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Samstag, 10. Dezember 2016

Der Regisseur und Theaterdirektor Gösta Folke

Gösta Folke kam am 10. Dezember 1913 in Stockholm zur Welt und begann ein Theologiestudium an der Universität Uppsala um Priester zu werden. Sehr schnell wurde Folke jedoch vom Studententheater der Universität angezogen und entwickelte sich in seiner Freizeit zum Schauspieler. Als dann Rune Lindström, eine Studienfreund aus Uppsala, ihn 1941 bat sein Bauerntheater Himlaspelet in Leksand, änderte sich für Folke alles. Das Stück hatte so großen Erfolg, dass Alf Sjöberg aus dem Theaterstück einen Film machen wollte und Folke bat sein Regieassistent zu werden. Ab diesem Zeitpunkt dachte Gösta Folke nicht mehr an Theologie, sondern widmete sich ganz dem Theater und dem Film.

Auch wenn Gösta Folke sich in erster Linie vom Theater angezogen fühlte, arbeitete er in den 40er Jahren vor allem als Filmregisseur, da während der Kriegszeit ein Mangel an ausländischen Filmen herrschte und man nahezu verzweifelt nach Filmregisseuren suchte. Bei Ödemarksprästen wurde Folke dann erstmals als leitender Regisseur beschäftigt, einem Drama, das in der Bergwelt Schwedens spielt und religiöse und wirtschaftliche Macht im Zentrum hat. Die Regie Folkes zeichnete sich bereits bei diesem Film dadurch aus dass er auch im Film der Logik des Theaters folgte und die Szenen entsprechend aufbaute, ohne jedoch dem Film eine neue Linie zu bieten, was in jener Zeit jedoch einen sicheren Erfolg bei den Zuschauern garantierte.

Im Jahre 1947 wurde Gösta Folke Regisseur am Stadttheater in Malmö, was ihm ermöglichte parallel an der Bühne und im Film zu arbeiten. Nachdem Folke mehrere Filme verwirklicht hatte und an den wichtigsten Bühnen Schwedens gearbeitet hatte, wurde er 1951 zum Direktor des neu gegründeten Upsala Stadsteater ernannt, einer Aufgabe, die er bis 1957 nachkam. Nach seiner Erfolgsinszenierung von My Fair Lady im Oscarsteatern in Stockholm, kehrte Gösta Folke 1960 als Direktor an das Stadttheater Malmö zurück, das er von Grund auf neu aufbauen musste, da sein Vorgänger, Ingmar Bergman, die bedeutendsten Schauspieler mit nach Stockholm genommen hatte und Folke nicht die gleiche Einstellung zum Theater hatte wie Bergman. Unter Folke erlebte das Malmöer Stadttheater einen bedeutenden Aufschwung, denn Folke bot ein extrem breites Repertoire, das von der Operette bis zum zeitnahen Drama reichte und damit ein sehr breites Publikum anzog.


10. Dezember 1748: Johan Adam Tingstadius, ein Bischof als Orientalist 
10. Dezember 1787: Der Naturwissenschaftler Conrad Quensel
10. Dezember 1896: Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits
10. Dezember 1898: Emil Kléen, der dekadente Poet des 19. Jahrhunderts
10. Dezember 1900: Die letzte Hinrichtung in Västerås
10. Dezember 1901: Der Nobeltag (Nobeldagen) in Schweden
10. Dezember 1909: Selma Lagerlöf erhält den Nobelpreis der Literatur
10. Dezember 1981: Nelly Sachs und die Gedichte zur Flucht des jüdischen Volkes
10. Dezember 2006: Christer Fuglesang, der erste Schwede im All

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 1. November 2016

Das Stadttheater in Malmö

Auch wenn das heute bekannte Stadttheater in Malmö erst am 23. September 1944 eingeweiht wurde, als ganz Europa unter dem Zweiten Weltkrieg litt, so geht die Geschichte des Malmö Stadsteater bis zur Einweihung des Hippodrom am 1. November 1899 zurück, denn das Hippodrom machte Malmö in jener Zeit zu einer Großstadt, da man dort, neben einem für die Zeit sehr modernen Restaurant, auch ein Kultur- und Vergnügungszentrum fand das mit den größten Vergnügungszentren weltweit konkurrieren konnte. Die Zirkusarena war so angelegt, dass sie sich in kürzester Zeit in einen Wintergarten oder auch eine Theaterbühne verwandeln konnte. Schon 1922 verschwand sogar die Zirkusaktivität und das Hippodrom verwandelte sich in ein Stadttheater.

