Montag, 25. Januar 2016

Arvid Carlsson und der Nobelpreis in Physiologie oder Medizin

Arvid Carlsson kam am 25. Januar 1923 als Sohn eines Professors in Uppsala zur Welt, wuchs jedoch in Lund auf, wo sein Vater 1926 als Professor an die Universität Lund berufen wurde. Als eine Art Revolte gegen die humanistische und kunstbezogene Erziehung der akademischen Familie entschied sich Carlsson nach seiner Hochschulreife Medizin zu studieren um, nach eigenen Aussagen, etwas sinnvolleres als Kunst zu schaffen. Das Medizinstudium in Lund, das Carlsson 1941 begann, wurde indes vom Militärdienst unterbrochen so dass er dieses erst 1951 mit einem Lizenziat und einem Doktorat beenden konnte.

Noch während seines Medizinstudiums entschied Arvid Carlsson sich auf die Forschung in Pharmazie zu spezialisieren, nicht zuletzt deswegen, weil er bereits 1944 eine unbezahlte Nebenbeschäftigung im pharmakologischen Institut erhalten hatte und damit die Bedeutung von Medikamenten innerhalb der Medizin erkannt hatte. Für seine spätere Forschung ausschlaggebend war jedoch Professor Gunnar Ahlgren, der Carlsson mit der Erforschung des Metabolismus von Calcium betraute, denn auch wenn das ursprüngliche Forschungsziel nicht erreicht wurde, konnte Carlsson während seiner Arbeit feststellen dass Calcium nicht nur eine Rolle im Metabolismus spielt, sondern auch vom menschlichen Skelett aufgenommen wird.

Im Jahre 2000 wurde Arvid Carlsson der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen, den er mit zwei weiteren Forschern teilte. Carlsson war es gelungen die Signalsubstanzen im Nervensystem zu entdecken, gewissermaßen die Sprache der einzelnen Nervenzellen. Eine dieser Substanzen ist Dopamin, das die Bewegungen eines Körpers kontrolliert, also teilweise auch Parkinson erklären kann. Dank seiner Forschung war es gelungen Medikamente zu entwickeln, die bei Parkinson eingesetzt werden können und zumindest die Entwicklung der Krankheit bremsen können.

Copyright: Herbert Kårlin

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