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Samstag, 9. Juli 2016

Der gotländische Verein „Die badenden Freunde“

Am 9. Juli 1814 gründeten zehn Bewohner Visbys den allgemein nützlichen Verein De Badande Vännerna (Die Badenden Freunde), kurz DBW genannt, ein Verein, der vom ersten Tag an von größter Bedeutung für die Insel Gotland werden sollte, auch wenn die Aktivitäten sehr wenig mit dem Namen des Vereins zu tun hatten, denn dieser Name wurde lediglich gewählt, weil sich die Mitglieder verpflichteten einen Tag im Jahr gemeinsam im Meer zu baden. Heute besteht der Verein DBW aus rund 750 Männern, da nach den Statuten lediglich Männer aufgenommen werden können.

Die erste öffentliche Leistung des Vereins De Badande Vännerna war im Jahre 1815 die Gründung einer Volksschule in der zu Beginn zwölf Kinder armer Familien unterrichtet wurden, was jedoch dazu führte, dass der Verein 1823 ein Schulgebäude besaß in dem 120 Kinder unterrichtet wurden. Bis 1848 wurde die Schule vollständig vom DBW geführt. Bereits 1830 hatte der Verein auch ein Sparbank in Visby gegründet und 1855 legte die badenden Freunde auch den heute noch existierenden Botanischen Garten auf Gotland an, der zwar mittlerweile überwiegend von Gotland unterhalten wird, jedoch immer noch Zuschüsse des DBW erhält.

Wie schon der Name, so war auch die Finanzierung des Vereins auf eine sehr eigene Weise gelöst, denn zu Beginn mussten die Mitglieder des Vereins Strafe bezahlen wenn sie länger als zehn Minuten redeten, zu spät kamen, eine unangemessene Sprache hatten und wegen ähnlicher „Vergehen“. Erst später konnten sich De Badande Vännerna von Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanzieren. Nur wenige Besucher Gotlands kennen die badenden Freunde, obwohl der Verein auch heute noch eine wichtige Rolle für die Insel spielt, denn ihm verdankt man die Einrichtung des Kunstmuseums in Visby und der DBW vergibt jedes Jahr Stipendien an Forscher und herausragende Studenten der Hochschule auf Gotland.


9. Juli 1702: Die Schlacht bei Klissow und der schwedische Sieg
9. Juli 1766: Das Drottningholmsteatern in Stockholm
9. Juli 1768: Karl August wird unter Karl XIII. Kronprinz Schwedens
9. Juli 1790: Die Schlacht bei Svensksund oder bei Ruotsinsalmi
9. Juli 1836: Sophia von Nassau wird Königin Schwedens
9. Juli 1836: Sofia von Nassau wird Königin in Schweden
9. Juli 1865: Johan Henrik Thomander und die Kirchengeschichte Schwedens
9. Juli 1970: Elov Persson und Familie Kronblom
9. Juli 1992: Waldbrand bei Torsburgen auf Gotland

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Mai 2016

Der schwedische Künstler Tage E. Nilsson

Tage E. Nilsson wurde am 8. Mai 1918 in Limhamn in Skåne (Schonen) geboren und arbeitete als Klempner, bevor er sich, aus höherer Gewalt, der Kunst zuwandte. Als Nilsson auf dem Weg zum Krankenhaus war um sich impfen zu lassen, hatte er einen Unfall, der ihm die Fortführung seines Berufes unmöglich machte, und er entschied sich daher Künstler zu werden und besuchte mehrere private Malereischulen um sich gründlich auf den Beruf des Künstlers vorzubereiten. Wie die meisten akademischen Künstler Schwedens, machte auch der Nichtakademiker Nilsson einige Studienreisen nach Frankreich, Spanien und Griechenland um sich dort inspirieren zu lassen, jedoch jeweils für eine relativ kurze Zeit und auf eigene Kasse.

