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Sonntag, 5. Februar 2017

Die Linnéuniversität in Kalmar

Auch wenn die Linnéuniversität in Kalmar bereits am 1. Januar 2010 durch die Zusammenlegung der Universität Växjö und der Hochschule Kalmar entstanden war, so erfolgte die Einweihung dieser staatlichen schwedischen Universität erst am 5. Februar 2010. Die Gründung dieser Universität war im Grunde die Folge einer Zusammenarbeit, die bereits 2004 unter dem Namen Akademi Sydost begonnen hatte und 2008 so eng geworden war dass die Zusammenlegung geradezu eine logische Folge davon wurde. Heute hat die Linnéuniversität, die ihren Namen zu Ehren des Botanikers Carl von Linné erhielt, auch Zweigstellen in drei weiteren Orten des Småland.

Gegenwärtig bietet die Linnéuniversität 60 verschiedene Ausbildungsprogramme mit über 1200 Kursen in 50 Wissensgebieten an, oft jedoch nur als Basisausbildung, denn gegenwärtig kann man nur in 20 Fächern den Magister ablegen. Auch die Forschung ist relativ beschränkt, obwohl sie sowohl Geisteswissenschaft, Sozialwissenschaft, Naturwissenschaft und Technik umfasst. Für viele Studenten ist die Linnéuniversität daher nur das Sprungbrett zu einer der großen Universitäten mit sehr spezialisierten Kursen und der Möglichkeit einen höheren Abschluss zu erreichen.

Einen besonderen Ruf hat die Linnéuniversität bei Ausbildungen im Gesundheitswesen, da das Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft jede Art von Krankenschwestern ausbildet, inklusive der psychiatrischen Pflege und der Geburtshilfe. In diesem Institut wird auch die intensivste Forschung der Universität betrieben, sowohl in Gruppen als auch individuelle Forschung. Im e-Gesundeheitsinstitut, das diesem Fachbereich angegliedert ist, erfolgt die Forschung aus Auswertung von IT-Unterstützung im Gesundheits- und Pflegewesen. Dass in der Linnéuniversitet die Ausbildung von Krankenschwestern im Vordergrund steht, geht historisch gesehen bis 1907 zurück, als im Lazarett im nahen Västervik bereits eine Schule für Krankenschwestern aufgebaut wurde.


5. Februar 1818: König Karl XIII. von Schweden
5. Februar 1818: Karl XIII. verkauft die schwedische Krone an Frankreich
5. Februar 1849: Mäster Palm, der Schneider wird zum Agitator
5. Februar 1852: Der schwedische Künstler Ferdinand Fagerlin
5. Februar 1892: Adam Smedberg und die Erweckungsbewegung in Närke
5. Februar 1892: Emilie Flygare-Carlén und der Regionalroman der Westküste
5. Februar 1895: Berit Spong und die Kritik des Kleinstadtlebens
5. Februar 1928: Der Komiker und Schriftsteller Tage Danielsson
5. Februar 1945: Der schwedische Architekt Ragnar Östberg
5. Februar 1950: Die schwedische Strafrechtsanwältin Kerstin Koorti

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 2. Oktober 2016

Entstehung und Entwicklung der Universität Göteborg

Der Gedanke zur Gründung einer Universität in Göteborg entstand bereits wenige Jahre nach der Gründung der Stadt durch Gustav II. Adolf, aber nach dem Frieden von Roskilde gewann Lund das Rennen und die Universität Lund wurde zur Universität des Reiches der Goten ernannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann die Diskussion zur Gründung einer Universität Göteborg geboren, und dank zahlreicher Stiftungen konnte dann am 15. September 1891 eine philosophische Hochschule in Göteborg geschaffen werden in der man fünf verschiedene Fächer studieren konnte. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde diese Hochschule ausschließlich über Stiftungen finanziert und erst ab Ende des Krieges wurden dann auch staatliche Mittel eingesetzt um die Hochschule wachsen zu lassen.

