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Freitag, 8. August 2014

Carl Peter Thunberg, ein Leben für die Botanik und die Medizin

Als Carl Peter Thunberg am 8. August 1828 in Gamla Uppsala starb, gehörte er zu den sehr wenigen Schweden, die die Möglichkeit gehabt hatten die Pflanzenwelt Japans zu erforschen und auch in Japan als Arzt tätig zu sein, wenn auch nicht in schwedischem Auftrag, sondern als Mitglied der Niederländischen Ostindienkompanie, da nur den Holländern erlaubt war japanischen Boden zu betreten. Ergebnis einer Reise nach Edo, dem heutigen Tokyo, war die erste Beschreibung der Pflanzenwelt Japans, die Thunberg unter dem Namen Flora Japonica veröffentlichte. Das Werk ist heute noch von grossem wissenschaftlichen Interesse, auch wenn der Botaniker vielen aus China importierten Pflanzen den Beinamen japonica gab und so manche von ihm als wildlebend bezeichnete Pflanze für japanische Gärten gezüchtet war.

Carl Peter Thunberg war am 11. November 1743 in Jönköping als Sohn eines Buchhalters zur Welt gekommen und hatte das Glück bei seinem Studium an der Universität Uppsala Student unter Carl von Linné zu werden. Auf Empfehlung Linnés hatte Thunberg nach Abschluss seines Grundstudiums die Möglichkeit seine Studien in Amsterdam und in Paris zu ergänzen, wobei sich Thunberg, insbesonder in Paris, auch der Medizin widmete. Auf Grund dieses doppelten Studiums hatte der Wissenschaftler auch die Möglichkeit als Chirurg bei der Niederländischen Ostindienkompanie arbeiten zu können und gleichzeitig für die Botanischen Gärten in Holland Pflanzen zu studieren und zu sammeln.

Während seiner Reisen besuchte Carl Peter Thunberg natürlich auch zahlreiche andere Länder und betrieb eine intensive Forschungsarbeit, aber da in den „freien“ Ländern auch zahlreiche andere Botaniker tätig waren, ist vor allem sein Aufenthalt in Japan bedeutend, was ihm sogar zum Beinahmen „Japans Linné“ verhalf. Seine Kenntnisse über die damalige japanische Pflanzenwelt und Medizin verdankte Thunberg vor allem der Tatsache, dass japanische Ärzte, die er traf, mehr über europäische Heilmethoden wissen wollten und dadruch ein breiter Gedanken- und Erfahrensaustausch stattfand. Als Carl Peter Thunberg 1779 nach neun Jahren nach Schweden zurückkehrte, war er von der Universität Uppsala als Nachfolger von Carl von Linné dem Jüngeren ausgewählt worden.


8. August: Krebspremiere und Krebsfeste in Schweden
8. August 1646: Johannes Rudbeckius und die erste Mädchenschule Schwedens
8. August 1807: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste
8. August 1973: Vilhelm Moberg und die schwedischen Auswanderer
8. August 1993: Eine JAS 39 Gripen stürzt in Stockholm ab

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. September 2013

Petrus, der dritte Erzbischof Schwedens

Nach Stefan und Johannes wurde Petrus im Jahre 1187 oder 1188 der dritte Erzbischof Schwedens mit Sitz in Gamla Uppsala, der damals christlichen Hauptstadt Schwedens. Wenn man dabei von Schweden spricht, so meint man natürlich die politische Situation jener Zeit, denn Lund gehörte zum dänischen Reich. Es war daher auch nicht verwunderlich, dass Petrus von Absalon Hvide in Lund zum Erzbischof  Schwedens geweiht wurde, dem nächstliegendsten Kirchenfürsten der Epoche, der als Erzbischof Skandinaviens betrachtet wurde.

