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Donnerstag, 19. Januar 2017

Die schwedische Popsängerin Lena Philipsson

Lena Philipsson, oft nur Lena Ph genannt, kam am 19. Januar 1966 als Magdalena Filipsson in einer Musikerfamilie in Vetlanda im Småland zur Welt und wuchs daher wie selbstverständlich mit Musik auf, wählte dann jedoch im Gymnasium die Technische Linie und bereitete sich auf ein Architekturstudium vor. Als Philippson jedoch mit 16 Jahren einen Nachwuchswettbewerb mit einem selbst geschriebenen Song gewann, war die Architektur weitgehend gestrichen, denn die Sängerin erhielt das Angebot in einem Musical in Norrköping mitzuspielen und nahm ihre erste Single auf.

Noch hielt Lena Philipsson allerdings eine Hintertür zur Architektur offen und nach ihrer Hochschulreife begann sie in einem Architekturbüro zu arbeiten. Mit 20 kam dann jedoch die Einladung zur Teilnahme an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest bei dem die Sängerin mit Kärleken är evig auf den zweiten Platz kam, in die Svensktoppen einzog und gewissermaßen ihre Karriere gefunden hatte. Als Philipsson ein Jahr später zur sexiesten Frau und Sven Wollter dem sexiesten Mann gewählt wurden, zeigte Lena Philipsson auch erstmals ihren Humor und trat mit Wollter im Fernsehen mit dem Song Teach Me Tiger auf. Wenig später erhielt die Sängerin einen Plattenvertrag mit der Schallplattenfirma von Bert Karlsson.

Für Lena Philipsson folgten anschließend mehrere Alben, Tourneen und Konzerte mit guten Verkaufsergebnissen und sie wurde sogar auf einer Briefmarke verewigt. Die Sängerin nahm im Jahr 2004 mit Det gör ont erneut bei der Vorausscheidung zum ESC teilnahm und vertrat mit diesem Erfolgshit Schweden. Auch wenn Philipsson mit der englischen Version It Hurts nur auf dem geteilten fünften Platz landete, so zählte sie nun zu bedeutendsten und vielseitigsten Sängerin Schwedens. Lena Philipsson, die auch Lieder für andere Musikkünstler schreibt, feierte 2011 in Stockholm 25 Jahre als Künstlerin und hatte zu dieser Gelegenheit die Show Min Drömshow geschaffen, die sie erst im Cirkus in Stockholm und anschließend im Rondo in Goteborg präsentierte. Einige ihrer Lieder begleitet die Sängerin selbst am Piano.


19. Januar 1156: Bischof Henrik wird während eines Kreuzzugs getötet 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der romantische Skalde Schwedens 
19. Januar 1790: Per Daniel Amadeus Atterbom, der letzte SkaldeSchwedens 
19. Januar 1826: Axel Rudolf Mauritz Wall und die Dagens Nyheter 
19. Januar 1909: Axel Petersson, bekannt als Döderhultarn
19. Januar 1925: Albin Hagström und das schwedische Akkordeon
19. Januar 1937: Die schwedische Prinzessin Birgitta von Hohenzollern
19. Januar 1943: Die HMS Älvsnabben auf großer Fahrt

Copyright: Herbert Kårlin

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Montag, 13. Juni 2016

Der schwedische Sänger Måns Zelmerlöw

Måns Zelmerlöw kam am 13. Juni 1986 als Sohn eines Chirurgen in Lund zur Welt und besuchte dort ein Gymnasium mit dem Schwerpunkt Musik. In der Schule spezialisierte sich Zelmerlöw auf Chorgesang und Musical, was nahezu automatisch dazu führte, dass er in Lund auch dem Studentenchor beitrat und 2002, im Alter von sechs Jahren in einem Musical mitwirkte. Auch wenn Zelmerlöw ab dieser Zeit im Sommer immer wieder Auftritte hatte und damit Erfahrung sammelte, so reichte es bei der Nachwuchssendung Idol 2005 nur zu einem fünften Platz.

Måns Zelmerlöw gab nicht auf, nahm im Folgejahr an Let's Dance teil und erhielt im gleichen Jahr die Hauptrolle im Musical Grease, das in Malmö auf die Bühne kam. 2007 nahm der Sänger dann an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teil und landete mit Cara Mia auf dem dritten Platz. Auch wenn Zelmerlöw dadurch Schweden nicht vertreten durfte, so war er ab diesem Zeitpunkt in ganz Schweden bekannt. Allerdings setzte er nicht voll auf Musik, sondern arbeitete abwechselnd als Sänger, Moderator und Schauspieler. 2009 kam Zelmerlöw erneut ins Finale des Melodifestivalen, und erreichte mit Hope & Glory nur den vierten Platz, da er die Zuschauer, im Gegensatz zur Jury, nicht überzeugen konnte.

Im Jahre 2011 übernahm Måns Zelmerlöw die Rolle Romeos im Musical Romeo & Julia, das im Göta Lejon in Stockholm aufgeführt wurde, und gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass er im Sommer der neue Moderator für Allsång på Skansen werde, eine Aufgabe, die er auch die folgenden zwei Jahre übernahm. 2015 kehrte Zelmerlöw mit Heroes zurück zur Vorausscheidung des Eurovision Song Contests und gewann die Ausscheidung nicht nur mit einem sehr großen Vorsprung vor den anderen Teilnehmern, sonder es gelang ihm auch der Sieg beim ESC, wodurch er die Endauscheidung des Eurovision Song Contests 2016 zurück nach Schweden holte.


