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Samstag, 11. Juni 2016

Die Dreifaltigkeitskirche (Trefaldighetskyrkan) in Arvika

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts tauchte im Handelsort Arvika Köping der Gedanke auf eine eigene Kirche zu bauen, da jene des ursprünglichen Arvikas zu klein geworden war und auf Grund der Industrialisierung und der Ankunft der Eisenbahnlinie Köping und Arvika zusammenwuchsen. Arvika hatte zu jener Zeit knapp 4000 Einwohner und Arvika Köping etwas über 2000 Einwohner, betrachteten sich jedoch immer noch als zwei Orte und Köping strebte daher auch nach einer eigenen Kirchengemeinde.

Erst 1905 wurde Arvika Köping dann offiziell eine eigene Kirchengemeinde und der Bau einer Kirche rückte in die Nähe. Etwas schwieriger war es dann jedoch einen Architekten zu finden, der beim Bau der Kirche die verschiedenen Wünsche der Bevölkerung erfüllen konnte. Es dauerte zwei Jahre bis man sich für den Vorschlag der Architekten Ivar Tengbom und Ernst Torulf bestimmte, unter der Voraussetzung, dass die beiden ausschließlich Material aus dem Värmland, wenn möglich sogar aus Arvika, benutzten, eine Herausforderung, die Tengbom und Torulf glänzend erfüllten.

Wenn man heute die Dreifaltigkeitskirche (Trefaldighetskyrkan) in Arvika betrachtet, so ist es sehr schwere einen klaren Stil zu finden, denn auch wenn die Architekten sich von der zu jener Zeit dominierenden Nationalromantik beeinflussen ließen, so entstand eine dreischiffige Basilika in der man vom Barock bis zur Nationalromantik jeden Stil finden kann, was die Kirche geradezu einzigartig macht. Ivar Tengbom ist auch für die gesamte Einrichtung der Kirche verantwortlich und beauftragte lokale Künstler mit der Dekoration, was natürlich auch dazu führte, dass auf der Altartafel einige bekannte Gesichter der Region auftauchten. Auch wenn die Trefaldighetskyrkan in Arvika bereits am 11. Juni 1911 offiziell eingeweiht wurde, so entstand die Malerei im Chor, die göttliche Suche des Menschen, erst im Jahre 1949.


11. Juni: Barnabas, der verschwundene Namenstag Schwedens
11. Juni 1743: Der Stora Daldansen, der Ruf nach Gerechtigkeit
11. Juni 1900: Walter Ljungquist und der psychologische Roman Schwedens
11. Juni 1904: Clas Theodor Odhner und die schwedische Geschichte
11. Juni 1912: Die schwedische Schauspielerin Aino Taube
11. Juni 1972: Joakim Bonnier, der erste Autorennfahrer Schwedens
11. Juni 2006: Erik-Gunnar Eriksson und Hoppets Stjärna
11. Juni 1994: Mattias Flink, ein schwedischer Massenmörder
11. Juni 1997: Das Königliche Münzkabinett in Stockholm 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Samstag, 26. Oktober 2013

Der schwedische Barockkomponist Johan Helmich Roman

Johan Helmich Roman wurde am 26. Oktober 1694 als Sohn eines Hofkapellmeisters in Stockholm geboren und wurde bereits in den jüngsten Jahren an die Musik geführt, denn im Alter von sieben Jahren trat er bereits als Violinist am königlichen Hof auf und mit 15 wurde er in das königliche Hoforchester aufgenommen. Seinen musikalischen Können verdankte er dann, dass er 1716 die Genehmigung zu einer Studienreise nach London erhielt wo ihn Georg Friedrich Händel in das Orchester der Oper aufnahm. In England erwarb Roman auch seine Kenntnisse, die ihn später als Komponisten bekannt machen sollten.

Im Jahre 1721 wurde Johan Helmich Roman dann zurück nach Schweden gerufen um nach dem Tod seines Vaters Vicehofkapllmeister des Hoforchesters zu werden. Die nachweislich älteste Komposition Romans, Festa musicale, geht auf das Jahr 1725 zurück, wobei die meisten seiner Hauptwerke jedoch erst nach 1745 entstand, als er sich wegen einem Zungenkrebs beruflich zurückgezogen hatte, ausgenommen sein vermutlich bekanntestes Werke, die Drottningsholmsmusiken, die er zur Hochzeit von Adolf Fredrik und Lovisa Ulrika komponiert hatte.

Johan Helmich Roman, der oft als der Begründer der klassischen Musik Schwedens bezeichnet wird, zeichnet sich sowohl durch die Qualität als auch die Quantität seiner Kompositionen aus und komponierte jede Art von Musik, vor der Oper abgesehen. Dennoch wäre der größte Komponist Schwedens heute vergessen, wenn er nicht von den Organisten der Oscarskyrkan und der Hedvig Eleonoras Kyrkan in Stockholm neu entdeckt worden wäre, da die klassische europäische Musik schwedische Künstler als nebensächlich betrachtete. Johan Helmich Roman schuf jedoch nicht nur schwedische Musik, sondern übersetze auch zahlreiche musikwissenschaftliche Werke jener Zeit und führte die Werke von Händel, Giovanni Battista Pergolesi und anderen Komponisten der Zeit in Schweden auf.


26. Oktober 1900: Karin Boye und ihre melancholische Dichtkunst 
26. Oktober 1942: Cecilia Torudd und der treffende Cartoon

Copyright: Herbert Kårlin