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Sonntag, 2. Oktober 2016

Entstehung und Entwicklung der Universität Göteborg

Der Gedanke zur Gründung einer Universität in Göteborg entstand bereits wenige Jahre nach der Gründung der Stadt durch Gustav II. Adolf, aber nach dem Frieden von Roskilde gewann Lund das Rennen und die Universität Lund wurde zur Universität des Reiches der Goten ernannt. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann die Diskussion zur Gründung einer Universität Göteborg geboren, und dank zahlreicher Stiftungen konnte dann am 15. September 1891 eine philosophische Hochschule in Göteborg geschaffen werden in der man fünf verschiedene Fächer studieren konnte. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde diese Hochschule ausschließlich über Stiftungen finanziert und erst ab Ende des Krieges wurden dann auch staatliche Mittel eingesetzt um die Hochschule wachsen zu lassen.

Der Weg von der Hochschule Göteborg zur Universität Göteborg sollte jedoch sehr lang werden, denn um sich Universität nennen zu dürfen, muss eine Hochschule in Schweden über mindestens zwei Fakultäten verfügen. Die Chance kam für Göteborg daher mit der Gründung einer Medizinischen Hochschule im Jahre 1945, der heutigen Sahlgrenska Akademien. Als sich nämlich die beiden Hochschulen 1954 zusammenschlossen, konnte am 2. Oktober 1954 die staatliche Universität Göteborg eingeweiht werden. Im Lauf der Jahre bildeten sich durch weitere Zusammenschlüsse zusätzliche Fakultäten, wodurch Göteborg seinen Ruf als Universitätsstadt international ausbauen konnte.

Heute gehört die Universität Göteborg zu den 200 weltweit besten Universitäten weltweit und zählt mit seinen mittlerweile acht Fakultäten insgesamt 37.000 Studenten und rund 6000 Angestellten. Bereits während der Grundausbildung arbeiten viele der Studenten eng mit der Forschung zusammen, da man dadurch hofft diese im Anschluss an ihr Studium für die Forschung zu gewinnen. Bedeutend für die Universität Göteborg war auch, dass im Jahr 2000 ihrem Professor Arvid Carlsson der Nobelpreis für Medizin verliehen wurde, die höchste Anerkennung, die einem Wissenschaftler zuteil werden kann.


2. Oktober 1870: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad
2. Oktober 1905: Die Hallands Nyheter werden ein Sprachrohr für die Landwirtschaft
2. Oktober 1908: Ingrid Albiner und die christliche Literatur
2. Oktober 1927: Svante Arrhenius, der erste schwedische Nobelpreisträger
2. Oktober 1973: Maria Wetterstrand und die grüne Bewegung Schwedens
2. Oktober 1979: Die schwedische Sängerin Maja Ivarsson
2. Oktober 2008: Der samische Künstler Lars Pirak 

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!

Montag, 25. Januar 2016

Arvid Carlsson und der Nobelpreis in Physiologie oder Medizin

Arvid Carlsson kam am 25. Januar 1923 als Sohn eines Professors in Uppsala zur Welt, wuchs jedoch in Lund auf, wo sein Vater 1926 als Professor an die Universität Lund berufen wurde. Als eine Art Revolte gegen die humanistische und kunstbezogene Erziehung der akademischen Familie entschied sich Carlsson nach seiner Hochschulreife Medizin zu studieren um, nach eigenen Aussagen, etwas sinnvolleres als Kunst zu schaffen. Das Medizinstudium in Lund, das Carlsson 1941 begann, wurde indes vom Militärdienst unterbrochen so dass er dieses erst 1951 mit einem Lizenziat und einem Doktorat beenden konnte.

Noch während seines Medizinstudiums entschied Arvid Carlsson sich auf die Forschung in Pharmazie zu spezialisieren, nicht zuletzt deswegen, weil er bereits 1944 eine unbezahlte Nebenbeschäftigung im pharmakologischen Institut erhalten hatte und damit die Bedeutung von Medikamenten innerhalb der Medizin erkannt hatte. Für seine spätere Forschung ausschlaggebend war jedoch Professor Gunnar Ahlgren, der Carlsson mit der Erforschung des Metabolismus von Calcium betraute, denn auch wenn das ursprüngliche Forschungsziel nicht erreicht wurde, konnte Carlsson während seiner Arbeit feststellen dass Calcium nicht nur eine Rolle im Metabolismus spielt, sondern auch vom menschlichen Skelett aufgenommen wird.

Im Jahre 2000 wurde Arvid Carlsson der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen, den er mit zwei weiteren Forschern teilte. Carlsson war es gelungen die Signalsubstanzen im Nervensystem zu entdecken, gewissermaßen die Sprache der einzelnen Nervenzellen. Eine dieser Substanzen ist Dopamin, das die Bewegungen eines Körpers kontrolliert, also teilweise auch Parkinson erklären kann. Dank seiner Forschung war es gelungen Medikamente zu entwickeln, die bei Parkinson eingesetzt werden können und zumindest die Entwicklung der Krankheit bremsen können.

Copyright: Herbert Kårlin