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Sonntag, 8. Januar 2017

Der Orkan Gudrun bricht über Schweden los

Am 8. Januar 2005 zog über Südschweden ein Sturm, der zeitweise,, und vor allem in Blekinge, die Stärke eines Orkans zeigte. Der in Schweden Gudrun genannte Orkan hatte vom Deutschen Wetterdienst den Namen Erwin erhalten, wobei seine Stärke bereits vor Ankunft in Schweden berüchtigt war. Mehrere Brücken, darunter die Öresundbrücke, waren gesperrt worden, der Malmöer Flughafen stellte alle Flüge ein und viele Fähren mussten im Hafen liegen bleiben. Zudem wurde die Bevölkerung aufgefordert das Haus nicht zu verlassen, auch wenn viele die Warnung nicht hören wollten. Entsprechend hoch war die Anzahl der Verkehrsunfälle und der Toten.

Allerdings sollte Gudrun sich aggressiver zeigen als die Meteorologen voraussagten, denn in Varberg zerstörte der Sturm die gesamte Strandpromenade und schleuderte Kajaks bis zu 50 Meter ins Landesinnere. In der Nacht zum 9. Januar waren 415.000 Haushalte Schwedens ohne Strom und auf Grund gebrochener Leitungen mussten die Kraftwerke Ringhals und Barsebäck die Stromproduktion stoppen. In Westschweden wurden in dieser Nacht 75 Millionen Kubikmeter Wald vom Sturm zerstört, etwa die Menge, die sonst während eines ganzen Jahres geschlagen wird. Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster zeigte dort ein einziges Chaos, das vielen Bewohnern bis heute nicht aus dem Gedächtnis wich.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Stürmen, die früher über Schweden hereingebrochen waren, verursachte der Orkan Gudrun nicht nur kurzfristige Folgen, denn noch drei Wochen später hatten rund 10.000 Haushalte keinen Strom, etwa die gleiche Menge war auch ohne Telefon und Handy. Auf Grund der zahlreichen Bäume, die auf die Straßen des Landes gefallen waren, war der Zug- und der Busverkehr einen Monat lang gestört und letztendlich musste die Regierung auch noch alle Waldbesitzer auffordern die zerstörten Bäume vor dem 1. August 2006 aus ihrem Wald zu holen, da die Gefahr bestand dass sich der Borkenkäfer über enorme Flächen verbreite. Als Nebeneffekt war an vielen Stellen Südschwedens auch noch das Grundwasser verschlechtert und die Konzentration von Quecksilber war so hoch geworden dass das Tierleben davon beeinträchtigt war.


8. Januar 1810: Daniel Melanderhjelm, Astronom und Mathematiker
8. Januar 1864: Carl August Hagberg und die schwedische Literatur 
8. Januar 1917: Folgen des Ersten Weltkriegs in Schweden
8. Januar 1937: Der schwedische Theologe Olle Meurling stirbt in Spanien
8. Januar 1940: Briefzensur in Schweden
8. Januar 1994: Hans Asplund, der Architekt des Brutalismus
8. Januar 2005: Der Orkan Gudrun hinterlässt ein Chaos in Schweden
8. Januar 2007: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 13. Dezember 2016

Der Frieden von Stettin

Am 13. Dezember 1570 endete der siebenjährige nordische Krieg mit dem Frieden von Stettin, ein Krieg, der 1563 ausgebrochen war da Schweden seine Unabhängigkeit behalten wollte, die vom dänischen König Kristian III. bedroht schien. Dänemark war unzufrieden mit der Auflösung der Kalmarer Union und der dänische König hatte die drei Kronen, die das schwedische Reich repräsentierten, in sein eigenes Wappen aufgenommen, was von Schweden so interpretiert wurde dass Kristian III. Schweden angreifen wolle. Schweden war dem Angriff vorausgegangen und hatte daher 1563 Dänemark, Lübeck und Polen angegriffen.

Schweden hatte bei seinem Krieg natürlich auch den Hintergedanken Gotland und einige strategisch wichtigen Regionen Schwedens, die zu jener Zeit zu Dänemark gehörten, zurückerobern, unter anderem Skåne (Schonen) und das Halland. Als im September 1570 dann vom deutsch-römischen Kaiser Maximilian II. die Friedensverhandlungen in Stettin, im heutigen Polen, eingeleitet wurden, war allerdings kaum an entsprechende Forderungen zu denken, denn die Gegner hatten kaum Erfolge erzielt, jedoch starke Schäden erlitten und in Schweden war es zudem zu einem Regierungswechsel gekommen. Die Friedensverhandlung schien daher 1570 die einzige sinnvolle Lösung zu sein.

Wenn man beim Frieden von Stettin von einem Verlierer reden kann, so war dieser Verlierer Schweden, denn auch wenn die Grenzen erhalten blieben, die bereits vor Kriegsbeginn existierten, so durfte Dänemark  vorübergehend weiterhin die schwedischen drei Kronen in ihrem Wappen behalten, Schweden musste Dänemark für die Rückgabe des Schlosses Älvsborg bei Göteborg 150.000 Taler bezahlen und verlor zudem das Recht auf ein Handelsmonopol im Estland. Als kleinen Ausgleich erhielt Schweden lediglich die Zollfreiheit im Öresund, was jedoch sehr viele Vorteile mit sich brachte. Offiziell sollte Schweden auch 70.000 Taler Entschädigung an Lübeck bezahlen, was jedoch nie erfolgte.


13. Dezember 1533: König Erik XIV, der Nachfolger von Gustav Vasa
13. Dezember 1621: Katarina Stenbock und der schwedische König Gustav Vasa
13. Dezember 1638: Katarina Vasa und der Übergang in ein neues Königsgeschlecht
13. Dezember 1905: Der Schauspieler und Theaterdirektor Pierre Deland
13. Dezember 1810: Das Karolinska Institut in Solna bei Stockholm
13. Dezember 1881: Anders Österling, der Landschaftsdichter Skånes
13. Dezember 1927: Lucientag und Lucienfest in Schweden
13. Dezember 1939: Schweden bekommt eine Sammelregierung (samlingsregering)

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der Hallandsåstunnel in Schonen (Skåne)

Am 8. Dezember 2015 wurde der Hallandsåstunnel offiziell eingeweiht und eine Woche später verkehrten dann auch die ersten Züge in den beiden 8,7 Kilometer langen Tunnelröhren, die gegenwärtig den längsten Eisenbahntunnel Schwedens ausmachen. Den Namen erhielt der Tunnel nach dem Höhenzug Hallandsåsen, der gewissermaßen die Trennungslinie zwischen den beiden Regionen Halland und Skåne ausmacht. Da diese Hügelkette bis zu 226 Meter hoch ist, war vor dem Bau des Tunnels der Eisenbahnverkehr entlang der Südwestküste Schwedens relativ problematisch und nur über einen Umweg möglich.

