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Montag, 11. Januar 2016

Der schwedische Schauspieler Sven Wollter

Sven Wollter kam am 11. Januar 1934 als Sohn eines Journalisten in Göteborg zur Welt und entschied sich bereits als Jugendlicher für eine Karriere als Schauspieler, denn mit 19 Jahren begann Wollter eine vierjährige Schauspielausbildung am Göteborger Stadttheater um jedoch anschließend erst an mehreren verschiedenen Theatern Schwedens engagiert zu werden. Erst 1967 kehrte Wollter dann an das Stadttheater in Göteborg zurück um diesem bis 1983 treu zu bleiben. Nach einigen Jahren im Volkstheater in Gävleborg wechselte Wollter 1986 letztendlich zum Stadttheater Stockholm.

Bekannt wurde Sven Wollter 1976 in einer Hauptrolle der Fernsehserie Raskens, die auf den gleichnamigen Roman von Vilhelm Moberg baute und zeitweise bis zu fünf Millionen Schweden vor den Bildschirm zog. Es folgten mehrere sehr erfolgreiche Filme, zumal Wollter in der Lage war sich in jede Rolle zu versetzen und als dementer Komponist Martin ebenso überzeugte als als Kommissar Van Veeteren. Auch wenn Wollter auch auf der Bühne ein bedeutendes Publikum anziehen konnte, so verdankt er seine Bekanntheit vor allem seinen Filmrollen.

Sven Wollter, der trotz seiner 88 Jahre, bis heute aktiv ist, war jedoch nicht nur auf der Bühne, im Film und auch als Radiomoderator aktiv, sondern bereits 1989 gab er eine LP mit Liedern von Leonard Cohen und Tom Waits heraus, und 2009 folgte ein weiteres Album, dieses Mal mit ausschließlich politischen Texten von Dan Berglund, Bertolt Brecht und Joe Hill, die auch der politischen Überzeugung des Schauspielers entsprechen, der sich sein ganzes Leben lang extrem links einstufte und als überzeugter Pazifist gilt. Wollter gehört jedoch zu den wenigen Schauspielern Schwedens, dem diese extreme persönliche Einstellung beruflich keinerlei Nachteile brachte.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 10. Juli 2014

Viran Rydkvist und das schwedische Theater

Als Viran Rydkvist am 10. Juli 1942 in Stockholm starb, verschwand eine Künstlerin von der Vilhelm Moberg einst sagte, dass sie zu den wenigen ehrlichen Theaterdirektoren Schwedens gehöre denen er im Laufe seines Lebens begegnete. Rydkvist hatte einen bedeutenden Einfluss auf das Theatergeschehen Schwedens ab 1921, da sie dazu verhalf das Lustspiel und Revuen dem klassischen Theater gleichzustellen, sich damit allerdings an die Arbeiter und Bürger ohne höhere Bildung wandte. Zu Beginn der 30er Jahre gehörte die Schauspielerin und Theaterdirektorin auch zu jener Gruppe, die in Schweden den Begriff Buskteater schuf, das noch heute im Sommer in ganz Schweden kulturelles Vergnügen auf Freilichtbühnen bietet.

Viran Rydkvist war am 1. Dezember 1879 unter dem Namen Elvira Rydkvist in einer Schauspielerfamilie aufgewachsen und stand daher bereits mit zehn Jahren erstmals auf der Bühne des Stockholmer Volkstheaters. Dort wurde die Schauspielerin 1897 auch von Albert Ranft entdeckt, der die junge Künstlerin unmittelbar für eine seiner reisenden Truppen engagierte. Bereits zwei Jahre später bekam Rydkvist von Ranft dann einen Vertrag am Stora Teatern in Göteborg, wechselte anschließend jedoch mehrmals die Bühnen in Göteborg und Stockholm, wobei die Schauspielerin ab den 30er Jahren, neben ihrer Arbeit als Theaterdirektorin, auch in einigen Revuen des legendären Karl Gerhard auftrat und zwischen 1932 und 1952 in 29 Filmen mitwirkte.

Auch wenn Viran Rydkvist als Theaterdirektorin eine hervorragende Arbeit leistete, insbesondere auch in dem Punkt, dass sie allen ihren Schauspielern die Bedeutung einer deutlichen Aussprache und einer guten Intonation vermittelte, stand sie ab 1930 immer häufiger selbst auf der Bühne und wurde dabei in Göteborg bei den Sommertheatern eine Publikumsattraktion. 1935 gab Rydkvist jedoch ihre Arbeit als Direktorin ganz auf, zog nach Stockholm um und nahm nur noch gezielt Schauspielrollen an, ohne sich jedoch irgendwo fest engagieren zu lassen.


10. Juli 1862: Die finnlandschwedische Künstlerin Helene Schjerfbeck
10. Juli 1877: Die erste Straßenbahn rollt auf Schwedens Straßen 
10. Juli 1894: Elov Persson und Familie Kronblom 
10. Juli 1970: Der Weg der schwedischen Sängerin Helen Sjöholm

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 8. Mai 2014

Der schwedische Schauspieler Tomas von Brömssen

Tomas von Brömssen wurde am 8. Mai 1943 in Göteborg geboren und wollte bereits sehr früh Schauspieler werden. Als er sich jedoch 1965 bei der Schauspielschule in Göteborg bewarb, wurde er abgelehnt. Von Brömssen gab jedoch nicht auf, bewarb sich im Folgejahr in Malmö, und wurde dort angenommen. Als er drei Jahre später seine Ausbildung beendet hatte, blieb er für einige Jahre in Malmö, spielte im Ung Teatern und bekam auch einige Nebenrollen in Fernsehproduktionen.


Im Jahre 1973 kehrte Tomas von Brömssen dann jedoch zurück nach Göteborg, wurde ein Jahr später am Stadttheater angestellt und ab 1978 am Volkstheater der Stadt. Die Rückkehr nach Göteborg sollte von Brömssen allerdings auch den Erfolg bringen, denn als 1976 der Schauspieler Lennart Lundh bei der TV-Serie Albert & Herbert absprang, stieg Tomas von Brömssen ein und spielte den Sohn eines Schrotthändlers, der wiederum von von Sten-Åke Cederhök gespielt wurde. Beide Schauspieler wurden in ihren Rollen nahezu zu Nationalhelden und von Brömssen war in kurzer Zeit im ganzen Land bekannt.

In den Folgejahren arbeitete Tomas von Brömssen am Volkstheater, akzeptierte Rollen in Fernsehfilmen und stand mit Cederhök und Sonya Hedenbratt in Liseberg auf der Bühne, einem Ort, an dem der Schauspieler auch seine erste eigene Revue im Jahre 1990 präsentierte. Zwei Jahre lang war Tomas Revue im Lisebergsteatern ausverkauft, bevor die Revue nach Stockholm und nach Oslo ging. Von Brömssen steht auch heute noch auf der Bühne in Göteborg und spielt, geradezu als Hobby, Saxophon in der Göteborger Gruppe Majornas Trede Rot.


8. Mai 1220: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens 
8. Mai 1726: Die ersten Veterinäre Schwedens 
8. Mai 1862: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandet 
8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)
8. Mai 1998: Der Slottsträdgården (Schlossgarten) in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin