denn dort lernte er die neuen und modernen Sprachtheorien kennen, die man bis dahin in Schweden nicht kannte. Auf diese Weise kam Kock zur Überzeugung, dass die Sprachentwicklung klaren Regeln folgt und daher analytische Methoden zulässt die der reinen Logik folgen. Seine Forschungen führten Kock geradlinig zu einer akademischen Laufbahn an verschiedenen Hochschulen und Universitäten Schwedens, was Kock jedoch teilweise als Bremse der Forschung empfand.

Axel Kock, der geradezu pedantisch an der nordischen Lautlehre arbeitete und jeder Veränderung von Dialekten bis ins Detail nachging um keine Fragen offen zu lassen, verließ 1893 jede akademische Tätigkeit und widmete sich dann bis zu seinem Tod am 18. März 1935 in Lund privat der Sprachforschung, auch wenn er ab 1907 Rektor der Universität Lund wurde. Der Wissenschaftler, der sein Leben lang finanziell abgesichert war, veröffentlichte alle seine Forschungsergebnisse in einer pädagogisch aufgearbeiteten Weise, die die Materie einem großen Kreis an Studenten öffnete. Noch heute gelten seine Werke als grundlegend in der nordischen Sprachforschung.


2. März 1760: Christina Charlotta Cederström, eine unveröffentlichte Dichterin 
2. März 1828: Frans Theodor Hedberg, ein Leben für das Theater 
2. März 1880: Ivar Kreuger, der meist gehasste Schwede und sein Selbstmord 
2. März 1911: Verhütung in Schweden - eine Straftat 
2. März 1913: Die Centerpartiet (Zentrumspartei) in Schweden 
2. März 1992: Der private Fernsehkanal TV4 sendet analog

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 15. November 2014

Tomas Staffan Riad, Mitglied der Svenska Akademien

Tomas Staffan Riad kam zwar am 15. November 1959 in Uppsala zur Welt, verbrachte jedoch seine ersten fünf Lebensjahre überwiegend in Ägypten, der Heimat seines Vaters. Erst als die Situation für Christen unter Nasser immer schwieriger wurde, zog die Familie dann ganz nach Schweden. Nachdem Riad an der klassischen Linie der Kathedralschule in Uppsala im Jahre 1978 seine Hochschulreife abgelegt hatte, suchte er seine berufliche Neigung und studierte erst einmal Violine in London. Erst nach seinem Wehrdienst in Schweden entschied sich der junge Riad dann für einen Berufswechsel und schrieb sich an der Universität Uppsala ein um dort Englisch, Irisch und Schwedisch zu studieren.

Im Jahr 1983 wechselte Tomas Staffan Riad zur Universität Stockholm und bereitete dort seine Doktorarbeit vor. Als der Sprachwissenschaftler dann 1985 die Chance erhielt ein Jahr an die Brandeis University in Massachusetts zu gehen, nahm er das Angebot sofort an, was Riad auch zu seinem Weg in der zukünftigen Forschung führte, denn der Wissenschaftler entdeckte an der Universität, die sich vor allem mit der Verbindung von Psychologie und Linguistik beschäftigt, die Fonologie, ein Bereich, der Riad faszinierte und ihm eine brillante akademische Zukunft garantierte.

Als Tomas Staffan Riad 1992 an der Universität Stockholm mit Structures in Germanic prosody in Nordischer Sprachwissenschaft disputierte, öffnete sich ihm der Weg in die Forschung, unter anderem auch in Stanford, Vilnius und Paris, auch wenn Riad seinen Hauptsitz in Stockholm beibehielt und wo er noch heute als Professor arbeitet. Auf Grund seiner Leistungen und vor allem seiner Veröffentlichungen finanzierte ihm die Svenska Akademien 2005 eine fünfjährige reine Forschungstätigkeit, ein Zeichen dafür, dass es nur eine Frage der Zeit sein sollte bis er in die Akademie aufgenommen werden sollte. Nach dem Tod von Birgitta Trotzig wurde Riad dann am 30. September 2011 offiziell als ihr Nachfolger in die Svenska Akademien gewählt und nahm wenig später auf dem Stuhl Nummer sechs Platz.


15. November 1668: Göran Josuæ Adelcrantz und der Fall eines Hofarchitekt
15. November 1776: Per Henrik Ling, der schwedische Vater der Gymnastik
15. November 1849: Der Komponist und Psalmendichter Joël Blomqvist
15. November 1859: Der schwedische Prinz Oscar (Bernadotte)
15. November 1945: Von Anni-Frid von Abba bis zur Prinzessin Reuss

Copyright: Herbert Kårlin