Von einem Tunnel durch den Hallandsåsen sprach man bereits 1975, auch wenn es dann zehn Jahre dauern sollte bis das Projekt erstmals auf den Schreibtischen der Regionalpolitikern lag. Bereits 1990 wusste man dass dieses Projekt mit einigen Problemen für die Umwelt verbunden war, aber man war überzeugt davon die Probleme zu meistern und als die Regierung dann ein Jahr später den Bau als notwendig betrachtete, gab es kein zurück. Ab 1992 waren die Bauarbeiter an ihrem Arbeitsplatz, im Gedanken, dass die Arbeit am Tunnel fünf Jahre dauern sollte und nicht einmal eine Milliarde Kronen kosten sollte, eine Annahme, die sich bald als Illusion herausstellen sollte.

Sehr bald reihte sich dann ein Problem an das andere, denn der eingesetzte Bohrer war für den Tunnel ungeeignet und man musste eine Spezialbohrer beschaffen und einsetzten, Zement konnte die Wasserlecks nicht dichten und die Spezialmasse aus Frankreich, die man anschließend als Dichtungsmasse verwendete, zeigte sich extrem giftig und führte zu einem gigantischen Fischsterben. Das Grundwasser der Höfe auf der Anhöhe senkte sich und brachte Probleme, die bis heute nicht vollständig beseitigt werden konnten. Auch an fünf Jahren Bauzeit war nicht zu denken, sondern sie wurde um 18 Jahre überschritten, bei Kosten die über zehnmal so hoch lagen als ursprünglich geplant.


8. Dezember 1625: Kristina von Holstein-Gottorp wird in Schweden Königin
8. Dezember 1626: Kristina von Schweden, die widerspenstige Königin
8. Dezember 1808: Elias Sehlstedt, der der Poet der Schären vor Stockholm
8. Dezember 1818: Johan Gottlieb Gahn, der uneigennützige Chemiker
8. Dezember 1860: Otto Zeidlitz, ein Pionier des Esperanto
8. Dezember 1907: Oscar II. und die Industrialisierung Schwedens
8. Dezember 1912: Die Kirche in Kiruna, die schönste Kirche Schwedens
8. Dezember 1972: Tony Olssons Weg zum Verbrecher

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 11. Oktober 2016

Der Landschaftsmaler Gustaf Rydberg

Als Gustaf Rydberg am 11. Oktober 1933 in Malmö starb, hatte er sich weitgehend von der offiziellen Kunstszene Schwedens getrennt und ging dennoch als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler Skånes (Schonen) in die Kunstgeschichte ein. Einige der bedeutendsten Gemälde des sehr aktiven Künstlers findet man heute im Nationalmuseum in Stockholm und vor allem im Kunstmuseum Malmö, dem er 1929 eine große Anzahl seiner Gemälde schenkte. Seinen Erfolg und seinen Ruf verdankte Rydberg gerade der Tatsache, dass er sich von keiner Kunstrichtung beeinflussen ließ und seine Motive in der Natur, insbesondere an Wasserläufen, suchte

Gustaf Rydberg kam am 13. September 1835 als Sohn eines Postdirektors in Malmö zur Welt und wuchs daher in einem gehobenen bürgerlichen Milieu auf. Sehr früh zeigte sich dass Rydberg sehr wenig für das Lernen übrig hatte, sondern mehr von Pinseln und Farbe angezogen wurde. Die Folge davon war, dass seine Eltern dann dafür sorgten dass der späteres Künstler ab seinem 12. Lebensjahr Privatlektionen im Zeichnen erhielt und sie ihm mit 17 Jahren ein Kunststudium in Kopenhagen ermöglichten. Als Rydberg nach Schweden zurückkehrte, schrieb er sich 1857 an der Kunstakademie in Stockholm ein, und vollendete seine Studien schließlich in Düsseldorf, wo Rydberg zwischen 1859 und 1864 lebte.

Seine Wanderjahre, die den Künstler auch nach Paris, Belgien und Holland führten, beendete Gustaf Rydberg 1875 in Stockholm, wo er eine längere Zeit in den offiziellen Künstlerkreisen der schwedischen Hauptstadt verkehrte, ohne sich jedoch jemals dabei wohl zu fühlen. In diesen Jahren entwickelte sich Rydberg zu einem der ersten Freilichtmalern Schwedens, was zu bedeutenden Spannungen mit anderen Künstlern führte, die überwiegend die traditionelle Malerei des Landes vertraten. 1897 verließ daher Rydberg die etablierten Künstlerkreise und ging nach Skåne, wo er bis zu seinem Tod aktiv blieb. Als Rydberg 85 Jahre alt war, hatte er als Künstler bereits einen so guten Ruf gewonnen dass die Kunstakademie in Stockholm zu Ehren seines Geburtstags eine Jubiläumsausstellung organisierte in der nicht weniger als 260 Werke des Künstlers zu sehen waren.


11. Oktober 1816: Der Schauspieler und Theaterdirektor Edvard Stjernström
11. Oktober 1858: Der schwedische Künstler Nils Kreuger
11. Oktober 1862: Der schwedische Künstler Alf Wallander
11. Oktober 1891: Skansen in Stockholm, Tierpark und Museumsdorf
11. Oktober 1948: Göran Rosenberg und die Freiheit der Juden
11. Oktober 1996: Radiostation in Grimeton unter Denkmalschutz

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 20. September 2016

Der Wanderweg KullaRulla für Ältere und Behinderte

KullaRulla ist eine Teilstrecke des sogenannten Kullaleden, der wiederum ein Teil des Skåneleden SL 5 ist, eines Wanderwegs auf dem man große Teile der Region Skåne (Schonen) zu Fuß entdecken kann. Der Wanderweg KullaRulla wurde am 20. September 2014 eingeweiht und hat die Besonderheit dass die 30 Kilometer lange Strecke über keine besonderen Steigungen verfügt und daher auch von Rollstuhlfahrern und älteren Personen problemlos benutzt werden kann und man entlang des Weges auch für diese Gruppe angepasste Rastplätze und Toiletten findet.

Natürlich kann man den KullaRulla nicht an einem einzigen Tag zurücklegen, sondern man kann entweder nur kleinere Teile des Wanderwegs benutzen, oder aber den vier Etappen folgen, zumal die längste der Etappen nur 9,4 Kilometer lang ist und man entlang der Strecke auch mehrere Unterkünfte findet, die auch für die Benutzer von Rollstühlen geeignet sind. Vom KullaRulla aus kann man auch einige der Sehenswürdigkeiten bewundern, die nur von sehr ausdauernden Wanderern besucht werden können, aber allein der Blick auf die Anhöhen ist bereits die eigene Mühe wert.

