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Sonntag, 18. März 2012

Der erste Meereseisbrecher Schwedens: S/S Sankt Erik

Am 18. März 1915 wurde der erste schwedische Eisbrecher an die Stadt Stockholm geliefert, der nicht nur Häfen frei halten konnte, sondern auch für dickeres Eis der Ostsee geeignet war. Die Finnboda Werft in Stockholm hatte das Fahrzeug mit dem ursprünglichen Namen Isbrytaren II gebaut, damit der Schiffsverkehr auch im Winter in den Schären Stockholms aufrecht gehalten werden konnte, wobei der Meereseisbrecher in besonders kalten Wintern allerdings auch vom Seefahrtsamt gemietet wurde um Fahrrinnen von Skåne bis zur nördlichen Ostsee freizuhalten.

Im Jahre 1958 bekam der Eisbrecher, der so gebaut war, dass er auf Eisplatten auffahren konnte und sie dadurch zerbrach, den Namen S/S Sankt Erik um die Verbindung zu Stockholm deutlicher zu machen, da Sankt Erik der Schutzheilige der Stadt ist. Unter diesem Namen war das Schiff dann bis 1977 in der Ostsee im Dienst. Allerdings wurde dieser erste Ostsee-Eisbrecher Schwedens anschließend nicht verschrottet, sondern verwandelte sich zu einem Museumsstück, das nun vom Vasamuseum gewartet wird und seit 1980 an der Gälarvarft vor dem Museum liegt und dort besichtigt werden kann.

Allerdings war die S/S Sankt Erik nicht der erste Eisbrecher, der in Schweden gebaut wurde, denn bereits 1883 wurde in der Göteborger Werft in Lindholmen ein Eisbrecher zu Wasser gelassen, der Isbrytaren getauft wurde. Allerdings war dieses Fahrzeug nicht in der Lage Eis von über 60 Zentimeter zu brechen und diente daher nur dazu dem Göteborger Hafen einen Zugang zum Kattegat zu schaffen. In den eisigen Wintern 1893 und 1895 benötigte Isbrytaren selbst im Hafen noch Hilfe aus dem dänischen Skagen. Heute sind in Schweden zwischen Neujahr und Ende Mai zehn Eisbrecher in Einsatzbereitschaft.

18. März 1655: Maria Eleonara von Brandenburg, die schönste Königin Schwedens
18. März 1907: Eisenbahnraub in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 10. August 2011

Die Vasa sinkt bei ihrer Jungfernfahrt vor Stockholm

Am 10. August 1628 sank das schwedische Kriegsschiff Vasa bei ihrer Jungfernfahrt vor Stockholm, nachdem ein Windstoß es in eine Schräglage brachte, so dass durch die Öffnungen für die Kanonen Wasser eindringen konnte und das Schiff in wenigen Minuten sank. Die Reise der Vasa führte daher nur rund 1300 Meter bis vor Beckholmen und sank bereits nach 20 Minuten Fahrt, wobei dabei mindestens 30 Mann Besatzung umkamen. Erst am 24. April 1961, nach über 300 Jahren konnte die Vasa schließlich geborgen werden.

Die Vasa wurde im Auftrag von Gustav II. Adolf gebaut und sollte ein Symbol der neuen schwedischen Großmacht werden, die der König anstrebte. Das Kriegsschiff war zu jener Zeit nicht nur das weltweit am besten bestückte Fahrzeug, sondern zeichnete sich auch durch seine Ausschmückungen und hunderte von Skulpturen aus, denn es solle in jeder Weise die Größe Schwedens ausdrücken und im Seekrieg gegen Polen eingesetzt werden. Obwohl bereits die ersten Tests in der Werft die Instabilität der Vasa aufgedeckten, zwang Gustav II. Adolf den Kapitän in See zu stechen.

Die Vasa, die seit 1990 im Vasamuseum in Stockholm zu finden ist, erreichte ihre Berühmtheit vor allem aus historischer Sicht, da sie ein Dokument des schwedischen Strebens nach einer Großmacht ist, die Gustav II. Adolf anstrebte und dessen Zeichen man im ganzen Land finden kann. Aber die Vasa gehört auch zu den wenigen Beispielen, die einen Teil der schwedischen Kulturgeschichte des 17. Jahrhunderts wiedergeben und in der Schiffsrestauration Methoden erforderte, die auch bei der Restauration aller anderen historischen Schiffe Bedeutung erlangte.

10. August 1537: Das Schloss Gripsholm am Mälaren
10. August 1983: Ruben Rausing, der Erfinde der Tetra Pak 

Copyright: Herbert Kårlin