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Donnerstag, 12. Mai 2016

Der englisch-schwedische Techniker und Industrielle Samuel Owen

Samuel Owen kam am 12. Mai 1774 im englischen Norton-in-Hales zur Welt und machte in Birmingham eine solide Ausbildung als Konstrukteur und Techniker für Dampfmaschinen. Als der schwedische Erfinder Abraham Niclas Edelcrantz im Jahre 1804, bei einem Aufenthalt in England, vier Dampfmaschinen für mehrere Unternehmer Stockholms in England bestellte, forderte  er, dass ein Techniker mit den Maschinen nach Schweden kam um die Maschinen aufzubauen und in Gang zu setzen. Das britische Unternehmen wählte für diesen Zweck einen der größten Fachkräfte der Zeit aus, Samuel Owen.

Nach Abschluss der Arbeiten kehrte Samuel Owen ein Jahr später zurück nach England um dort eine neue Arbeitsstelle anzunehmen. Als 1806 Edelcrantz erneut eine Dampfmaschine für eines seiner Unternehmen bestellte, bat er erneut Owen diese zu installieren. Owen akzeptierte, aber nur einen Tag nach seiner Ankunft in Schweden, erschienen die Techniker des englischen Unternehmens und Owen bat daher seinen Auftraggeber ihm die Rückreise zu finanzieren. Noch bevor Owen jedoch das Geld bekam, erhielt er eine Anstellung in Stockholm und entschied sich in Schweden zu bleiben.

Für die schwedische Industriegeschichte sollte die Entscheidung Samuel Owens von größter Bedeutung sein, denn dieser leitete in Schweden die industrielle Revolution durch indem er in Stockholm die erste mechanische Werkstatt öffnete, die auch die Serienproduktion ermöglichte und die Herstellung von Geräten und Ziergegenständen aus Gusseisen revolutionierte. In diesem Zusammenhang erhielt Owen auch den Auftrag zahlreichen anderen Fabriken Schwedens beim Aufbau zu helfen und er schuf das erste Walzwerk des Landes. Auch wenn sich Samuel Owen dann auch noch als Erbauer von Schaufelraddampfern einen Namen machte, starb er am 15. Februar 1854 in relativ einfachen Verhältnissen in Stockholm, denn so bedeutend er auch als Techniker war, so wenig war er ein Geschäftsmann, der seine Erfindungen vermünzen konnte.


12. Mai 1496: Gustav Vasa, der berühmteste König Schwedens
12. Mai 1665: Magnus Stenbock stirbt in dänischer Haft
12. Mai 1831: Reichsmarschall Claes Adolph Fleming
12. Mai 1869: Albert Engström, Humor als Ausdrucksmöglichkeit
12. Mai 1936: Das Unglück auf dem Ormsjö in Lappland
12. Mai 1940: Lill Lindfors, 52 Jahre im Rampenlicht
12. Mai 1967: Der Kaknästornet in Stockholm
12. Mai 1968: Postleitzahlen in Schweden
12. Mai 1970: Nelly Sachs und die Gedichte zur Flucht des jüdischen Volkes
12. Mai 2005: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 31. Oktober 2011

Die Dampfmühle Eldkvarn in Stockholm brennt

Wenn man heute im Schwedischen den Ausdruck „inte sen Eldkvarn brann“ hört, was soviel heißt wie „es ist sehr lange her“, so erinnert dieses Idiom an den 31. Oktober 1878, als die Dampfmühle Eldkvarn in Stockholm niederbrannte. Die Feuerschwaden waren, nach Berichten der damaligen Zeitungen, von der ganzen Stadt aus zu sehen. Auch wenn das Gebäude und das Lager durch das Feuer vernichtet wurden, so konnte die Dampfmühle anschließend die Arbeit wieder aufnehmen und bis 1906 weiterhin angewendet werden.

Die Eldkvarn wurde im Jahre 1805 vom Erfinder und Physiker Abraham Niclas Edelcrantz gebaut, wobei der Antriebe von einer Dampfmaschine der Marke Boulton & Watt erfolgte. Als diese Dampfmühle erbaut wurde, erhielt sie den Namen Eldkvarn (Feuermühle), weil man Maschinen mit dieser Antriebsart „eld- och luftmachin“ (Feuer- und Luftmaschine) nannte. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Eldkvarn längst in Betrieb war, tauchte dann der Begriff „Ångkvarn“ (Dampfmühle) auf, eine weitaus korrektere Bezeichnung, die jedoch nie für die Eldkvarn angewendet wurde.

Die Mühle Eldkvarn war die erste Dampfmühle Schwedens und wie sich herausstellte, wurde der Brand im Jahre 1878 von einer Gaslampe, die auf den Boden fiel, entfacht. An die Mühle Eldkarn erinnert heute noch der Name des Stadtteils, aber auch eine Steintafel am Stockholmer Stadshuset, auf der der Brand abgebildet ist. Da das Stadshuset an der Stelle gebaut wurde wo früher die Dampfmühle lag, ist von dem historischen Bau leider nichts mehr zu sehen.

Auf der Seite „När Eldkvarn brann...” findet man einen Augenzeugenbericht zum Brand und ein weiteres Zeitdokument, das an den grossen Brand erinnert.

31. Oktober 2006: Der Umskalstunneln zwischen Schweden und Norwegen

Copyright: Herbert Kårlin