13. Juni 1817: Erik af Edholm wird Chef der Königlichen Oper und des Dramaten
13. Juni 1854: Jenny Nyström und die schwedischen Weihnachtstrolle
13. Juni 1878: Der schwedische Entomologe Carl Stål
13. Juni 1901: Tage Erlander und der schwedische Sozialismus
13. Juni 1925: Der schwedische Sprachforscher Adolf Noreen
13. Juni 1951: Stellan Skarsgård, anerkannter Schauspieler ohne Ausbildung
13. Juni 1952: Die verschwundene DC-3 und die Catalinaaffäre
13. Juni 2004: Junilistan, die europakritische Partei Schwedens 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 17. Februar 2016

Die schwedische Sängerin Shirley Clamp

Shirley Clamp kam am 17. Februar 1973 bei Borås zur Welt und verdankt ihren Vornamen ihrem in England geborenen Vater, der der Tochter einen Namen geben wollte der unmöglich ins Schwedische zu übertragen sei. Clamp arbeitete sehr früh an einer Karriere als Sängerin und besuchte erst die Ballettakademie in Göteborg um dort Musical zu studieren. Neben ihrer Teilname an verschiedenen Bands, die allerdings sehr kurzlebig waren, setzte die Sängerin dann ihre Ausbildung an der Musiktheaterschule in Bjärnum fort. Mit 16 gewann die Künstlerin auch ihren ersten Talentwettbewerb, der ihr zwar einige Auftritte brachte, nicht jedoch den Durchbruch.

Shirley Clamp schloss sich neuen Musikgruppen an, gewann 1994 erneut einen Talentwettbewerb und 1997 war sie im Finale von Sikta mot stjärnorna. Auch wenn die Stimme der Sängerin bald bekannt war, da sie diese Rickard Engfors in einer Dragshow lieh und 2002 beim Pridelied des Jahres sang und sowohl 2001 als auch 2002 als Backgroundsängerin im Eurovision Song Contest mitwirkte, so sollte Clamp erst ab 2005 den nationalen Durchbruch haben, allerdings bereits auf zwei Ebenen, denn in diesem Jahr ging sie mit Robert Wells, Nanne Grönvall und Peter Jöback auf Tournee und hatte erstmals als Solokünstlerin bei der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest Erfolg.

Allerdings gelang es Shirley Clamp mit ihrem Song Mr. Memory Im jahre 2003 nicht in die schwedische Endausscheidung zu gelangen. Im folgenden Jahr sang Clamp in der Vorausscheidung Min kärlek, den bisher größten Publikumserfolg der Sängerin. Beim dritten Anlauf beim ESC im Jahre 2005 gelang es Clamp mit Att älska dig direkt ins Finale zu gelangen, um dann jedoch nur auf dem vierten Platz zu landen. Der Einsatz der Sängerin führte jedoch zu ihrem ersten Album und zu zahlreichen Auftritten. Shirley Clamp nahm noch mehrmals an den Vorausscheidungen zum Eurovision Song Contest teil, hatte damit jedoch weitaus weniger Erfolg als auf der Bühne oder auch ihrem Weihnachtsalbum des Jahres 2014. Shirley Clamp lebt mit ihrem Partner und der gemeinsamen Tochter Vilja gegenwärtig in Stockholm.

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 12. Juli 2015

Der schwedische Sänger Yohio

Der schwedische Sänger Yohio kam am 12. Juli 1995 unter dem Namen Kevin Johio Lucas Rehn Eires in Stockholm zur Welt, ist jedoch in ganz Schweden, und einigen anderen Ländern, nur unter seinem Künstlernamen Yohio bekannt. Der Künstler lernte ab sechs Jahren Klavier spielen und ging mit elf Jahren zur Gitarre über, eine Entscheidung, die wiederum dazu führte, dass er als 14-Jähriger als Gitarrist zur Popgruppe Seremedy stieß, die 2010 in ganz Schweden spielte und bemerkenswerte Erfolge hatte, ohne allerdings je in die Topgruppe der schwedischen Bands vorzustoßen.

Yohio, dessen Musik vom japanischen visual kei inspiriert ist, organisierte 2011 auf Eigeninitiative eine Tournee in Japan, produzierte dort eine CD und kam anschließend nach Schweden zurück, wo er von bedeutenden Erfolgen in Japan sprach. Auch wenn Japan nicht unbedingt als sein Durchbruch zu sehen war und seine Platte dort lediglich kurzzeitig bis zum 84. Platz kletterte, war er nun in Schweden bekannt, was Yohio wiederum dazu verhalf mit Heartbreak Hotel an der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest 2013 teilzunehmen. Der Sänger kam auf den Zweiten Platz und durfte daher Schweden nicht vertreten, kam jedoch mit der Scheibe in die Svensktoppen.

Yohio, dessen Vater Gitarrist der Hardrockband Corrodet ist, wurde 2013, auch wegen seinem gesteilten Aussehen und Auftreten, zum Idol der schwedischen Mädchen, die bei jedem seiner Auftritte den größten Teil des Publikums ausmachten. Es war daher auch nahezu logisch, dass Yohio 2014 erneut bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, dieses Mal jedoch bei der Endausscheidung in Stockholm mit To the End auf dem sechsten Platz landete. Nach einer Nebenrolle als Schauspieler in der Fernsehserie Jordskott wird Yohio im November 2015 als Schneewittchen im Maximteatern in Stockholm seinen Einstieg in die Welt des Musicals machen.