Im Jahre 1931 entstand dann der Verein Föreningen Malmö Stadsteater, der sich für den Bau eines „richtigen“ Stadttheaters einsetzte, da eine ursprüngliche Zirkusarena nicht mit den überall auf der Welt entstehenden Theatern mithalten konnte. Der aktuelle Bau wurde zwischen 1933 und 1944 errichtet, in einer Zeit, als auch Schweden in einer Krise stecke und der normale Bürger kaum an Theatervergnügen dachte. Am Tag der Einweihung wurde auf der großen Bühne „Ein Sommernachtstraum“ von William Shaespeare gegeben und auf der kleineren Bühne das autobiographische Stück Mans kvinna von Vilhelm Moberg, die vom kurzen Verhältnis des verheirateten Moberg mit der ebenfalls verheirateten Eva von Zweigbergk erzählte.

Bis 1985 war das Stadttheater in Malmö allerdings auch Opernhaus, Konzerthaus und bot auch andere kulturelle Veranstaltungen. Erst ab 1985, als das Konzerthaus der Stadt eingeweiht wurde, begann eine Trennung aller Aktivitäten und zu Beginn der 90er Jahre wurde das Stadttheater umbenannt zu Malmö Dramatiska Teater, was erst 2008 rückgängig gemacht wurde und das Stadttheater neu aufstehen ließ. Eine der wichtigsten Epochen des Stadttheaters Malmö muss man in den 50er Jahren suchen, als Ingmar Bergman Regisseur und künstlerischer Chef des Theaters war und dabei auch die bedeutendsten Schauspieler Schwedens nach Malmö brachte. Heute gehört das Theater der Stadt Malmö und bietet eine internationales Repertoire hoher Qualität.


1. November 1318: Die Hinrichtung des Ritters Johan von Brunkow
1. November 1736: Jakob von Engeström und der Mord an Gustav III.
1. November 1772: Allerheiligen in Schweden
1. November 1778: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
1. November 1876: Torgny Segerstedt und der Kampf gegen den Nazismus
1. November 1937: Die Pfadfinderbewegung in Schweden
1. November 1944: Die Arbeitszeiten von Hausangestellten werden in Schweden geregelt
1. November 1961: Louise Boije af Gennäs und die schwimmende Grenze

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 11. Januar 2016

Der schwedische Schauspieler Sven Wollter

Sven Wollter kam am 11. Januar 1934 als Sohn eines Journalisten in Göteborg zur Welt und entschied sich bereits als Jugendlicher für eine Karriere als Schauspieler, denn mit 19 Jahren begann Wollter eine vierjährige Schauspielausbildung am Göteborger Stadttheater um jedoch anschließend erst an mehreren verschiedenen Theatern Schwedens engagiert zu werden. Erst 1967 kehrte Wollter dann an das Stadttheater in Göteborg zurück um diesem bis 1983 treu zu bleiben. Nach einigen Jahren im Volkstheater in Gävleborg wechselte Wollter 1986 letztendlich zum Stadttheater Stockholm.

Bekannt wurde Sven Wollter 1976 in einer Hauptrolle der Fernsehserie Raskens, die auf den gleichnamigen Roman von Vilhelm Moberg baute und zeitweise bis zu fünf Millionen Schweden vor den Bildschirm zog. Es folgten mehrere sehr erfolgreiche Filme, zumal Wollter in der Lage war sich in jede Rolle zu versetzen und als dementer Komponist Martin ebenso überzeugte als als Kommissar Van Veeteren. Auch wenn Wollter auch auf der Bühne ein bedeutendes Publikum anziehen konnte, so verdankt er seine Bekanntheit vor allem seinen Filmrollen.

Sven Wollter, der trotz seiner 88 Jahre, bis heute aktiv ist, war jedoch nicht nur auf der Bühne, im Film und auch als Radiomoderator aktiv, sondern bereits 1989 gab er eine LP mit Liedern von Leonard Cohen und Tom Waits heraus, und 2009 folgte ein weiteres Album, dieses Mal mit ausschließlich politischen Texten von Dan Berglund, Bertolt Brecht und Joe Hill, die auch der politischen Überzeugung des Schauspielers entsprechen, der sich sein ganzes Leben lang extrem links einstufte und als überzeugter Pazifist gilt. Wollter gehört jedoch zu den wenigen Schauspielern Schwedens, dem diese extreme persönliche Einstellung beruflich keinerlei Nachteile brachte.

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Das Kulturhaus (Kulturhuset) am Sergels torg in Stockholm

Am 15. Oktober 1974 wurde am Sergels torg in Stockholm das Kulturhuset (Kulturhaus, Haus der Kultur), eingeweiht, obwohl die erste Etappe des Bauwerks bereits seit 1971 vom Reichstag benutzt worden war und den Namen Neues Reichstagsgebäude erhalten hatte, da dieser Einzug nur provisorisch war und der Reichstag 1983, nach Umbauten des alten Reichstagsgebäudes, wieder in das ursprüngliche Gebäude zog. Die Mieter dieses Teils wechselten in den Folgejahren, bis 1990 endlich das gesamte Gebäude der Kultur gewidmet wurde und das Stockholmer Stadttheater im ehemaligen privisorischen Reichstag einzog.


