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Dienstag, 12. Juli 2016

Der Künstler und Fotograf Hjalmar Falk

Hjalmar Falk wurde am 12. Juli 1856 als Sohn eines Beamten in Mora zur Welt gekommen und studierte zwischen 1878 und 1884 an der Kunstakademie in Stockholm, wo er den Landschaftsmaler Per Daniel Holm als Lehrer hatte. Zu Beginn seiner Studien studierte Falk vor allem das Malen in Öl, ging dann jedoch mehr und mehr auf die Aquarellmalerei über, die in seinen Augen besser geeignet war seine Landschaften darzustellen und dem Licht eine größere Bedeutung zu geben.

Im Jahre 1887 zog Hjalmar Falk nach Karlsham in Blekinge um dort nicht nur zahlreiche Landschaften und Ansichten Karlshamns und Blekinges zu malen, sondern auch um mit der Zeit einer der größten Künstler dieser Region zu werden. Nach einer Ausstellung im Jahre 1889 in Chicago folgten auch zahlreiche Ausstellungen in Schweden. Die größte Sammlung an Bildern Falks findet man heute in der Königlichen Bibliothek in Stockholm, im Museum in Karlshamns und im Blekinge Museum, mit der Ausnahme einer Bilderserie, die Falk 1924 malte, denn seine Aquarelle der Hütten und Eisenwerke in Bergslagen sind Teil der Sammlung des Jernkontoret in Stockholm.

Hjalmar Falk, der am 22. September 1938 in Karlshamn starb, machte sich jedoch nicht nur als Maler einen Namen, denn über seine Frau Tekla, die Fotografin in Ronneby war, kam Falk auch zur Fotografie, wobei das Paar in Ronneby ein Fotoatelier einrichteten. Leider sind nicht sehr viele der Fotos Falks erhalten, abgesehen von einigen Postkarten, die er als Fotograf signierte. Aus verschiedenen Aufzeichnungen in Blekinge geht jedoch hervor, dass sowohl Tekla Falk als auch Hjalmar Falk auf Porträtfotografie spezialisiert waren, die Fotografien sich daher in Privatbesitz befinden oder nach dem Tod der abgebildeten Personen vernichtet wurden.


12. Juli 1698: Fredrik Gyllenborg, der Intrigant der schwedischen Geschichte
12. Juli 1873: Oscar von Sydow, für acht Monate Ministerpräsident Schwedens
12. Juli 1897: Josef Högstedt, der beliebte Lyriker Pälle Näver
12. Juli 1908: Fußball in Schweden
12. Juli 1931: Nathan Söderblom,Träger des Friedensnobelpreises
12. Juli 1953: Wolfgang Zaugg, alias John Ausonius, der Lasermannen
12. Juli 1995: Der schwedische Sänger Yohio

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 15. September 2015

Karlshamn wird zur Stadt ernannt

Karlshamn hatte zwar bereits vor dem Frieden von Roskilde wegen seinem Meereszugang eine gewissen Bedeutung, aber der Ort selbst bestand unter dänischer Zeit fast ausschließlich aus Bauern und trug noch den Namen Bodekull. Auf Grund seiner strategischen Lage entschied sich Karl X. Gustav jedoch nach dem Friedensschluss Bodekull zu einer befestigten Stadt zu machen und hier auch einen Marinestützpunkt aufzubauen. Bereits am 15. September 1664 entschied daher der Reichstag Bodekull die Stadtrechte zu verleihen und dabei zwei Orte zu vereinen und gleichzeitig die neue Stadt auszubauen und zu befestigen.

Im Jahre 1666 legte der König dann Bodekull und Bodestorp endgültig zusammen, entschied die neue Stadt unmittelbar zu befestigen und gab ihr den Namen Karlshamn. Erst zwei Jahre später sollte auch der Privilegienbrief mit den Stadtrechten folgen, den jedoch Königin Hedvig Eleonora ausstellte, die Witwe von Karl X. Gustav. Der damalige Staatsarchitekt Erik Dahlbergh zeichnete anschließend den Stadtplan und plante auch das Kastell, das jedoch erst ab 1675 angelegt wurde, als Karlshamn bereits sämtliche Handelsrechte besaß. Allerdings sollte die Entwicklung der neuen Stadt noch etwas auf sich warten lassen, denn 1678 wurde Karlshamn von den Dänen verwüstet und schon 1710 erneut in Brand gesetzt. Anschließend kam die Pest, die die Hälfte der Bevölkerung tötete und 1763 fiel ein großer Teil der jungen Stadt erneut den Flammen zum Opfer.

Als die Pest in Karlshamn zu Beginn des 18. Jahrhundert überwunden war, begann die wirtschaftliche Entwicklung, denn ab 1740 entwickelten sich hier Handel, Seefahrt und vor allem Industrie. Nur 20 Jahre später fand man in Karlshamn eine Werft und jede Art von Industrie, was die Stadt zu einem Zentrum Blekinges machte, aber seine Spuren auch in großen Teilen des Smålands hinterließ. Während der Kontinentalsperre entwickelte sich Karlshamn dann auch zu einem wichtigen Handelszentrum, das britische Waren nach Deutschland verschiffte. In dieser Zeit entstanden die großen Handelshäuser der Stadt, was man heute als die Glanzperiode Karlshamns betrachtet. Den nächsten Schritt sollte Karlshamn erst wieder Ende des 19. Jahrhunderts mit der Ankunft der Eisenbahn machen.


15. September 1907: Gunnar Ekelöf, der erste surrealistische Autor Schwedens
15. September 1969: Die Karriere von Åke Grönberg
15. September 1972: Flugzeugentführung in Schweden
15. September 1973: Gustav VI. Adolf, der König mit Interesse für Archäologie
15. September 1973: Daniel Westling wird Prinz Daniel Westling Bernadotte
15. September 1975: Der Name Arla wird in Schweden geboren
15. September 1990: Der private Fernsehkanal TV4 sendet analog

Copyright: Herbert Kårlin