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Montag, 15. August 2016

Der schwedische Künstler und Fotograf Gustaf Carleman

Als Gustaf Carleman am 15. August 1911 in Saltsjö-Järla bei Stockholm starb, ging er als der erste Schwede in die Geschichte ein, der die Fotoreproduktion im Buchdruck anwandte und seine Leistungen als Künstler und Fotograf verblassten dabei nahezu vollständig, obwohl er 1878 das vermutlich beeindruckendste Gemälde vom Brand Eldkvarns malte. Carleman hinterließ jedoch auch in der Geschichte der Fotografie einige Spuren, denn 1888 hatte er den Fotografischen Verein in Stockholm gegründet und zwei Jahre später war er mit an der Gründung des Vereins der schwedischen Künstler beteiligt.

Gustaf Carleman war am 5. September 1821 als Sohn eines Majors in Malmö zur Welt gekommen und schrieb sich 1838 an der Universität Lund ein. Neben seinem juristischen Studium gab er in diesen Jahren auch zwei Bücher heraus, die er mit eigenen Lithographien bebilderte. Nach Abschluss seines Jurastudiums begann er als Jurist in der Verwaltung zu arbeiten, schrieb sich jedoch gleichzeitig in der Kunstakademie ein, die er bis 1853 besuchte, um anschließend noch ein weiteres Jahr in Düsseldorf Fotografie zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete Carleman bis zu seinem Lebensende als Künstler, hatte sich dabei jedoch gleichzeitig der Fotografie verschrieben, die er als optimalen künstlerischen Ausdruck sah, da man hier künstlerisches Arbeiten und experimentelles Handwerk verbinden konnte.

Schon während seines Studiums in Lund hatte Gustaf Carleman mit der Daguerreotypie experimentiert und versucht eine eigene Technik zu entwickeln, allerdings nicht mit dem erhofften Erfolg. In Düsseldorf erlerne er dann die Herstellung von Kollodium-Nassplatten und der Kollodium-Trockenplatten, einer Technik, die Carleman dann zu Experimenten mit verschiedenen Papieren und selbst mit Wachstuch brachten. Da der Künstler jedoch von Beginn an auf der Suche nach der Farbfotografie war, griff er bald auch zur sinnvollsten Lösung seines Problems und kolorierte seine Fotografien von Hand. Einige Jahre lang hatte Carleman auch ein eigenes Studio in Stockholm, aber da Fotografie eine Modeerscheinung wurde, gab er sein Studio wieder auf um zur Kunst zurückzukehren, auch im Bereich der Fotografie. Bei der Ausstellung in Kopenhagen des Jahres 1872 präsentierte Gustaf Carleman dann auch die größte Fotografie der Ausstellung, einen Blick über Stockholm.


15. August 1247: Sigtuna, die Dominikaner und die Mariakyrkan
15. August 1794: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
15. August 1901: Der Vorname Estelle und Prinzessin Estelle von Schweden
15. August 1954: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod
15. August 1982: Der schwedische Biochemiker Hugo Theorell
15. August 1986: Die Nationalflagge der Samen
15. August 2004: Sune Bergström und der Nobelpreis in Medizin
15. August 2011: Sif Ruud, noch mit 85 auf der Bühne des Dramaten

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 12. Juli 2016

Der Künstler und Fotograf Hjalmar Falk

Hjalmar Falk wurde am 12. Juli 1856 als Sohn eines Beamten in Mora zur Welt gekommen und studierte zwischen 1878 und 1884 an der Kunstakademie in Stockholm, wo er den Landschaftsmaler Per Daniel Holm als Lehrer hatte. Zu Beginn seiner Studien studierte Falk vor allem das Malen in Öl, ging dann jedoch mehr und mehr auf die Aquarellmalerei über, die in seinen Augen besser geeignet war seine Landschaften darzustellen und dem Licht eine größere Bedeutung zu geben.

Im Jahre 1887 zog Hjalmar Falk nach Karlsham in Blekinge um dort nicht nur zahlreiche Landschaften und Ansichten Karlshamns und Blekinges zu malen, sondern auch um mit der Zeit einer der größten Künstler dieser Region zu werden. Nach einer Ausstellung im Jahre 1889 in Chicago folgten auch zahlreiche Ausstellungen in Schweden. Die größte Sammlung an Bildern Falks findet man heute in der Königlichen Bibliothek in Stockholm, im Museum in Karlshamns und im Blekinge Museum, mit der Ausnahme einer Bilderserie, die Falk 1924 malte, denn seine Aquarelle der Hütten und Eisenwerke in Bergslagen sind Teil der Sammlung des Jernkontoret in Stockholm.

Hjalmar Falk, der am 22. September 1938 in Karlshamn starb, machte sich jedoch nicht nur als Maler einen Namen, denn über seine Frau Tekla, die Fotografin in Ronneby war, kam Falk auch zur Fotografie, wobei das Paar in Ronneby ein Fotoatelier einrichteten. Leider sind nicht sehr viele der Fotos Falks erhalten, abgesehen von einigen Postkarten, die er als Fotograf signierte. Aus verschiedenen Aufzeichnungen in Blekinge geht jedoch hervor, dass sowohl Tekla Falk als auch Hjalmar Falk auf Porträtfotografie spezialisiert waren, die Fotografien sich daher in Privatbesitz befinden oder nach dem Tod der abgebildeten Personen vernichtet wurden.


12. Juli 1698: Fredrik Gyllenborg, der Intrigant der schwedischen Geschichte
12. Juli 1873: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens
12. Juli 1897: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
12. Juli 1908: Fußball in Schweden
12. Juli 1931: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
12. Juli 1953: Wolfgang Zaugg, alias John Ausonius, der Lasermannen
12. Juli 1995: Der schwedische Sänger Yohio

Copyright: Herbert Kårlin