Dass sich das Kulturhaus an einem so zentralen Platz wie dem Sergels torg befindet, liegt an der Baugeschichte Stockholms, denn als man in den 50er und 60er Jahren die Innenstadt erneuerte, entstanden dort fast ausschließlich Geschäfte und Bürohäuser. Die Stadtverwaltung entschied sich daher diese Entwicklung dadurch zu unterbrechen indem man so zentral wie möglich auch ein Kulturzentrum schaffen wollte das diesen Teil der Stadt  auch am Abend beleben konnte. Das Ergebnis war eine Ausschreibung mit der Forderung eine Gebäude zu schaffen das die unterschiedlichsten kulturellen Aktivitäten für alle Altersgruppen ermögliche.

Im Jahre 1965 wurde das Projekt ausgeschrieben das der Stockholmer Architekt und Professor der KTH (Königliche Technische Hochschule) Peter Celsing gewann, mit einem Projekt, das Richtung Sergels torg nahezu ganz aus Glas besteht und eine Verbindung zwischen den Aktivitäten im Gebäude und dem Leben auf der Straße schaffen soll. Aber auch wenn man diese Glasfassade international lobte, so wurde die schlechte interne Verbindung zwischen den Ausstellungsteilen im inneren Teil des Kuturhuset von Beginn an kritisiert und musste 1998 durch den Bau von zusätzlichen Rolltreppen verbessert werden, was sich dann jedoch als deutlicher Stilbruch zeigte und erneut Kritik herausforderte.


15. Oktober 1686: Graf Magnus Gabriel De la Gardie, Dichter und Reichskanzler
15. Oktober 1779: Johan Olof Wallin, von Gedichten zu Psalmen
15. Oktober 1858: Der schwedische Chemiker Carl Gustaf Mosander
15. Oktober 1919: Der schwedische Bahnhofsarchitekt Adolf Wilhelm Edelsvärd
15. Oktober 1925: Die schwedische Schauspielerin Margaretha Krook
15. Oktober 1935: Der Verkehrsknotenpunkt Slussen in Stockholm
15. Oktober 1948: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman
15. Oktober 1992: Das Reichssportmuseum in Stockholm
15. Oktober 1999: Rune Andréasson und der berühmteste Bär Schwedens
15. Oktober 2011: Gekås in Ullared schlägt den eigenen Verkaufsrekord

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 23. September 2015

Die Entwicklung des Stadttheaters in Malmö

Bereits 1931 wurde in Malmö der Verein Föreningen Malmö Stadsteater gegründet um darauf zuzuarbeiten, dass die Stadt eine regelmäßige Theateraktivität bieten kann. Die Zeit war indes schlecht gewählt, da die Krise vor dem Zweiten Weltkrieg kaum große Investitionen ermöglichte. Dies war dann auch der Grund dafür, warum die drei mit dem Bau beauftragten Architekten das Gebäude erst 1944 fertigstellen konnten, in einer Zeit, als ganz Europa unter dem Zweiten Weltkrieg zu leiden hatte. Am 23. September 1944 wurde das Stadttheater in Mälmö dann jedoch mit William Shakespeares „Ein Mittsommernachtstraum“ auf der großen Bühne und mit Vilhelm Mobergs Mans kvinna auf der kleineren Bühne eröffnet.

Zu Beginn war das Stadttheater in Malmö (Malmö Stadsteater) ein Raum, der neben Theaterstücken auch für Opern, Konzerte und Tanzveranstaltungen benutzt wurde, wobei das Orchester des Theaters auch gleichzeitig als Symphonieorchester eingesetzt wurde. Da das Gebäude natürlich mehr für ein moderneres Theater gedacht war, wurde 1985 erst die Konzertaktivität in das neu gebaute Konzerthaus ausgelagert und 1994 erhielt auch die Oper ein eigens Gebäude, so dass das Stadttheater ab diesem Zeitpunkt zu einer für Theater übliche Tätigkeit überging.

