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Samstag, 30. Juli 2011

Ingmar Bergman macht schwedischen Film zum Exportschlager

Ingmar Bergman, der eigentlich Ernst Ingmar Bergman hieß, starb am 30. Juli 2007 im Alter von 89 Jahren auf der Insel Fårö, einer Insel im Nordosten Gotlands, die allein durch den legendären Filmer Schwedens seine heutige Bekanntheit erreichte. Die Insel mit rund 550 Bewohnern war seit den 60er Jahren die Heimat Bergmans und auf ihr drehte er auch mehrere seiner Filme.

Ingmar Bergman hatte während der Sommermonate eine andere wichtige Figur der schwedischen Geschichte als Nachbar, denn der Ministerpräsident Olof Palme verbrachte dreißig Jahre lang seine Ferien auf Fårö. Ingmar Bergman entdeckte den Charme der Insel während seiner Dreharbeiten von „Såsom i en spegel“ (Wie in einem Spiegel) im Jahre 1961, dem ersten Film, den er auf Fårö drehte.

Seine Faszination zu Fårö drückt sich auch in seinen Filmen „Persona“, „Skammen“ (Schande) und „En passion“ (Passion) aus, die er ebenfalls auf der Insel realisierte. Dort entstanden weiterhin zwei seiner Dokumentarfilmen und Teile seines Meisterwerkes „Scener ur ett äktenskap“ (Szenen einer Ehe).

Ingmar Bergman wurde auf dem Friedhof in Fårö begraben, wo sein Grabstein etwas abseits der anderen Gräber zu finden ist. Nach seinem Tode gründete Gotland auf Fårö die Bergman Stiftung zur Erinnerung an den großen schwedischen Künstler, die sich in den Gebäuden des Filmers befindet. Jedes Jahr veranstaltet die Stiftung eine Bergman-Woche mit Filmen, Vorträgen, Seminaren und Ausflügen zur Erinnerung an Ingmar Bergman.

30. Juli 1796: Nils Nordlander, ein Priester gründet die Stadt Skellefteå
30. Juli 1875: Karl Gustav Ossiannilsson, ein Literat der Widersprüche

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 14. Juli 2011

Ingmar Bergman, eine schwedische Legende

Am 14. Juli 1918 wurde Ernst Ingmar Bergman in Uppsala geboren, die vermutlich bekannteste Figur des kulturellen Schwedens. Ingmar Bergman, wie er allgemein genannt wurde, war Schriftsteller, arbeitete im Theater, schrieb zahlreiche Manuskripte und zählt zu den herausragendsten Regisseuren der Filmgeschichte. Nach seinem Tod am 30. Juli 2007 auf der Insel Fårö, wird sein Portrait ab 2014 auch einen der schwedischen Geldscheine zieren.

Bereits während seines Studiums an der Universität in Stockholm interessierte sich Ingmar Bergman für das Theater und begann sich überall in Stockholm als Regisseur von verschiedenen Stücken im Amateur- und Studentenkreis einen Namen zu machen. Seine Themen holte Bergman vor allem bei August Strindberg und Hjalmar Bergman. Nach seinem Studium begann Ingmar Bergman, unter Stina Bergman, als Manuskriptassistent in der schwedischen Filmstadt Solna zu arbeiten.

Ab den 60er Jahren, mit Ausnahme seines Aufenthalts in München, zog sich Ingmar Bergman mehr und mehr auf Fårö zurück, wo er auch mehrere seiner bekanntesten Filme, unter anderem Persona, drehte. Von 1976 bis 1981 lebte Bergmann überwiegend in München, aus Protest, weil ihm das schwedische Finanzamt Steuerhinterziehung vorwarf. Ingmar Bergman kehrte 1981 jedoch endgültig nach Schweden zurück um dort seinen Film Fanny und Alexander zu drehen.

Fanny och Alexander war der letzte Kinofilm Ingmar Bergmans und der erste, der auch vor den schwedischen Kritikern Gnade fand. Seine vorherigen Filme kamen vor allem in Deutschland an, da man dort nicht erkennen konnte, dass Bergman mit seinen Werken gegen die schwedische Strömung in der Kunst lief und Gesellschaftskritik in seinen Filmen abwesend war, eine absolute Forderung an die schwedische Kunst der 60er und 70er Jahre. Zum Erstaunen des Künstlers selbst wurde sein oberflächlichster Film dann im Heimatland als erster uneingeschränkt positiv bewertet.

14. Juli 1866: Der schwedische Architekt Ragnar Östberg 
14. Juli 1901: Folke, ein schwedischer Vorname am Aussterben

Copyright: Herbert Kårlin