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Montag, 11. April 2016

Die schwedische Sängerin Lena Andersson

Lena Andersson kam am 11. April 1955 in Fritsla im Västergötland zur Welt, kam jedoch mit sieben Jahren ins Halland, wo sie auch ihre Musikkarriere begann. Als Andersson mit zwölf Jahren ihre erste Gitarre bekam, begann sie vor allem Lieder von Joan Baez und Judy Collins zu spielen und zu singen. Als die spätere Sängerin 15 Jahre alt war, nahm sie sieben Lieder auf Band auf und interpretierte dabei Texte ihrer Freundin Pia. Dieses Demoband schickte sie an Janne Forsells, der einige der Lieder im Radio spielte. Dadurch wurde wiederum Stikkan Anderson auf Lena Andersson aufmerksam, der unmittelbar ein Album mit ihr aufnehmen wollte. So entstand die erste LP „Lena, 15“, die Anfang 1971 in den Schallplattenläden Schwedens auftauchte.

Bereits im April 1971 wurde Lena Andersson dann mit ihrem Lied Är det konstigt att man längtar bort nån gång in die Sendung Hylands hörna eingeladen und wurde dadurch in ganz Schweden bekannt. Dieser Song landete unmittelbar in den Svensktoppen, was wiederum dazu führte, dass Andersson nur ein Jahr später mit Säg det med en sång in der schwedischen Vorausscheidung des Eurovision Song Contests teilnahm, und dort den dritten Platz belegte. Auch wenn Andersson dadurch Schweden nicht vertreten konnte, so folgten Tourneen, ein Album in Japan und die Sängerin nahm, gemeinsam mit Björn Ulvaeus und Benny Andersson und dem Song Better To Have Loved im Tokyo Music Festival teil.

Leider konnte Lena Andersson an ihre ersten großen Erfolge nicht anschließen und in den 80er Jahren wurden ihre Sammelalben besser verkauft als die neuen Aufnahmen. Während eines Aufenthalts auf Mallorca im Jahre 1985 wurde Andersson plötzlich christlich und schloss mit ihrem früheren Leben weitgehend ab. Musikalisch wandte sich Andersson nun mehr und mehr dem Jazz zu und sang vor allem im kleineren Kreis. Kurz nachdem Lena Andersson im Jahre 2001 den amerikanischen Priester Tobe Hubbart geheiratet hatte, zog das Paar in die USA. Heute singt Andersson, neben Jazz, vor allem Gospel und Balladen mit religiösem Inhalt, sehr häufig in der Kirche, wo sie bisweilen auch den Chor leitet.


11. April 1810: König Karl XIII. genehmigt den Bau des Göta Kanals
11. April 1833: Der schwedische Ministerpräsident Fredrik Wilhelm von Otter
11. April 1837: Der schwedische Kampf gegen den Alkohol
11. April 1860: Ferdinand Boberg, Architekt und Designer
11. April 1899: Gustaf Emanuel Beskow und das Schulwesen
11. April 1940: Schweden rüstet sich gegen Deutschland
11. April 1973: Szenen einer Ehe, ein Film von Ingmar Bergman
11. April 1977: Die schwedische Sängerin Sara Löfgren
11. April 1990: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens
 
Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Montag, 16. Dezember 2013

Benny Andersson, weitaus mehr als nur ein ABBA-Mitglied

Benny Andersson wurde am 16. Dezember 1946 in Stockholm geboren und leitete seine musikalische Karriere bereits im Jahre 1964 ein. Obwohl Andersson auch zahlreiche Erfolgshits für andere Künstler schrieb, unter anderem auch einige Psalmen, ein hervorragender Pianist ist und in den verschiedensten musikalischen Richtungen aktiv ist, wird er noch heute vor allem mit der Gruppe ABBA in Verbindung gebracht, deren Mitglied er war. Und er verbrachte drei seiner frühen Jahre in der gleichen Familie wie ein anderes Abba-Mitglied, nämlich Anni-Frid Lyngstad.

Da der Vater und der Grossvater von Benny Andersson gerne Hausmusik machten, erhielt auch der junge Benny bereits mit sechs Jahren sein erstes Instrument, ein Akkordeon. Mit zehn Jahren wechselte der Musiker dann zum Klavier über und da Andersson auch immer wieder öffentlich auftrat und kaum publikumsscheu war, wurde er 1964 von Sven Hedlund entdeckt und dadurch Mitglied der Gruppe Hep Stars. Für diese Gruppe schrieb der Musiker in den Folgejahren auch einige der Erfolgshits, zum Beispiel Sunny Girl.