Die Glanzzeit für das Stadttheaters in Malmö kam allerdings bereits in den 50er Jahren, als Ingmar Bergman dort als Regisseur und künstlerischer Direktor des dramatischen Ensembles zu arbeiten begann. Es ist auch Bergmann zu verdanken, dass das Stadsteater international bekannt wurde, denn der Regisseur wählte seine Schauspieler sehr gezielt aus und es gelang ihm mit einigen seiner bedeutendsten Aufführungen zu Gastspielen in Paris und London eingeladen zu werden. Als dann ab den 60er Jahren vor allem die Operette die Theaterbühne Europas einnahm, gelang es dem Stadttheater erneut eine Führungsstelle in Schweden einzunehmen und Malmö wurde sogar als die Stadt der Operette bezeichnet. Mit der Aufspaltung der verschiedenen Aktivitäten, gefolgt von finanziellen Schwierigkeiten, sollte das Malmö Stadsteatern jedoch dann erst wieder ab 2008 den Weg nach oben machen, allerdings ohne bisher wieder den einstigen Ruf zu erringen, da es sich bei den bedeutendsten Aufführungen im Haus nun um Gastspiele handelt.


23. September 1535: Katharina von Sachsen-Lauenburg, Königin von Schweden
23. September 1835: Georg Adlersparre, zwischen Feldherr, Literat und Revolutionär
23. September 1885: Kristina Nilssons Gesang verursacht 20 Tote in Stockholm
23. September 1906: August Bondeson, der Schriftsteller des schwedischen Volkes
23. September 1934: Per Olov Enquist und die interpretierte Wirklichkeit im Roman
23. September 1943: Ernst Trygger wird Ministerpräsident Schwedens
23. September 1944: Die Entwicklung des Stadttheaters in Malmö
23. September 1963: Tystnaden, das Schweigen, von Ingmar Bergman

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 14. Juli 2015

Der Marionettenspieler und Theaterdirektor Michael Meschke

Michael Meschke kam am 14. Juli 1931 in Danzig, dem heutigen Gdansk, zur Welt und kam bereits als Kind mit seinen Eltern nach Schweden, als die Familie aus dem Nazideutschland floh. Der Vater, ein Priester, wurde in Schweden Lehrer an der Viggbyholmsskolan bei Stockholm, die damals für ihre fortschrittliche Pädagogik bekannt war. Meschke kam, wie auch seine Geschwister, in diese Schule, die die Phantasie anregen und Schüler in ihrer Kreativität unterstützen sollte, was zumindest bei Michael seinen Erfolg zeigte.

Bereits 1949, im Alter von 18 Jahren, führte Michael Meschke in der Schule sein erstes Theaterstück mit selbst hergestellten Puppen auf und ein Jahr später kam mit dem Stück Coppelia den välvilliga sein erster öffentlicher Puppen-Auftritt in Stockholm. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war es für Meschke klar, dass seine Zukunft in den Puppen zu finden war und er studierte, was in Schweden um diese Zeit nicht möglich war, in Frankreich, Deutschland und Österreich die Geschichte des Puppentheaters und Pantomime. Anfang der 50er Jahre gründete Meschke dann das Stockholmer Marionettentheater und ging mit eigenen Produktionen in ganz Schweden auf Tournee, teilweise in Zusammenarbeit mit dem Reichstheater der schwedischen Hauptstadt.

Der Durchbruch kam für Michael Meschke im Jahre 1958, als seine Aktivitäten von Stockholm finanziell unterstützt wurden und der Puppenspieler mit dem Stadttheater in Stockholm zusammenzuarbeiten begann, denn dadurch konnte er Personal anstellen und erhielt mit seinem Marionettentheater eine feste Bühne für seine Aufführungen. 1973 gründete Meschke dann das Marionettenmuseum, das heute Teil des Musik- und Theatermuseum Stockholms ist und nur drei Jahre später gründete er auch das Puppentheaterinstitut, die einzige offizielle Ausbildungsstätte Schwedens für Puppentheater. Michael Meschke gilt heute als einer der bedeutendsten Fachkräfte in Fragen des Puppen- und Marionettentheaters und ist, trotz seines hohen Alters, immer noch als Fachmann der Materie gefragt.

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Sonntag, 8. März 2015

Karin Carlson-Kavli, Schauspielerin und Theaterdirektorin

Karin Kavli, eigentlich Karin Carlson-Kavli, geborene Carlson, starb am 8. März 1990 in Bromma (Stockholm) im Alter von 83 Jahren und wird vor allem mit dem Dramaten und dem Göteborger Stadttheater verbunden, obwohl die Schauspielerin während der Sommermonate häufig als Primadonna in den schwedischen Volksparks auftrat und in mehreren Filmen mitwirkte. Ihren letzten Auftritt im Dramaten hatte Kavli noch im Alter von 81 Jahren, als sie im Stück Farliga förbindelser als Madame de Rosemund auf der Bühne stand.

