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Freitag, 8. März 2019

Der Künstler Carl August Fahlgren

Carl August Fahlgren wurde am 8. März 1819 in Norrtälje zur Welt und kam 1833, im Alter von 14 Jahren, nach Stockholm um dort als Verkäufer zu arbeiten. Im Jahr 1844 öffnete Fahlgren dann seinen eigenen Kolonialwarenhandel in der schwedischen Hauptstadt, den er anschließend rund 30 Jahre lang behalten sollte, bevor sich Fahlgren dazu entschied sich der Kunst zu widmen, die bis dahin nur sein Freizeitvergnügen war. Bereits als Fahlgren seinen Laden gründete, nahm er jedoch jeden Sonntag bei Andreas Fornander Unterricht in der künstlerischen Malerei und besuchte auch ein halbes Jahr lang die Einführungskurse der Kunstakademie.

In den ersten Jahren widmete sich Carl August Fahlgren vor allem dem Kopieren von Landschaftsmalereien, vermutlich um sich dadurch mit den Techniken der Malerei besser vertraut zu machen. Während Fahlgren Anfangs nur durch Schweden reiste, unternahm er 1854, gemeinsam mit Gustaf Carleman, eine etwas ausgedehntere Studienreise nach Dänemark, Deutschland und Frankreich, was mit Sicherheit einen großen Einfluss auf Fahlgren ausübte, denn auch Carleman malte vor allem Landschaften und natürlich Stockholm, allerdings mit dem Unterschied, dass sich Carleman auch sehr für die Fotografie interessierte.

Carl August Fahlgren, der 1866 in den Vorstand der Künstlerklubs gewählt wurde, verkaufte sein erstes Gemälde im Jahre 1857 an den Verein schwedischer Künstler, was den Künstler in seiner Tätigkeit bestätigte und dazu führte, dass Fahlgren im Laufe der Jahre knapp 600 Landschaftsgemälde malte, sehr oft Motive, die er in den Schären vor Stockholm fand. Trotz seiner einfühlsamen Gemälde gelang es Carl August Fahlgren, der am 2. Mai 1905 in Stockholm starb, nicht in die größeren Museen des Landes zu kommen, sondern seine Bilder sind über das ganze Land verbreitet, und nur ein einziges der Gemälde, findet man im Stockholmer Stadtmuseum.


Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 15. August 2016

Der schwedische Künstler und Fotograf Gustaf Carleman

Als Gustaf Carleman am 15. August 1911 in Saltsjö-Järla bei Stockholm starb, ging er als der erste Schwede in die Geschichte ein, der die Fotoreproduktion im Buchdruck anwandte und seine Leistungen als Künstler und Fotograf verblassten dabei nahezu vollständig, obwohl er 1878 das vermutlich beeindruckendste Gemälde vom Brand Eldkvarns malte. Carleman hinterließ jedoch auch in der Geschichte der Fotografie einige Spuren, denn 1888 hatte er den Fotografischen Verein in Stockholm gegründet und zwei Jahre später war er mit an der Gründung des Vereins der schwedischen Künstler beteiligt.

Gustaf Carleman war am 5. September 1821 als Sohn eines Majors in Malmö zur Welt gekommen und schrieb sich 1838 an der Universität Lund ein. Neben seinem juristischen Studium gab er in diesen Jahren auch zwei Bücher heraus, die er mit eigenen Lithographien bebilderte. Nach Abschluss seines Jurastudiums begann er als Jurist in der Verwaltung zu arbeiten, schrieb sich jedoch gleichzeitig in der Kunstakademie ein, die er bis 1853 besuchte, um anschließend noch ein weiteres Jahr in Düsseldorf Fotografie zu studieren. Nach seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete Carleman bis zu seinem Lebensende als Künstler, hatte sich dabei jedoch gleichzeitig der Fotografie verschrieben, die er als optimalen künstlerischen Ausdruck sah, da man hier künstlerisches Arbeiten und experimentelles Handwerk verbinden konnte.

Schon während seines Studiums in Lund hatte Gustaf Carleman mit der Daguerreotypie experimentiert und versucht eine eigene Technik zu entwickeln, allerdings nicht mit dem erhofften Erfolg. In Düsseldorf erlerne er dann die Herstellung von Kollodium-Nassplatten und der Kollodium-Trockenplatten, einer Technik, die Carleman dann zu Experimenten mit verschiedenen Papieren und selbst mit Wachstuch brachten. Da der Künstler jedoch von Beginn an auf der Suche nach der Farbfotografie war, griff er bald auch zur sinnvollsten Lösung seines Problems und kolorierte seine Fotografien von Hand. Einige Jahre lang hatte Carleman auch ein eigenes Studio in Stockholm, aber da Fotografie eine Modeerscheinung wurde, gab er sein Studio wieder auf um zur Kunst zurückzukehren, auch im Bereich der Fotografie. Bei der Ausstellung in Kopenhagen des Jahres 1872 präsentierte Gustaf Carleman dann auch die größte Fotografie der Ausstellung, einen Blick über Stockholm.


15. August 1247: Sigtuna, die Dominikaner und die Mariakyrkan
15. August 1794: Elias Magnus Fries, der erste schwedische Fachmann für Pilze
15. August 1901: Der Vorname Estelle und Prinzessin Estelle von Schweden
15. August 1954: Stieg Larsson, der Erfolg kam nach seinem Tod
15. August 1982: Der schwedische Biochemiker Hugo Theorell
15. August 1986: Die Nationalflagge der Samen
15. August 2004: Sune Bergström und der Nobelpreis in Medizin
15. August 2011: Sif Ruud, noch mit 85 auf der Bühne des Dramaten

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden