Posts mit dem Label Aron Johansson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Aron Johansson werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 20. Februar 2016

Der schwedische Architekt Carl Westman

Carl Westman kam am 20. Februar 1866 als Sohn eines Direktors im Eisenhandel in Uppsala in gut bürgerlicher Familie zur Welt. Als Westman sechs Jahre alt war, zog die Familie nach Stockholm und der Junge begann die Beskowska Schule zu besuchen, die er jedoch einige Jahre später gegen die Nya Elementarskolan austauschte. Nach seiner Hochschulreife im Jahre 1885 schrieb sich Westman an Tekniska Högskolan ein um dort Architektur zu studieren, ein Studium, das er vier Jahre später mit mittlerem Erfolg abschloss. Bevor Westmann dann für zwei Jahre nach Amerika ging, wo er als Architekt angestellt wurde, besuchte er noch drei Jahre lang die Kunstakademie um sich auch mit den rein künstlerischen Aspekten der Architektur zu beschäftigen.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete Carl Westman drei Jahre lang für den schwedischen Architekten Aron Johansson, der um diese Zeit den Auftrag hatte das Reichstagsgebäude zu bauen. 1897 machte Westman dann sein eigenes Architekturbüro auf und begann vor allem Eigenheime und Wohnhäuser zu bauen, für die er auch Möbel nach den Ideen der Arts and Crafts-Bewegung schuf. Allein in Saltsjöbaden baute der Architekt in den ersten Jahren seiner Selbständigkeit rund 15 Eigenheime, unter anderem die Pressens Villa, die ihm den Durchbruch als Architekt brachte, wenn auch nur beim Bau von Villen.

Erst als Carl Westman 1906 das Gebäude der schwedischen Ärztegesllschaft fertigstellte, konnte sich der Architekt vom Ruf des Privathausarchitekten lösen, denn bei diesem Bau schuf er eines der ersten wegweisenden Gebäude der Nationalromantik und verband eine Granitbasis mit einem relativ nüchternen Ziegelbau. In den Folgejahren konnte Westman seine Kunden wählen und unter seiner Feder entstanden einige der bedeutendsten Bauten der Nationalromantik, unter anderem das Stockholmer Rathaus, das Karolinska Institut und das Gebäude des Designmuseums Röhsska in Göteborg.

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Sonntag, 11. Januar 2015

Der schwedische Architekt Aron Johansson

Aron Johansson kam am 11. Januar 1860 als Sohn eines landwirtschaftlichen Pächters zur Welt und hatte das Glück dass der regionale Regierungspräsident J. A. Tornérhielm sehr früh die künstlerische Neigung Johanssons entdeckte und daher für eine gediegene Schulbildung des Jungen sorgte, die diesem anschließend ein Kunststudium ermöglichte. Da die Eltern Johanssons 1877 nach Amerika auswanderten, war der zukünftige Architekt sehr früh auf sich selbst gestellt und auf die finanzielle Hilfe anderer angewiesen.

Als Tornérhielm starb, übernahm vor allem der Gönner James Dickson aus Göteborg die Ausgaben für die Bildung von Aron Johansson, schickte ihn 1876 an die Schule für Kunsthandwerk Chalmers und finanzierte ihm fünf Jahre später auch die Ausbildung an der Kunstakademie in Stockholm, die Johansson mit großem Erfolg beendete. Bevor Johansson dann mit dem Bau des Reichstagsgebäudes endgültig den Durchbruch hatte, unternahm er noch Studienreisen nach Deutschland, Frankreich und Spanien um sich mit der dortigen Baukunst vertraut zu machen.

Die große Chance kam für Aron Johansson als ihn Helgo Zettervall als Assistenten für den Bau des Reichstagsgebäudes in Stockholm anstellte, dann jedoch auf Grund der auftauchenden Probleme auf den Bau verzichtete und Johansson mit der Verwirklichung des Mammutprojektes beauftragt wurde. In den Folgejahren wurde Johansson dann mit zahlreichen Monumentalgebäuden, unter anderem dem Bau von Bankhäusern, betraut, da es ihm gelang die Nationalromantik mit der neoklassischen Architektur zu verbinden, einer der Gründe, warum man in mehreren seiner bedeutendsten Gebäude auch Elemente aus der Renaissance und dem Barock entdecken kann.