Auch wenn Tage E. Nilsson sehr bald von seiner Kunst leben konnte und heute in zahlreichen kleineren Museen vertreten ist, so gilt er mehr als lokaler Künstler, der ein halbes Jahr in Schonen malt und das andere halbe Jahr auf Öland arbeitet, was ihm geradezu den Ruf brachte einer der wichtigsten Maler Ölands zu sein, der das Licht der Insel ideal darzustellen vermag. Da Nilsson jedoch zu den realistischen Malern Schwedens gehört, der Landschaften so darstellt, wie er sie sieht, ist es ihm nicht möglich in die Gruppe der modernen Künstler einzutauchen.

Allerdings unterscheidet sich Tage E. Nilsson dennoch in einem wichtigen Punkt von anderen Künstlern, denn er fördert mit seinen Einnahmen andere Künstler. Nilsson schuf vier Stipendienfonds bei denen Nachwuchskünstler durch jährliche Preise in ihrer Arbeit ermuntert werden. Unter anderem kann ein Landschaftsmaler auf Öland ein Stipendium von 5000 Kronen erhalten und jedes Jahr kann ein Künstler in Limhamn sogar 20.000 Kronen aus einem vom Künstler geschaffenen Fond ausbezahlt bekommen.


8. Mai 1726: Die ersten Veterinäre Schwedens
8. Mai 1862: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandes
8. Mai 1943: Der schwedische Schauspieler Tomas von Brömssen
8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)
8. Mai 1998: Der Slottsträdgården (Schlossgarten) in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 30. September 2014

Der schwedische Musiker Roland Bengtsson

Roland Bengtsson wurde am 30. September 1916 in Stockholm geboren und gehört zu den vielseitigsten Musikern Schwedens, der nicht nur eine Vielzahl an Instrumenten beherrschte, sondern auch verstand ihnen jeden Ton zu entlocken. Diese Eigenschaft erlaubte es ihm sowohl klassische Musik zu komponieren und zu spielen als auch im Studio als Jazzmusiker, klassischer Gitarrist oder Lautenspieler zu arbeiten. Als Gitarrist wirkte Bengtsson auch oft in Filmen mit, aber er verweigerte auch nicht die Zusammenarbeit mit der Hauskapelle von Hylands hörna.

Roland Bengtsson hatte sich sehr früh für eine musikalische Karriere entschieden, wobei er sein Ziel dabei sehr hoch steckte. Gitarre studierte er beim spanischen Virtuosen Angel Iglesia, Kontrabass beim ersten Bassisten der schwedischen Hofkapelle und die Laute beim deutschen Lautenspieler Walter Gerwig. Den Aufenthalt bei Gerwig erlaubte ihm ein Stipendium des Königs Gustav VI. Adolf. Bengtsson war damit der erste Schwede, der für eine musikalische Leistung ein entsprechendes Stipendium erhielt.

Während Roland Bengtsson zu Beginn als freier Musiker jeden Auftrag akzeptierte, widmete er sich ab 1939 vor allem der Studioarbeit, bald auch dem Rundfunk, dem Film und dem Fernsehen. Den größten Erfolg hatte Bengtsson mit seiner Gitarrenimprovisation des mit dem Prix Italia ausgezeichneten Fernsehfilm Viggen Viggo. Als Bengtsson dann auch noch, gemeinsam mit William Clauson, beim Staatsfunk Sveriges Radio einen Gitarrenkurs präsentierte, war sein Name in ganz Schweden bekannt. Roland Bengtsson starb am 10. Juli 2005 im Alter von 88 Jahren in Farsta.


30. September 1782: Die Gustavianische Opern in Stockholm
30. September 1919: Ragnar Thoursie, ein Autor wider seinen Willen
30. September 1972: Die Ölandbrücke zwischen Småland und Öland
30. September 1984: Der schwedische Künstler Hilding Linnqvist
30. September 2002: Der schwedische Abenteurer Göran Kropp stürzt in den Tod

Copyright: Herbert Kårlin

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