Samstag, 15. November 2014

Tomas Staffan Riad, Mitglied der Svenska Akademien

Tomas Staffan Riad kam zwar am 15. November 1959 in Uppsala zur Welt, verbrachte jedoch seine ersten fünf Lebensjahre überwiegend in Ägypten, der Heimat seines Vaters. Erst als die Situation für Christen unter Nasser immer schwieriger wurde, zog die Familie dann ganz nach Schweden. Nachdem Riad an der klassischen Linie der Kathedralschule in Uppsala im Jahre 1978 seine Hochschulreife abgelegt hatte, suchte er seine berufliche Neigung und studierte erst einmal Violine in London. Erst nach seinem Wehrdienst in Schweden entschied sich der junge Riad dann für einen Berufswechsel und schrieb sich an der Universität Uppsala ein um dort Englisch, Irisch und Schwedisch zu studieren.

Im Jahr 1983 wechselte Tomas Staffan Riad zur Universität Stockholm und bereitete dort seine Doktorarbeit vor. Als der Sprachwissenschaftler dann 1985 die Chance erhielt ein Jahr an die Brandeis University in Massachusetts zu gehen, nahm er das Angebot sofort an, was Riad auch zu seinem Weg in der zukünftigen Forschung führte, denn der Wissenschaftler entdeckte an der Universität, die sich vor allem mit der Verbindung von Psychologie und Linguistik beschäftigt, die Fonologie, ein Bereich, der Riad faszinierte und ihm eine brillante akademische Zukunft garantierte.

Als Tomas Staffan Riad 1992 an der Universität Stockholm mit Structures in Germanic prosody in Nordischer Sprachwissenschaft disputierte, öffnete sich ihm der Weg in die Forschung, unter anderem auch in Stanford, Vilnius und Paris, auch wenn Riad seinen Hauptsitz in Stockholm beibehielt und wo er noch heute als Professor arbeitet. Auf Grund seiner Leistungen und vor allem seiner Veröffentlichungen finanzierte ihm die Svenska Akademien 2005 eine fünfjährige reine Forschungstätigkeit, ein Zeichen dafür, dass es nur eine Frage der Zeit sein sollte bis er in die Akademie aufgenommen werden sollte. Nach dem Tod von Birgitta Trotzig wurde Riad dann am 30. September 2011 offiziell als ihr Nachfolger in die Svenska Akademien gewählt und nahm wenig später auf dem Stuhl Nummer sechs Platz.


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Copyright: Herbert Kårlin

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