12. Juli 1698: Fredrik Gyllenborg, der Intrigant der schwedischen Geschichte
12. Juli 1873: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens
12. Juli 1897: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
12. Juli 1908: Fußball in Schweden
12. Juli 1931: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
12. Juli 1953: Wolfgang Zaugg, alias John Ausonius, der Lasermannen

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Die schwedische Sängerin Pernilla Wahlgren

Pernilla Wahlgren kam am 24. Dezember 1967 in Gustavsberg im Uppland in einer Schauspielerfamilie zur Welt. Da sowohl beide Eltern als auch beide Großeltern als Schauspieler arbeiteten, war es geradezu normal, dass Wahlgren bereits als Kind ebenfalls auf der Bühne stand, sowohl als Sängerin als auch als Schauspielerin, aber auch in anderer Weise immer wieder in den Medien als Kinderstar auftauchte. Der erste offizielle Auftritt Pernilla Wahlgrens war im Fernsehstück Den längsta dagen, als die Vierjährige im gleichen Stück mitspielte wie ihre Mutter Christina Schollin.

Die Bühne sollte Pernilla Wahlgren während ihrer Kindheit nie verlassen, denn sie besuchte die Musikschule Adolf Fredrik, spielte im Saltsjöbaden teater und lernte bei Lasse Kühler tanzen. Mit elf Jahren erhielt Wahlgren dann im Folkan beim Musical Annie ihre erste Hauptrolle. Später spielte Pernilla Wahlgren Pippi Långstrump, hatte Rollen in Karlsson på taket und trat in Musicals wie Greace und Annie get your gun auf. Noch heute teilt Pernilla Wahlgren ihre berufliche Karriere zwischen Theater, Musical und arbeitet zusätzlich als Sängerin.

Als Pernilla Wahlgren 20 Jahre alt war, begann sie an einer Parallelkarriere als Sängerin zu arbeiten, wobei ihr erstes Album bereits im Jahre 1985 erschien. Ihr Auftritt mit dem Song Picadilly Circus bei der Vorausscheidung zum Eurovisions Song Contest brachte Wahlgren zwar nicht den ersten Preis, aber eine bedeutende Aufmerksamkeit in der Presse, da ihre Aufmachung in so manchem an das Dritte Reich erinnerte. Das erste Gold kam für Wahlgren im Jahre 2006 mit ihrem Popsong Talking To An Angel und dem Album Beautiful Day. Auch wenn Pernilla Wahlgren immer wieder an der Vorausscheidung zum ESC teilnahm, unter anderem auch als Mitglied mehrerer Gruppen, gelang es ihr nie Schweden zu verteidigen.


24. Dezember: Der Heilige Abend (Julaftonen) in Schweden
24. Dezember 1643: Israel Kolmodin und der bekannteste Psalm Schwedens
24. Dezember 1731: Gustaf Fredrik Gyllenborg, der Satiriker des 18. Jahrhunderts
24. Dezember 1930: Die Schriftstellerin und Künstlerin Henny Utsi Åhlin
24. Dezember 1973: Martin Kellerman und der Hund Rocky
24. Dezember 2009: Bernt Erikson, der unverstandene Dichter Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 10. Juni 2014

Die schwedische Schauspielerin Brita Borg

Brita Borg wurde am 10. Juni 1926 in Stockholm geboren und machte als Revuekünstlerin gewissermaßen eine Doppelkarriere, nämlich als Schauspielerin und als Sängerin. Ihre Karriere begann bereits 1943, als Borg gerade einmal 17 Jahre alt war und einen Nachwuchswettbewerb der Zeitschrift Vecko-Revyn gewonnen hatte, denn der erste Preis führte zu einem Auftritt mit der Revuetruppe Vårat gäng. Zwei Jahre später gründete Brita Borg das Gesangsquartett Flickery Flies und 1947 begann ihre Zusammenarbeit mit Povel Ramel und die Künstlerin entwickelte sich zu einer Schauspielsängerin in den publikumsträchtigsten Revuen Schwedens.

Parallel zu ihrer Karriere in den verschiedensten Revuen Schwedens entwickelte sich Brita Borg in den 50er Jahren, neben Zarah Leander und Anita Lindblom, auch zu einer der bedeutendsten Schlagersängerinnen des Jahrzehnts. Als der größte Hit der Sängerin gilt Fat Mammy Brown, der im Grunde Teil einer Revue war. Borg war Ende der 50er Jahre so populär in Schweden, dass man entschied, dass, egal welches Lied in der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest gewinnen sollte, Brita Borg den Schlager 1959 im französischen Cannes singen sollte. In Schweden gewann Siw Malmkvist und Brita Borg reiste mit Augustin nach Frankreich. Als die Karriere als Sängerin in den 60er Jahren dem Ende zuging, kehrte Borg auf die Bühne zurück und versuchte später, im Gegensatz zu zahlreichen anderen schwedischen Sängerinnen, nie ein Comeback.

Dies sollte natürlich nicht bedeuten, dass Brita Borg nicht mehr singen sollte, denn auch wenn sie nach ihrem Umzug nach Arvidsjaur im Jahre 1970 keine Schlager mehr sang, so blieb sie der Revue treu und begann eine Karriere im Reichstheater wo sie mit zahlreichen Musicals auf der Bühne stand, unter anderem mit Annie Get Your Gun. Als ernstzunehmenden Schauspielerin in einer Rolle ohne Musik zeichnete sich Brita Borg erstmals 1978 in Sjöhästen aus, einem Stück, das allerdings weitaus weniger bekannt ist als das Fernsehdrama Polskan och puckelryggen aus dem Jahre 1983 in dem sie mit Halvar Björk auftrat. Brita Borg starb am 4. Mai 2010 in Borgholm auf Öland, der Insel auf der sie die letzten Jahre ihres Lebens verbracht hatte.