Über den Erzbischof Petrus ist sehr wenig bekannt, was mit daran liegen kann, dass er in aller Eile zum Erzbischof ernannt werden musste, da sein Vorgänger bei der Verteidigung des Seeweges nach Gamla Uppsala getötet wurde. Da jedoch die Christianisierung um diese Zeit noch bei weitem nicht abgeschlossen war, benötigte man in Uppsala sehr schnell eine Person, die sowohl die Christianisierung vorantreiben konnte, zum anderen aber auch eine Verbindung zum Papst in Rom behielt und dafür sorgte, dass die kirchlichen Abgaben rechtzeitig bezahlt wurden.

Auch wenn Petrus nur etwa zehn Jahre lang das Amt eines schwedischen Bischofs einnahm, da er bereits am 18. September 1197 starb, waren vor allem die letzten Jahre im Amt eine Art kirchlicher Kampf zwischen Schweden und Dänemark, denn Petrus nahm sich die Freiheit selbstständig über Bischöfe und Priester in Schweden zu entscheiden und verweigerte dem dänischen Absalon die Gefolgschaft und fand sich auch nicht bei kanonischen Versammlungen ein zu denen der Däne Petrus zwingend einlud. Durch Briefe, die Absalon an den Papst richtete kann man einem Teil dieser Auseinandersetzung verfolgen ohne jedoch die Ergebnisse zu erfahren, vermutlich weil Petrus sehr früh starb.


18. September 1924: HSB und der schwedische Wohnungsmarkt
18. September 2008: Bekämpfung der Dyskalkulie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 8. Juni 2012

Die berühmteste Kathedrale Schwedens wird eingeweiht

Am 8 Juni 1435 wurde die vermutlich berühmteste Kathedrale Schwedens eingeweiht, die jedes Jahr von etwa einer halben Million Menschen besucht wird, wovon ein Teil auch nur wegen dem vergoldeten Schrein des schwedischen Königs Erich dem Heiligen kommt. Es handelt sich dabei um die Kathedrale von Uppsala. Die Kathedrale in Uppsala ist die größte, die je im Norden gebaut wurde und hat Sankt Erich, Sankt Olav und Sankt Laurentius als Schutzpatrone.

Die Kathedrale in Uppsala

Nachdem die romanische Kirche in Gamla Uppsala abgebrannt war, erlaubte der Papst eine Verlagerung des Bischofssitzes nach Uppsala, das damals noch Östra Aros hieß, und es konnte dort eine neue Kirche geplant werden. Der erste Plan der Kathedrale wurde bereits 1258 gezeichnet und knapp 20 Jahre später wurde dann der Grundstein gesetzt. Zur Errichtung des monumentalen Baus wurden Baumeister aus England, Frankreich und Deutschland gerufen, da es in Schweden niemanden gab, der ein so bedeutendes Gebäude bauen und auch noch den skandinavischen Verhältnissen anpassen konnte. Auf Grund mehrerer Machtkämpfe unter den damaligen Königen und der Pest konnte die Kathedrale jedoch erst im 15. Jahrhundert fertiggestellt und im Jahre 1435 eingeweiht werden.

Als jedoch im Jahre 1702 nahezu ganz Uppsala abbrannte, war auch die Kathedrale schwer betroffen. Bei der Restauration blieb zwar das Gebäude als solches erhalten, aber der ursprünglich gotische Stil wurde nahezu komplett zerstört. Bereits 1886 musste die Kathedrale dann erneut restauriert werden, wobei Helgo Zettervall, der Bauleiter, in diesem Fall wenig von Restauration hielt, sondern der Kathedrale seinen eigenen Stil geben wollte und deswegen große Teile der ursprünglichen Kathedrale abreißen ließ und heute deswegen nur noch wenige Teile aus der Gründungszeit der Kathedrale Uppsalas sichtbar sind.


8. Juni 793: Die Wikinger, der Beginn einer Geschichte 
8. Juni 1941: Alf Robertson, vom Seemann zum Sänger

Copyright: Herbert Kårlin