Der Weg von der Hochschule Göteborg zur Universität Göteborg sollte jedoch sehr lang werden, denn um sich Universität nennen zu dürfen, muss eine Hochschule in Schweden über mindestens zwei Fakultäten verfügen. Die Chance kam für Göteborg daher mit der Gründung einer Medizinischen Hochschule im Jahre 1945, der heutigen Sahlgrenska Akademien. Als sich nämlich die beiden Hochschulen 1954 zusammenschlossen, konnte am 2. Oktober 1954 die staatliche Universität Göteborg eingeweiht werden. Im Lauf der Jahre bildeten sich durch weitere Zusammenschlüsse zusätzliche Fakultäten, wodurch Göteborg seinen Ruf als Universitätsstadt international ausbauen konnte.

Heute gehört die Universität Göteborg zu den 200 weltweit besten Universitäten weltweit und zählt mit seinen mittlerweile acht Fakultäten insgesamt 37.000 Studenten und rund 6000 Angestellten. Bereits während der Grundausbildung arbeiten viele der Studenten eng mit der Forschung zusammen, da man dadurch hofft diese im Anschluss an ihr Studium für die Forschung zu gewinnen. Bedeutend für die Universität Göteborg war auch, dass im Jahr 2000 ihrem Professor Arvid Carlsson der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde, die höchste Anerkennung, die einem Wissenschaftler zuteil werden kann.


2. Oktober 1870: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad
2. Oktober 1905: Die Hallands Nyheter werden ein Sprachrohr für die Landwirtschaft
2. Oktober 1908: Ingrid Albiner und die christliche Literatur
2. Oktober 1927: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
2. Oktober 1973: Maria Wetterstrand und die grüne Bewegung Schwedens
2. Oktober 1979: Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson
2. Oktober 2008: Der samische Künstler Lars Pirak 

Copyright: Herbert Kårlin

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Samstag, 17. September 2016

Die Entstehung der Universität Umeå

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts tauchte die Forderung nach einer Universität oder Hochschule im nördlichsten Teil Schwedens auf, da das Bildungsniveau im nördlichsten Teil des Landes sehr gering war und es auch kaum Zahnärzte, Ärzte, Lehrer und Juristen gab und die Gesundheit daher auf ähnlichem Niveau war wie die Bildung. Aber jeder Plan wurde von der schwedischen Regierung in Stockholm abgelehnt. Die erste Wende kam erst 1951, als man zumindest eine wissenschaftliche Bibliothek nach Umeå legte in die jeweils ein Exemplar jedes in Schweden gedruckten Werkes geschickt werden musste.

Fünf Jahre später erhielt Umeå dann eine Zweigstelle der Hochschule für Zahnmedizin in Stockholm und ein weiteres Jahr später wurde eine medizinische Hochschule gegründet, die ab 1959 ihre Arbeit aufnahm. Nun sollte es erneut vier Jahre dauern bis das Parlament Umeå das Recht gab von einer Universität zu sprechen. Am 17. September 1965 konnte dann Gustav VI. Adolf in Umeå die fünfte Universität Schwedens einweihen, eine Universität mit vier Fakultäten und einer Universitätsbibliothek. Mittlerweile hat sich die Universität Umeå in eine der wichtigsten Universitäten Schwedens verwandelt, die nicht nur die vier Fakultäten ausbaute, sondern der mittlerweile auch acht Hochschulen angegliedert wurden, wobei die letzte davon eine Sporthochschule ist, die erst 2013 die Ausbildung aufnahm.

An der Universität Umeå studieren mittlerweile jedes Jahr über 30.000 Studenten, wobei die Einrichtung auch Zweigstellen in Kiruna, Lycksele, Skellefteå und Örnsköldsvik hat, auch wenn sich das Zentrum um den Campus Umeå sammelt, wo sich auch die Forschungszentren befinden. Über fünf Prozent der Bevölkerung Umeås arbeitet heute an der Universität Umeå und rund ein Drittel ist in in irgendeine Weise an die Universität gebunden, was Umeå auch den Ruf der Stadt der Wissenschaften verleiht und erklärt warum das kulturelle Angebot Umeås sehr stark auf Studenten ausgerichtet ist. Nur der Tourismus mit seinen jährlich knapp 500.000 Übernachtungen hat in Umeå einen ähnlichen Stellenwert wie die Universität Umeå.


