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Montag, 25. März 2019

Der Pianist und Komponist Erik Gunnar Malmström

Erik Gunnar Malmberg kam am 25. März 1892 in Uppsala zur Welt. Über seine Jugend und seine Ausbildung ist kaum etwas bekannt, denn 1913 schrieb er sich an der Universität Uppsala an der medizinischen Fakultät ein, verschwand jedoch ein Jahr später wieder aus der Liste der Studenten. Da Malmström auch nicht am königlichen Observatorium in Stockholm als Student zu finden ist, kann er seine musikalischen Kenntnisse nur auf privatem Weg, oder aber im Ausland, erworben haben. Nach einem einzigen Hinweis soll Malmström in den folgenden Jahren als Restaurant-Musiker gearbeitet haben, aber auch dies kann nicht mit Sicherheit bestätigt werden.

Im Jahr 1918 zog Erik Gunnar Malmström nach Stockholm und vier Jahre später begann dann die offizielle musikalische Karriere Malmströms. Ab dieser Zeit arbeitete der Musiker in mehreren großen Kinos Stockholms als Kapellmeister, wobei seine Aufgabe hierbei nicht nur war ein Orchester während der Projektion von Stummfilmen zu führen, sondern Malmström war auch für die Kompositionen verantwortlich, musste also für jeden Film auch eine passende Musik komponieren, die seine Musiker dann einstudieren mussten. Auch wenn die Stummfilmzeit relativ kurz war, so war es Malmström, der hierbei die maßgeblichen Richtlinien in Schweden schuf, insbesondere bei amerikanischen Filmen.

Aus den 20er Jahren sind auch mehrere künstlerische Kompositionen des Musikers Erik Gunnar Malmström bekannt, unter anderem auch Kammermusik und Melodramen. In der gleichen Zeit entstanden Schallplattenaufnahmen mit Volksweisen bei denen Malmström auch als Dirigent des Nationalorchesters wirkte. In den 30er Jahren blieb Malmström überwiegend bei der Filmmusik, die sich jedoch radikal geändert hatte, da der Tonfilm völlig andere Ansprüche stellte als der vorhergehende Stummfilm. So wenig man über die ersten 30 Jahre des Musikers weiß, so wenig ist auch von den letzten Jahren des Musikers Erik Gunnar Malmström bekannt, der am 4. Februar 1961 in Stockholm starb, denn ab Ende der 30er Jahre verlieren sich die Spuren des Künstlers weitgehend.


25. März: Der Waffeltag in Schweden
25. März 1751: Fredrik I., König Schwedens dank seiner Ehefrau
25. März 1784: Der schwedische Jurist Johan Gabriel Richert
25. März 1826: Die schwedische Künstlerin Wilhelmina Lagerholm
25. März 1902: Sten Broman, ein schwedisches Original
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden
25. März 1975: Die schwedische Sängerin Sofia Karlsson
25. März 2008: Bengt Helldal, der fitte Arzt aus Falkenberg
25. März 2012: Der schwedische Spion Bertil Ströberg 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. April 2018

Der Schauspieler und Sänger Carl Magnus Craelius

Carl Magnus Craelius kam am 4. April 1773 als Sohn des Direktors der Glashütte Kosta in Ekeberga zur Welt und studierte von 1790 bis 1792 Medizin an der Universität Uppsala. Ohne das Studium abzuschließen begann Craelius dann jedoch 1792 am Königlichen Theater zu arbeiten. Da das Einkommen dort jedoch nicht ausreichte, arbeitete er gleichzeitig auch in der Admiralitätsverwaltung, ohne sich allerdings sonderlich anzustrengen, denn bald kamen Klagen dass Craelius sehr häufig nicht am Arbeitsplatz zu finden sei, was dieser mit chronischen Krankheiten erklärte. Da seine Entschuldigungen unglaublich klangen, musste er daher 1801 seine Anstellung mit regelmäßigem Einkommen verlassen.

Carl Magnus Craelius wollte im Grunde Opernsänger werden, wofür seine hervorragende Tenorstimme eine gute Voraussetzung war, aber da er keinerlei schauspielerischen Eigenschaften hatte, wurde Craelius nur als Konzertsänger eingesetzt, wurde 1809 zum Gesangsmeister und 1814/1815 wurde er Gesangslehrer an der Königlichen Musikalischen Akademie, wo er, unter anderen, auch die neunjährige Jenny Lind unterrichtete. Ein Opernstipendium ermöglichte Craelius zwischen 1802 und 1809 auch mehrere Auslandsreisen, die mit dem Auftrag verbunden waren neue Stimmen an die Oper in Stockholm zu holen,  auch wenn seine Erwerbungen dann in Stockholm nicht immer die erhoffte Beachtung fanden.

Die größten Leistungen brachte Carl Magnus Craelius, der am 7. Juni 1842 in Stockholm starb, als internationaler Konzertsänger und als Gesangslehrer der Oper, da er die Stärke seiner Schüler sofort erkannte und diese so weit wie möglich unterstützte. Craelius übersetzte während seiner Zeit am Königlichen Theater auch einige Opernlibretti und versuchte sich als Komponist, was letztendlich auch dazu führte, dass Craelius 1822 in die Königliche Musikalische Akademie gewählt wurde.


4. April 1611: Schweden und Dänemark kämpfen bei Kalmar
4. April 1764: Gustaf Johan Gyllenstierna wird zu Johan Axelsson
4. April 1812: Joseph Magnus Stäck, Künstler und Kunstprofessor
4. April 1869: Johan Göth und die Lokalgeschichte Smålands
4. April 1892: Edith Södergran, die erste Modernistin der schwedischen Literatur
4. April 1895: Der Operakällaren in Stockholm
4. April 1904: Der schwedische Kapellmeister Arne Hülphers
4. April 1915: Lars Ahlin und das soziale Leben der schwedischen Kleinstadt
4. April 1930: Victoria von Baden wird schwedische Königin
4. April 1957: Peter Englund und die Geschichte Schwedens
4. April 1966: Der schwedische Filmer Lorens Marmstedt
4. April 1973: Gösta Knutsson und Pelle Svanslös

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 10. Februar 2018

Der Nationalromantiker August Söderman

August Söderman starb am 10. Februar 1876 im Alter von nur 43 Jahren an eine Leberzirrhose, deren Ursache jedoch nicht bekannt ist. Trotz seines kurzen Lebens entwickelte sich Söderman, der in mehreren künstlerischen Zweigen gleichzeitig aktiv war, zu einem der wichtigsten Repräsentanten der schwedischen Nationalromantik, was sich insbesondere an seinen Kompositionen, Liedern, den Musikeinlagen bei Schauspielen und seiner Kirchenmusik zeigt. Auf Grund des nationalistischen Gedankengutes, das mit dieser Bewegung einherging, geriet Söderman dann jedoch weitgehend in Vergessenheit.

