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Mittwoch, 15. April 2015

Gustav II. Adolf gründet die Stadt Sala

Auch wenn Gustav II. Adolf vor allem für die Gründung seiner befestigen Küstenstädte bekannt ist, so verlieh er am 15. April 1624 auch der unbefestigten Stadt Sala die Stadtrechte. Die Ursache dafür waren natürlich die Silberfunde und der Kapitalbedarf des Königs, denn der Polnische Krieg forderte hohe Summen und der bereits geplante Eingriff in den 30-jährigen Krieg sollte noch höhere Kosten verursachen. Die Silbervorkommen in Sala waren daher für den König von größter Bedeutung, zumal die Bergwerke dort bereits sehr gut ausgebaut waren.

Die Stadtgründung sollte allerdings auch bedeutende Änderungen für Sala mit sich bringen, denn wie schon in Göteborg, so hatte Gustav II. Adolf seine eigenen Ideen über die Lage der Stadt und er zwang alle Bewohner des vorherigen Grubendorfes in das heutige Sala umzuziehen und ließ die früheren Gebäude abreißen. Gleichzeitig holte der König Spezialisten aus Deutschland, die den Bergbau modernisierten sollten und er legte ein Wassersystem mit Seen an, die Gruben und Hütten mit der notwendigen Wasserenergie versorgen konnten. Die Spuren dieser Zeit sind noch heute in Sala zu sehen, auch wenn die Wohnhäuser nahezu alle den Bränden zum Opfer fielen.

Um den Abbau des Silbers so rentabel wie möglich zu machen, übernahm Gustav II. Adolf auch die Arbeitspolitik des vorhergehenden Jahrhunderts und führte daher das System des sogenannten Bergsfriden fort, was bedeutete, dass nicht nur Kriegsgefangen zur Arbeit in den Schächten herangezogen wurden, sondern Strafgefangene Asyl in Sala erhielten, was jedoch bedeutete, dass diese unter der Aufsicht von Knechten standen und ihr Leben lang im Bergwerk arbeiten mussten, was jedoch viele Straftäter den sonst  üblichen Strafen der Zeit vorzogen. Straftäter durften jedoch das Grubengebiet nie verlassen und konnten auch in keinem anderem Bergwerk eine Arbeit suchen.


15. April 1659: Der Befehlshaber Adam Ludwig Lewenhaupt
15. April 1931: Tomas Tranströmer und die Renaissance der klassischen Versform 
15. April 1931: Die Lyrik des Tomas Tranströmer 
15. April 1942: Erik Femström, als Sänger bekannt unter dem Namen Jerry Williams 
15. April 1942: Ludvig Nordström und das Paradies in Nordschweden 
15. April 1990: Greta Garbo, von der Friseuse zum Weltstar

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 1. März 2011

Die erste schwedische Kolonie in Amerika

Am 1. März 1638 legten die ersten beide Schiffe mit schwedischen Auswanderern in Nordamerika an. Die Auswanderer, die mit der Kalmar nyckel und der Fågel Grip über den Atlantik segelten, legten dort am Delta des Delawareflusses, etwas südlich des heutigen Philadelphia, die Kolonie ”Neuschweden” (Nya Sverige) an. Die Verhandlungen mit dem Indianerstamm Lenape, dem damals das Land gehörte, dauerten nur knapp einen Monat, bevor die schwedischen Auswanderer dann am 29. März 1638 eine größere Fläche an Land von den Indianern kaufen konnten.

Die Bildung von Nya Sverige verursachte mehrere Probleme, denn zum einen war es Schweden unmöglich einen regelmässigen Schiffverkehr aufrecht zu halten, zum anderen hatte sich Schweden die Holländer zu Feinden gemacht, die in der Nachbarschaft eine bedeutende Kolonie aufrecht hielten, und zum Dritten war Schweden um diese Zeit sehr dünn besiedelt und suchte eher Immigranten als Emigranten.

Letzteres Problem wurde dadurch gelöst, dass man nur sehr wenigen interessierten Schweden die Genehmigung zu einer Ansiedlung in der neuen Kolonie erlaubte, zum anderen schickte man vor allem Strafgefangene, nicht erwünschte Ausländer und andere Gruppen an Personen nach Nya Sverige, die sich zudem verpflichten mussten sich dort mindestens für fünf Jahre niederzulassen.

Aus verschiedenen, unter anderem auch ökonomischen Problemen, bestand diese Kolonie Schwedens nur von 1638 bis 1655, zumal Schweden nicht in der Lage war regelmäßige Expeditionen nach Nya Sverige zu schicken. Diesen Umstand nutzte die holländische Westindien-Kompanie, die sich etwas nördlich von Neuschweden befand, und verleibte die schwedische Kolonie 1655 in die holländische Kolonie ein. Über das Schicksal der schwedischen Auswanderer, die sich dort in dieser Zeit eine Existenz aufgebaut hatten, ist kaum etwas bekannt.


1. März 1593: Die Kirchen-Versammlung (Kyrkomöte) von Uppsala
1. März 1836: Die Lehrerin und Schriftstellerin Charlotte Lindholm
1. März 1879: Der schwedische Künstler Johan Albin Johansson
1. März 1884: Der schwedische Schauspieler Harry Bergvall
1. März 1900: Ernst Alm, der Sieger des ersten Wasalaufs im Jahre 1922
1. März 1914: Tor Aulin, der Lehrer von August Strindberg
1. März 1918: Else Fisher, Regisseurin, Tänzerin und Schauspielerin
1. März 1929: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt
1. März 1937: Lebenslängliche Haft für den Spion Stig Bergling

Copyright: Herbert Kårlin