10. Juni 1933: Das Tragen politischer Uniformen wird in Schweden verboten
10. Juni 1982: Prinzessin Madeleine feiert ihren 30. Geburtstag 
10. Juni 1982: Laleh Pourkarim, als Musikerin bekannt als Laleh 
10. Juni 2005: Svinesundbrücke, die Grenze zwischen Schweden und Norwegen

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 4. Juni 2014

Der schwedische Sänger Peter Jöback

Peter Jöback wurde am 4. Juni 1971 in Stockholm geboren und interessierte sich sehr früh für eine Karriere in der Musik, denn er wählte bereits im Gymnasium die Musiklinie und besuchte anschließend die Königliche Musikhochschule um sich dort als Solosänger ausbilden zu lassen. Als Sänger bekannt wurde Jöback dann am 11. Dezember 1989, als er im Alter von 18 Jahren den Nachwuchswettbewerb Talang gewann, was wiederum dazu führte, dass der Sänger im folgenden Jahr an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnehmen konnte, dort allerdings mit En sensation den vorletzten Platz belegte.

Auch wenn es Peter Jöback nicht gelang sich als Popsänger durchzusetzen, denn seine Single Higher wurde kein größerer Erfolg und bei der Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest im Jahre 2010 erreichte er mit Hollow erneut den vorletzten Platz. Im Gegenzug dazu wurde sein Weihnachtsalbum Jag kommer hem igen till jul als „Klassiker aller Zeiten“ ausgezeichnet und seine Konzerte sind bis heute regelmäßig ausverkauft, auch wenn sein Publikum in der Regel bereits etwas älter ist und mehr die Stimme bewertet als Wert auf die eigenen Lieder des Sängers legt.

Peter Jöback, der sich sehr früh offen dazu bekannte bisexuell zu sein und seit 2010 mit seinem langjährigen Lebenspartner Oscar Nilsson verheiratet ist, machte sich im Laufe der Jahre einen Namen in Musicals, im Film und auf der Theaterbühne wo seine Stimme am besten überzeugen kann. Jöback hat auch eine besondere Beziehung zum schwedischen Königshof, denn er sang nicht nur während des Galakonzertes zur Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling, sondern war auch zur Hochzeit des Paares eingeladen und sang bei der Trauung von Prinzessin Madeleine mit Chris O’Neil das Lied The First Time I Ever Saw Your Face.


4. Juni 1845: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
4. Juni 1870: Maria Elisabeth Hesselblad erweckt den Birgittaorden
4. Juni 1882: John Bauer und die Sagenwelt Schwedens
4. Juni 1965: Wadköping, vom Traum zur Wirklichkeit
4. Juni 2015: Der schwedische Fahrradweg Kattegattleden

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg

Sonntag, 18. Mai 2014

Die schwedische Sängerin Nanne Grönvall

Nanne Grönvall wurde am 18. Mai 1962 unter dem Namen Marianne Nordqvist in Stockholm geboren und steht seit 1985 auf der Bühne. Ihre Karriere begann in jenem Jahr mit der Gruppe Sound of Music, eine Band, die sie bereits mit ihrem Ehemann Peter Grönvall, einem Sohn von Benny Andersson, gründete. In etwas veränderter Besetzung, jedoch immer gemeinsam mit ihrem Mann, entstanden dann erst die Gruppe Peter’s Pop Squad und schließlich One More Time mit dem Erfolgshit Den Vilda, geschrieben vom Ehepaar Grönvall.

Für Nanne Grönvall bedeutete Den Vilda, das beim Eurovision Song Contest im Jahre 1996 in Oslo auf den dritten Platz kam, zwar nicht den ersten Auftritt im ESC, aber der Song wurde zum internationalen Bestseller und Nanne europaweit bekannt. Es sollten dann jedoch weitere zwei Jahre vergehen bevor Nanne ernsthaft an einer Solokarriere arbeitete, auch wenn sie weiterhin bei Text und Musik mit ihrem Mann zusammenarbeitete. Die Sängerin, die bisher insgesamt zehn Mal, als Sängerin oder Autorin, am Eurovision Song Contest teilnahm, präsentierte 1998 ihren Song Avundsjuk mit dem sie auf einem ehrenhaften vierten Platz landete. Ihr Beitrag Ett vackert par im Jahre 2002 galt erneut als Favorit beim ESC, wurde jedoch vor der Ausscheidung disqualifiziert, weil Nanne Grönvall den Song vorher bereits einmal öffentlich gesungen hatte.

Auch wenn Nanne Grönvall anschließend noch mehrmals und mit einem gewissen Erfolg an der schwedischen Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm, so begann sie sich ab 2004 mehr und mehr dem Musical, der Revue und eigenen musikalischen Shows zuzuwenden. Bereits mit dem ersten Musical Hur man lyckas i business utan att bli utbränd stand sie im Stockholmer Intiman 210 Mal auf der Bühne. So nebenbei übernahm Nanne dann auch zwei Jahre lang die beliebte Radiosendung von Magnus Uggla und zeigte dabei erneut ihre Vielseitigkeit und Volksnähe. Im Frühjahr 2014 stand Nanne Grönvall mit dem Musical Rebecca auf der Bühne der Oper in Malmö und im Sommer nimmt sie an der 12. Diggilootournee teil, die vom 7. Juni bis zum 16. August durch ganz Schweden zieht.


