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Freitag, 26. September 2014

Die heutige schwedische Successionsordnung tritt in Kraft

Am 26. September 1810 trat in Schweden eine neue, vom damaligen Reichstag angenommene, Successionsordnung in Kraft, die noch heute in Kraft ist, auch wenn 1980 eine kleine Änderung der Thronfolge erfolgte, die es auch weiblichen Nachkommen des Königs ermöglichte die Krone zu erben. Die neue Ordnung der Thronfolge setzte nicht nur alle früheren Ordnungen außer Kraft, sondern war konkret auf den neuen König Karl XIV. Johan, geborener Jean Bernadotte, zugeschnitten, den ersten König Schwedens der Linie Bernadotte.

Mit der Seccessionsordnung von 1810 wurde dem Haus Bernadotte das dauernde Recht auf den schwedischen Thron zugesichert, aber es wurde ausgeschlossen, dass andere Verwandte des neuen Königs je einen Anspruch auf den Thron stellen konnten. Nach dem Tod von Prinz Bertil im Jahre 1997 hat daher nur noch die gerade Linie des Königs Carl XVI. Gustaf einen Anspruch auf den Thron. Dies bedeutet, dass in erster Linie Kronprinzessin Victoria den Thron besteigen wird und an zweiter Stelle ihre Tochter Estelle folgt. Nur wenn beide sterben sollten, so wird Prinz Carl Philip König. Die zweite Tochter von Kronprinzessin Victoria steht erst, nach Prinzessin Madeleine, an fünfter Stelle der Thronfolge.

Allerdings waren in der Successionsordnung von 1810 weitere Punkte zu finden, die noch heute gültig sind. Zum einen kann ein Mitglied des Königshauses nur dann den Thron besteigen wenn er oder sie dem protestantischen Glauben nach dem Augsburger Bekenntnis von 1593 folgt und eine Prinz oder eine Prinzessin benötigt zu einer Eheschließung mit einem bürgerlichen Partner die Zustimmung des Königs und des Parlamentes. Bei einer Eheschließung ohne diese Zustimmungen verlieren die Prinzessin oder der Prinz jedes Recht auf den Thron, eine Frage, die vor allem im Zusammenhang mit der Ehe von Prinzessin Madeleine aufkam, die im Grunde mit ihrer Ehe auf ihren Titel und die Erbfolge hätte verzichten müssen.


26. September 1748: König Karl XIII. von Schweden
26. September 1828: Nils Fredrik Sander und populärwissenschaftliche Mythologie
26. September 1832: Der Göta-Kanal, eine Verbindung zwischen Vänern und Vättern
26. September 1866: Carl Jonas Love Almqvist, ein Revolutionär zur falschen Zeit
26. September 1896: Aina Cederblom, schwedische Textilkünstlerin und Abenteurerin
26. September 1925: Ola Hansson, der schwedische Schriftsteller ohne Heimat
26. September 1956: Die Filmkrönikan im schwedischen Fernsehen
26. September 1978: Manne Siegbahn und der Nobelpreis in Physik
26. September 1982: Das erste Reagenzglasbaby Schwedens wird geboren

Copyright: Herbert Kårlin

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Mittwoch, 15. August 2012

Der Vorname Estelle und Prinzessin Estelle von Schweden

Auch wenn der Name Estelle in seiner Originalform Stella (der Stern) in Italien bereits im 10. Jahrhundert vorkam, im 11. Jahrhundert in Frankreich und im 14. Jahrhundert in Großbritannien nachgewiesen werden kann, wo mehrere Romanfiguren den Namen Stella erhielten, kam die französische Form des Namens erst im 19. Jahrhundert nach Schweden und gehört bisher  zu den sehr seltenen Namen des Landes, was sich auch am Namenstagskalender bemerkbar macht, denn während Stella bereits am 15. August 1901 dort auftauchte, wurde Estelle erstmals 1986 dort eingetragen, um 1993 wieder zu verschwinden und 2001 erneut aufgenommen zu werden.

Als der Name Stella im 10. Jahrhundert in Italien nachweislich auftauchte, so handelte es sich damals noch um einen Familiennamen. Ein Zweig dieser Familie wanderte im Jahre 1011 vom italienischen Neapel in das französische Toulon aus, wo die Familie dann die französische Linie bildete. Im Laufe der Jahrhunderte verwandelte sich der Name dann in das französische Estelle und ab Mitte des 19. Jahrhunderts verwandelte sich der Familienname Stella und Estelle in den Vornamen Estelle, der in Frankreich allerdings am 11. Mai im Namenstagskalender zu finden ist und nicht am 15. August.

Prinzessin Estelle erhielt diesen Vornamen allerdings nicht nach dem italienischen Geschlecht, sondern in Erinnerung an Estelle Romaine Bernadotte, die im Jahre 1904 in New York zur Welt kam und mit Folke Bernadotte, dem Taufpaten  des Königs Carl XVI. Gustafs, verheiratet war, der 1948 bei einem diplomatischen Auftrag in Jerusalem ermordet wurde. Folke Bernadotte ist insbesondere durch die sogenannten „Weißen Busse“ bekannt geworden. Da sowohl Estelle Bernadotte als auch Folke Bernadotte philanthropische Eigenschaften hatten, soll der Vorname Estelle daher auch auf den Ruf einer Wohltäterin anspielen.


15. August 1247: Sigtuna, die Dominikaner und die Mariakyrkan
15. August 1794: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze 

Copyright: Herbert Kårlin