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Freitag, 7. April 2017

Der schwedische Feldherr Lennart Torstenson

Als Lennart Torstenson am 7. April 1651 in Stockholm starb, ging er als einer der bedeutendsten Feldherren in die Geschichte Schwedens ein, obwohl er sich während der letzten zehn Jahre seines Lebens vor allem als Bauherr ausgezeichnet hatte und für einige sehr bedeutende Bauwerke Schwedens verantwortlich war, unter anderem das Schloss Ulvsunda bei Stockholm und der Residenset in Göteborg. Torstenson war erst 1640 aus Krankheitsgründen vom Schlachtfeld nach Schweden zurückgekehrt und war dabei zum Reichsrat ernannt worden.

Lennart Torstenson kam am 17. August 1603 auf Gut Forstena bei Vänersborg als Sohn eines Stadthalters zur Welt, und wurde, wegen der notwendigen Landesflucht seiner Eltern, von Familienangehörigen erzogen. Mit 15 Jahren wurde Torstenson Kammerpage bei Gustav II. Adolf und folgte in dieser Eigenschaft dem König auf dem Feldzug gegen Livland. Einige Jahre später reiste der spätere Feldherr in mehrere Länder, was für jeden Adeligen der Zeit eine Notwendigkeit war um Karriere zu machen. In Deutschland nahm Torstenson noch an der Schlacht in Wallhof teil, was im Grunde der Beginn seiner Ausbildung zum Feldherrn wurde.

Bereits 1628 wurde Lennart Torstenson Oberleutnant im Regiment von Gustaf Horn und zwei Jahre später wurde er Oberst der Artillerie. Die Artillerie war die neue und modernste Waffe von Gustaf II. Adolf, die Torstenson verbesserte und die dem schwedischen König zu seinen Siegen verhalf. Mit Hilfe der Artillerie gelang Torstenson, der 1632 zum General der Artillerie ernannt wurde, ein Sieg nach dem anderen, wobei der Glückszug jedoch 1632 unterbrochen wurde, als der Feldherr bei Alte Veste gefangen genommen wurde und ein Jahr im Gefängnis in Ingolstadt verbringen musste. Nach einem Gefangenenaustausch eroberte Torstenson noch die Festung Landsberg, musste dann jedoch ein Jahr später den toten König nach Schweden begleiten. Der Feldherr sollte anschließend noch ein weiteres Mal die schwedische Armee in Deutschland von der Niederlage retten bevor er wegen seiner Krankheit endgültig nach Schweden zurückkehren musste.


7. April 1878: Der schwedische Architekt Ivar Justus Tengbom
7. April 1906: Die schwedische Rechtschreibreform von 1906 
7. April 1908: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän 
7. April 1914: Die drei Berufe des Schweden Albert Theodor Gellerstedt 
7. April 1953: Dag Hammerskjöld, eine schwedische Legende 
7. April 1990: Brand auf der M/S Scandinavian Star bei Lysekil im Bohuslän

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Das schwedische Sperrfeuer im Dezember 1944

Auch wenn der schwedischen Bevölkerung Ende Dezember 1944 bereits klar war dass der Krieg dem Ende entgegenging, so stürzte in der Nacht des 22. Dezember 1944 die Bevölkerung des südlichen Teil des Landes auf die Straßen oder in die Keller, mit der festen Überzeugung dass sich der Zweite Weltkrieg nun auch über Schweden erstreckte, denn in kürzester Zeit donnerten rund tausend Flugzeugen in sehr geringer Höhe über die Häuser und ließen dabei die Nacht noch dunkler erscheinen. Vor allem in Karlskrona wuchs die Angst noch dadurch da über der Ostsee auch Bomben abgeworfen wurden.

In der Tat handelte es sich bei den Flugzeugen jedoch im Maschinen der Alliierten, die Schweden als Leitlinie sahen um den Norden Deutschlands anzugreifen. In Halmstad betrachtete die Bevölkerung den Überflug mehr als Sensation, da man von dort aus sehen konnte wo das Ziel der Militärmaschinen lag. Erstaunlich fand man lediglich dass man am nächsten Morgen in der Zeitung lesen konnte dass eine große Menge an fremden Flugzeugen die Stadt in hoher Höhe überflogen habe. Auf Grund des starken Nebels waren die Bomber dort nämlich gezwungen auf etwa 100 Meter Höhe zu fliegen und bei vielen Maschinen deutlich zu sehen war um welche Luftwaffe es sich handelte, aber die Verteidigung, die Quelle der Zeitungen, schien davon nichts bemerkt zu haben.

In allen betroffenen Orten wurde auf Grund der unerwarteten „Invasion“ die Luftabwehr aktiv und feuerte ein Sperrfeuer unter die Maschinen der Alliierten um jedes Landen zu verhindern. Wirklich aktiv war die Luftabwehr vor allem in Göteborg, Halmstad, Malmö und Karlskrona, wobei das Artilleriefeuer immer wieder ausgesetzt werden musste, da die Flugzeuge so niedrig flogen dass das Risiko bestand sie abzuschießen, was verheerende Folgen mit sich bringen konnte. Als sich in den folgenden Monaten das Phänomen noch einige Male wiederholte, wurde zwar erneut die Luftabwehr aktiv, aber für die Bevölkerung war dies dann ein Zeichen dafür dass der Krieg dem Ende zuging.


22. Dezember 1775: Der Buchdrucker Nils Magnus Lindh wird zum Verleger
22. Dezember 1854: Der schwedische Künstler Bengt Erland Fogelberg
22. Dezember 1878: Carl Wilhelm Böttiger, der wissenschaftliche Lyriker Schwedens
22. Dezember 1952: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
22. Dezember 1957: Der schwedisch Schwergewichtsboxer Anders Eklund
22. Dezember 1984: Jonas Erik Altberg, bekannt als Basshunter
22. Dezember 1998: Brandattentat auf das Stockholmer Kaufhaus PUB

Copyright: Herbert Kårlin