Der gut ausgeschilderte KullaRulla beginnt am Hauptbahnhof in Mölle, dem Ort, der vor 100 Jahren einer der bekanntesten Badeorte Schwedens war, was sich noch heute an einigen der Bauten zeigt. Der Weg führt durch die verschiedensten Kulturlandschaften Skånes und ist an vielen Stellen nur wenige Meter vom Meer entfernt. Neben den Naturerlebnissen streift, oder rollt, man auch durch eine Gegend, die sich mit der Töpferei einen Namen machte und noch heute zahlreiche Künstler anzieht. Und wenn man den KullaRulla zur warmen Zeit des Jahres nimmt, so sollte man auch eine Pause beim Revier der Störche einlegen, die in Schweden fast nur noch in Skåne vorkommen.


20. September 1396: Beschluss in Nyköping verändert die schwedische Regierung
20. September 1685: Die Admiralskirche Ulrica Pia in Karlskrona
20. September 1776: Großbrände in Gävle
20. September 1816: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache
20. September 1862: Ernest Florman, der erste Filmer Schwedens
20. September 1879: Victor David Sjöström, der Stern des schwedischen Stummfilms
20. September 1937: Monica Zetterlund, ein Leben im Rampenlicht und im Schatten
20. September 1974: Olle Hedberg, der Autor, der seine Vergangenheit verbrannte

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Freitag, 9. September 2016

Kullens fyr, der stärkste Leuchtturm Schwedens

Der Leuchtturm Kullens fyr geht mindestens bis zum Jahre 1561 zurück und gilt damit als der älteste Leuchtturm Schwedens, zumindest der Vorgänger des heutigen Leuchtturms, der am 9. September 1900 erstmals sein Licht über das Meer streifen ließ. Aber mit dem Kullens fyr sind noch mehr Superlative verbunden, denn es handelt sich auch um den höchst gelegenen Leuchtturm Schwedens und es handelt sich um den lichtstärksten fyr des Landes, wobei der Granitturm als solches selbst noch 15 Meter hoch ist und 78,5 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Der Kullens fyr ist mit seinen rund 300.000 Besuchern jeden Sommer der vermutlich meist besuchte Leuchtturm Schwedens, eingebettet in das Naturschutzgebiet Kullaberg im nordwestlichen Skåne (Schonen). Mit seiner abwechslungsreichen Natur und den 20 Grotten ist natürlich nicht nur der Leuchtturm das Ziel der Besucher, sondern viele verbringen hier einen ganzen Tag, der oft im Informationszentrum Naturum, das direkt neben dem Leuchtturm liegt, beginnt, allerdings immer darauf bedacht Kinder unter Aufsicht zu halten, da der Hügel teilweise abrupt in die Tiefe geht und selbst die Wanderwege nicht alle als „sicher“ gelten.

Der Kullens fyr, an dessen Stelle möglicherweise bereits im 13 Jahrhundert ein Leuchtfeuer entzündet wurde, markiert, gemeinsam mit dem dänischen Nakkehoved fyr, die Einfahrt vom Kattegatt in den Öresund. Auch wenn der Leuchtturm Kullens fyr heute in Schweden liegt, so sollte man dabei nicht vergessen, dass diese Stelle erst 1658, mit dem Frieden von Roskilde, nach Schweden kam und der erste Leuchtturm an dieser Stelle noch zu Dänemark gehörte, das von hier aus den gesamten Öresund bewachen konnte und jede Passage mit Zöllen belegt. Schiffe, die diese Abgaben vermeiden wollten, konnten sich daher nur Richtung Göteborg halten wenn sie Schweden erreichen wollten.


9. September 1000: Die Seeschlacht bei Svolder, der bekannteste Kampf der Wikinger
9. September 1566: Der schwedische Admiral Klas Horn
9. September 1721: Henrik af Chapman macht den Schiffsbau zur Wissenschaft
9. September 1861: Der Innere Hafen ändert die Zukunft Karlstads 
9. September 1912: Marianne Zetterström, die Autorin der wenigen Worte
9. September 1922: Arvid Nordquist, eine Erfolgsgeschichte Schwedens
9. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
9. September 1962: Liza Marklund zwischen Politik und Kriminalroman
9. September 1962: Liza Marklund und die Revolte gegen die Buchlandschaft
9. September 1986: Die schwedische Liga der Maskierten
9. September 2003: Brita af Geijerstam, von Nalle Puh zu Liebesgedichten 

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 20. Juni 2016

Erik Magnusson, auch Erik XII. von Schweden genannt

Selbst nach seinem Tod am 20. Juni 1359 machte Erik Magnusson, der auch als Erik XII. (Erich XII.) von Schweden bekannt ist, noch Geschichte, denn seine Gegner verbreiteten nach seinem Tode dass sowohl der König, als auch seine wenig später verstorbene Ehefrau, Beatrix von Bayern, von seiner Mutter, Blanka von Namur, vergiftet worden sei. Als die Ehefrau starb, wurde noch nach ihrem Tod ein Sohn des Königspaares per Kaiserschnitt geboren, der jedoch auch nur wenige Stunden lebte. Auch wenn diese Aussagen vermutlich erfunden waren, so konnte nie das Gegenteil bewiesen werden.

Erik Magnusson war 1939 als Sohn des Königs Magnus Eriksson zur Welt gekommen, der aus unbekannten Gründen seinem erstgeborenen Sohn die Thronfolge als König von Norwegen verweigerte und seinen Sohn Erik lediglich als Thronfolger für Schweden einsetzte, eine Entscheidung, die zukünftige Probleme garantierte. Die Folgen der Entscheidung zeigten sich bereits gegen 1350, als Erik Magnusson sich mit der Opposition seines Vater, zusammentat und als sichtbarer Führer der Revolution auftrat, obwohl man als tatsächlichen revolutionären Führer Nils Turesson Bielke rechnet.

1956 war Magnus Eriksson gezwungen seinem Sohn große Teile Südschwedens abzutreten und  Erik Magnusson konnte sich bald darauf selbst als König dieses Reiches , zu dem Skåne, Halland und Blekinge gehörten, erklären. Magnus Eriksson ging daraufhin eine Verbindung mit Valdemar Atterdag ein und überfiel 1359 Skåne, musste jedoch feststellen, dass Atterdag ihn verraten hatte und sich bereits aus Skåne zurückgezogen hatte. Es blieb nur noch eine Versöhnung zwischen Vater und Sohn, der wiederum dadurch noch bis zu seinem Tod über Skåne regieren konnte. Auf Grund des Todes von Erik Magnusson, den aufkommenden Gerüchten und dem Streben Atterdags Skåne im dänischen Reich zu integrieren, konnte sich Magnus Eriksson dann allerdings nur noch etwa ein Jahr in Skåne halten, dann ging diese Region an Dänemark über und Atterdag wurde König über dieses südschwedische Reich.


