Posts mit dem Label Afrika werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Afrika werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 24. März 2019

Die Tänzerin und Choreographin Birgit Åkesson

Birgit Åkesson kam am 24. März 1908 als Tochter eines Baumeisters in Malmö zur Welt und besuchte von 1929 bis 1931 die Schule der Tanzlehrerin Mary Wigman in Dresden, die damals den Ruf hatte mit dem klassischen Tanz zu brechen und ihre Schüler zu einem expressionistischen Tanz zu führen. Auch wenn sich Åkesson als begabte Schülerin zeigte, so fühlte sich die Tänzerin mit der Art des Tanzes, der Wigman einen weltweiten Ruf brachte, nicht zufrieden und sie suchte eine andere Möglichkeit des tänzerischen Ausdrucks.

Birgit  Åkesson entschloss sich nach Paris zu gehen und ihren Tanzstil zu finden indem sie vor allem auf ihren Körper hörte und die Kunst diesem Bedürfnis anpasste. Im Jahr 1934 präsentierte Åkesson dann ihre erste Choreographie im Théâtre du Vieux-Colombier i Paris. Die Vorstellung wurde von den Kritikern kaum beachtet, und es sollte noch bis 1951 dauern bis Åkesson bei einem Tanzfestival ihren Durchbruch als Tänzerin und Choreographin hatte. 1951 führte die Tänzerin zwei Solos auf, eines davon bei absoluter Stille. Åkesson hatte damit einen der ersten europäischen Avant Garde Tanz aufgeführt, was nahezu die gesamte Presse bejubelte. Der Tänzerin war es damit gelungen die führende Figur dieser neuen künstlerischen Tanzrichtung zu werden.

In den folgenden Jahren arbeitete Birgit Åkesson, die am 24. März 2001 in Stockholm starb, mehrere Choreographien, die an der Oper Stockholms aufgeführt wurden, teils eigene Werke, teils Werke, die in Opern integriert wurden. Åkesson gelang es in diesen Jahren die Formsprache und den freien Tanz auf der schwedischen Bühne einzuführen. Im Jahr 1967 verließt die Tänzerin plötzlich die Oper um nach den Wurzeln des Tanzes zu suchen, eine Reise, die Åkesson nach Afrika führte und die Künstlerin zur Überzeugung brachte, dass man in Europa den Kontakt zum ursprünglichen und natürlichen Tanz verloren hatte. Die Tänzerin Birgit Åkesson wurde auf diese Weise zur wissenschaftlichen Forscherin, die 1999 mit der Ehrendoktorwürde der Universität Stockholm ausgezeichnet wurde.


24. März 1381: Katarina von Vadstena und der Namenstag Karins
24. März 1801: Der Erfinder Immanuel Nobel der Jüngere
24. März 1817: Fritz von Dardels schwedische Kulturgeschichte
24. März 1836: Die Opernsängerin Eufrosyne Abrahamson
24. März 1892: Die dänisch-schwedische Künstlerin Esther Gehlin
24. März 1938: Die schwedische Künstlerin Ulrica Vallien
24. März 1948: Sigrid Hjertén, Malen bis zur Psychose
24. März 1975: Streik der Waldarbeiter in Schweden
24. März 1979: Die regionale schwedische Skånepartiet (Schonenpartei)
24. März 2005: Mare Kandre und der moderne Frauenroman Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Der schwedische Schriftsteller Henning Mankell

Als Henning Mankell am 5. Oktober 2015 in Särö bei Göteborg an seinem Krebsleiden starb, hatte er insgesamt über 40 Millionen Bücher in der ganzen Welt verkauft und galt als einer der größten Kriminalautoren Schwedens, obwohl Mankell auch in der Geschichte des schwedischen Theaters eine gewisse Rolle spielte und seine Romane über Afrika ein Zeichen seines politischen Engagements waren. Nahezu unbekannt war bei seinem Tode auch dass sich Mankell sehr stark für die Dritte Welt einsetzte und hohe Summen an Organisationen verschenkte, die sich für eine bessere Welt einsetzten. Noch 2007 hatte Mankell den SOS Kinderdörfern 15 Millionen Kronen geschenkt.

Henning Mankell war am 3. Februar 1948 als Sohn eines Komponisten gleichen Namens in Stockholm zur Welt gekommen, wobei sich seine Eltern trennten als Mankell gerade einmal ein Jahr alt war. Sowohl der spätere Schriftsteller als auch seine ältere Schwester wurden allein vom Vater erzogen. Mankell traf seine Mutter erstmals als er 15 Jahre alt war, ohne dass sich dabei jedoch irgend ein näheres Verhältnis entwickelte, so dass sich auch der Selbstmord der Mutter fünf Jahre später kaum auf den Schriftsteller auswirkte. Bereits Mitte der 60er Jahre hatte Mankell das Ziel für das Theater zu arbeiten und gleichzeitig Schriftsteller zu werden.

