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Freitag, 9. Februar 2018

Der schwedische Architekt Carl Hårleman

Als der schwedische Architekt Carl Hårleman am 9. Februar 1753 in Stockholm starb, ging er als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Architekten seiner Zeit in die schwedische Geschichte ein, da er das architektonische Bild Schwedens änderte. Dies lag nicht nur daran, dass er, nach dem Tod von Nicodemus Tessin dem Jüngeren, das Schloss in Stockholm fertigstellte, sondern auch, weil er damit den Rokokostil nach Schweden brachte, und für den Schlossbau sogar Handwerker aus Frankreich holte, und er gründete eine königliche Zeichenschule, die Kunstakademie.

Carl Hårleman war als Sohn des Architekten Johan Hårleman in Stockholm zur Welt gekommen und erhielt seine Ausbildung von Nicodemus Tessin dem Jüngerem, einem Mitarbeiter seines Vaters, der allerdings sehr früh gestorben war. Bedeutend für Hårleman waren drei Reisen nach Paris, die erste um an der Akademie für Architektur studieren, und die späteren Reisen um die Rokoko-Bauweise zu entdecken, eine damals völlig neue Bauweise, die in Schweden um diese Zeit noch völlig unbekannt war. Dies war auch der Grund, warum er die Arbeiter für den weiteren Schlossbau aus Frankreich holen musste.

Da Carl Hårleman die Kunstakademie gegründet hatte, war es selbstverständlich, dass er auch ihr erster Direktor wurde und die entsprechenden Lehrer wählte, die den Schülern die damals zukunftsweisende architektonischen Techniken und Stilrichtungen beibringen mussten. Als Hårleman im Jahr 1741 auch königlicher Oberintendant wurde, hatte er die Aufsicht über die gesamte Bautätigkeit Schwedens, wobei dies auch bedeutete, dass Hårleman in den Adelsstand erhoben wurde und 174 in die Wissenschaftsakademie gewählt wurde. Neben Schlössern und anderen bedeutenden Bauten, zeichnete Hårleman auch den Botanischen Garten in Uppsala, der heute als schwedisches Kulturminne gilt.


9. Februar 1772: Frans Michael Franzén, vom modernen Dichter zum Bischof
9. Februar 1772: Frans Michael Franzén, vom Skalde zum Bischof
9. Februar 1853: Die Stiftung Arbetarbostadsfonden
9. Februar 1910: Das Alkoholmonopol in Schweden
9. Februar 1916: Helmer Linderholm und der historische Roman Schwedens
9. Februar 1946: Der Frukostklubben, noch heute eine Legende Schwedens
9. Februar 1974: Der schwedische Orientalist Henrik Samuel Nyberg
9. Februar 1996: Der Vinterparken (Winterpark) in Östersund

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 5. September 2014

Carl Gustaf Tessin, Kunstsammler und Politiker

Carl Gustaf Tessin wurde am 5. September 1695 als Sohn des Schlossarchitekten Nicodemus Tessin in Stockholm geboren und konnte mit Unterstützung von Karl XII. und Königin Eleonora von Holstein-Gottorp eine ausgedehnte Studienreise durch Frankreich, Italien und Deutschland machen bevor er 1718 als Hofintendant nach Stockholm gerufen wurde. Ab 1723 begann dann die politische Karriere Tessins, die von Auseinandersetzungen mit Arvid Horn, politischen Intrigen und der Arbeit auf beiden Seiten der damaligen politischen Macht geprägt war. Nur auf Grund seiner diplomatischen Geschicklichkeit gelang es Tessin dennoch seinen Einfluss am Königshaus zu behalten.

Aber auch wenn sich Carl Gustaf Tessin als ausgezeichneter Diplomat zeigte, so fehlte ihm oft das politische Gefühl, was sich insbesondere während seines Aufenthalts in Paris zwischen 1739 und 1742 zeigte, als er sich in Künstlerkreisen und Salons am wohlsten fühlte, denn nur der Ausbruch des Thronfolgerkrieges in Österreich führte dazu, dass Frankreich den schwedischen Krieg gegen Russland unterstützte und Tessin damit vor dem Untergang rettete. Als es dem Diplomaten Tessin dann ein Jahr später, nach der Wahl von Adolf Fredrik zum König Schwedens, gelang einen Krieg mit Dänemark zu vermeiden, und er nur wenige Monate im Auftrag des Königs dessen zukünftige Ehefrau Lovisa Ulrika von Preußen aus Berlin geholt hatte, hatte er als Günstling des königlichen Paares als oberster Marschall und Kanzleipräsident die Spitze seiner Karriere erreicht.

Bereits ein Jahr später zeigten sich dann die ersten Probleme zwischen dem Königspaar und Carl Gustaf Tessin und 1752 hatte er nahezu alle Ämter verloren, wurde jedoch mit einer lebenslangen Pension und dem Nutzungsrecht des Läckö kungsgård (Gut Läckö) betraut. Der Abstieg Tessins ab dem Jahre 1746 zeigte sich auch an permanenten finanziellen Schwierigkeiten des Politikers, die sich für die Nachwelt vermutlich sehr positiv auswirkten, denn Tesssin, der ab seinem Aufenthalt in Frankreich eine enorme Kunstsammlung erworben hatte, musste die verschiedenen Einzelsammlungen Stück für Stück verkaufen, was dann den Grundstock für das Nationalmuseum in Stockholm ausmachte. Kurz vor seinem Tod am 7. Januar 1770 konnte sich Tessin mit dem Königshof versöhnen, aber er starb noch bevor er einige seiner früheren Privilegien zurückerhalten hatte.


5. September 1816: Axel Gabriel Silverstolpe, ein literarischer Revolutionär
5. September 1860: Die Stadtbibliothek in Helsingborg wird gegründet
5. September 1871: Carl Edward Norström, Pionier des schwedischen Eisenbahn
5. September 1987: Die beliebte Sendung På Spåret hat in Schweden Premiere
5. September 1995: Ebba Lindqvist, Gedichte vom Meer und dem Bohuslän
5. September 2001: Der schwedische König wird mit Torte beworfen

Copyright: Herbert Kårlin