20. Juni 1566: Sigismund, ein König nicht wie die anderen
20. Juni 1792: Nils Adam Bielke, ein Getreuer des Königshauses
20. Juni 1810: Lynchmord an Axel von Fersen in Schweden
20. Juni 1818: Königin Charlotta und Herzogin vom Södermanland
20. Juni 1944: Suzanne Osten, Frauenbewegung in Theater und Film
20. Juni 1961: Die schwedische Punkrockerin Kajsa Grytt

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 18. Juni 2016

Die Malmö Museen im Schloss Malmöhus

Die Geschichte der Malmö Museen beginnt im Grunde bereits im Jahre 1841, als auf Initiative von Lorenz Bager das Malmö Museum gegründet wurde, das damals jedoch überwiegend ein naturhistorisches Museum im klassischen Stil war. Das private Museum Malmös dehnte sich aus und zog deshalb auch mehrmals um und richtete im Laufe der Jahre Abteilung für die Kulturgeschichte, die Kunst und das Kunsthandwerk ein. Als dieses Museum über eine beträchtliche Sammlung verfügte, wurde es 1891 von der Stadt Malmö aufgekauft. Am 12. November 1901 wurde das Malmö Museum dann im älteren Teil der heutigen Stadtbibliothek eingeweiht, und auf Grund der verschiedensten Einkäufe waren die Räume bereits 1907 erneut zu klein.

Dieses Mal war die Suche nach größeren Räumen ein Problem und als 1914 das Schloss Malmöhus seine Aufgabe als Gefängnis verlor, entstand der Plan das Museum in das historische Gebäude zu verlagern. Um dies zu ermöglichen, musste man das Schloss vollkommen restaurieren und entlang des Burggrabens auch einige zusätzliche Gebäude errichten. Die Arbeiten waren so umfangreich, dass das neue Museumsgebäude erst am 18. Juni 1937 eingeweiht werden konnte. Mit Ausnahme einiger Monate im Frühjahr und Sommer 1945 blieben dies Räume bis heute Museumsräume. Lediglich von Mai bis September 1945 wurde das Museum geräumt um Platz für Juden, die die Konzentrationslager überlebt hatten, zu schaffen.

Die Struktur und Organisation der Malmö Museen änderten sich im Laufe der Jahre mehrmals. Wenn man heute von den Malmö Museer spricht, so meint an das Kunstmuseum, das Seefahrtmuseum, das Technische Museum, das Aquarium, das städtische Museum und einige kleinere Museen, wobei sich das Zentrum dieser Museen weiterhin im Schloss Malmöhus befindet. Gemeinsam mit dem Museum Kulturen in Lund und dem Regionalmuseum in Kristianstad, bilden die Malmö Museen ein gemeinsames Regionalmuseum Skånes, wobei jedoch jedes davon  auf seine eigene Umgebung begrenzt ist, also diese also nicht zwangsweise zur gleichen Zeit besucht werden müssen.


18. Juni 1754: Anna Maria Lenngren, Frauenbewegung und Bourgeoisie
18. Juni 1796: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes
18. Juni 1796: Nils Lovén, der schreibende Priester Skånes
18. Juni 1827: Der schwedischen Sängerprinz Gustaf Oscar
18. Juni 1870: Der schwedische Astronom Nils Haqvin Selander
18. Juni 1947: Die Örebro-Ausstellung: Handwerk und Kleinindustrie
18. Juni 1954: Der schwedische Sänger Magnus Uggla
18. Juni 2003: Die verschwundene DC-3 und die Catalinaaffäre

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 8. Mai 2016

Der schwedische Künstler Tage E. Nilsson

Tage E. Nilsson wurde am 8. Mai 1918 in Limhamn in Skåne (Schonen) geboren und arbeitete als Klempner, bevor er sich, aus höherer Gewalt, der Kunst zuwandte. Als Nilsson auf dem Weg zum Krankenhaus war um sich impfen zu lassen, hatte er einen Unfall, der ihm die Fortführung seines Berufes unmöglich machte, und er entschied sich daher Künstler zu werden und besuchte mehrere private Malereischulen um sich gründlich auf den Beruf des Künstlers vorzubereiten. Wie die meisten akademischen Künstler Schwedens, machte auch der Nichtakademiker Nilsson einige Studienreisen nach Frankreich, Spanien und Griechenland um sich dort inspirieren zu lassen, jedoch jeweils für eine relativ kurze Zeit und auf eigene Kasse.

Auch wenn Tage E. Nilsson sehr bald von seiner Kunst leben konnte und heute in zahlreichen kleineren Museen vertreten ist, so gilt er mehr als lokaler Künstler, der ein halbes Jahr in Schonen malt und das andere halbe Jahr auf Öland arbeitet, was ihm geradezu den Ruf brachte einer der wichtigsten Maler Ölands zu sein, der das Licht der Insel ideal darzustellen vermag. Da Nilsson jedoch zu den realistischen Malern Schwedens gehört, der Landschaften so darstellt, wie er sie sieht, ist es ihm nicht möglich in die Gruppe der modernen Künstler einzutauchen.

Allerdings unterscheidet sich Tage E. Nilsson dennoch in einem wichtigen Punkt von anderen Künstlern, denn er fördert mit seinen Einnahmen andere Künstler. Nilsson schuf vier Stipendienfonds bei denen Nachwuchskünstler durch jährliche Preise in ihrer Arbeit ermuntert werden. Unter anderem kann ein Landschaftsmaler auf Öland ein Stipendium von 5000 Kronen erhalten und jedes Jahr kann ein Künstler in Limhamn sogar 20.000 Kronen aus einem vom Künstler geschaffenen Fond ausbezahlt bekommen.


8. Mai 1726: Die ersten Veterinäre Schwedens
8. Mai 1862: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandes
8. Mai 1943: Der schwedische Schauspieler Tomas von Brömssen
8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)
8. Mai 1998: Der Slottsträdgården (Schlossgarten) in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 1. Februar 2016

Generalgouverneur Johan Christopher Toll

Johan Christopher Toll kam am 1. Februar 1743 als Sohn einer Oberleutnants und einer Freiherrin in Möllaröd in Skåne (Schonen) zur Welt und meldete sich 1758 als Freiwilliger für den Feldzug nach Pommern. Nur sechs Jahre später verließ Toll jedoch den Militärdienst ohne einen Grad erreicht zu haben und widmete sich vor allem dem Rechtswesen. Aber auch in diesem Bereich hatte Toll anfangs nur sehr wenig Erfolg, da er politisch auf der „falschen“ Seite stand. Diese Situation änderte sich erst mit der Revolution in Skåne im Jahre 1772.

Als treuer Anhänger des Königs Gustav III. gelang es Johan Christopher Toll auf etwas ungeklärte Weise die Revolution in Skåne in Gang zu setzen bevor die königlichen Truppen unter Jacob Magnus Sprengtporten, die sich zu jener Zeit in Finnland aufhielten, vor Ort sein konnten. Dieses Mal war das Glück auf den Seiten von Toll, denn die Revolution des Königs glückte auch ohne diese Hilfe. Das Ergebnis davon war, dass Toll in den Adelsstand aufgenommen wurde und vom König zum Rittmeister ernannt wurde. Damit ging die Karriere Tolls direkt nach oben und schon 1780 hatte er den Rang eines Oberst erreicht.

Auch wenn Johan Christopher Toll nicht immer der Meinung des jeweiligen Königs war und sich viele Feinde gemacht hatte, gelang es ihm sowohl während des Krieges gegen Napoleon seine Führungs- und Planungseigenschaften zu beweisen, wodurch er das Wohlwollen von Gustav IV. Adolf gewann und für die Verwaltung ganz Skånes zuständig wurde. Selbst nach einem kurzen Fall nach einer Revolution und der Regierungsreform des Jahres 1809 schien Toll unentbehrlich zu sein und war sehr schnell wieder in einer führenden Position. Selbst Kronprinz Karl Johan, der Troll gegenüber anfangs sehr misstrauisch war, schätzte bald die nüchterne Einschätzung der jeweiligen politischen Situation, die Johan Christopher Troll zeigte.

Copyright: Herbert Kårlin

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Sonntag, 25. Oktober 2015

Das Einkaufszentrum Emporia in Malmö

Als am 25. Oktober 2012 das Einkaufszentrum Emporia in Malmö eingeweiht wurde, gelang es der drittgrößten Stadt Schwedens das ständige Rekordstreben zum größten Kaufhaus des Landes, das sonst immer zwischen Göteborg und Stockholm ausgetragen wird, zumindest für einige Zeit, zu seinen Gunsten zu entscheiden, denn Emporia bietet den Besuchern 93.000 Quadratmeter Shoppingcenter mit rund 200 Geschäften, Cafés und Restaurants. Allerdings waren auch die Baukosten, die auch Parkplätze und Wohnhäuser beinhalten, nicht zu vernachlässigen, denn die Rechnung belief sich auf rund zwei Milliarden Kronen.


Der Rekord von Emporia liegt allerdings nicht nur in seiner Größe, sondern auch in der Gesamtkonzeption, denn jede der vier Etagen wurde anders gestaltet und Ton- und Beleuchtungskünstler sorgten für eine einzigartige Atmosphäre in diesem Einkaufszentrum, das zudem relativ zentral gelegen und auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen ist. Emporia gilt zur Zeit auch als das internationalste Shoppingcenter Schwedens, das, neben den Geschäften, auch über rund 30 Cafés und Restaurants verfügt und damit einen kulinarischen Ausflug zu den Spezialitäten verschiedener Länder ermöglicht.


Auch architektonisch hat Emporia einiges zu bieten, denn nicht nur, dass es über das Umweltzertifikat BREEAM verfügt, auch die Gestaltung der gefärbten Glasfassaden und der Anwendung von sehr viel Glas im Innenren des Baus gibt dem Gebäude einen futuristischen Eindruck, der kaum auf die Bestimmung des Baus hinweist. Eine besondere Attraktion ist jedoch der Dachpark in der Größe von vier Fußballfeldern. Der 27.000 Quadratmeter große Park bietet verschiedene Biotope und erlaubt einen Ausflug in die ökologische Vielfalt Skånes (Schonen). Selbst die Belüftungsanlage wird hier unter bewachsenen Hügeln versteckt und lässt vergessen, dass sich unter den Füssen des Besuchers ein Einkaufszentrum befindet. Dass man von hier aus nicht nur einen Gesamtblick über Malmö findet, sondern auch die Öresundbrücke im Blickfeld liegt, ist geradezu selbstverständlich.


25. Oktober 1916: Die letzte Schleuse in Trollhättan wird eingeweiht
25. Oktober 1954: Marika Stiernstedt und die Abwendung von der Aristokratie
25. Oktober 1980: Die Grünen Schwedens werden gegründet
25. Oktober 2003: Der schwedische Jazzmusiker Bengan Wittström
25. Oktober 2003: Fredrik Reinfeldt, Ministerpräsident Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 16. Oktober 2015

Ängelholm erhält die Stadtrechte

Am 16. Oktober 1516 verlieh der dänische König Kristian II. Engelholm (heute Ängelholm) in Skåne (Schonen) die Stadtrechte, verbunden damit, dass Båstad seine Stadtrechte verlor und die Bewohner von Lundertun in die neu gegründete Stadt ziehen mussten. Ziel davon war ein weiteres Handelszentrum an der Küste zu schaffen, auch wenn dieses Bestreben nur von kurzer Dauer war, da Kristian III. im Jahre 1547 die Stadtrechte zurückzog und die wohlhabenden Bürger der Stadt zwang in das befestigte Landskrona zu ziehen. Die neue Stadt ging daher zurück zum Status eines Köping von relativ geringer Bedeutung.

200 Jahre lang sollte Ängelholm eine kleinere Ansiedlung mit einigen kleinen Händlern und Handwerker bleiben und sowohl im Siebenjährigen Nordischen Krieg, während der Krieges von Gustaf Horn und auch während des Schonischen Krieges in die Auseinandersetzungen zwischen Schweden und Dänemark geraten. Noch 1678 brannten die Dänen Ängelholm bis auf drei Häuser und die Kirche ab und das Abholzen des Strandstreifens führte letztendlich noch dazu, dass selbst die Landwirtschaft brach lag und der Sand immer mehr Überhand gewann. Erst 1730 bewilligte der schwedische Reichstag dann Ängelholm Gelder um den Sand zu bändigen und die Bewachsung des Küstenstreifens wieder zu ermöglichen.

Der letzte Schlag vor dem Neubeginn Ängelholms kam im Jahre 1740, als ein neuer Brand große Teile des Ortes vernichtete. In dieser Zeit kam jedoch ein Händler namens Frick nach Ängelholm, der dort bei der Entwicklung einer neuen Stadt helfen sollte. Frick ließ sich von Ängelholm verführen und blieb nicht nur Bürger des Ortes, sondern errichtete dort auch eine Tabakspinnerei. Nun kamen auch andere größere Händler und Industrielle um aus dem vergessenen Ort wieder einen blühenden Handels- und Industrieort zu machen. Im Jahre 1767 hatte sich Ängelholm dann so weit erholt, dass dem Ort erneut die Stadtrechte verliehen wurde.