August Söderman kam am 17. Juli 1832 als Sohn eines Kapellmeisters zur Welt und zeigte ursprünglich wenig Interesse für Musik, aber er konnte nicht verhindern, dass ihn sein Vater erst zum Klavierunterricht zwang und er auch Oboe und Violine spielen lernte. Ebenfalls über den Vater wirkte Söderman dann in Orchestern mit, wo er als 18-jähriger von Edvard Stjernström entdeckt wurde, der den jungen Söderman dann zu seinem Orchesterleiter machte. Nach einigen Tourneen in Schweden und Finnland ließ sich der Musiker dann 1854 in Stockholm nieder um dort für das Mindre Teater zu arbeiten.

August Söderman erhielt auch den Auftrag festliche Musik für Kronprinzessin Lovisa zu schreiben und die Musik zur Hochzeit des Königs Oscar II., neben seinen Aufgaben als Kapellmeister der Oper und Autor mehrerer Operetten mit nationalem Einschlag. Die deutlichste Neigung des Komponisten, Sängers, Malers und Kapellmeisters für die nationalromantischen Werte findet man indes bei seinen schwedischen Volksliedern, den Quartetten und seinen Kompositionen für verschiedene Schauspiele, wobei Söderman in diesem Rahmen dem schwedischen Publikum auch das deutsche Volkslied Heidenröslein näher brachte, ein Volkslied, das auch den deutschen Nationalismus jener Zeit ausdrückt.


10. Februar 1050: Ingegerd Olofsdotter, eine russisch-orthodoxe Heilige aus Schweden
10. Februar 1306: Torgils Knutsson, der Gründer Viborgs
10. Februar 1858: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes
10. Februar 1881: Pauline Brunius, die erste Frau, die das Dramaten leitete
10. Februar 1914: Karl Staaff tritt mit der liberalen Regierung zurück
10. Februar 2003: Der schwedische Regisseur Lars-Eric Kjellgren 
10. Februar 2013: Der Lomma Kanal am Öresund 

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 8. Januar 2018

Der Komponist und Musiker Georg Riedel

Georg Riedel wurde am 8. Januar 1934 als Sohn eines Architekten in Karlovy Vary, der damaligen Tschechoslowakei, geboren, kam jedoch bereits 1938 nach Stockholm, da seine Mutter Jüdin war und der Einmarsch Hitlers bevorstand. Die Reise nach Schweden sollte jedoch in Finnland nahezu ein Ende finden, da die Mutter, die allein mit ihren beiden Kindern unterwegs war, kein Geld mehr hatte um eine Fähre für die Überfahrt nach Schweden zu bezahlen, wo der Vater bereits auf sie wartete. Ein Kapitän hatte jedoch Mitleid mit den Flüchtlingen und brachte sie daher kostenlos nach Schweden.

Georg Riedel lernte, da er seinen ersten Sommer in einem Ferienlager verbrachte, sehr schnell Schwedisch und erhielt ab seinem vierten Lebensjahr Musikunterricht in der Adolf Fredriks Volksschule in Stockholm. Riedel begann sehr früh Violine zu spielen, entschied sich jedoch mit 15 Jahren auf den Kontrabass umzusteigen und eignete sich an der Musikhochschule der schwedischen Hauptstadt nicht nur seinem neuen Instrument, sondern spezialisierte sich auch auf Jazz, der seine gesamte Leidenschaft war. Mit 19 Jahren begann Riedel mit dem Jazzmusiker Lars Gullin zu spielen und ein Jahr später traf er den Jazzpianisten Jan Johansson des Arne Domnérus Orchesters mit dem er 1962 die bekannteste und meist verkaufte Jazzplatte Schwedens aufnahm.

Als Jan Johansson im Jahre 1968 starb, übernahm Georg Riedel dessen Arbeit als Komponist für verschiedene Fernsehserien und die Filme von Astrid Lindgren. Riedel gelang es dabei in schwedische Volksweisen Jazz-Elemente einzufügen, wobei der Musiker und Komponist auch den Werken von Barbro Lindgren Musik verlieh oder für die Fernsehserie Willi Wiberg die Leitmelodie komponierte. Ab dem Jahrtausendwechsel verließ Riedel dann den Jazz nahezu vollständig um sich insbesondere der Komposition von Chorgesang zu widmen, komponierte jedoch auch Ballettmusik und eine Oper. Sein letztes größeres Werk veröffentlichte Riedel im Jahr 2009, also im Alter von 75 Jahren.


8. Januar 1810: Daniel Melanderhjelm, Astronom und Mathematiker
8. Januar 1864: Carl August Hagberg und die schwedische Literatur 
8. Januar 1917: Folgen des Ersten Weltkriegs in Schweden
8. Januar 1937: Der schwedische Theologe Olle Meurling stirbt in Spanien
8. Januar 1940: Briefzensur in Schweden
8. Januar 1994: Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus
8. Januar 2005: Der Orkan Gudrun hinterlässt ein Chaos in Schweden
8. Januar 2007: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 4. Mai 2017

Der Komponist und Theaterdirektor Nils Perne

Nils Perne kam am 4. Mai 1905 als Sohn eines kaufmännischen Direktors in Uppsala zur Welt, zog jedoch mit seinen Eltern bereits im Alter von zwölf Jahren nach Stockholm, wo er die Schartaus Handelsschule besuchte, um sich ebenfalls auf eine kaufmännische Karriere vorzubereiten. Gemeinsam mit seinem Studienkameraden Georg Eliasson entdeckte er jedoch während seines Studium seine Liebe zu Studentenrevuen und zum Studententheater und 1925 wurde dann das erste gemeinsame Stück der beiden Studenten auch mit großem Erfolg aufgeführt.

Nils Perne und Georg Eliasson waren gleichzeitig am populären Schlager interessiert, der in diesen Jahren seine erste Höhen erreichte und 1926 lieferten die beiden dann dem Mosebacketeatern in Stockholm die ersten Lieder, belieferten aber auch Ernst Rolf mit eigenen Kompositionen und gründeten einen Musikverlag, den Perne ab 1935 dann allein weiterführte. Ab dieser Zeit begann Perne sowohl für für den Rundfunk als auch für die Schallplattenindustrie und den Film zu arbeiten, wenn auch überwiegend unter dem Pseudonym Jokern. Sein größter Erfolg wurde dann im Zweiten Weltkrieg sein Lied Min soldat, der in mehrere Sprachen übersetzt wurde und von Ulla Billquist im Jahre 1940 aufgenommen wurde.

