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Dienstag, 4. Oktober 2016

Die Kunsthochschule Valand in Göteborg

Am 4. Oktober 1865 wurde in Göteborg die Musei Ritskola in den Räumen der Ostindischen Kompanie eröffnet und nahm bereits im ersten Jahr etwa 170 Schüler auf. Während der ersten vier Jahre war der Unterricht vor allem ein künstlerischer Zusatzunterricht für Schüler der Göteborger Schulen, die hier am Zeichenunterricht teilnahmen. Vier Jahre nach der Eröffnung wurde dann auch erstmals Unterricht im Malen gegeben, was der Schule allerdings bald neue Schüler brachte, nämliche Erwachsene, die dort ein Ausbildung im künstlerischen Malen suchten.

Als die Musei Ritskola Erwachsene zu unterrichten begann, ging der Schritt direkt zu einer künstlerischen Ausbildung, mit einem Prinzip, das relativ neu war. Die erwachsenen Schüler waren nämlich zur Hälfte Frauen, die in der Kunstakademie in Stockholm noch mit starkem Rückhalt akzeptiert wurden und dort daher eine bedeutende Minorität ausmachten. Die Musei Ritskola, die heute als Kunsthochschule Valand bekannt ist, hatte mit der Wahl der Schüler allerdings einen Hintergedanken, denn die Frauen, die ausschließlich aus gutem Hause kamen, mussten für den Unterricht bezahlen und damit die Schule mitfinanzieren, und die angenommenen Männer sollten, ohne hohen finanziellen Einsatz, zu Künstlern ausgebildet werden, erhielten daher also auch eine weitaus bessere Ausbildung.

Diese Idee sollte dazu führen dass in den ersten 20 Jahren der späteren Kunsthochschule Valand Künstler wie Carl Larsson, Bruno Liljefors und Carl Wilhelmson entstanden, die heute aus der nordischen Kunstgeschichte nicht mehr wegzudenken sind. Eine der wenigen Frauen, die sich in jener Zeit zu einer anerkannten Künstlerin entwickelte, war Hanna Pauli. Den Namen Valand erhielt die Kunstschule erst 1951, als zur Abteilung für Zeichnen und Malen auch die Skulptur gekommen war. Dennoch sollte es noch bis 1970 dauern bis die Kunstschule von der Stadt übernommen wurde und nicht mehr ständig nach neuen Sponsoren suchen musste. 1977 wurde die Kunstschule zur Hochschule ernannt und in die Göteborger Universität integriert, was zum Namen Kunsthochschule Valand führte.


4. Oktober 1550: Karl IX. ein Ersatzkönig leitet Schweden
4. Oktober 1872: John Wigforss, vom Bohème-Revolutionär zum Konservatismus
4. Oktober 1894: Frans G. Bengtsson, Militärromantik und Antidemokratie
4. Oktober 1904: IFK Göteborg, eine Alternative für die Arbeiterschicht
4. Oktober 1920: Der schwedische Musiker Charlie Norman
4. Oktober 1935: Das Konzerthaus in Göteborg und seine Geschichte 
4. Oktober 1953: Der schwedische Prinz Oscar (Bernadotte) 
4. Oktober 1999: Kanelbullens dag, der Tag der schwedischen Zimtschnecke

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 2. Oktober 2016

Entstehung und Entwicklung der Universität Göteborg

Der Gedanke zur Gründung einer Universität in Göteborg entstand bereits wenige Jahre nach der Gründung der Stadt durch Gustav II. Adolf, aber nach dem Frieden von Roskilde gewann Lund das Rennen und die Universität Lund wurde zur Universität des Reiches der Goten ernannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann die Diskussion zur Gründung einer Universität Göteborg geboren, und dank zahlreicher Stiftungen konnte dann am 15. September 1891 eine philosophische Hochschule in Göteborg geschaffen werden in der man fünf verschiedene Fächer studieren konnte. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde diese Hochschule ausschließlich über Stiftungen finanziert und erst ab Ende des Krieges wurden dann auch staatliche Mittel eingesetzt um die Hochschule wachsen zu lassen.

Der Weg von der Hochschule Göteborg zur Universität Göteborg sollte jedoch sehr lang werden, denn um sich Universität nennen zu dürfen, muss eine Hochschule in Schweden über mindestens zwei Fakultäten verfügen. Die Chance kam für Göteborg daher mit der Gründung einer Medizinischen Hochschule im Jahre 1945, der heutigen Sahlgrenska Akademien. Als sich nämlich die beiden Hochschulen 1954 zusammenschlossen, konnte am 2. Oktober 1954 die staatliche Universität Göteborg eingeweiht werden. Im Lauf der Jahre bildeten sich durch weitere Zusammenschlüsse zusätzliche Fakultäten, wodurch Göteborg seinen Ruf als Universitätsstadt international ausbauen konnte.

Heute gehört die Universität Göteborg zu den 200 weltweit besten Universitäten weltweit und zählt mit seinen mittlerweile acht Fakultäten insgesamt 37.000 Studenten und rund 6000 Angestellten. Bereits während der Grundausbildung arbeiten viele der Studenten eng mit der Forschung zusammen, da man dadurch hofft diese im Anschluss an ihr Studium für die Forschung zu gewinnen. Bedeutend für die Universität Göteborg war auch, dass im Jahr 2000 ihrem Professor Arvid Carlsson der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde, die höchste Anerkennung, die einem Wissenschaftler zuteil werden kann.


2. Oktober 1870: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad
2. Oktober 1905: Die Hallands Nyheter werden ein Sprachrohr für die Landwirtschaft
2. Oktober 1908: Ingrid Albiner und die christliche Literatur
2. Oktober 1927: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
2. Oktober 1973: Maria Wetterstrand und die grüne Bewegung Schwedens
2. Oktober 1979: Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson
2. Oktober 2008: Der samische Künstler Lars Pirak 

Copyright: Herbert Kårlin

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