18. Mai 1160: Erik, der einsame Herrscher, hat Namenstag
18. Mai 1160: Erich der Heilige in der schwedischen Geschichte
18. Mai 1160: Erik der Heilige stirb bei Uppsala
18. Mai 1717: Jean Eric Rehn und der gustavianische Stil Schwedens
18. Mai 1738: Die Eisenhütte Billingfors Bruk wird Papierfabrik
18. Mai 1946: Ein UFO mit Außerirdischen landet in Skåne

Copyright: Herbert Kårlin

Way Out West, Musik in Göteborg Göteborger Kulturfestival 2013

Freitag, 18. Oktober 2013

Lars Schmidt bringt das Musical nach Schweden

Als Lars Schmidt am 18. Oktober 2009 in Fjällbacka im Bohuslän starb, hatte er das Theatergeschehen nicht nur in Schweden revolutioniert, sondern auch in Frankreich, obwohl er nie auf der Bühne stand und während seines Lebens oft nur als der Ehemann von Ingrid Bergman genannt wurde. In der Tat haben jedoch nur sehr wenige Personen so viel für die schwedischen Theaterbühnen getan wie Schmidt, der Mann, der immer nur im Hintergrund arbeitete.

Nach eigenen Aussagen entdeckte Lars Schmidt das Theater als er als 17-jähriger die Aufführung „Der Sturm“ im Göteborger Stadttheater sah. Nur wenige Jahre später entschied er sich Theateragent zu werden und reiste nach New York, wo es ihm noch während des Zweiten Weltkriegs gelang zahlreiche Rechte des amerikanischen Theaterrepertoires zu erwerben. Unter seinem Verlag Nordiska Teaterförlaget bot er diese Werke dann bei schwedischen Theatern an, die sehr schnell entdeckten, dass die angebotenen Werke sehr vielversprechend waren und das Publikum ins Theater brachte.

Als Lars Schmidt gerade einmal Anfang 30 war, hatte er bereits die europäischen Rechte für Musicals wie Oklahoma!, Annie Get Your Gun und Kiss Me, Kate, zu denen bald auch My Fair Lady, West Side Story und später Jesus Christ Superstar kamen. Ab Mitte der 60er Jahre arbeitete Schmidt parallel in Schweden und in Paris, wo er zeitweise bis zu vier Theatern besaß. Seinem Einsatz verdankt man allerdings nicht nur das amerikanische Musicalrepertoire, sondern auch die Stücke von Harold Pinter, Arnold Wesker, und Peter Schaffer, um nur einige der Autoren zu nennen, die Lars Schmidt nach Europa brachte.


18. Oktober 1854: Der schwedische Polarforscher Salomon August Andrée 
18. Oktober 1924: Hjalmar Branting wird zum dritten Mal Ministerpräsident

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 7. Oktober 2013

Die schwedische Sängerin Charlotte Perrelli

Charlotte Perrelli wurde am 7. Oktober 1974 unter dem Familiennamen Nilsson in Hovmantorp, einem Ort mit knapp 3000 Einwohnern, im Småland geboren. Perrelli begann dann mit 13 Jahren in der lokalen Tanzband Bengt-Ingvars zu singen. Als sie 1992 in eine Schule in Växjö kam, wechselte die Sängerin auch die Tanzband und begann erst mit Kendix und etwas später auch mit Anders Engbergs aufzutreten. Als Björn Hedström dann 1995 mit Du är drömmen jag drömt beim Melodifestivalen mitwirkte, trat auch Perrelli zum ersten Mal in der Vorentscheidung des Eurovision Song Contests auf, wenn auch nur als Backgroundsängerin.

Der Durchbruch kam für Charlotte Perrelli jedoch erst nachdem sie 1997 Anders Engbergs verlassen hatte und zur Tanzband Wizex wechselte, denn bereits 1998 wurde das Album Mot nya mål der Gruppe für einen Grammy nominiert. Nur ein Jahr später nahm Perrelli mit Tusen och en natt (in englischer Sprache) am Eurovision Song Contest teil und führte die Sängerin zum ersten Platz. Perrelli war damit nahezu über Nacht zu einer der bekanntesten Sängerinnen Schwedens geworden und verließ nur Monate später die Tanzband Wizex für eine Solokarriere.

Nachdem Charlotte Perrelli Wizex verlassen hatte, ging sie mehr und mehr auf Discomusik und Pop über, veröffentlichte ihr erstes Album und ging in ganz Europa auf Tournee. Perrelli wurde anschließend zweimal Moderatorin für das Melodifestivalen, ging mit Robert Wells und Jill Johnson auf Tournee, veröffentlichte ein weiteres Album und spielte 2006 die Hauptrolle im Musical Skönheten och odjuret. Erst 2007 erschien dann auch ihre erste Single in schwedischer Sprache und 2008 nahm sie mit Hero erneut als Sängerin am Melodifestivalen teil, das sie knapp gewann, um jedoch beim Eurovision Song Contest nur einen der letzten Plätze einzunehmen. Perrelli ließ sich deswegen jedoch nicht unterkriegen und nahm 2012 erneut am Melodifestivalen teil, ohne dieses Mal jedoch die Ausscheidung zu gewinnen. Auch wenn die musikalische Karriere der Sängerin nun leicht einbrach, so entstand 2012 ein neues Album, sie schrieb zwei Bücher und erhielt die weibliche Hauptrolle im Musical Eva Perón an der Oper in Malmö.