Im Jahr 1948 wurde Nils Perne dann Direktor des Oscarsteatern in Stockholm und war, unter anderem auch Co-Produzent des Musicals My Fair Lady, das 1959 Premiere hatte und mit 766 Aufführungen zu den größten Erfolgen des Theaters gehörte. Auch wenn  Nils Perne Ende der 30er Jahre als Gunnar Gregor auch einige seiner Lieder selbst auf Schalllatte verewigte, trat er nur selten an die Öffentlichkeit und scheute das öffentliche Leben. Nils Perne starb am 27. Dezember 1965 in Stockholm und gehört heute zu jenen Künstlern, die nahezu vergessen sind, obwohl sie eine gesamte Epoche prägten.


4. Mai 1436: Magnus Bengtsson wird durch einen Mord bekannt
4. Mai 1436: Engelbrekt Engelbrektsson wird ermordet
4. Mai 1782: Georg Ingelgren und die literarischen Gesellschaften Uppsalas
4. Mai 1871: Die schwedische Künstlerin Alice Nordin
4. Mai 1928: Der schwedische Jazzmusiker Lars Gullin
4. Mai 1959: Inger Nilsson und der Fluch Pippi Langstrumpf zu sein
4. Mai 1991: Carola gewinnt beim Eurovision Song Contest in Rom

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 26. April 2017

Der schwedische Komponist Erland von Koch

Erland von Koch kam am 26. April 1910 als Sohn eines Komponisten und einer Künstlerin in Stockholm zur Welt, verlor jedoch seinen Vater bereits im Alter von neun Jahren an der Spanischen Grippe, so dass er nur von der Mutter erzogen wurde. Seine Ausbildung als Musiker begann von Koch am Konservatorium in Stockholm, wo er 1935 das Examen als Organist und Kantor ablegte. Anschließend ging von Koch nach Berlin um dort Komposition, Dirigieren und Piano zu erlernen, ein Studium, das er letztendlich noch in Paris komplementierte.

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Erland von Koch als Musiklehrer an der Karl Wohlfarts Musikschule und begann insbesondere Filmmusik zu schreiben, die man in den frühen Filmen Ingmar Bergmans hören kann. Im Jahr 1952 wurde von Koch an der Musikhochschule in Stockholm angestellt, wo er 1968 auch zum Professor ernannt wurde. Parallel hierzu arbeitete von Koch auch sehr viel für den staatlichen schwedischen Rundfunk und arbeitete, unter anderem, auch an seinen insgesamt sechs Symphonien und seinen zwölf Konzerten, die jedoch außerhalb Skandinaviens nur vereinzelt aufgeführt wurden.

Dass Erland von Koch, der am 31. Januar 2009 starb, vor allem in Schweden Erfolg hatte, lag natürlich an seinen Kompositionen, denn einerseits verzichtete von Koch auf jede moderne musikalische Strömung und behielt einen klaren, einfachen Stil, zum anderen waren seine Werke sehr stark vom nordischen Volksglauben beeinflusst, der wiederum vom Rhythmus dominiert ist, nicht von der Melodie. Die Kompositionen von Kochs sind daher eine Mischung aus klassischer Musik und Volksmelodien, die der Künstler zu einer Einheit verschmelzen lässt. Von Koch lässt sich auch etwas schwierig in die Linie der nordischen Komponisten einordnen, da er, neben Filmmusik, auch Ballettmusik, Kammermusik und Psalmen schrieb, also religiöse Choräle.


26. April 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
26. April 1824: Der Theologe und Schriftsteller Otto Myrberg
26. April 1891: Der Folkets Park in Malmö
26. April 1893: Harry Hjörne rettet die GP (Göteborgs-Posten) 
26. April 1893: Axel Krook, der Meinungsmacher des 19. Jahrhunderts
26. April 1946: Die anarchistische Künstlerin Lena Svedberg
26. April 1998: Sven Olov Lindholm, der Verehrer Hitler
Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 7. Januar 2017

Der schwedische Komponist Johan Lindegren

Johan Lindegren wurde am 7. Januar 1842 mit dem Vornamen Johannes als Sohn eines Landwirtes in Ullared geboren und zeigte sehr früh eine hohe musikalische Begabung. Diese Begabung führte dazu dass er von einem Priester der Gemeinde Orgel spielen lernte. Dem Priester Törnblum gelang es auch den Widerstand des Vaters zu brechen um den Jungen in Skällinge zum Organisten ausbilden zu lassen. Mit 18 Jahren entschied sich Lindegren dann seine musikalische Ausbildung am Konservatorium mit Piano, Violine und Musiktheorie zu vervollständigen.

Neben seinem Musikstudium lernte Johan Lindegren noch mehrere Fremdsprachen und wurde Chorsänger an der Stockholmer Oper. Auf Grund seiner Herkunft war Lindegren zudem dazu gezwungen Musikunterricht zu erteilen, was ihm jedoch auch die Erfahrung brachte, die später dazu führte dass der Komponist einige der heute bekanntesten Musiker des Landes als Schüler hatte. Als Lehrer, unter anderem am Stockholmer Konservatorium, soll Lindegren allerdings extrem fordernd gewesen sein und nicht die kleinste Nachlässigkeit toleriert haben, was ihm jedoch nie zum Schaden gereichte, da Lindegren gleichzeitig in der Lage war mit seinem Wissen und seinen Erklärungen die Musik zu neuen Höhen zu führen und seine Schüler zu begeistern.

Als die größte Leistung von Johan Lindegren, der am 8. Juni 1908 in Stockholm starb, kann die Reform der liturgischen Musik gesehen werden, denn es gelang ihm, vor allem mit seinen eigenen Kompositionen, der Kirchenmusik eine neue Richtung zu geben, die Psalmen mehr rhythmisch zu gestalten und selbst den Chorälen mehr Kraft und Freude zu geben. 1895 gehörte Lindegren auch zu jener kleinen Gruppe, die die Aufgabe hatte die musikalische Form der Hochmessen auszuarbeiten. Das wichtigste Werk Lindegrens, das bis heute seine Bedeutung erhalten hat, ist eine Sammlung von 400 Chorälen, die er gleichzeitig in ihrer ursprünglichen Form als auch einer rhythmischen Bearbeitung gegenüberstellte. Leider sind im aktuellen Psalmbuch Schwedens keine Werke Lindegrens mehr enthalten.