Aron Johansson starb am 2. April 1936 im Alter von 76 Jahren und lebt in zahlreichen Gebäuden Schwedens weiter. Am Reichstagsgebäude in Stockholm findet man auch sein Profil in Stein.

11. Januar 1436: Erich von Pommern im Kampf gegen die Hanse 
11. Januar 1732: Peter Forsskål, ein Vorreiter des schwedischen Liberalismus
11. Januar 1877: Oskar Andersson, der erste Comiczeichner Schwedens 
11. Januar 1905: Das Reichstagsgebäude in Stockholm wird eingeweiht 
11. Januar 1936: Deutsche Nazigruppe wird aus Schweden ausgewiesen 
11. Januar 1985: Henry Olsson und die wissenschaftliche Literaturgeschichte

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 11. Januar 2014

Das Reichstagsgebäude in Stockholm wird eingeweiht

Bereits 1872 war das alte Reichstagsgebäude in Stockholm in den Augen der schwedischen Regierung zu klein geworden und wurde auch als zu einfach betrachtet, da man der Meinung war, das ein solches Gebäude auch ein Symbol Schwedens sein musste. Das Problem war jedoch, dass man das neue Gebäude auf der Insel Helgeandsholmen bauen wollte, ein sehr umstrittener Ort, denn zum einen wollten viele diesen Platz als Park erhalten, zum anderen war es für viele undenkbar so nahe am königlichen Schloss einen konkurrierenden Prachtbau zu bauen.


Erst 1888 hatte man sich dann dennoch dazu entschieden das neue Reichstagsgebäude, in dem auch die Reichsbank Platz finden sollte, tatsächlich auf Helgeansholmen zu bauen. Und schon tauchte ein neues Problem auf, denn der Bauplan des Architekten Valfrid Karlson, der die Ausschreibung gewonnen hatte, wurde bald als unrealistisch verworfen und Helgo Zettervall, der dann mit dem Bau beauftragt wurde, lehnte den Auftrag letztendlich ab, weil er es als inakzeptable fand, dass die Fassade sechs Meter näher an der Norrbron liegen sollte als auf seinem Plan. Dieser Tatsache verdanke es schließlich der junge Architekt Aron Johansson das Prestigeprojekt anvertraut zu bekommen.

Der Bau des Reichstagsgebäudes verursachte jedoch zahlreiche Schwierigkeiten, denn es mussten 37.000 Kubikmeter Schlamm abgetragen werden und zur Stütze des Baus benötigte man 9000 starke Eichenpfähle. Auf Grund dieses Aufwands gingen die kalkulierten Preise bedeutend nach oben. Als dann auch noch die in der Nähe liegende Oper und der Strandvägen gebaut wurden, verlangsamten sich, mangels Arbeitskräften, die Arbeiten und die Kosten stiegen weiterhin an. Obwohl der Grundstein für das Reichstagsgebäude bereits am 13. Mai 1897 von Oscar II. gelegt worden war, konnte dieser Stockholmer Prachtbau erst am 11. Januar 1905 eingeweiht werden.


11. Januar 1436: Erich von Pommern wird zum zweiten Mal als König abgesetzt
11. Januar 1732: Peter Forsskål, ein Vorreiter des schwedischen Liberalismus
11. Januar 1860: Der schwedische Architekt Aron Johansson
11. Januar 1877: Oskar Andersson, der erste Comiczeichner Schwedens 
11. Januar 1936: Deutsche Nazigruppe wird aus Schweden ausgewiesen 
11. Januar 1985: Henry Olsson und die wissenschaftliche Literaturgeschichte
11. Januar 2015: Die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg stirbt in Rom 

Copyright: Herbert Kårlin