16. Oktober 1820: Gillis Bildt als Ministerpräsident Schwedens
16. Oktober 1901: Erste schwedische Antarktisexpedition
16. Oktober 1946: Die schwedische Hofdame Ebba Munck af Fulkila
16. Oktober 1946: Ulf Ivar Nilsson und die gezeichnete Gesellschaftskritik
16. Oktober 1955: Eine Volksabstimmung zur Frage des Rechtsverkehrs
16. Oktober 1983: Die schwedische Sängerin Loreen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 24. März 2015

Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)

Am 24. März 1979 gründete Carl P. Herslow die schwedische regional aktive Skånepartiet (Schonenpartei), die bereits zwei Jahre vorher als politische Bewegung gegründet worden war. Herslow, der noch heute der Parteivorsitze ist, setzte von Beginn an auf private lokale Radiostationen über die er die Bewohner Skånes direkt erreichen konnte. Diese Idee zeigte sich extrem erfolgreich, denn bereits bei den Wahlen des Jahres 1985 zog die Partei mit mehreren Mandaten im Stadtrat Malmös ein und setzte damit, nach 66 Jahren an der Macht, der sozialdemokratischen Regierung der Stadt ein Ende. Auch wenn die Skånepartiet 1985 Malmö nicht allein regieren konnte, so kam es dennoch zu einer Rechtswendung der Stadt bei der die Ideen der Partei einen gewissen Einfluss zeigten.

Die Grundgedanken der Skånepartiet waren von Beginn an vor allem drei Punkte, die noch heute eine Leitlinie der Partei sind. Der wichtigste Punkt ist die Unabhängigkeit Skånes als eigenes Land, was später zeitweise abgemindert wurde und zur Frage der regionalen Autonomie wurde. Der zweite Grundpfeiler ist eine restriktive Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik und der dritte Punkt besteht darin den Islam aus ganz Skåne zu verbannen. Als Nebenpunkt kam noch die Forderung hinzu das Radio- und Fernsehmonopol in Skåne abzuschaffen. Allein diese Forderungen reichten aus um fünf Mandate der Regionalregierung zu erringen und in mehrere Stadträte der Region einzuziehen.

Als 1988 die Sverigedemokraterna die meisten Punkte der Skånepartei übernahmen, die Forderungen einer Republik Skåne jedoch ablegten, verlor die Skånepartiet ihre nationalistische Vormachtsstellung in Skåne, was allerdings auch damit zusammenhing, dass die Sverigedemokraterna auf nationaler Ebene arbeiteten und ihre Arbeit nicht auf Skåne beschränkten. Heute wird die Skånepartiet von den Wählern kaum noch beachtet und bei den letzten Wahlen im Jahre 2014 erreichte sie gerade einmal eine Wählerunterstützung von 0,6 Prozent, auch wenn sich die Partei mittlerweile auch stark für eine Mitgliedschaft Schwedens in der Nato macht und fordert, dass die beiden Reaktoren des Kernkraftwerks Barsebäcks, das 2005 endgültig abgeschaltet wurde, wieder gestartet werden um den Strompreis in Skåne zu verbilligen.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins 
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere 
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte 
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose 
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden 
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

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Sonntag, 1. März 2015

Der schwedische Künstler Johan Albin Johansson

Johan Albin Johansson kam am 1. März 1879 als Sohn eines Bäckers in Lund auf die Welt, war jedoch bereits in frühen Jahr mehr von der Kunst als vom Backen angezogen. Nach der Grundschule machte Johansson daher eine Ausbildung als Dekorationsmaler und legte seine Gesellenprüfung mit so großem Erfolg ab, dass er dafür ein dreijähriges Reisestipendium verliehen begann, das letztendlich über die gesamte Zukunft des Malers entscheiden sollte, denn auf diese Weise konnte er Kunst in Berlin, München, Straßburg, Paris und anderen Städten studieren und sich vom Dekorationsmaler in einen freien Künstler verwandeln.

Während sich Johan Albin Johansson in den ersten Jahren an Details in seinen Malereien festhielt, entwickelte sich seine Kunst im Laufe seiner Reisen, einer Kunst, der man in seinen Gemälden nahezu folgen kann. Bei seinen Aufenthalten in Deutschland näherte Johansson sich dem deutschen Impressionismus um später in Frankreich über Paul Cézanne und Edvard Munch zu einem sehr persönlichen Expressionismus zu finden. Nach einem Aufenthalt in Italien wich Johansson dann von den kräftigen Farben ab und fand mit einer reichen, jedoch weichen, Farbskala seine wahre Stärke als Künstler, die er während seines späteren Schaffens beibehält.

Ab den 20er Jahren und mit der Gruppe „de 12“, entwickelte sich Johan Albin Johansson zu einem der bedeutendsten modernen Maler Skånes, auch wenn seine Werke, neben Paris, Venedig oder Brüssel, vor allem in Deutschland ausgestellt wurden, wo seine Landschaftsbilder aus Skåne sehr gefragt waren, da es dem Künstler auch im Expressionismus noch gelang die Landschaft hervortreten zu lassen und dem Betrachter eine Stimmung näher bringen konnte. Die Gemälde Johanssons, der am 6. Mai 1951 in seiner Heimatstadt Lund starb, findet man heute in allen größeren Kunstmuseen des Landes, unter anderem im Nationalmuseum in Stockholm und im Kunstmuseum in Göteborg, auch wenn die letzte komplettere Ausstellung seiner Werke mittlerweile in die 80er Jahre zurückreicht.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung von Uppsala 
1. März 1638: Die erste schwedische Kolonie in Amerika 
1. März 1884: Der schwedische Schauspieler Harry Bergvall 
1. März 1914: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg 
1. März 1929: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt

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Donnerstag, 1. Januar 2015

Eslöv in Skåne wird zur Stadt erhoben

Auch wenn die Kleinstadt Eslöv in Skåne bereits im 12. Jahrhundert von Erzbischof Eskil schriftlich erwähnt wurde, so blieb der Ort durch die Nähe von Lund und Malmö über Jahrhunderte hinweg ohne größere Bedeutung und zu Beginn des 19. Jahrhunderts fand man dort gerade einmal 15 landwirtschaftliche Güter. Diese Situation sollte sich jedoch ab dem 4. Oktober 1858 nahezu schlagartig ändern, denn an diesem Tag kam die Eisenbahnlinie Södra Stambanan in Eslöv an.