7. Januar 1685: Jonas Alströmer bringt die Kartoffel nach Schweden 
7. Januar 1770: Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker
7. Januar 1876: Die schwedische Künstlerin Anna Sahlström
7. Januar 1926: Die Thielska Galleriet, ein Kunstmuseum in Stockholm 
7. Januar 1940: Carl Boberg, Politiker, Schriftsteller und Prediger 
7. Januar 1945: Yrsa Stenius und die Grenzen der linken Manipulation
7. Januar 1945: Salz wird in Schweden als Mangelware rationalisiert
7. Januar 1949: Elin Wägner, eine Kämpferin für die Rechte der Frauen 
7. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Der schwedische Komponist Johan Wikmanson

Johan Wikmanson kam am 28. Dezember 1752 als Sohn eines Färbers in Stockholm zur Welt. Auch wenn die Familie nach einer Krise der Färbereien relativ arm war, durfte der junge Wikmanson die Klara Schule besuchen in der Musik eine wichtige Rolle spielte. Da Wikmanson ein sehr gutes Gehör hatte und sich in Musik auszeichnete, wurde er von den Lehreren besonders gefördert und lernte von Henrik Philip Johnsen auch Klavier und Bass spielen. Trotz der musikalischen Begabung des Jungen wagten die Eltern nicht auf eine musikalische Karriere zu setzen, sondern schickten Wikmanson für eine Lehre zu einem Instrumentenbauer in Kopenhagen.

Da er jedoch in Kopenhagen nur ausgenutzt wurde, begann Johan Wikmanson dort Klavier zu unterrichten und konnte das Geld für die Rückkehr nach Stockholm erarbeiten. Zurück in der Heimatstadt wurde Wikmanson 1771 als Organist bei der Holländischen Kirche angestellt und zehn Jahre später auch bei der Storkyrkan in Stockholm. Der Musiker erkannte selbst seine Schwächen in der Musiklehre und studierte dadurch selbst die Werke Bachs und erhielt später Unterricht von den beiden Hofkomponistendes Königs Gustav III., die ihm auch beibrachten eigene Musikstücke zu komponieren. Da man als Musiker in jener Zeit relativ wenig verdiente, wurde Wilkmanson dann bei der königlichen Nummernlotterie angestellt, was ihm genügend Einkommen bot um eine Familie zu gründen und ein angemessenes Leben zu führen.

Auf Grund seiner zahlreichen öffentlichen Aufträge fragt man sich heute wie Johan Wikmanson, der am 10. Januar 1800 starb, noch Zeit fand für seine eigenen Kompositionen, die ihn zu einem der bedeutendsten Komponisten Schwedens machten, denn insbesondere seine Streichquartette, die jenen Haydns sehr nahe kommen, zeigen von einem außerordentlichen Musikgefühl. Erst gegen Ende seines Lebens wurde Wikmanson endgültig für seine musikalischen Leistungen belohnt, denn 1788 wurde er in die Königliche Musikalische Akademie gewählt und 1797 zum Direktor der Unterrichtsanstalt der Akademie ernannt, wo er auch Musiktheorie unterrichtete.


28. Dezember: Der Tag der unschuldigen Kinder in Schweden
28. Dezember 1858: Der schwedische Künstler Richard Bergh
28. Dezember 1890: Die Beerdigung des Schauspieler Gösta Ekman
28. Dezember 1919: Der schwedische Physiker Janne Rydberg
28. Dezember 1963: Der Film 491 wird in Schweden verboten
28. Dezember 1979: Die schwedische Schauspielerin Noomi Rapace 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Der Komponist und Pianist Oscar Byström

Oscar Byström wurde am 13. Oktober 1821 als Sohn eines Oberleutnants in Stockholm geboren und begann 1834 Musik zu studieren, schrieb sich jedoch bereits zwei Jahre später an der Kriegsakademie in Karlberg ein und machte dort eine Offiziersausbildung, was dazu führte dass Byström bis zu seiner Pension im Jahre 1872 eine doppelte Aktivität betrieb, denn bereits in den 50er Jahren interessierte er sich mehr für die Komposition und Kammermusik als für die militärische Karriere, ohne jedoch in einer der beiden Richtungen eine wahre Größe zu erreichen oder sich für eine Linie zu entscheiden.

Seiner Freundschaft mit dem Sängerprinzen Prinz Gustaf verdankte Oscar Byström dass er am Hof Prinzessin Eugénie Klavierunterricht geben durfte und 1866 zum Inspektor an der Musikalischen Akademie ernannt wurde. Dass die Leistungen Byströms als Pianist allerdings nur beschränkt waren, schließt man aus der Tatsache, dass er bei keinem seiner Konzerte je ein anspruchsvolleres Stück spielte und vor allem zu leichteren Kompositionen von Bach, Chopin und Schubert griff. Aber allein sein Ruf als Komponist und Musiker verhalfen Byström dazu 1876 zum Direktor des Musikalischen Gesellschaft in Åbo (Turku) zu werden und als Kapellmeister in Helsingfors (Helsinki) zu wirken.

Bereits als Inspektor des Stockholmer Konservatoriums, der Musikalischen Akademie, gab Oscar Byström mehrere Musiklehren für unterschiedliche Instrumente heraus und begann schwedische Volksmusik zu sammeln, obwohl ihm seine Aufgabe als Militär nur eine begrenzte Zeit dafür ließ. Wirklich bedeutend wurde Byström für seine Leistungen innerhalb der Kirchenmusik Schwedens, denn der Musiker studierte sehr intensiv die Choräle und gab in nur wenigen Jahren in etwa 1700 Orten des Landes Kirchenkonzerte, wo er insbesondere die ältere Kirchenmusik Schwedens präsentierte. Byström verdankt man auch eine bedeutende Sammlung an lutherischen Chorälen, die für die Musikgeschichte noch heute noch von hohem Wert sind.


13. Oktober 1662: Der schwedische Rechtsgelehrte Laurentius Gunnari Banck
13. Oktober 1796: Anders Retzius, ein Wissenschaftler und seine Theorien 
13. Oktober 1857: Alfred Berg entdeckt als Student die Musik
13. Oktober 1924: Harry Schein, der Gründer des Svenska Filminstitutets (SF)
13. Oktober 1931: Ernst Didring und die schwedische Gesellschaft gegen 1900
13. Oktober 1956: Harry Martinson, das Schicksal eines schwedischen Dichters 
13. Oktober 1962: Svensktoppen, die Hitliste des schwedischen Staatsfunks

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. November 2015

Der Komponist und Psalmendichter Joël Blomqvist

Joël Blomqvist kam am 15. November 1849 als Sohn eines Schneiders in Stockholm zur Welt und entschied sich nach Abschluss der Grundschule eine Ausbildung zum Polsterer zu machen. Mit 19 Jahren fand er in diesem Beruf auch eine Anstellung in Uppsala, wo er sich mit der Arbeitsaufnahme auch der Erweckungsbewegung anschloss und sich einen Ruf als Organist und als Leiter des Chores machte, sich aber auch mehr und mehr dem Predigen zuwandte, einer Tätigkeit, die ihm in der Staatskirche Schwedens verschlossen war.

