Montag, 20. Februar 2012

Die Entwicklung der schwedischen Post

Obwohl bereits 1620 eine Postlinie Stockholm - Markaryd - Hamburg bestand, dauerte es noch bis zum 20. Februar 1636 bis der schwedische Reichskanzler Axel Oxenstierna das allgemeine Postsystem in Schweden einrichtete, nach dem alle 20 bis 30 Kilometer entlang der Reichsstraßen eine Poststelle vorhanden sein musste, von wo aus die Post dann weiter verteilt wurde. Den Auftrag für die Einrichtung dieses Dienstes erhielt Andreas Wechsel aus Leipzig, der jedoch bereits nach einem Jahr starb, so dass seine Frau, Gese Wechsel, die Leitung des Unternehmens übernahm und zu „Svea rikes postmästarinna“ wurde.

Im Jahre 1645 wurde die Post dann angehalten im Ausland Korrespondenten zu unterhalten, die der Zentrale in Stockholm alle wichtigen Ereignisse aus diesen Ländern mitteilen mussten. Gleichzeitig waren alle Postmeister des Landes wöchentlich dazu verpflichtet einen Rapport abzugeben, der auch alle Ereignisse in den Orten schilderte. In Stockholm wurde das Material dann bearbeitet und es entstand die erste Zeitung mit Neuheiten aus dem ganzen Land, die „Ordinarie Posttidender“.

Im Jahre 1686 war Schweden dann weltweit das dritte Land, das Poststempel einführte, wobei es nur ein „F“ für kostenlos beförderte Briefe gab und „B“ für Briefe, für deren Transport bezahlt worden war. Nur sechs Jahre später entschied die Postverwaltung dann für Briefe innerhalb Schwedens die gleichen Gebühren zu berechnen, die jedoch abhängig vom Gewicht der Briefe und der Transportstrecke waren. 1698 galten dann auch für Finnland und das Baltikum Inlandsgebühren.

20. Februar 1903: Der schwedische Maler Gotthard Werner

Copyright: Herbert Kårlin

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