Vermutlich hätte auch dieses Ereignis nur kleinere Verbesserungen für Eslöv gebracht, wenn nicht bereits geplant gewesen wäre die Eisenbahnlinie bis Landskrona, Helsingborg und Ystad zu verlängern, denn dadurch wurde Eslöv ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der bis Ende des 19. Jahrhunderts noch mehr Bedeutung bekommen sollte und mit weiteren Städten Südschwedens verbunden wurde. Bereits gegen 1858 hatten sich daher Eisenbahnarbeiter und Ingenieure in Eslöv angesiedelt und in den folgenden 20 Jahren kamen Kaufleute hinzu und die erste Industrie ließ sich in Eslöv nieder.

Diese Entwicklung führte wiederum dazu dass Eslöv bereits 1875 ein regelrechtes Handelszentrum war und damit auch die Marktrechte verliehen bekam. Der Handelsort zog nun weitere Kaufleute und Handwerker an so dass sich Eslöv um die Jahrtausendwende bereits in eine Stadt verwandelt hatte, mit allen seinen Vor- und Nachteilen. Es sollte dann nur noch bis zum 1. Januar 1911 dauern bis Eslöv auch die Stadtrechte verliehen bekam. Als sich dann  auch eine Essigfabrik niederließ, Herbert Felix dort seine Gurkenfabrik aufmachte und die Åkermans Werkstatt entstand, wurde Eslöv zu einer der wichtigsten Handelsstädte Schwedens, die lediglich durch die beiden Weltkriege diese Spitzenstellung wieder verlor und erneut zum Kleinstadtleben zurückkehrte.


1. Januar 1516: Margareta Eriksdotter Leijonhufvud, Königin Schwedens
1. Januar 1747: Henrik Gahn, einer der bekanntesten Ärzte Schwedens
1. Januar 1842: Der schwedische Sprachforscher Knut Fredrik Söderwall
1. Januar 1879: Schweden führt die Normalzeit ein
1. Januar 1929: Cordelia Edvardson und das überlebte Auschwitz
1. Januar 1931: Hjalmar Bergman und die fiktive Stadt Wadköping
1. Januar 1993: Das schwedische Parlament unterschreibt den Europavertrag
1. Januar 2000: Die schwedische Kirche wird vom Staat getrennt

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Montag, 8. September 2014

Der Bau der ersten Autobahn Schwedens

Nach einer zweijährigen Bautätigkeit weihte Prinz Bertil am 8. September 1953 die erste Autobahn Schwedens ein, die insgesamt allerdings nur 17 Kilometer lang war und die Stadt Malmö mit Lund verband. Das schwedische Bauunternehmen Skånska hatte die Autobahn nach deutschem Vorbild in Beton gebaut, dem Material, das man um diese Zeit für das am besten geeignete Material für Schnellstraßen hielt und sich dort während des Zweiten Weltkrieges bereits bewährt hatte.

Als man in Schweden nach einem Namen für diese Schnellstraße suchte, so griff man allerdings nicht zum deutschen Wort „Autobahn“, sondern entschied sich für das italienische Wort autostrada, das später dann zum schwedischen motorväg wurde, in Skåne (Schonen) allerdings von einem Teil der Bevölkerung noch heute als autostrada bezeichnet wird.. Immer noch unterscheidet sich diese Teilstrecke der E22 in mehreren Punkten von den modernen Autobahnen des Landes, auch wenn sich die meisten der Autofahrer kaum Gedanken darüber machen.

Zum einen handelt es sich bei dieser ältesten Autobahn Schwedens um ein Teilstück, das vollkommen gerade verläuft, ohne die geringste Kurve und ohne jede Steigung, und zum anderen kann man an der Architektur der Brücken erkennen, dass diese Autobahn für den Linksverkehr konstruiert wurden, der damals in Schweden üblich war. Weiterhin fällt auf, dass die Spuren in beide Richtungen lediglich durch eine relativ dünne Betonbarriere getrennt ist, die allerdings erst später hinzukam und ohne Sicherheitsbereich erbaut wurde. Historisch gesehen ist zudem interessant, dass rund 100 Jahre vor der Eröffnung der Autobahn zwischen Malmö und Lund die beiden Städte auch durch die erste Chaussee des Landes verbunden wurden. Erst vier Jahre nachdem Prinz Bertil diese Autobahn eingeweiht hatte, wurde nordöstlich von Stockholm dann auch die zweite Autobahn des Landes für den Verkehr geöffnet.


8. September 801: Sankt Ansgar im schwedischen Birka
8. September 1771: Die Königlich Schwedische Musikakademie
8. September 1790: Johan Henrik Hästesko wird in Stockholm hingerichtet
8. September 1841: Carl Snoilsky und die kulturelle Revolution Schwedens
8. September 1930: Mads Edvin Rydman, Poet und Filmschauspieler
8. September 1960: Jussi Björling, ein schwedischer Hofsänger
8. September 1962: Wir Kinder aus Bullerbü - Alla vi barn i Bullerbyn
8. September 1966: Carola gewinnt beim Eurovision Song Contest in Rom
8. September 1994: Umeå stellt alle Stadtbusse auf Ethanol um

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Dienstag, 2. September 2014

Der Beginn des Schonischen Krieges

Auch wenn die Ursache des Schonischen Krieges darauf beruhte, dass Dänemark die beim Frieden von Roskilde im Jahre 1658 abgetretenen Gebiete von Schweden zurückerobern wollte, so kam es nur deswegen zu diesem Krieg, weil Magnus Gabriel de la Gardie, als Vormund von König Karl XI., eine Militärallianz mit Frankreich eingegangen war und deswegen gezwungen war in einen nahezu europaweiten Krieg einzugreifen, den Frankreich mit den Niederlanden begonnen hatte. Die schwedische Armee hatte bei diesen Auseinandersetzungen bedeutende Schwächen gezeigt, die Dänemark wiederum davon überzeugten, dass das mächtige Schweden nicht unbesiegbar ist.

Am 2. September 1675 erklärte daher Dänemark Schweden den Krieg und hatte, unter anderem auch dank holländischer Hilfe, sehr bald Pommern und Bremen eingenommen sowie die Dominanz über die Ostsee gewonnen. Schweden war auf keinerlei Verteidigungskrieg vorbereitet, da es sich bei den vorhergehenden Kriegen immer um Angriffskriege handelte, hatte jedoch plötzlich Skåne, Blekinge, Halland und das Bohuslän zu verteidigen. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Ländern sollten bis 1676 fortsetzen, denn erst mit der Schlacht bei Lund am 4. Dezember 1676 errang Karl XI. den entscheidenden Sieg, bei dem allerdings auf beiden Seiten die Hälfte aller Soldaten umgekommen waren.