Bald verbrachte Joël Blomqvist seine Wochenenden damit die Dörfer um Uppsala zu besuchen um dort religiöse Schriften zu verkaufen und als Prediger für die Erweckungsbewegung aufzutreten. In den folgenden Jahren verlagerte sich die Arbeit Blomqvists nach Gävle und später auch nach Stockholm und Motala, was insbesondere mit seiner Arbeit als Polsterer zusammenhing, da die religiöse Aktivität, der sich auch seine Frau anschloss, nicht bezahlt wurde und nur den Weg zum Himmel öffnen konnte.

Ab wann Joël Blomqvist begann Psalmen zu schreiben und die Musik dazu zu komponieren, ist unbekannt, aber da er im Laufe seines Lebens über 400 religiöse Lieder schrieb und die meisten davon auch vertonte und in Buchform veröffentlichte, muss er spätestens bei seinem Aufenthalt in Uppsala damit begonnen haben. Die Lieder Blomqvists gingen nahezu um die ganze Welt, wobei er nicht nur im Psalmenbuch des Jahres 1986 mit drei Liedern verewigt wurde, sondern seine Werke auch in den Gesangsbüchern der Missionskirche, jenem der Heilsarmee und jenen mehreren Freikirchen Schwedens einzogen. Joël Blomqvist starb am 30. Oktober 1930 in Kullerstad im Östergötland.


15. November 1668: Göran Josuæ Adelcrantz und der Fall eines Hofarchitekt
15. November 1776: Per Henrik Ling, der schwedische Vater der Gymnastik
15. November 1817: Frans Suell, ein schwedischer Kaufmann mit neuen Ideen
15. November 1859: Der schwedische Prinz Oscar (Bernadotte)
15. November 1945: Von Anni-Frid von Abba bis zur Prinzessin Reuss
15. November 1959: Tomas Staffan Riad, Mitglied der Svenska Akademien 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Dienstag, 27. Oktober 2015

Der schwedische Sänger Salem Al Fakir

Salem Al Fakir kam am 27. Oktober 1981 als Sohn eines syrischen Immigranten und einer schwedischen Mutter in Huddinge zur Welt und wollte bereits im Alter von drei Jahren das Geigenspielen erlernen, was jedoch daran scheiterte, dass kein entsprechender Lehrer zu finden war. Al Fakir musste sich daher erst einmal mit Klavierstunden zufrieden geben. Nur ein Jahr später wechselte er dann zur Geige und hatte das Glück Michail Kazinik als Musiklehrer zu erhalten, der dem jungen Musiker dann bereits mit 13 Jahren zu den ersten Tourneen in Schweden und Russland verhalf. In dieser Zeit begann sich Al Fakir auch für das Jazzpiano zu interessieren, was auch mit seinem Übergang ins Gymnasium zusammenfiel.

Mit 16 Jahren begann Salem Al Fakir am Södra Latin in Stockholm in der Linie Jazzpiano sein Abitur vorzubereiten um später an der Königlichen Musikhochschule mit dem afroamerikanischen Programm fortzusetzen, ohne dann allerdings die Ausbildung an der Musikhochschule abzuschließen. Um diese Zeit hatte der Sänger allerdings bereits in mehreren Musikgruppen gespielt und begonnen für andere bekanntere Künstler zu schreiben. Es sollte allerdings noch bis 2006 dauern, bis Al Fakir seine erste EP Dream Girl auf den Markt brachte, der im Januar 2007 das Album This Is Who I Am folgte. Salem Al Fakir, der nahezu alle Texte geschrieben hatte, die Musik komponiert hatte und auch nahezu alle Instrumente selbst spielte, hatte unmittelbar Erfolg, da er einen eigen Stil verfolgte.

Nur ein Jahr später erhielt Salem Al Fakir vier Grammis, den bedeutendsten schwedischen Musikpreis und hatte damit den Durchbruch endgültig geschafft. Im März 2009 erschien dann das zweite Album Astronaut und im Sommer ging der Sänger auf Tournee. Nahezu die logische Folge war, dass Al Fakir 2010 mit Keep On Walking an der schwedischen Ausscheidung des Eurovision Song Contests teilnahm und dabei den zweiten Platz belegte, was zwar bedeutete, dass er Schweden nicht vertreten durfte, ihn jedoch landesweit bekannt war und zu den anerkannten Sängern Schwedens emporhob. Aber auch wenn Al Fakir immer noch Musikpreise sammelt, so wurde es um ihn nach diesem Erfolg relativ ruhig, nicht zuletzt deswegen, weil er immer mehr für andere Künstler, zum Beispiel Seinabo Sey oder Veronica Maggio, schreibt und komponiert, aber auch als Produzent aktiv ist.


27. Oktober 1844: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
27. Oktober 1857: Ernst Trygger wird Ministerpräsident Schwedens
27. Oktober 1885: Die schwedische Künstlerin Sigrid Hjertén
27. Oktober 1964: Dawit Isaak, zehn Jahre Gefangenschaft eines Journalisten
27. Oktober 1967: Arvid Källström, der unermüdliche Skulpteur Schwedens
27. Oktober 2012: Die schwedische Nationalarena Friends Arena 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. Juli 2015

Der schwedische Komponist Franz Berwald

Franz Adolf Berwald, der am 23. Juli 1796 in Stockholm zur Welt kam, wird heute als einer der bedeutendsten schwedischen Komponisten des 19. Jahrhunderts betrachtet, auch wenn ihm während seines Lebens der Durchbruch in der Musik nie wirklich gelang, und dies, obwohl er bereits mit fünf Jahren von seinem Vater Violinunterricht bekam und als Neunjähriger am Hofe spielen durfte. Nur ein Jahr später hatte der Junge dann in mehreren Teilen Schwedens Konzerte gegeben und seine Zukunft als Musiker schien gesichert zu sein.

Im Jahre 1810 wurde Franz Berwald Schüler von Edouard Du Puy, der ihm zwei Jahre später zur Beschäftigung als erster Violinist an der Hofkapelle verhalf, eine Anstellung, die zwar mit Ehre verbunden war, jedoch den Musiker nicht versorgen konnte. Aus diesem Grund gab Berwald die Zeitschriften Musikalisk journal und Journal de Musique heraus in denen er auch eigene Lieder und Pianowerke veröffentlichte. Es folgten Jahre in denen Berwald als freier Künstler Tourneen unternahm, um jedoch bereits 1824 als Altviolinist zur Hofkapelle zurückzukehren. Auch wenn die Bezahlung gering war, so machte Berwald dort mit der Oper Bekanntschaft und er schrieb 1828 seine erste Oper, die er Gustaf Vasa nannte.