Karin Kavli war am 21. Juni 1906 als Tochter einer Gärtners zur Welt gekommen und wollte ursprünglich Ärztin werden, aber noch bevor sie ihr Studium begann, änderte sie ihre Pläne und bereitete sich auf die Schauspielschule am Dramaten vor. Beim zweiten Anlauf im Jahre 1926 wurde sie dort für die dreijährige Ausbildung aufgenommen und 1927 stand Kavli mit Henrik Ibsens Peer Gynt erstmals auf der Bühne. Nach Abschluss ihrer Ausbildung im Jahre 1929 kam für Kavli als Kassandra unmittelbar der Durchbruch. Kavli sollte sich anschließend zu einer der bedeutendsten Schauspielerinnen Schwedens entwickeln.

Kassandra sollte allerdings auch über die Zukunft der Schauspielerin Karin Kavli entscheiden, denn ihre Stärke in der Tragödie führte dazu, dass sie anschließend in zahllosen Tragödien spielte und den Lebensschmerz auf der Bühne verkörperte. Die Persönlichkeit der Schauspielerin kam jedoch am meisten zu Tage als sie von 1953 bis 1962 Theaterdirektorin am Göteborger Stadttheater wurde. Nicht nur, dass Kavli bereits beim Einstellungsgespräch deutlich machte, dass sie am 1. Mai grundsätzlich nicht arbeiten werde, sondern am Demonstrationszug teilnehme, sie verbesserte in diesen Jahren auch die Bedingungen der Schauspieler des Theaters und förderte im stärksten Masse junge, begabte Schauspieler.


8. März 1817: Anna Maria Lenngren und die Frauenbewegung im 18. Jahrhundert 
8. März 1844: Karl XIV. Johan erhält die Krone Schwedens
8. März 1889: John Ericsson, der bekannteste Schwede Amerikas 
8. März 1891: Ragnar Josephson, von der Poesie bis ins Dramaten 
8. März 1912: Der Internationale Frauentag in Schweden 
8. März 1934: Sigvard Bernadotte verzichtet auf Titel und Thron 
8. März 1970: Mattias Flink, ein schwedischer Massenmörder
8. März 1906: Victor Hasselblad und seine legendäre Kamera

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 2. Dezember 2014

Der Schauspieler, Dichter und Revueschreiber Kent Andersson

Kent Andersson kam am 2. Dezember 1933 in einer Arbeiterfamilie in Lundby auf Hisingen, zur Welt und begann als Jugendlicher erst in einer Papierfabrik zu arbeiten, bis er sich entschied zur See zu gehen, was um diese Zeit für viele Arbeiterkinder im Raum Göteborg der Weg in die weite Welt war. Nach seiner Rückkehr von Großer Fahrt Anfang der 50er Jahre, hängte Andersson die See wieder an den Nagel und begann im Atelierteatern zu arbeiten, einem damals neu gegründeten Theater, das heute noch existiert.

Bereits 1955 stand Kent Andersson, der bis dahin keinerlei Ausbildung als Schauspieler hatte, dann bereits für den Film Vildfåglar vor der Kamera. Dank diesen Erfahrungen im Film und beim Atelierteatern wurde Andersson 1958 in der Schauspielschule des Göteborger Stadttheaters aufgenommen und nur zwei Jahre später wurde das Fernsehen auf den damals 27-jährigen Schauspieler aufmerksam. Schon bald reichte Andersson seine Arbeit nicht mehr aus und ab 1966 schrieb er, gemeinsam mit Bengt Bratt, die Göteborg-Trilogie Flotten, Hemmet und Sandlådan, die erst in den verschiedenen Theatern Europas aufgeführt wurden und 1972 mit Kent Andersson als Schauspieler auch vom Fernsehen verfilmt wurden.

In den 70er Jahren arbeitete Kent Andersson, unter anderem, am Folkteatern in Göteborg und begann politische Revuen zu schreiben mit denen er einen großen Erfolg hatte. Das folgende Jahrzehnt verbrachte Andersson dann vor allem in Stockholm um am Dramaten zu arbeiten und Revuen für das Folkan und den Göta Lejon zu schreiben. Zurück in Göteborg arbeitete Andersson erneut beim Stadttheater. Bei der Vorbereitung von August Strindbergs Ett drömspel starb der Schauspieler dann jedoch am 3. November 2005. Auch wenn seine Stücke von großer Bedeutung sind, so ist er den Schweden immer noch als der versoffene Ville Vingåker der Fernsehserie Hedebyborna am besten in Erinnerung.


2. Dezember 1766: Schweden verfügt über das erste Gesetz zur Pressefreiheit
2. Dezember 1836: Der Erzbischof und Vizeuniversitätskanzler Carl von Rosenstein
2. Dezember 1941: Ellen Palmstierna und der Kampf für eine andere Zukunft
2. Dezember 1961: Fredrik Böök verändert die literarische Landschaft Schwedens
2. Dezember 1996: Tomas Tranströmer bekommt Augustpriset und Nobelpreis

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 23. Mai 2014

Die schwedische Schauspielerin Ulla Jacobsson

Ulla Jacobsson wurde am 23. Mai 1929 in Göteborg geboren und gehört mit zu jenen Schauspielerinnen Schwedens, die weltweit bekannt wurden und noch heute als eine Ikone des schwedischen Films gilt, obwohl die Schauspielerin weitaus mehr in Deutschland, Frankreich und England arbeitete als in Schweden, wo sie ab 1957 nur noch sehr sporadisch in Filmen mitwirkte oder bisweilen auch auf der Bühne stand.