17. September 936: Der Hamburger Bischof Unni in Schweden
17. September 936: Bischof Unni führt Birka zurück zum Christentum
17. September 1605: Die Schlacht bei Kirkholm und ein Verlust ohne Folgen
17. Sepember 1702: Der Naturforscher und Mediziner Olof Rudbeck der Ältere
17. September 1790: Israel Hwasser und die Naturphilosophie in der Medizin
17. September 1811: August Blanche und das Stockholmer Milieu des 19. Jahrhunderts
17. September 1868: Emil Kléen, der dekadente Poet des 19. Jahrhunderts
17. September 1886: Adolf Eugène von Rosen und die schwedische Eisenbahn
17. September 1941: Eine Explosion auf zwei Kriegsschiffen gleichzeitig
17. September 1948: Folke Bernadotte wird in Israel ermordet

Copyright: Herbert Kårlin

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Donnerstag, 30. April 2015

Der studentische Karneval Chalmers Cortège

Niemand kann heute mit Exaktheit sagen ab wann die Studenten der Technischen Hochschule Chalmers nach ihrem Schlussexamen durch Göteborg zogen um dieses Ereignis zu feiern. Sicher ist jedoch, dass der erste Umzug, der die heute übliche Tradition einleitete, am 30. April 1909 seinen Beginn nahm und nur ein Jahr später der erste Karnevalsumzug stattfand, dessen Entwicklung man noch heute jeweils am 30. April jeden Jahres folgen kann, vorausgesetzt, man stellt sich frühzeitig an den Straßenrand, da jeder Umzug, genannt Chalmers Cortège, mittlerweile über 250.000 Zuschauer anzieht.

Im Grunde planten die Studenten der Technischen Hochschule Chalmers bereits 1890 eine Art Umzug und fragten bei der Polizei nah wie diese sich verhalten würde, wenn alle Abschlussstudenten in einem Gänsemarsch zum Schlosswald wandern würden. Die Antwort erstaunte wenig, denn die Polizei erklärte, dass alle Teilnehmer verhaftet würden, was diese Idee beendete. Bis 1909 mussten die Studenten sich daher damit zufrieden geben am 30. April nur entlang der Vasagatan zu gehen, einen Fuß auf der Straße und den anderen auf dem Bürgersteig. Pflicht dabei war auch seine Studentenmütze zu tragen.

Am 30. April 1909 mieteten die Studenten der Hochschule sämtliche zur Verfügung stehenden Pferdedroschken Göteborgs und fuhren damit in einem langen Zug durch Göteborg, was kaum unbemerkt bleiben konnte. Im Folgejahr entschied man sich dann jedoch einen jährlichen Umzug zu gestalten, der mit selbst gebauten oder dekorierten Fahrzeugen stattfinden sollte, wobei eine der Hauptattraktionen ein altes Fahrrad war, das vorne eine großes und hinten ein kleines Rad hatte, ein Fahrrad, das noch heute den Umzug anführt. Interessant sind jedoch nicht nur die teilweise sehr ausgefallenen Gefährte, sondern auch die Tatsache, dass jedes Fahrzeug eine ironische Botschaft trägt, die die politischen Ereignisse des letzten Jahres betreffen.


30. April: Die Walpurgisnacht in Schweden
30. April 1870: Maria Sandel, die erste Arbeiterschriftstellerin Schwedens
30. April 1910: In Göteborg findet der erste Chalmers Cortège statt
30. April 1926: Der schwedische Architekt Sten Samuelson
30. April 1929: Birger Sjöberg, vom Volkslied zum Modernismus
30. April 1946: Sven Nordqvist und die Phantasiewelt der Kinder
30. April 1946: Carl XVI. Gustaf Folke Hubertus, König von Schweden
30. April 1976: Die Hoola Bandoola Band
30. April 1982: Der Tag der schwedischen Flagge

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 1. August 2012

Die Universität Uppsala wird allgemeine Universität

Am 1. August 1593 wurde die Universität Uppsala als allgemeine Hochschule gegründet und damit zur ersten Universität Schwedens, da Lund damals noch Teil des dänischen Reiches war, die Stadt, in der man bereits 1425 eine wissenschaftliche Hochschule geschaffen hatte, 52 Jahre bevor in Uppsala die rein katholische Hochschule geschaffen wurde, die oft als der Vorläufer der Universität mit „studium generale“ bezeichnet wird.