Die gesamte Arbeit und auch seine späteren Werke sind stark von der politischen Einstellung Mankells geprägt, auch wenn seine linksradikalen und maoistischen Ideen sich mit der Zeit abschwächten und vor allem auf die Entwicklung der Dritten Welt konzentrierten. Neben seinen Kriminalromanen mit Kriminalkommissar Kurt Wallander, zeigte Mankell auch ein starkes Theaterengagement, denn in den 70er Jahren war er einer der Gründer des Dalateatern in Falun und 1984 wurde Mankel Direktor des Kronobergsteatern in Växjö. Dies bedeutete zwar dass Mankell zwischen 1984 und 1990 keinerlei schriftstellerischer Tätigkeit nachging, jedoch dem Theatergeschehen ein neues Gesicht gab, denn Mankell setzt in Växjö sehr stark auf schwedische Theaterstücke, was nicht nur in Växjö einen sehr großen Erfolg zeigte, sondern sehr viele Theater Schwedens beeinflusste, die ab dieser Zeit auch der schwedischen Kunst wieder einen größeren Platz gaben.


5. Oktober 1785: Lasse-Maja, der schwedische Dieb in Frauenkleidern
5. Oktober 1904: Die schwedische Sängerin Greta Wassberg
5. Oktober 1923: Stig Dagerman, ein zerrissenes Leben bis zum Tod
5. Oktober 1938: Albert Ranft, ein ungewöhnlicher Theaterdirektor Schwedens
5. Oktober 1953: Hjalmar Lundgren, Literatur und Lakalpatriotismus aus Norrköping
5. Oktober 1987: Der schwedische Künstler Alf Gustavsson
5. Oktober 1997: Christina Odenberg wird erster weiblicher Bischof Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Mit Stena Line nach Schweden

Dienstag, 5. Juli 2016

Der schwedische Naturforscher Charles Andersson

Charles Andersson starb am 5. Juli 1867 im heutigen Namibia und hat die meiste Zeit seines Lebens in Afrika verbracht um das Land mit seiner Tierwelt zu entdecken, aber auch um Handel mit Elfenbein zu betreiben und sich über die Großwildjagd zu ernähren. Bekannt wurde Andersson jedoch in ganz Europa wegen seinen abenteuerlichen Reiseschildungen, da damals nur sehr wenige Europäer diesen Kontinent zu entdecken wagten und auch Andersson beschränkte sich auf einige Teile Afrikas.

Charles Andersson war am 4. März 1827 unter dem Namen Karl Andersson als Sohn des englischen Großwildjägers und Zoologen Llewellyn Lloyd und einer schwedisches Bauerntochter unehelich, vermutlich in Storby, zur Welt gekommen. Da Lloyd gegen 1830 nach Vänersborg zog, ging Andersson auch dort zur Schule und besuchte nach der Hochschulreife im Jahre 1847 die Universität Lund. Nur zwei Jahre später reiste Andersson nach England um dort seine Naturaliensammlung zu verkaufen, kam aber auch, auf Grund der Beziehungen seines Vaters, mit dem Forschungsreisenden Francis Galton zusammen. Gemeinsam mit Galton brach Andersson dann nach Afrika auf, mit dem Ziel von Kapstad aus bis zum Ngamisee in Botswana zu reisen.

Allerdings kehrte Galton nach England zurück ohne den Ngamisee je zu erreichen und nur Charles Andersson erreichte 1853 das geplante Ziel. Drei Jahre später kehrte auch Andersson für kurze Zeit nach England zurück und veröffentlichte dort seine erste Reisebeschreibung Lake Ngami, die wenig später auch als schwedische Übersetzung erschien. Noch im gleichen Jahr reiste Andersson erneut nach Afrika um dort erst als Verwalter eines Bergwerk zu arbeiten, anschließend um seine Forschungsreisen fortzusetzen, teilweise aber auch das Leben eines Großwildjägers zu führen und um sich letztendlich auch mit einer eigenen Armee an den Stammeskriegen im heutigen Namibia zu beteiligen. Seine Expeditionsberichte erschienen regelmäßig in mehreren Ländern und geben einen Einblick in das damaligen Leben Afrikas.


5. Juli 1568: Die erste bürgerliche Königin Schwedens: Karin Månsdotter
5. Juli 1793: Der schwedische Maler Alexander Roslin
5. Juli 1874: Der schwedische Künstler Fritz Lindström
5. Juli 1919: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands
5. Juli 1942: Karin Swanström und der schwedische Film
5. Juli 1987: Eine Fokker F-28 landet auf dem Flughafen Emmaboda

Copyright: Herbert Kårlin

Visit Göteborg!