Ulla Jacobsson wollte sehr früh Schauspielerin werden, musste jedoch erst einige Jahre lang im Büro arbeiten bevor sie 1948 in der Schauspielschule des Göteborger Stadttheaters als Schauspielschülerin aufgenommen wurde. 1951 wurde Jacobsson dann im Ensemble des Theaters übernommen, was ihr jedoch auch die Möglichkeit bot die ersten Filmangebote zu akzeptieren. Bereits 1957 verließ die Schauspielerin dann jedoch nicht nur das Göteborger Theater, sondern auch Schweden und ließ sich in Wien nieder, der Stadt, in der sie am 20. August 1982 an Krebs sterben sollte.

Ihre Bekanntheit und die zahlreichen Aufträge in anderen Ländern verdankte Ulla Jacobsson im Grund zwei schwedischen Filmen, denn der Film Hon dansade en sommar, ihr zweites Erscheinen auf der Leinwand, wurde ein viel diskutierter Welterfolg und in Ingmar Bergmans Sommarnattens leende zeigte die Schauspieleren ihr ausgereiftes Können, ein Film, der Bergmans internationaler Durchbruch wurde. In den 60er Jahren spielte Ulla Jacobsson mit einigen der bedeutendsten Schauspieler der Zeit, aber durch ihr Engagement in deutschen Fernsehfilmen verblasste langsam der internationale Ruf, denn Tatort und seichte Fernsehkomödien konnten nicht die Stärke der Schauspielerin zeigen. 1979 kam dann mit dem Thriller „Das Ding“ die letzte Rolle von Jacobsson, ein zweiteiliger Fernsehkrimi mit überwiegend jungen, damals weniger bekannten Schauspielern.


23. Mai 1654: Nicodemus Tessin der Jüngere und das Stockholmer Schloss
23. Mai 1843: Der schwedische Künstler Karl Konrad Simonsson
23. Mai 1891: Pär Lagerkvist und ein Leben ohne Gott
23. Mai 1936: Der Stockholmer Flughafen Bromma
23. Mai 1951: Tetra Pak, eine schwedische Marke und Erfindung
23. Mai 1962: Die schwedische Grundschule

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 10. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Kikki Danielsson

Kikki Danielssom, die eigentlich Elsie Ann-Kristin Roos heisst und ihren früheren Familiennamen Danielsson erhielt als sie im Alter von fünf Jahren von einem Ehepaar in Älmhult adoptiert wurde, kam am 10. Mai 1952 in Visseltofta in Skåne zur Welt und hatte ihren ersten Auftritt mit fünf Jahren, allerdings nur bei einem lokalen Luzienfest  und mit einem Weihnachtslied. Später wurde sie dann Mitglied im Kirchenchor der Gemeinde und als sie 15 Jahre alt war, nahm sie an einem Talentwettbewerb teil bei dem man auf die junge Sängerin erstmals aufmerksam wurde.


Als Kikki Danielsson dann 17 Jahre alt war, schloss sie sich der Tanzband Nickies an, der sie vier Jahre lang die Treue hielt, um dann jedoch zu Wizex zu wechseln, einer Gruppe, mit der sie im Jahre 1978 auch bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, aber mit Miss Decibel leider nur auf den zweiten Platz gelangte. Die Lieder der Sängerin blieben während ihrer gesamten Karriere der Tanzmusik nahe, auch wenn sie in den 80er Jahren auch einen gewissen Erfolg mit Country hatte, dem immer noch ihre zweite musikalische Liebe gilt.

Die wichtigste Zeit in der Karriere von Kikki Danielsson waren die 80er und 90er Jahre und ihren Höhepunkt erreichte als die Sängerin mit Bra Vibrationer auf den dritten Platz des Eurovision Song Contests gelangte und mehrere ihrer Songs wochenlang in den Svensktoppen zu finden waren. Ab dem Jahrtausendwechsel tritt Kikki Danielsson wieder als Tanzbandsängerin auf, nimmt 2002 mit Lotta Engberg und Elisabeth Andreassen mit Vem é dé du vill ha erneut am ESC teil und veröffentlicht immer wieder einige mittlere Erfolge. Mit dem volksnahen Drama Kikkiland erscheint die Sängerin dann 2014 im Stadttheater Göteborg und kann feststellen, dass sie in Schweden in keiner Weise vergessen wurde.