7. Oktober 1882: Der Tierschutzverband Djurens Rätt nimmt seine Arbeit auf 
7. Oktober 1994: Die schwedische Komödie Svensson, Svensson

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Der schwedische Sänger und Musiker Martin Stenmarck

Martin Stenmarck wurde am 3. Oktober 1972 in Täby bei Stockholm geboren, wuchs jedoch mit seinen elf Geschwistern in Örebro auf, wo er auch sehr früh die Hardrockband Lorien gründete. Auch wenn diese Band noch keinen Durchbruch hatte, so begann die Karriere Stenmarcks dann bereits im Jahre 1991, als er, gemeinsam mit seinem Bruder David, den Talentwettbewerb Talang gewann, was ihn in ganz Schweden bekannt machte, da diese Ausscheidung vom schwedischen Staatskanal SVT in live ausgestrahlt wird.

Nach diesem ersten Erfolg zog Martin Stenmarck nach Stockholm um dort anfangs als Modell zu arbeiten, aber im Grunde eine musikalische Karriere anstrebte. Nur ein Jahr nachdem er auch als singender Kellner bei den Wallmans Salonger gearbeitet hatte, schloss sich Stenmarck der Gruppe Sha-Boom an mit der er zwei Singles produzierte. 1997 gab er seine Tätigkeit bei Wallmans auf und baute mit einigen Freunden eine humoristische Show auf, die zwar wenig mit Gesang zu tun hatte, aber ein Lacherfolg für das Publikum wurde. Die Show ging drei Jahre lang auf Tournee und Stenmarck erschien immer häufiger im Fernsehen und trat im Theater Gröna Lund auf.

Nach diesem Erfolg machte sich Martin Stenmark im Musical einen Namen und hatte unter anderem die männliche Hauptrolle in West Side Story, ging aber auch mit dem Musiker Robert Wells mit Rhapsody in Rock auf Tournee. Der Erfolg als Popsänger kam im Jahre 2005 als Stenmarck mit Las Vegas die schwedische Vorausscheidung des Eurovision Song Contests gewann, auch wenn er in Kiew dann auf einem der letzten Plätze landete. Mit seiner Single 7milakliv, die ein Jahr später erschien, landete er sieben Wochen lang an der Spitze der meistverkauften Singles. Sein Album, das ein Jahr später schien hatte einen mittelmäßigen Erfolg, wie auch seine späteren Aufnahmen. Seit 2012 wird es relativ ruhig um den Sänger, auch wenn er noch zu verschiedenen Gelegenheiten aufritt. Auf seinem bisher letztes Album, das er 2012 mit dem London Philharmonic Orchestra aufnahm, präsentiert der Sänger Winterlieder.


3. Oktober 1962: Hylands hörna, 20 Jahre Erfolg im Fernsehen
3. Oktober 2001: Helge Zimdal, der Architekt, der Schulen baute 

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 15. September 2013

Die Karriere von Åke Grönberg

Als Åke Grönberg am 15. September 1969 an einem Herzinfarkt starb, hatte er in rund 90 Filmen mitgespielt und war einer der bedeutendsten Darsteller des leichteren Theaters Schwedens geworden, der vor allem durch eine Rolle landesweit bekannt geworden war, nämlich als der gutherzige Landstreicher Oskar aus der ersten Filmversion von Astrid Lindgrens Luffaren och Rasmus, denn auch wenn diese Rolle nicht die bedeutendste des Schauspielers war, so war sie die bekannteste.

Auch wenn Åke Grönberg bereits mit 22 für seinen ersten Film engagiert wurde, so war diese Berufswahl mehr ein Zufall, denn Grönberg war ausgebildeter Schmied, hatte aber auch als Bäcker und Schlachter gearbeitet um sich in Stockholm über Wasser halten zu können. Während seines Militärdienstes fiel dann dann jedoch seine schauspielerische Komik auf und bald musste er bei jedem gemütlichen Abend der Truppe als Unterhalter auftreten. Nach seiner Entlassung im Jahre 1936 wurde Grönberg beim Freilufttheater Skansen beschäftigt und im gleichen Jahr wurde der Autodidakt für den Film entdeckt.

Egal ob Åke Grönberg bei einer Revue oder mit einem Musical auf der Bühne stand, die Stücke waren ein Erfolg dank des natürlichen Humors des Künstlers und seinem Gesangstalent. In den 60er Jahren wurde Grönberg auch vom Fernsehen entdeckt und seine Sketche wurden in ganz Schweden bekannt. Allerdings hatte sich der Schauspieler in dieser Zeit mehr ernsthafteren Rollen im Theater zugewandt und spielte sowohl im Stockholmer Stadttheater als auch im Dramaten. Durch den plötzlichen Tod konnte er dabei jedoch seinen Höhepunkt nicht mehr erreichen.


15. September 1972: Flugzeugentführung in Schweden
15. September 1975: Der Name Arla wird in Schweden geboren

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 10. Juli 2013

Der Weg der schwedischen Sängerin Helen Sjöholm

Helen Sjöholm wurde am 10. Juli 1970 in Sundvall geboren und hatte schon sehr früh die Neigung zur Musik, denn bereits als Jugendliche wirkte sie im Chor ihres Heimatortes mit und als Teenager war sie Teil der Musikgruppe Just for Fun. In den Folgejahren setzte die Karriere Sjöholms auf lokaler Ebene fort, denn sie wirkte in Sundsvall auch bei den beiden Musicals Trollkarlen från Oz und in West Side Story mit, was ihr Gesangs- und Bühnenerfahrung bot und eventuell auch die Ursache dafür war, dass sich anschließend das Blatt wendete.