Als 1477 die damals nördlichste Universität Europas gegründet wurde, hatte sie nichts mit den mehr südlich gelegenen Universitäten zu tun, denn Uppsala war von der katholischen Kirche getragen und der Leiter der Ausbildungseinrichtung war der Erzbischof des Bistums Uppsala. Bis zur Reformation unter Gustav Vasa wurden dort ausschließlich höhere Priester und zukünftige Bischöfe ausgebildet, die sich mit Latein, der katholischen Theologie und der Philosophie von Aristoteles auseinandersetzen mussten. Allgemeine Wissenschaft war an dieser ersten Hochschule daher kein Thema.

Mit Gustav Vasa verlor die Universität Uppsala dann vorübergehend jede Bedeutung und erst nach dem Kyrkomötet von 1593 in Uppsala wurde der Universitätsbetrieb wieder aufgenommen und neu geordnet. Einige Monate nach dem Treffen wurde aus der kirchlichen Einrichtung eine wissenschaftliche Universität im heutigen Sinne. Der Aufschwung für die Universität Uppsala kam dann jedoch erst mit dem Großmachtdenken Schwedens unter Gustav II. Adolf, denn auch wenn die nun protestantische Theologie weiterhin eine Rolle spielte, so setzte der König auf Staatswissenschaft und Geschichte, wobei er als Vorbilder der Uppsala Universität Erfurt, Greifswald oder auch Paris sah. Erst aus dieser Idee entwickelte sich dann die heutige Universität mit neun Fakultäten und rund 23.000 Studenten.


1. August 1557: Olaus Magnus schreibt im Exil schwedische Geschichte
1. August 1929: Rückwanderer aus der Ukraine kommen in Trelleborg an

Copyright: Herbert Kårlin
 

Dienstag, 8. Mai 2012

Die ersten Veterinäre Schwedens

Peter Hernqvist wurde am 8. Mai 1726 in Härlunda geboren und studierte dann Philosophie in Uppsala und in Greifswald. Seine Kontakte mit Carl von Linné brachten ihm die Botanik näher, aber noch bevor sich Peter Helmqvist tatsächlich für einen klaren Weg entschieden hatte, wurde er, gemeinsam mit zwei anderen jungen Wissenschaftler, vom schwedischen Staat ins französische Lyon geschickt um sich dort zum Veterinär auszubilden. Nach seinem Studium wurde er in Paris als Lehrer angestellt und gründete, nahezu nebenbei, den dortigen Botanischen Garten, Jardin des Plantes.

Als Peter Hernqvist dann wenige Jahre später nach Schweden zurückkehrte, wurde er zum Lektor für Mathematik in Skara ernannt, eine Tätigkeit, die er allerdings nur drei Jahre lang ausübte, bevor er 1775 damit beauftragt wurde die erste Veterinärausbildung in Schweden einzurichten. Bereits 1778 wurde er dann der erste Professor Schwedens in diesem Bereich. Dabei hätte diese Ehre eigentlich Erland Tursén zufallen müssen, der bereits 1950 als königlicher Veterinär eingestellt worden war und zu Beginn ausgezeichnete Arbeiten zur Tierheilkunde veröffentlichte. Wenn er nicht einige Jahre vor Hernqvist nach Lyon geschickt wurde wegen Nachlässigkeiten entlassen worden wäre und dabei auch noch seine gesamten Pensionsansprüche verloren hätte.

Mittlerweile ist die Ausbildung zum Veterinär in Schweden von Skara nach Uppsala umgezogen, wo sich die einzige Hochschule des Landes für Veterinäre befindet. Obwohl für die Zulassung außerordentliche Noten vorausgesetzt werden, gibt es jedes Jahr eine lange Warteschlange und nur wenige Bewerber werden zur fast sechsjährigen Ausbildung zugelassen bei der Theorie und Praxis sich abwechseln. Für den Ansturm auf das Veterinärstudium ist jedoch nicht nur das Interesse für diesen Beruf verantwortlich, sondern auch die garantierten Arbeitsplätze für jeden Absolventen der Hochschule.