10. Mai 1809: Gustav IV. Adolf, der vom Thron verstoßene König Schwedens
10. Mai 1815: Der schwedische Spielmann Anders Ljungqvist
10. Mai 1879: Der eigenwillige schwedische Architekt Carl Bergsten
10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 1983: Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2014

Donnerstag, 8. Mai 2014

Der schwedische Schauspieler Tomas von Brömssen

Tomas von Brömssen wurde am 8. Mai 1943 in Göteborg geboren und wollte bereits sehr früh Schauspieler werden. Als er sich jedoch 1965 bei der Schauspielschule in Göteborg bewarb, wurde er abgelehnt. Von Brömssen gab jedoch nicht auf, bewarb sich im Folgejahr in Malmö, und wurde dort angenommen. Als er drei Jahre später seine Ausbildung beendet hatte, blieb er für einige Jahre in Malmö, spielte im Ung Teatern und bekam auch einige Nebenrollen in Fernsehproduktionen.


Im Jahre 1973 kehrte Tomas von Brömssen dann jedoch zurück nach Göteborg, wurde ein Jahr später am Stadttheater angestellt und ab 1978 am Volkstheater der Stadt. Die Rückkehr nach Göteborg sollte von Brömssen allerdings auch den Erfolg bringen, denn als 1976 der Schauspieler Lennart Lundh bei der TV-Serie Albert & Herbert absprang, stieg Tomas von Brömssen ein und spielte den Sohn eines Schrotthändlers, der wiederum von von Sten-Åke Cederhök gespielt wurde. Beide Schauspieler wurden in ihren Rollen nahezu zu Nationalhelden und von Brömssen war in kurzer Zeit im ganzen Land bekannt.

In den Folgejahren arbeitete Tomas von Brömssen am Volkstheater, akzeptierte Rollen in Fernsehfilmen und stand mit Cederhök und Sonya Hedenbratt in Liseberg auf der Bühne, einem Ort, an dem der Schauspieler auch seine erste eigene Revue im Jahre 1990 präsentierte. Zwei Jahre lang war Tomas Revue im Lisebergsteatern ausverkauft, bevor die Revue nach Stockholm und nach Oslo ging. Von Brömssen steht auch heute noch auf der Bühne in Göteborg und spielt, geradezu als Hobby, Saxophon in der Göteborger Gruppe Majornas Trede Rot.


8. Mai 1220: Erik Knutsson und die erste Krönung Schwedens 
8. Mai 1726: Die ersten Veterinäre Schwedens 
8. Mai 1862: Emilie Rathou, die Gründerin des Vita bandet 
8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)
8. Mai 1998: Der Slottsträdgården (Schlossgarten) in Malmö

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 14. April 2013

Marianne Aminoff, der unbekannte Filmstar

Obwohl Marianne Aminoff in knapp 40 Filmen mitspielte und bei mehreren Filmen Ingmar Bergmans mitwirkte, war sie am 14. April 1984, als sie in Stockholm im Alter von 67 Jahren starb, nahezu ausschließlich dem Theaterpublikum bekannt, obwohl Aminoff das Stadttheater in Stockholm bereits 1975 verlassen hatte und anschließend in nicht weniger als drei bedeutenden Filmen von Ingmar Bergman gespielt hatte, unter anderem in Fanny und Alexander.

Marianne Aminoff kam am 21. September 1916 im westschwedischen Uddevalla zur Welt und gehörte zu den schwedischen Schauspielern, die ihre Ausbildung am Dramaten in Stockholm erhalten hatten, nach ihrer Ausbildung im Jahre 1938 jedoch zuerst zurück ans Stadttheater in Göteborg kam. Nach Engagements in verschiedenen bedeutenden Theater in Stockholm, Malmö und Uppsala kehrte Aminoff erst 1963 zurück ans Dramaten wo sie dann bis 1968 blieb, bevor sie ein letztes festes Engagement am Stadttheater in Stockholm akzeptierte.

Marianne Aminoff wirkte erstmals 1937 an einem Film mit und spielte bis zu ihrem Tode in nahezu 40 Filmen mit. Da Aminoff jedoch die gebrechliche aristokratische Frau am glaubhaftesten ausdrücken konnte, musste sie sich, mit wenigen Ausnahmen, fast immer mit einer Nebenrolle zufrieden geben, die jedoch meist eine große Bedeutung für das Geschehen hatte. Ihre letzte Filmrolle spielte Marianne Aminoff in August Strindbergs Mäster Olof, einer Fernsehserie, die 1983 erstmals ausgestrahlt wurde.