Als man eine Sängerin für das Musical Kristina från Duvemåla suchte, bewarb sich auch Helen Sjöholm, da dies eine Chance war direkt nach Stockholm zu kommen. Unter rund 1000 Bewerberinnen wurde dann tatsächlich Sjöholm gewählt, was bedeutete, dass sie mit dem Musical von 1995 bis 1999 auf der Bühne stand und damit auch auf Tournee ging. Diesem Engagement folgte eines im Musical Chess und Auftritte in den unterschiedlichsten Fernsehshows und weitere Engagements in einigen Erfolgsstücken wie Les Miserables und Spelman på taket.

Parallel zu ihrer Karriere als Sängerin in Musicals wurde Helen Sjöholm auch Mitglied des Benny Andersson Orkesters und arbeitete als Schauspielerin. Ihren größten Erfolg verbuchte sie als Sängerin mit dem Orchester des früheren Abba-Mitglieds Benny Andersson, denn als sie 2004 das Lied Du är min man interpretierte, gelang ihr damit 278 Mal der Zugang zu den Svensktoppen, wobei sie in den Jahren 2004 bis 2007 unzählige Wochen lang die Nummer Eins der Liste verteidigte. Auch ein anderes ihrer Lieder findet man unter den zehn am häufigsten gerspielten Lieder im schwedischen Radio, nämlich Gabriellas sång aus dem Film Så som i himmelen.


10. Juli 1877: Die erste Straßenbahn rollt auf Schwedens Straßen 
10. Juli 1894: Elov Persson und Familie Kronblom

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 28. Juni 2013

Nils Einar Poppe und das missglückte Drama

Als Nils Einar Poppe, geborener Jönsson am 28. Juni 2000 in Helsingborg starb, war er als einer der größten Komiker des schwedischen Theaters bekannt, auch wenn dies eigentlich nicht das Ziel des Schauspielers war, der 1930 im Hippodromteatern in Malmö mit dem Drama begann. Aber immer wenn er auf die Bühne kam, begann das Publikum selbst bei den tragischsten Szenen zu schmunzeln oder zu lachen, ein Problem, das mit seiner Mimik zusammenhing. Poppe blieb daher nichts anderes übrig als zur Komödie zu wechseln.

Nils Einar Poppe setzte daher seine Karriere im Hippdromteatern fort, spielte nun aber nur noch in Revuen und Operetten. Nach vier Jahren war Poppe so bekannt, dass er ein Angebot der Stockholmer Klangrevyn bekam. Dort konnte der Schauspieler dann zusätzlich seine akrobatischen Kenntnisse zeigen und begann mit Parodien zu Charlie Chaplin, mit dem er lange verglichen wurde, bis er seinen völlig eigenen Stil der Komik entwickelt hatte. Aber auch der Klangrevyn blieb Poppe nicht sehr lange treu, denn in den 40er Jahren wurde er von Gustaf Wally als Theaterdirektor angestellt.

Wally war um diese Zeit bereits für seine Musical-Aufführung bekannt, was dem Talent von Nils Einar Poppe entgegenkam. Schon 1942 hatte dieser dann mit der Operette Blåjackor (Boys in Blue von Lajos Lajtai) im Oscarsteatern einen durchschlagenden Erfolg. In dieser Zeit begann auch Poppes Zusammenarbeit mit Annalisa Ericson, die sich nicht nur auf die Theaterbühne beschränkte, sondern auch auf den komischen Tanzfilm ausdehnte, der von Kritikern mit den besten Worten gelobt wurde, aber beim Publikum kaum Beachtung fand. Nach insgesamt 1040 Auftritten auf nordischen Bühnen entschloss sich Poppe 1966 das Schauspiel aufzugeben und er übernahm das Fredriksdalsteatern in Helsingborg.


28. Juni 1824: Der schwedische Bahnhofsarchitekt Adolf Wilhelm Edelsvärd 
28. Juni 1896: Filmvorführungen und Kinos in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Göteborg Reiseführer

Mittwoch, 6. März 2013

Eva Bysing aus Bysingsberg im Västmanland

Als Eva Bysing am 6. März 1943 in Bysingsberg bei Västerås geboren wurde, erhielt sie den Namen Eva Birgitta Eriksson, der jedoch, im Gegensatz zur kleinen Ansiedlung Bysingsberg, heute nahezu unbekannt ist, nicht zuletzt durch das Lied I Bysingsberg, das einer der Erfolge der Sängerin und Schauspielerin wurde, neben ihrem größten Schallplattenerfolg Ärtiga Märta aus dem Jahr 1969, das auch noch heute nicht vergessen ist.

Die Karriere von Eva Bysing begann am 15. Oktober 1966, als sie Gastgeberin in Hylands hörna wurde, auf Empfehlung von Thore Skogman, der Eva Eriksson nicht nur entdeckt hatte, sondern für sie auch die Schallplattenerfolge schrieb und 1972 gemeinsam mit ihr eine Show für das Berns in Stockholm schuf, die einen so großen Erfolg zeigte, dass sie anschließend auch ins Kronprinsen nach Malmö kam.