8. Mai 1968: Geschwindigkeitsbegrenzungen in Schweden
8. Mai 1992: Der schwedische Staat rettet die Nordbanken (heute Nordea)

Copyright: Herbert Kårlin

Messetermine in Göteborg

Samstag, 5. November 2011

Die Technische Hochschule Chalmers in Göteborg

Am 5. November 1829 wurde im großen Versammlungsraum der Freimaurer in Göteborg die Chalmers Slöjde Skolan eingeweiht, die zu jener Zeit eine Handwerkschule für Kinder armer Familien sein sollte. Diese Einrichtung entstand auf Grund des Testaments von William Chalmers, der sehr früh verstand, dass eine gute Ausbildung die Grundlage für den selbst bescheidensten Wohlstand war. Die Schule wurde daher als Stiftung gegründet, was auch dazu führte, dass die heutige Technische Hochschule Chalmers immer noch als Stiftung geleitet wird.

Der erste Direktor von Chalmers, Carl Palmstedt, hatte jedoch wenig Interesse daran einer Schule für die Ärmsten vorzustehen und erreichte es durch seine Beziehungen zum Adel und dem Königshaus diese Forderung der Freimaurer 1830 zu umgehen und ab 1836 konnte er sich ganz auf begabte und etwa ältere Schüler beschränken, was den tatsächlichen Grundstein zur Chalmers Tekniska Högskolan setzte, denn stufenweise wurde aus der Bezeichnung Slöjdskola, eine Tekniska Läroanstalt, ein Tekniska Institut und 1937 dann schließlich eine Technische Hochschule.

Bereits ab 1919 versuchte die Leitung von Chalmers die Anerkennung als Technische Hochschule zu erhalten, was jedoch auf Grund der schwedischen Wirtschaftskrise jener Epoche erst ab 1934 ernsthaft diskutiert werden konnte und 1937 zur Anerkennung als Hochschule führte. Am 1. Juli 1937 wurde dann die gymnasiale Abteilung ganz ausgegliedert und zum Technischen Gymnasium und der Hochschulteil wurde der Kungliga Tekniska högskolan in Stockholm gleichgesetzt. Heute studieren in der Chalmers Tekniska Högskolan etwas über 11.000 Studenten.

5. November 1919: Die schwedische Kinderhilfsorganisation Rädda Barnen
5. November 1932: Sonora, das schwedische Label für Schallplatten

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 3. Juli 2011

William Chalmers, Gründer der Technischen Hochschule in Göteborg

Am 3. Juli 1811 starb William Chalmers, der vor allem durch die Gründung der Technischen Hochschule Chalmers in Göteborg bekannt wurde, die jedoch bei ihrer Einweihung am 5. November 1829 noch die Bezeichnung Chalmerska Slöjdskolan trug und armen Kindern in Göteborg eine grundlegende Ausbildung bot, oder, wie William Chalmers es in seinem Testament ausdrückte, dort lesen und schreiben lernen konnten.

William Chalmers, der väterlicherseits aus Schottland stammte, erwarb seinen Reichtum durch die Ostindiska Kompaniet (Ostindien-Kompanie) und war dort bis zum Konkurs der Gesellschaft leitender Direktor. Nach der Auflösung der Firma gründete er, zusammen mit Peter Bagge, die Trollhätte sluss och kanal, wobei eine der Schleusen auch nach den beiden Gründern benannt wurde.

Die heutige Technische Hochschule Chalmers ist bis heute eine Stiftung, die auf William Chalmers zurückführt, auch wenn sich die Ausbildungsrichtung mehrmals veränderte. Aus der Schule für arme Kinder entwickelte sich 1882 die Chalmers Tekniska Läroanstalt, eine technisch eingerichtete Schule, die 1914 das Chalmers Technische Institut wurde und sich 1937 schließlich zur Chalmers Technischen Hochschule entwickelte, die weltweit einen guten Ruf trägt und deren Abschluss eine Anstellung garantiert.

3. Juli 1746: Die schwedische Königin Sofia Magdalena von Dänemark
3. Juli 1988: Der Åmselemord und ein Fahrraddiebstahl 


Copyright: Herbert Kårlin