14. April 1924: Eine Straßenbahn, die mit Benzin fährt 
14. April 1927: Der erste Volvo läuft vom Band

Copyright: Herbert Kårlin

Stena Line - Fähre, Urlaub, Reisen & Meer

Dienstag, 5. März 2013

Ludde Gentzel, der Optimist des schwedischen Radios

Als Ludde Gentzel am 5. März 1963 in Göteborg starb, verschwand nicht nur ein Schauspieler und ein Sänger, der einst als Friseur und Perückenmacher arbeitete, aber seinen Beruf aufgab als er 1905 das erste Mal mit einer Operettengesellschaft zur Haarpflege und Verwandlung der Schauspieler und Sänger unterwegs war, sondern es verschwand auch eine Legende des schwedischen Radios der die Hörer Ende der 30er und zu Beginn der 40er Jahre vor das Gerät lockte und damit in Schweden unsterblich wurde.

Ludde Gentzel war am 17. Januar 1885 in Jönköping zur Welt gekommen und bekam nach mehreren kleinen Auftritten im Jahre 1909 unter Axel Engdahl einen festen Vertrag als Schauspieler, Sänger in Revuen und als Komödiant, was wiederum 1916 zum ersten Filmvertrag führt und Gentzel unter Georg af Klercker in Nattens barn einen Kellner und ein Jurymitglied spielte. Von 1934 bis zu seiner Pension im Jahre 1957 war Ludde Gentzel dann dem Stadttheater in Göteborg treu, wo er auch unter Ingmar Bergman in Macbeth mitwirkte, ohne jedoch andere Aktivitäten, ebenfalls in Göteborg, aufzugeben.

Auch wenn Ludde Gentzel nicht in Göteborg geboren wurde, so zählt er zu jenen Personen, die den Göteborger Humor zur Perfektion beherrschten und sehr viel zu seinem außerordentlichen Ruf beitrug. Diese Art des Humors trat besonders bei der Radioserie Optimisten och Pessimisten deutlich hervor, bei der Gentzel den Optimisten spielte. Diese  Sendungen wurden einmal die Woche übertragen und gehörten zu den meist gehörten Sendungen der 40er Jahre, da das Publikum nicht nur auf die positiven und negativen Argumente wartete, die teilweise auch einen politischen Einschlag hatten, sondern auch auf jedes Thema neugierig waren.


5. März 1856: Die erste Dampflok zwischen Örebro und Ervalla 
5. März 1922: Der Vasalauf in Schweden
5. März 1953: Katarina Frostenson und die dunkle moderne Lyrik Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Samstag, 16. Februar 2013

Ingmar Bergmans Film „Das siebente Siegel“

Als am 16. Februar 1957 der siebzehnte Film Ingmar Bergmans im Kino Röda Kvarn in Stockholm Premiere hatte, fühlten nur die Insider der Filmwelt, dass dieser Film etwas Besonderes war und den Filmer weltweit bekannt machen würde, denn das Thema der Pest gehörte zu jenen Themen, die überall auf der Welt diskutiert wurden und Bergman war es gelungen die Atmosphäre dieser Epoche gekonnt einzufangen. Noch heute gehört „Das siebente Siegel“ (Det sjunde inseglet) zu den Klassikern der Filmwelt und nimmt unter den besten je gedrehten Filmen den Platz Nummer 117 ein.

Das Thema als solches beschäftigte Bergman schon lange, denn bereits 1953 schrieb er den Vorläufer des Films, das Theaterstück Trämålning, das die Theaterschüler des Malmöer Stadtteaters aufführten. Am 21. September 1954 wurde das Stück als Hörspiel im Radio verbreitet und am 18. März 1955 fand man es auf der Bühne des Malmöer Theaters. Am 16. September 1955 kam Trämålning dann ins Dramaten, und überall hatte es Erfolg und zog das Publikum in den Bann des Todes.

Für Bergman war die Verfilmung eine persönliche Angelegeneheit mit dem Tod, weswegen er ihm auch vom ersten Moment an die Hauptrolle geben wollte. Die Idee zum Film kam von einem Besuch in der Täby Kyrka, wo Bergman das mittelalterliche Bild von Albertus Pictor entdeckte, eine Malerei, bei der ein Ritter mit dem Tod Schach spielt. Entsprechend war der Arbeitstitel des Filmes nicht Det sjunde inseglet, sondern Riddaren och Döden (Der Ritter und der Tod). Das Leitthema des Filmes ist die Offenbarung, mit der der Betrachter sowohl zu Beginn als am Ende des Filmes konfrontiert wird.



16. Februar 1869: Oscar Patric Sturzen-Becker, ein literarischer Revolutionär

16. Februar 1895: Fredrik August Dahlgren, der Forscher der schwedischen Sprache 
16. Februar 1987: Carl von Linné ersetzt König Gustav II. Adolf

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