Allerdings wurde Eva Bysing, trotz der Erfolge, nicht als Schlagersängerin bekannt, denn in den 70er Jahren wurde sie vom Reichstheater in Stockholm engagiert und spielte in mehreren Operetten und Musicals die Hauptrolle, unter anderem in „Die lustige Witwe“ und in Annie get your gun. In den Folgejahren kamen zu den Bühnenauftritten Rollen in Fernsehspielen und in Filmen, wo sie meist eine nicht sehr ernste Rolle spielte. Die letzten Jahre wurde es um Eva Bysing etwas ruhiger, aber noch immer kann man sie zeitweise als Sängerin in der Band ihres Mannes Bent-Arne Wallin erleben.


6. März 1850: Victoria Benedictsson und der Weg der weiblichen Befreiung
6. März 1850: Victoria Maria Benedictsson, ein Selbstmord ohne Antwort
6. März 1962: Piratensender vor der schwedischen Küste 

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Samstag, 23. Februar 2013

Die schwedische Version von Chess kommt nach Schweden

Als am 23. Februar 2002 das Musical Chess im Circus in Stockholm erstmals in schwedischer Version aufgeführt wurde, waren 16 Jahre seit der Uraufführung im Prince Edward Theatre in London vergangen, obwohl die Musik von zwei der bekanntesten Künstler Schwedens geschrieben worden war, nämlich von Benny Andersson und Björn Ulvaeus, den beiden männlichen Mitgliedern der schwedischen Popgruppe Abba. Der Text der englischen Version wurde allerdings von Tim Rice geschrieben, der bereits zahlreiche Kompositionen für Musicals und Filme mit Texten versehen hatte.

Als das Musical Chess seine schwedische Fassung bekam, übernahm Lars Rudolfsson die Regie und übersetze die Texte, ohne sich jedoch wirklich an die ursprüngliche Version zu halten, denn die Liebesgeschichte bekam in Schweden weitaus mehr Platz als in London um den Fokus etwas vom Schachspiel des Russen gegen den Amerikaner zu nehmen und die menschliche Problematik mehr in den Vordergrund zu stellen, die dadurch entsteht, dass Florence Vaszi, die weibliche Hauptfigur, die Managerin des einen Schachspielers ist und sich in den anderen verliebt.

Das Musical Chess, das im Herbst 2012 unter der Regie von Mira Bartov auch mit viel Erfolg an die Göteborger Oper kam, übernahm nur einen Sänger, der auch in London als Anatolij Sergievskij auf der Büne stand, nämlich den Schweden Tommy Körberg, der auch in Schweden den russischen Schachspieler Anatolij Sergievskij spielt. In den weiteren Hauptrollen findet man Helen Sjöholm, Anders Ekborg und Josefin Nilsson, für die Andersson und Ulvaeus ein zusätzliches Lied komponierten, das in der ursprünglichen Version fehlt.


23. Februar 1868: Anna Maria Viktoria Uddgren und die erste Strindberg-Verfilmung
23. Februar 1901: Ivar Lo-Johansson, ein Pfeiler der Arbeiterliteratur Schwedens 

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Dienstag, 6. Dezember 2011

Das Oscarsteater in Stockholm wird eingeweiht

Am 6. Dezember 1906 wurde das private Oscarsteater in Stockholm eingeweiht. Das erste Stück, das den Zuschauern am Abend geboten wurde, war „Frihetsbröderna“ (Serapionsbrüder) von Jacques Offenbach. Das Theater wurde von Axel Andersberg, der auch die Stockholmer Oper errichtete, im Jugendstil erbaut und nach dem zu jener Zeit regierenden Manarchen König Oscar II. benannt. Für die Deckenmalereien zeichnete der Künstler Vicke Andrés, der ebenfalls an der Oper gearbeitet hat.

Die erste Aufführung wurde, im Gegensatz zur zweiten, „der lustigen Witwe“ von Franz Lehar, kein besonderer Erfolg. 1947 kaufte dann Anders Sandrews, der eigentlich Anders Andersson hiess, ein Lebensmittelhändler, das Operettenhaus Oscarsteater und setzte vor allem Musicals wie „Annie Get Your Gun“ oder „Kiss Me Kate“ mit mittelmässigem Erfolg auf das Programm. Operetten waren um diese Zeit in der Gunst des Publikums gesunken.

Der große Durchbruch des Oscarsteatern kam dann mit dem Musical „My Fair Lady“, das zwischen 1959 und 1961 insgesamt 766 Mal aufgeführt wurde. Bei einer bearbeiteten Neuauflage in den 70er Jahren konnte das Theater erneut 385 Vorstellungen aufweisen. Der nächste bedeutende Erfolg kam dann 1989 mit „Das Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber, der sich mit Jesus Christ Superstar und Evita einen Namen gemacht hatte. „Das Phantom der Oper“ stand sechs Jahre lang auf dem Programm und zog über eine Million Besucher an, was für ein Land mit neun Millionen Einwohnern ein extremer Erfolg ist. Zum 100-jährigen Jubiläum im Jahre 2006 setzte das Oscarsteatern dann „Singin' in the Rain“ aufs Programm. Seit Herbst 2011 gibt das Theater das Musical „Monty Phyton's Spamalot“.

6. Dezember 1829: Baltzar von Platen, der Gründer des Göta Kanals
6. Dezember 1839: Die Entstehung des schwedischen Aftonbladet

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Der Botanaische Garten in Göteborg