Trotz guten Kritiken und einigen finanziellen Unterstützungen, die Franz Berwald mehrere Studienreisen, vor allem nach Deutschland, erlaubten, gelang es ihm nicht sich von der Musik ernähren zu können und die schwedische Elite der Musik sah ihn als Außenseiter. Nach einem Aufenthalt in Berlin kan Berwald dann als Krankengymnast zurück, der nicht nur über die modernsten Kenntnisse in diesem Bereich verfügte, sondern auch selbst mechanische Apparate erfand, die ihn zum bedeutendsten Krankengymnast des Landes machten. Parallel hierzu arbeitete Berwald, der am 3. April 1868 in Stockholm starb, weiterhin als Komponist, erneut ohne den Durchbruch als Musiker zu schaffen. Alle Bewerbungen, unter anderem als Hofkapellmeister, endeten mit Absagen, was wiederum dazu führte, dass Franz Berwald 1850 zum Disponent einer Glashütte wurde um überleben zu können. Erst vier Jahre vor seinem Tod wurde Berwald letztendlich in die Königliche Musikalische Akademie aufgenommen, was die erste echte Anerkennung des Künstlers wurde.

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 18. Oktober 2014

Der schwedische Komponist Dag Wirén

Dag Wirén kam am 18. Oktober 1905 in Striberg im Västmanland zur Welt und erwarb 1924 in Örebro seine Hochschulreife. Zwei Jahre später ging Wirén nach Stockholm um am dortigen Konservatorium Orgel und Komposition zu studieren. Nach seinem sehr erfolgreichen Examen in Komposition im Jahre 1931 erhielt der Musiker ein Stipendium für ein aufbauendes Studium in Paris. Wirén blieb drei Jahre lang in Paris und beschäftigte sich dort weiterhin mit der Komposition und insbesondere mit der Instrumentation unter Leonid Sabanejev. Noch bevor Wirén jedoch sein Studium in Frankreich beendet hatte, wurde bereits zur Einweihung des Konzerthauses in Örebro im Jahre 1932 seine Konzertouvertüre nr. 1 opus 2 aufgeführt.

Nach seiner Rückkehr nach Schweden engagierte sich Dag Wirén unmittelbar beim Verein Fylkingen, der ein Jahr vorher gegründet worden war und sich für die Verbreitung und Anerkennung experimenteller Musik und Kunst einsetzte. Parallel dazu begann er auch in anderen mit der Musik verbundenen Vereinen zu arbeiten und Musikkritiken zu schreiben. Wirén zeichnete sich dadurch aus, dass er sehr wenig schrieb, jedoch einen sehr hohen Wert auf Qualität legte. Innerhalb seiner Arbeiten zeigte er ebenfalls eine enorme Breite, denn auch wenn seine Symphonien am häufigsten gelobt werden, so schrieb er auch Filmmusik und komponierte Annorstädes vals (Absent Friends), den schwedischen Beitrag zum Eurovision Song Contest des Jahres 1965.

Die ersten Werke von Dag Wirén bezeichnet man als neoklassisch, jedoch mehr technisch als persönlich geprägt. Erst ab den 40er Jahren und vermutlich unter dem Einfluss der Werke von Jean Sibelius fand Wirén dann seinen sehr persönlichen Stil, der sich im Laufe seiner Arbeiten immer mehr ausprägte und seinen Höhepunkt in seinen Werken aus den 60er Jahren findet. Wirén gilt als einer der selbstkritischsten Komponisten Schwedens, der sich beim geringsten persönlichen Zweifel dafür entschied ein Werk nicht freizugeben, einer der Gründe, warum mehrere Komposition Wiréns auch keine Opusnummer aufweisen.


18. Oktober 1807: Carl Fredrik Ridderstad und der schwedische Feuilletonroman
18. Oktober 1854: Der schwedische Polarforscher Salomon August Andrée
18. Oktober 1860: Gustaf Lagerheim, der Gründer der Pollenanalyse
18. Oktober 1868: Ernst Didring und die schwedische Gesellschaft gegen 1900
18. Oktober 1891: Der vergessene schwedische Histologe Gösta Häggqvist
18. Oktober 1924: Hjalmar Branting wird zum dritten Mal Ministerpräsident
18. Oktober 2009: Lars Schmidt bringt das Musical nach Schweden

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Dienstag, 26. August 2014

Der Komponist, Dirigent und Violinist Johan Fredrik Berwald

Als Johan Fredrik Berwald am 26. August 1861 im Alter von 73 Jahren starb wäre von seinen Wirken als Komponist, Dirigent und Violinist kaum eine Spur geblieben, wenn der Musiker nicht einige leichtere Musikstücke für Jenny Lind geschrieben hätte, die einst der Star der Stockholmer Oper war und bis heute unvergesslich ist. Berwald war im Grund das Opfer eines vorprogrammierten Erfolgs, der die von ihm erwartete Leistung nie bringen konnte, aber auch nie die Zeit dafür bekam sich selbst zu verwirklichen.

Johan Fredrik Berwald war am 4. Dezember 1787 als Sohn eines Musikers in Stockholm zur Welt gekommen und galt bereits im Alter von sechs Jahren als musikalisches Wunderkind, als Virtuose der Violine. Die Folge davon war, dass er bereits 1793 neben seinem Vater auftrat und mit diesem auf eine Konzerttournee durch Schweden, Finnland, Russland und Deutschland folgte. Seine Ausbildung erhielt er in dieser Zeit von den verschiedensten Musiklehreren in den unterschiedlichsten Ländern, was in gewisser Weise verhinderte, dass Berwald einen persönlichen Stil entwickeln konnte. Seine Arbeiten als Komponist erstreckten sich bereits in diesen Jahren über das gesamte Spektrum der heute als klassisch bezeichneten Musik, sind heute jedoch weitgehend vergessen.

Nachdem sich Johan Fredrik Berwald schon als Solist der kaiserlichen Kapelle in Sankt Petersburg hervorgehoben hatte, wurde er 1814 als Violinist an die Hofkapelle in Stockholm berufen und neun Jahre später zum Hofkapellmeister ernannt. Die Chance in dieser Zeit das musikalische Angebot Stockholms, unter anderem auch der Oper, zu beeinflussen, nutzte Berwald keine Sekunde, denn seine musikalische Auswahl und seine Kompositionen spiegelten nahezu ausschließlich die Zeitströmung. Da Berwald auch als Dirigent der Königlichen Oper keine Persönlichkeit ausstrahlte, war bald vielen klar, dass die Leistung und die Fähigkeit des Orchesters abnahm und nur noch Jenny Lind das Publikum anzog. Als Berwald im Juni 1849 letztendlich sein Amt als Hofkapellmeister niederlegte, ging gewissermaßen ein Aufatmen durch die Reihen der Stockholmer Musikliebhaber.


26. August 1551: Die schwedische Königin Margareta Eriksdotter 
26. August 1932: Olov Svedelid, Kriminalromane im Stockholmer Milieu
26. August 1932: Olov Svedelid und der Stockholmer Kriminalroman 
26. August 1996: Sven Stolpe, der katholische Schriftsteller Schwedens 
26. August 2005: Der Schwein- und Schlittschuhverein GOSF in Schweden

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Samstag, 2. August 2014

Der schwedische Komponist und Kapellmeister Nalle Halldén

Nalle Haldén kam am 2. August 1862 unter dem Namen Björn Halldén in Vimmerby zur Welt und begann nach seiner Hochschulreife in Linköping im Jahre 1881 ein Medizinstudium an der Universität Uppsala, das er jedoch nie abschloss, da er 1885 zur Musikhochschule wechselte und dort Orgel studierte, die er wiederum bald gegen das Piano tauschte, das anschließend das wichtigste Instrument für den Musiker wurde.

Nach nur einem Jahr Studium an der Musikhochschule (Musikaliska Akademien) nahm Nalle Halldén bei William Engelbrecht und Anna-Lisa Hwasser ein Engagement als Kapellmeister für die reisende Theatergruppe an. 1988 wechselte Halldén dann zum Vasatheater. Als Albert Ranft im Jahre 1895 das Vasateatern übernehme, ernannte dieser Halldén zum Kapellmeister am Södra Teatern. Für die Stockholmausstellung im Jahre 1897 gründete der Musiker eine eigene Kapelle und drei Jahre später wurde Halldén der Kapellmeister vom Dramaten, was ihm jedoch genügend Zeit ließ in renommierten Restaurants Stockholms Cafékonzerte zu geben.

Im Jahre 1914 gründete Nalle Halldén in Kopenhagen, gemeinsam mit Anna Norrie, das Cabaret Edderkoppen, das erste Cabaret Skandinaviens, eine Eirichtung, die Halldén anschließend auch nach Stockholm brachte. Ab 1919 begann sich der Kapellmeister und Komponist der Revue zuzuwenden und arbeitete mit Ernst Rolf und Karl Gerhard, auch wenn sich Halldén in diesen Jahren nicht mehr dauerhaft an ein Theater binden wollte, sondern eine freiere Arbeit suchte. Vier Jahrzehnte lang gehörte Nalle Halldén zu den bedeutendsten kulturellen Persönlichkeiten Schwedens und noch kurz vor seinem Tode am 15. Oktober 1935 hatte Halldén in der Cirkusrevue in Stockholm sein letztes Engagement.


2. August: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
2. August 1794: Kaffee wird in Schweden verboten
2. August 1828: Fredrik von Ehrenheim, der Vertraute von Gustav IV. Adolf
2. August 1951: Freddie Wadling, vom Punk zur Ballade

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Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Samstag, 26. Oktober 2013

Der schwedische Barockkomponist Johan Helmich Roman

Johan Helmich Roman wurde am 26. Oktober 1694 als Sohn eines Hofkapellmeisters in Stockholm geboren und wurde bereits in den jüngsten Jahren an die Musik geführt, denn im Alter von sieben Jahren trat er bereits als Violinist am königlichen Hof auf und mit 15 wurde er in das königliche Hoforchester aufgenommen. Seinen musikalischen Können verdankte er dann, dass er 1716 die Genehmigung zu einer Studienreise nach London erhielt wo ihn Georg Friedrich Händel in das Orchester der Oper aufnahm. In England erwarb Roman auch seine Kenntnisse, die ihn später als Komponisten bekannt machen sollten.

Im Jahre 1721 wurde Johan Helmich Roman dann zurück nach Schweden gerufen um nach dem Tod seines Vaters Vicehofkapllmeister des Hoforchesters zu werden. Die nachweislich älteste Komposition Romans, Festa musicale, geht auf das Jahr 1725 zurück, wobei die meisten seiner Hauptwerke jedoch erst nach 1745 entstand, als er sich wegen einem Zungenkrebs beruflich zurückgezogen hatte, ausgenommen sein vermutlich bekanntestes Werke, die Drottningsholmsmusiken, die er zur Hochzeit von Adolf Fredrik und Lovisa Ulrika komponiert hatte.

Johan Helmich Roman, der oft als der Begründer der klassischen Musik Schwedens bezeichnet wird, zeichnet sich sowohl durch die Qualität als auch die Quantität seiner Kompositionen aus und komponierte jede Art von Musik, vor der Oper abgesehen. Dennoch wäre der größte Komponist Schwedens heute vergessen, wenn er nicht von den Organisten der Oscarskyrkan und der Hedvig Eleonoras Kyrkan in Stockholm neu entdeckt worden wäre, da die klassische europäische Musik schwedische Künstler als nebensächlich betrachtete. Johan Helmich Roman schuf jedoch nicht nur schwedische Musik, sondern übersetze auch zahlreiche musikwissenschaftliche Werke jener Zeit und führte die Werke von Händel, Giovanni Battista Pergolesi und anderen Komponisten der Zeit in Schweden auf.


26. Oktober 1900: Karin Boye und ihre melancholische Dichtkunst 
26. Oktober 1942: Cecilia Torudd und der treffende Cartoon

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Mittwoch, 17. April 2013

Alfred Berg entdeckt als Student die Musik

Als Alfred Berg am 17. April 1929 starb, dachte kaum noch ein Schwede daran, dass „Vater Berg“ eigentlich Botanik studiert hatte und sein Leben der Wissenschaft gewidmet sein sollte, denn der 71-jährige wurde bei seinem Tode so eng mit der Musik und insbesondere dem Studentengesang der Universität Lund verbunden, dass das ursprüngliche Studium in Physik und Botanik in Uppsala und Lund längst verblasst war.

Alfred Berg schrieb sich 1877 in der Universität Uppsala ein, fand die Naturwissenschaft zwar sehr interessant, aber noch lieber verbrachte er seine Zeit mit dem Studentenchor. Als jedoch der Vater starb und damit das Geld für das Studium versiegte, musste sich Berg als Privatlehrer erst wieder Kapital beschaffen. Nach einem Jahr setzte er dann in Lund sein Studium fort, aber hier war die Anziehungskraft der Musik noch stärker als schon in Uppsala, denn auch wenn Berg 1888 noch sein Examen als Wissenschaftler ablegte, so war er war er bereits in der ganzen Stadt als Chorleiter, als Dirigent und als Komponist bekannt geworden.

Auf diese Weise war die Zukunft von Alfred Berg geklärt, denn von 1891 bis 1925 wurde der Freizeitmusiker der Verantwortliche für den Studentenchor Lunds, sowie der Leiter des Orchesters der Universität, Mitglied in zahlreichen Gesangsvereinen und Kapellmeister des Par Bricoles Chor in Malmö. Vor allem mit dem Studentenchor Lunds ging Berg ständig auf Tournee und besuchte nicht nur Schweden, sondern nahezu ganz Europa und, anlässlich der Weltausstellung in St. Louis, selbst die USA. Dank seiner Initiative war der Studentenchor Lunds zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Begriff in ganz Schweden. Zwischen seinen zahlreichen Aktivitäten hatte Berg allerdings auch zwei Jahre lang Musik in Leipzig studiert, was ihm bei seinen zahlreichen Kompositionen eine große Hilfe leistete.