Im Jahre 1966 traf Benny Andersson bei einem Aufenthalt in Linköping Björn Ulvaeus mit dem er unmittelbar zusammenzuarbeiten begann. Der erste gemeinsame Hit wurde Isn't It Easy to Say, ebenfalls ein Hit der Hep Stars. Nur vier Jahre später begann dann sich dann während der Aufnahme von Hej gamle man die Gruppe ABBA zu bilden, da die damaligen Freundinnen der beiden Musiker, Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog für den Background des Hits verantwortlich waren. Nach Auflösung von ABBA setzte Andersson seine Zusammenarbeit mit Ulvaeus fort und 2001 gründete er mit 16 anderen Freunden aus der Musikszene das noch heute aktive Benny Andersson Orkester. 2008 wurde der Musiker Ehrendoktor der Universität Stockholm und 2012 auch an der Universität Piteå.


16. Dezember 1520: Hemming Gadh wird auf Schloss Raseborg hingerichtet
16. Dezember 2008: Erdbeben in der schwedischen Region Skåne

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 25. April 2013

Björn Ulvaeus, die Zeit vor und nach ABBA

Björn Ulvaeus wurde am 25. April 1945 in Göteborg geboren und wird noch heute am häufigsten als ehemaliges Mitglied der Popgruppe ABBA gesehen, obwohl der Musiker lange vor der Gründung der Erfolgsgruppe musikalisch aktiv war und nachdem die Gruppe aufgelöst wurde in enger Zusammenarbeit mit Benny Andersson, der ebenfalls Mitglied von ABBA war, weiterhin einen bedeutenden Einfluss auf das musikalische Geschehen Schwedens hat und, so nebenbei, auch mehrere Firmen im kulturellen Bereich besitzt oder dort Teilhaber ist.

Björn Ulvaeus, der von 1971 bis 1979 mit Agnetha Fältskog verheiratet war, war bereits sehr früh an Musik interessiert und als er mit 13 Jahren seine erste Gitarre bekam, war er nicht mehr zu halten. Bereits 1961 gründete er, gemeinsam mit drei Schulfreunden, die Hootenanny Singers, die zwei Jahre später ihre erste Ausscheidung gewannen und dadurch mit Stikkan Anderson in Kontakt kamen. Björn schrieb für die Gruppe einige Lieder und, als sich die Gruppe auflöste, schloss sich Ulvaeus 1966 den Hep Stars an, was der wirkliche Beginn für seine Arbeit als Texter und Komponist wurde. Sein erster Hit war dann Ljuva sextital, den Brita Borg 1969 interpretierte.

Als ABBA sich aufgelöst hatte, arbeitete Björn Ulvaeus mit Benny Andersson zusammen und es entstanden das Musical Chess, Kristina från Duvenmåla und letztendlich auch Mamma Mia! Seit Mitte der 80er Jahre teilten Ulvaeus und Andersson ihre Aufgabenbereiche mehr und mehr auf, was bedeutete, dass Benny Andersson die Musik komponierte und Björn Ulvaeus die Texte schreibt. Dies gilt auch die die Lieder des Benny Anderssons Orkester, denn selbst der Text des Hits Du är min man, der monatelang die Nummer Eins der Svensktoppen war, stammt von Ulvaeus.


Copyright: Herbert Kårlin

Pferdesport in Göteborg

Samstag, 23. Februar 2013

Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden

Als am 23. Februar 2002 das Musical Chess im Circus in Stockholm erstmals in schwedischer Version aufgeführt wurde, waren 16 Jahre seit der Uraufführung im Prince Edward Theatre in London vergangen, obwohl die Musik von zwei der bekanntesten Künstler Schwedens geschrieben worden war, nämlich von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den beiden männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe Abba. Der Text der englischen Version wurde allerdings von Tim Rice geschrieben, der bereits zahlreiche Kompositionen für Musicals und Filme mit Texten versehen hatte.

Als das Musical Chess seine schwedische Fassung bekam, übernahm Lars Rudolfsson die Regie und übersetze die Texte, ohne sich jedoch wirklich an die ursprüngliche Version zu halten, denn die Liebesgeschichte bekam in Schweden weitaus mehr Platz als in London um den Fokus etwas vom Schachspiel des Russen gegen den Amerikaner zu nehmen und die menschliche Problematik mehr in den Vordergrund zu stellen, die dadurch entsteht, dass Florence Vaszi, die weibliche Hauptfigur, die Managerin des einen Schachspielers ist und sich in den anderen verliebt.

Das Musical Chess, das im Herbst 2012 unter der Regie von Mira Bartov auch mit viel Erfolg an die Göteborger Oper kam, übernahm nur einen Sänger, der auch in London als Anatolij Sergievskij auf der Büne stand, nämlich den Schweden Tommy Körberg, der auch in Schweden den russischen Schachspieler Anatolij Sergievskij spielt. In den weiteren Hauptrollen findet man Helen Sjöholm, Anders Ekborg und Josefin Nilsson, für die Andersson und Ulvaeus ein zusätzliches Lied komponierten, das in der ursprünglichen Version fehlt.


23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin