Posts mit dem Label Närke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Närke werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 30. Januar 2014

Adam Smedberg und die Erweckungsbewegung in Närke

Adam Smedberg wurde am 30. Januar 1813 in Borgunda geboren und folgte bereits sehr früh den Spuren seines Vaters und wurde Schmied in Tidaholm. Aus unbekannten Gründen ließ sich Semdberg dann jedoch im Jahre 1836 zum Militärdienst werben und wurde in Göteborg zum Artilleristen ausgebildet. Da die Armee allerdings nicht unbedingt seinen Ideen vom Leben entsprach, desertierte Smedberg Ende Mai 1842 und kehrte in seine Heimat zurück.

Wieder in Närke bekam Adam Smedberg nahezu unmittelbar Kontakt mit der Erweckungsbewegung der Rufer (ropare) und entdeckte dabei seine Fähigkeit als Prediger. Im Januar des Folgejahres begann Smedbergs, damals verbotene, Reformationsbewegung, wobei es ihm gelang durch meisterhafte theatralische Leistungen sein Publikum in den Bann zu ziehen. Seine Anhängerschaft wurde beachtlich und selbst in Nachbarregionen gelang es ihm sehr bald bei jeder Predigt bis zu 3000 Zuhörer um sich zu sammeln. Auf Grund seines steigenden Ruhmes hatte sich Smedberg allerdings auch die Regionalregierung und die Staatskirche zu Feinden gemacht und als der Prediger zu Midsommar 1843 auch noch zum „Religionskrieg“ aufrief, wurde gegen ihn ein Haftbefehl ausgestellt.

Nur wenige Tage später landeten Adam Smedberg und einige andere Rufer der Erweckungsbewegung im Schlossgefängnis in Örebro. Erst einige Monate später kam es zur Verhandlung bei der Smedberg um Verzeihung bat und beteuerte in die Irre geführt worden zu sein. In erster Instanz wurde er und 14 andere seiner Prediger dennoch zu knapp einem Jahr Gefängnis verurteilt, das in seinem Fall vom Landesgericht anschließend in ein Bußgeld verwandelt wurde. Nach seiner Freilassung im Februar 1844 trat Smedberg nie wieder als Prediger an die Öffentlichkeit. 1882 wurde er im Armenhaus in Hova aufgenommen wo er am 5. Februar 1892 starb.


30. Januar 1716: Der schwedische Architekt Carl Fredrik Adelcrantz
30. Januar 1896: Die schwedische Internatsschule Lundsberg 
30. Januar 1941: Erik Lindorm, ein Anarchist wird zum Schriftsteller
30. Januar 1945: Die größte menschliche Katastrophe auf der Ostsee
30. Januar 1982: Tora Dahl, die Bewältigung einer unehelichen Geburt
30. Januar 2009: Ingo wird Weltmeister im Schwergewicht

Copyright: Herbert Kårlin

Der Botanaische Garten in Göteborg

Samstag, 24. September 2011

Der Örebro Kanal, eine Attraktion in Närke

Am 24. September 1888 wurde der Örebro Kanal eingeweiht, der kürzeste Kanal Schwedens, der gerade einmal 1,5 Kilometer lang ist und von der Schleuse, etwas nördlich von Wadköping, fast bis ins Zentrum von Örebro führt, wobei der Örebro Kanal allerdings kein eigens gegrabener Kanal ist, sonder mehr ein Ausbau und eine Vertiefung der Svartån, einem Fluss, der nahezu 100 Kilometer lang ist.


Da noch im 19. Jahrhundert der Seeweg die beste Möglichkeit war Güter zu transportieren, war es für Örebro wichtig den Schiffsverkehr so nahe wie möglich zur Innenstadt zu führen, zumal bereits ein nichtschiffbarer Fluss ins Zentrum führte. 1886 begann man daher mit dem Ausbau der Svartån und verlagerte den ursprünglichen Hafen in der Nähe der heutigen Schleuse ins Zentrum. Der Örebro Kanal erlaubte dann bereits zwei Jahre später einen ständigen Schiffsverkehr zwischen Stockholm und Örebro, wobei die Dampfer ab diesem Zeitraum auch die anderen Häfen im Hjälmaren anlaufen konnten.

Im Jahre 1957 endete dann die reguläre Schifffahrt auf dem Örebro Kanal, da Lastwagen und Züge immer wichtiger für den Gütertransport wurden. Der Kanal wurde jedoch weiterhin unterhalten und dient heute Freizeitbooten und dem Ausflugsverkehr im Sommer. Die Boote können dadurch nahezu direkt im Zentrum Örebros anlegen. Auch die Schleuse wurde mittlerweile modernisiert und nur noch das kleine Häuschen des Schleusenwärters erinnert an die Zeit, als der Örebro Kanal gebaut wurde.

24. September 1919: Lennart Hyland, eine Legende des schwedischen Fernsehens
24. September 1928: Carl Wilhelm Wilhelmson, der Maler des Bohuslän

Copyright: Herbert Kårlin