17. April 1907: August Strindbergs "Ein Traumspiel" hat Uraufführung 
17. April 1970: Rudolf Petersson und der berühmteste Rekrut Schwedens

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Montag, 25. März 2013

Sten Broman, ein schwedisches Original

Sten Broman wurde am 25. März 1902 in Uppsala geboren und ist, obwohl er bereits 1983 starb, noch heute nahezu jedem Schweden ein Begriff, da er sich in nahezu jedem Punkt vom Durchschnittsschweden unterschied und ein Original war, das viele Jahre eine wichtige Rolle beim Karneval in Lund  spielte, sich aber auch in zahlreichen anderen Bereichen auszeichnete, die weit entfernt von seinem Beruf als Komponist, Dirigent und Musikpädagogen lagen.

Bereits sein Ausbildung als Musiker entsprach nicht ganz der normalen Ordnung eines schwedischen Künstlers, da Sten Broman erst Musik in Prag studierte, dann eine Kandidatur in Musik- und Kunstgeschichte in Lund anhängte um letztendlich noch die Musikgeschichte des Mittelalters in der Schweiz und in Deutschland zu studieren. In Schweden bekannt wurde Broman dann vor allem durch sein humoristisches Fernsehprogramm Musikfrågan Kontrapunkt, das von 1964 bis 1980 ausgestrahlt wurde, da es ihm gelang Menschen die klassische Musik näher zubringen, die zuvor jeden Konzertbesuch als Unsinn abgelehnt hätten.

Sten Broman, der avantgardistische Kammermusik liebte und seine Kleidung nach seinen eigenen Ideen schneidern ließ, komponierte Kammermusik und schrieb, wie Beethoven, neun Symphonien. Allerdings gab es für Broman in der Musik keine Grenzen, denn er schrieb auch leichte Musik für zahlreiche Filme und begnügte sich beim Film Ett svårskött pastorat nicht nur mit der Filmmusik, sondern wirkte dort auch gleichzeitig als Schauspieler mit. Spaß machte ihm auch die Liebesgedichte Laura och Dolly des Schriftstellers Falstaff, fakirs zu vertonen, da diese im selben Stil geschrieben waren wie seine persönlichen Auftritte.


25. März: Der Waffeltag in Schweden 
25. März 1954: Massiver Widerstand gegen das Fernsehen in Schweden

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Göteborg, ein Reiseführer

Freitag, 1. März 2013

Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg

Als Tor Aulin am 1. März 1914 starb, war er einer der bekanntesten Dirigenten und Komponisten Schwedens, dessen Ruf weit über die Grenzen des Landes hinausreichte. Aulin hatte von 1877 bis 1883 in Stockholm und anschließend bis 1886 in Berlin Musik studiert bevor er Konzertmeister am Königlichen Theater in Stockholm wurde. Nach einer Tätigkeit als Dirigent des Stockholmer Konzertvereins, dessen Mitgründer er war, wurde Aulin 1909 Dirigent des Symphonieorchesters in Göteborg.

Der Musiker Tor Aulin war bereits zu Beginn seines Studiums in ganz Schweden bekannt geworden, da er 1887 das Aulin-Quartett gegründet hatte und damit dieser Musikkategorie zum höchsten Niveau verholfen hatte. Die Konzerte des Quartetts waren so bekannt, dass die Gruppe über mehrere Jahre hinweg Tourneen in Schweden veranstaltete, deren Konzerte grundsätzlich ausverkauft waren. Benötigte das Quartett zusätzlich einen Pianisten, so trat ein anderer sehr bekannter schwedischer Musiker mit auf, nämlich Vilhelm Stenhammar.

Tor Aulin, der auch eine große Anzahl an kleineren Werken für die Violine, sein Hauptinstrument, schrieb, eine Violinsonate, eine Orchestersuite und drei Violinkonzerte komponierte, war, wie zu jener Epoche üblich, jedoch auch als Pädagoge und Musiklehrer tätig. In seiner Eigenschaft als Musiklehrer hatte er einen Schüler, der weltweit bekannt wurde, wenn auch nicht als Musiker, denn es handelt sich um den Schriftsteller und Künstler August Strindberg.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung von Uppsala 
1. März 1638: Die erste schwedische Kolonie in Amerika

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Freitag, 8. Februar 2013

Carl-Henning William Crafoord bringt den Hiphop nach Schweden

Carl-Henning William Crafoord, bekannt als Wille Crafoord, wurde am 8. Februar 1966 in Stockholm geboren und gehört zu der Gruppe der schwedischen Musiker, die im Ausland kaum bekannt sind, aber für die schwedische Musikszene eine sehr wichtige Rolle spielen.  Bekannt wurde Crafoord vor allem durch sein Mitwirken in der Rap-Gruppe Just D mit der er Ende der 80er Jahren den Hip-Hop nach Schweden brachte, eine Gruppe, die von 1989 bis 1995 existierte und mehrere bedeutende Musikpreise in Schweden sammeln konnte.

Nachdem die Gruppe Just D aufgelöst war, begann Wille Crafoord eine Solokarriere und veröffentlichte eine ganze Serie an erfolgreichen Schallplatten, aber er begann auch für andere bekannte Künstler Schwedens Texte zu schreiben und die Musik zu komponieren, eine Hintergrundarbeit, die trotz ihrer Bedeutung nur wenig auffällt. Seine eigene Platten sind als eine Mischung aus traditionellen Liedern, Jazz und Soul zu bezeichnen, wobei es Wille jedoch wichtig dabei ist die Tradition der schwedischen Texte und Melodien zu erhalten und bei neuen Musikkategorien mit einzubeziehen.

Der Komponist, Texter und Troubadour Wille Crafoord ist ein Allroundmusiker, der 2003 mit der Gruppe Griniga Gamla Gubbar den schwedischen Rap wieder aufnahm, die Titelmusik für Om Stig Petrés hemlighet schrieb, arbeitet an Kinderprogrammen mit, schrieb die Titelmusik zur Fernsehserie En fot i graven und wurde 1995, so ganz nebenbei, vom Expressen zum sexiesten Mann Schwedens gekürt und ein Jahr später von der Zeitschrift Elle als der best gekleidete Mann Schwedens ausgezeichnet. Privat engagiert sich Crafoord vor allem gegen Mobbing.


8. Februar 1911: Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung
8. Februar 1969: Pippi Langstrumpf wird in Schweden zum Fernseherfolg

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