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Samstag, 27. April 2019

Die Wasserwerke in Stockholm werden eingeweiht

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wuchs die Stadt Stockholm mit einer enormen Geschwindigkeit, und niemand dachte daran, dass es in einer Stadt mit nahezu unbegrenzter Wassermenge zu Problemen kommen könnte. Man nahm das Wasser des Mälaren zum Waschen, Trinken und Kochen, obwohl dort natürlich auch das gesamte Abwasser der Industrie und der Haushalte landete. Dass unter dieser Situation gesundheitsschädliche Bakterien entstanden, war unbekannt und selbst als 1834 knapp 4000 Stockholmer an Cholera starben, sah man dabei eher eine göttliche Strafe als ein Wasserproblem.

Natürlich wurde um diese Zeit auch über die schlechte Wasserqualität in Stockholm geklagt, und Wilhelm Leijonancker brachte dann auch ins Gespräch eine Wasserleitung zu bauen und dabei das Wasser dort zu holen, wo es noch am saubersten war. Obwohl auch die ersten Stimmen auftauchten, die einen Zusammenhang zwischen Krankheiten und unreinem Wasser sahen, war der Widerstand gegen den Bau eines Wasserwerks und einer Wasserleitung enorm, denn die Mehrheit der Bevölkerung war der Meinung, dass dies zu teuer, und auch unnötig sei. Wenn nicht die gehobene Bürgerschicht darüber informiert gewesen wäre, dass man in England mit großem Erfolg ein Reinigungswerk und eine Wasserleitung nutzte, wäre der Plan in Stockholm auch auf Eis gelegt worden.

Im Jahr 1855 entschied sich dann die Stadt Stockholm, trotz des Widerstands der Bevölkerung, ein Wasserwerk zu bauen, aber Klagen gegen den Bau verzögerten die Arbeiten um weitere drei Jahre. Erst 1858 konnte der Bau der Wasserleitung und des Wasserreinigungswerkes beginnen, wobei die Rohre hierfür aus England importiert wurden. Drei Jahre später war dann ein 30 Kilometer langes Wassernetz in Stockholm geschaffen, das König Karl XV. am 27. April 1861 einweihte, auch wenn das Wasser erst am folgenden Tag durch die Leitungen fließen sollte. Dieses Wasserwerk sollte es letztendlich ermöglichen, dass Stockholm sich tatsächlich zu einer modernen Stadt entwickeln konnte.


27. April 1757: Carl Johan Adlercreutz nimmt den schwedischen König fest
27. April 1792: Der schwedische Mörder Jacob Johan Anckarström
27. April 1861: Stockholm wird mit reinem Wasser versorgt
27. April 1890: Der Schriftsteller und Kunsthistoriker Karl Asplund
27. April 1900: Die Gründung der Stadt Kiruna
27. April 1900: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt
27. April 1903: Helge Zimdal, der Architekt, der Schulen baute
27. April 1917: Die Künstlerin Agneta Wrangel af Sauss
27. April 1918: Reichsmarschall und Richter Sten Rudholm
27. April 1971: Inge Schiöler, der schwedische Maler der kräftigen Farben
27. April 1974: Anna Lovisa Öst, bekannt als Lapp-Lisa

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 27. April 2015

Stockholm wird mit reinem Wasser versorgt

Mitte des 19. Jahrhunderts war Stockholm eine der ungesündesten Städte Europas, da die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung entweder über Brunnen erfolgte, die teilweise extrem verunreinigt waren, oder aber das Wasser von Gewässern in und bei Stockholm geholt wurde, in dem jedoch auch sämtliche Abwässer der Stadt landeten. Da um diese Zeit auch der Zusammenhang zwischen unreinem Wasser und Krankheiten entdeckt wurde, legte der Ingenieur Wilhelm Leijonancker 1853 einen Plan für eine Wasserleitung vor, die sämtliche Versorgungsprobleme mit frischem Wasser in der schwedischen Hauptstadt lösen sollten.

Bereits fünf Jahre später begann man den Plan Leijonanckers in die Tat umzusetzen und begann mit dem Bau des ersten schwedischen Wasserwerkes, dem sogenannten Skanstullsverket. Als drei Jahre später die Anlage stand und die aus England importierten Rohre für die Wasserleitung verlegt waren, konnte Karl XV. am 27. April 1861 das Reinigungswerk und die Wasserleitung einweihen, auch wenn das Wasser erst ab dem 1. Juli des Jahres fliesen sollte. Natürlich waren nur einige wenige Häuser der reichsten Schicht direkt am Leitungsnetz angeschlossen, aber die Bewohner konnten ab diesem Tag an mehreren zentralen Stellen Stockholms reines Wasser abholen.

Das Skanstullsverket besaß drei Filterbassins und ein für die damalige Zeit sehr modernes Pumpsystem, die ausgezeichnet funktionierten und das Wasser der Årstaviken selbst unter schwierigen Situationen noch reinigen konnte. Bereits in den folgenden Jahren ging die Sterblichkeitsrate in Stockholm um 50 Prozent zurück und es setzte ein bedeutendes Bevölkerungswachstum ein. Das positive Ergebnis in Stockholm führte dazu, dass sich in allen Städten Schwedens das Prinzip der Wasserwerke und Wasserleitungen durchsetzte. Während die Idee eines Wasserwerkes vollkommen neu war, hatte Göteborg bereits 1787 das Prinzip der Wasserleitung angewandt, wobei das Wasser damals allerdings aus einer mehrere Kilometer entfernten Quelle kam.


27. April 1757: Carl Johan Adlercreutz nimmt den schwedischen König fest
27. April 1792: Der schwedische Mörder Jacob Johan Anckarström
27. April 1900: Die Gründung der Stadt Kiruna
27. April 1900: Die Geburt Kirunas und die Flucht der Stadt
27. April 1903: Helge Zimdal, der Architekt, der Schulen baute
27. April 1971: Inge Schiöler, der schwedische Maler der kräftigen Farben
27. April 1974: Anna Lovisa Öst, bekannt als Lapp-Lisa

Copyright: Herbert Kårlin

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