Als es dann am 23. August 1679 zum Frieden in Fontainebleau zwischen Dänemark und Schweden kam, war Schweden wirtschaftlich dem Ruin nahe, denn der Schuldenberg des Landes war immens und ganz Skåne musste neu aufgebaut werden. Gleichzeitig war während des Schonischen Krieges auch deutlich geworden, dass das militärische System Schwedens geändert werden musste und nicht mehr willkürlich Bauern und Knechte zwangseingezogen werden konnten, sondern neben dem Berufsheer auch Soldaten nötig waren, die auf einen Krieg vorbereitet waren und bei längeren Auseinandersetzungen nicht Haus und Hof verloren, die während der Abwesenheit niemand bewirtschaften konnte.


2. September 1807: Fredrika Charlotta Runeberg, die erste Journalistin Finnland
2. September 1854: Die Bomarsunds Festung auf Åland
2. September 1889: Die Probleme des schwedischen Künstlers Isaac Grünewald
2. September 1925: Gunnar Nilson, in Jazzkreisen bekannt als Siljabloo
2. September 1932: Johan August Gustafsson, der Bauern-Skultör aus Öland
2. September 2013: Oktoberfestbier in der schwedischen Systembolaget 

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Sonntag, 17. August 2014

Die Schlacht bei Halmstad (Schlacht bei Fyllebro)

Die Schlacht bei Halmstad, auch als Schlacht bei Fyllebro bezeichnet, am 17. August 1676 gilt als die entscheidende Schlacht während des Schonischen Krieges zwischen Schweden und Dänemark. In der Tat handelte es sich auch um den letzten Kampf, der im Halland zwischen den beiden Ländern ausgetragen wurde. Obwohl die Schlacht bei Halmstadt keine bedeutende militärische Leistung war und den Skånska Kriget (Schonischer Krieg) nicht beendete, so gab der Sieg dem schwedischen Heer ein bedeutendes Selbstvertrauen, das teilweise auch für die kommenden Erfolge verantwortlich war.

Die Situation der Schweden war noch kurz vor der Schlacht bei Halmstad problematisch, da nicht nur Dänemark im Halland kämpfte, sondern auch Norwegen Göteborg angegriffen hatte und sich im Grunde mit den Dänen vereinen wollte um Schweden endgültig den Zugang zum Meer zu verwehren. Nur kurz zuvor hatte Karl XI. zudem eine Niederlage bei Öland erlebt, der Dänemark die Vormacht über die Ostsee gegeben hatte. Gleichzeitig waren die Dänen auch in Skåne am Vormarsch und die schwedischen Truppen mussten sich immer weiter zurückziehen. Die Moral der Soldaten lag daher nahezu am Boden als ein neuer Kampf auf sie wartete.

Die Schlacht bei Halmstad entschied sich im Grunde bereits beim ersten Angriff der Schweden, denn die dänischen Führer überschätzten die schwedischen Stärken und wählten daher statt dem Angriff eine Verteidigungsstellung. Nur deswegen konnte Schweden auf die Verstärkung warten und griff erst dann tatsächlich an als sie in der Übermacht waren. Erneut beurteilten die Dänen die Lage falsch, denn natürlich hatten ihre Späher mittlerweile erkannt, dass die ursprüngliche Kavallerie relativ klein war. Als daher der dänische Befehlshaber Duncan letztendlich doch zum Angriff überging, kam die von Schween erwartete Verstärkung und Schweden konnte das dänische Heer nun zurücktreiben. Als dann auch die Hilfe der Norweger ausblieb, konnte sich Dänemark an dieser Front nur geschlagen geben.


17. August 1473: Nya Lödöse, ein Vorläufer der Stadt Göteborg
17. August 1801: Fredrika Bremer, ein Pionier der schwedischen Frauenbewegung
17. August 1850: Siri von Essen, die stärkste Frau Strindbergs
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Kinderbücher aus Nordschweden
17. August 1908: Laura Fitinghoff, Literatur gegen Schundliteratur
17. August 1995: Der Mord an John Hron bewegt Schweden

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Dienstag, 14. Januar 2014

Waldemar Bülow, Verleger und Politiker

Waldemar Bülow wurde am 14. Januar 1864 in Lund geboren und war durch seinen Vater, der ebenfalls Verleger war, in der Welt der Presse und der Information aufgewachsen. Mit dem Abschluss der Reifeprüfung im Jahre 1886 begann er in der Folkets tidning als Redakteur zu arbeiten und bereits fünf Jahre später übernahm er die Zeitung des Vaters. So nebenbei hatte Bülow noch an der Universität in Lund studiert, auch wenn ihm dabei die Studentenorganisationen wichtiger waren als die tatsächliche Ausbildung.

Waldemar Bülow, der für seine Zeit sehr fortschrittlich war, begnügte sich jedoch nicht mit der Herausgabe der Folkets tidning, sondern verband seine Tätigkeit gleichzeitig mit einer politischen Karriere und einem starkem Engagement im Kulturleben Lunds, wobei er sich politisch vor allem für das Schicksal von Waisenkindern und ein besseres Schulwesen einsetzte und in sämtlichen Komitees zur Veränderung des Wahlrechts aktiv war. Während seiner Zeit und dank seines starken Einsatzes verbesserte sich die Situation von Kindern in Skåne bedeutend.

Neben seinen beruflichen Aktivitäten zeigte sich Waldemar Bülow zusätzlich als Naturfreund und Naturschützer, wobei es ihm hierbei auch gelang Teile Skånes zum Naturschutzgebiet zu machen. Selbstverständlich half ihm dabei sein politischer Einfluss und seine Artikel in der Folkets tidning. Auch wenn das Hauptinteresse Bülows in der Natur den Pilzen galt, über die er auch ein verständliches und bebildertes Nachschlagewerk veröffentlichte, so versuchte er durch regelmäßige und einfach geschriebene Artikel seine Leser allgemein an die Natur heranzuführen und ihr Interesse dafür zu wecken. Waldemar Bülow starb am 30. Mai 1934 in seiner Heimatstadt Lund.


14. Januar 1794: Erik Sjöberg und der Kampf gegen die literarischen Schulen
14. Januar 1814: Der Kieler Frieden einigt Schweden und Norwegen
14. Januar 1912: Ein Kreuzer für Kriegszwecke aus privaten Mitteln 
14. Januar 1928: Lars Forssell und die Nachkriegsliteratur Schwedens 
14. Januar 1963: Ingmar Bergman wird Chef des Dramaten in Stockholm
14. Januar 2006: Der Mord an einem Jungen bringt ein neues Gesetz 
14. Januar 2011: Sun Axelsson, die Welt der Diktaturen und der Bekenntnisroman

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