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Montag, 1. April 2019

Die Schriftstellerin Gunnel Vallquist

Gunnel Vallquist kam am 19. Juni 1918 als Tochter eines Oberleutnants in Stockholm zur Welt und studierte nach ihrer Hochschulreife an der Universität Uppsala Literaturgeschichte sowie nordische und romanische Sprachen. Während dieser Jahre näherte sich Vallquist immer mehr dem katholischen Glauben und begann auch für katholische Zeitschriften zu arbeiten. Nach Abschluss ihres Studiums zog Vallquist nach Frankreich, um jedoch von dort aus insbesondere für die Dagens Nyheter und das Svenska Dagbladet Essays zu schreiben und, ab 1950, die Werke Marcel Prousts zu übersetzen.

Mitte der 50er Jahre zog Gunnel Vallquist dann für einige Jahre nach Rom um an einer Biographie des italienischen Propheten Giorgio La Pira zu schreiben, wobei 1956 auch ihr erstes Buch erschien, die Essaysammlung Något att leva för, dem später weitere Essaybände folgen sollten. Die 50er und 60er Jahre waren daher geprägt davon, dass Vallquist einerseits die französische Literatur nach Schweden brachte, zum anderen davon, dass sie sich in Glaubensfragen für den Katholizismus einsetzte, den man in allen ihren Werken, und der Auswahl ihrer Übersetzungen finden kann.

Gunnel Vallquist war ab 1973 auch Mitglied der Bibelkommission, die eine moderne Version der Bibel schaffen sollte, trat jedoch aus der Kommission aus, weil sie der Meinung war, dass sich die Übersetzung zu wenig an den ursprünglichen Inhalt der Bibel halte, was man auch in Zusammenhang mit ihren eigenen Werken sehen muss, die stilistisch hochstehend sind, jedoch immer zu altertümlichen Ausdrücken und Redewendungen neigen, daher abseits der modernen Literatur liegen. Im Jahr 1981 wurde Gunnel Vallquist, die am 11. Januar 2016 starb, die Doktorwürde verliehen und am 1. April 1982 wurde sie in die Svenska Akademien gewählt um, nach Anders Österling, auf dem Stuhl Nummer 13 Platz zu nehmen.


1. April 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg
1. April 1643: Königin Kristina verleiht Åmål die Stadtrechte
1. April 1820: Der Chemiker und Industrielle Henrik Gahn
1. April 1841: Knut Michaelson, vom Industriedisponent zum Theater
1. April 1843: Adolph Ribbing und der Mord an Gustav III.
1. April 1895: Der Regisseur und Produzent Gustaf Edgren
1. April 1915: Der schwedische Architekt Lennart Kvarnström
1. April 1945: Totta Näslund und der Weg zu Bob Dylan
1. April 1953: Die erste männliche Krankenschwester Schwedens
1. April 1962: Gustaf VI. Adolf weiht den Flughafen Arlanda in Stockholm ein
1. April 1967: Sixten Sason und die Saab-Modelle
1. April 1997: Die Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 23. März 2017

Der pazifistische Baptist Helge Åkeson

Als Helge Åkeson am 23. März 1904 in Lindesberg starb, gehörte er zu den wenigen Schweden die eine eigne freireligiöse Gemeinschaft geschaffen hatten, die erst 1994 im Helgelseförbundet aufging, der sich wiederum drei Jahre später der Vereinigung der evangelischen Freikirchen anschloss. Zudem gehörte der baptistische Prediger zu jenen Personen, die die Bibel aus dem Altgriechischen übersetzten um dem Originaltext so nahe wie möglich zu kommen. Helge Åkeson ist daher aus der Religionsgeschichte Schwedens nicht wegzudenken.

Helge Åkeson war im Jahr 1831 als Sohn eines wohlhabenden Landwirts in Hult bei Helsingborg zur Welt gekommen und konnte seine Leselust als Kind nur mit der Hausbibel stillen, wobei er vom Vater dazu aufgefordert wurde das Werk nicht nur zu lesen, sondern auch danach zu leben. Auch wenn sich Åkeson an diesen Rat hielt, so ließ in der protestantische Glaube weitgehend unberührt, was sich erst änderte als er mit 17 Jahren erstmals die Zeitschrift Bibelvännen in die Hände bekam. Diese Zeitschrift überzeugte Åkeson davon dass ganz Schweden das Evangelium und die Bibelworte benötigte. Als Åkeson dann 1856 nach Stockholm reiste um an einem religiösen Treffen der Evangeliska Alliansen teilzunehmen, traf er den Baptist Anders Wiberg und dessen Zeitschrift Evangelisten. Dieses Treffen überzeugte Åkeson davon Baptist zu werden, und nur ein Jahr später ließ er taufen.

Nach seiner Taufe zum Baptisten wurde Helge Åkeson erst fliegender Händler für die Schriften der Baptisten und bald darauf Prediger. Bereits 1872 wurde Åkeson jedoch von den Baptisten ausgeschlossen, da er eigene Theorien geltend machte, unter anderem die ewige Strafe der Hölle in eine zeitbegrenzte Strafe verwandelte und pazifistische Gedenken in die christliche Lehre einfügte. Diese Exklusion von den Baptisten brachte Åkeson indes nur einen größeren Zulauf und bald hatte er in der gesamten südlichen Hälfte Schwedens den Fribaptistsamfundet gegründet, der die Lehre Åkesons zur Basis hatte und den Prediger, der seine Glaubenstheorie nicht nur lehrte, sondern auch lebte, zu einem religiösen Vorbild erhoben.


23. März 1703: Cajsa Warg, die bekannteste Köchin Schwedens
23. März 1759: Anders Ljungstedt, ein Leben in der Fremde
23. März 1792: Carl Georg Brunius, ein Priester als Architekt und Kunstkenner
23. März 1845: Abraham Rydberg, vom Großhändler zum Wohltäter
23: März 1854: Örebro wird bei einem Brand nahezu vollständig zerstört
23. März 1862: Tor Hedberg und der psychologische Roman
23. März 1929: Die finnlandschwedische Künstlerin Eva Acke
23. März 1962: Der Tag des Nordens und der Vertrag von Helsinki von 1962
23. März 1980: Abwicklung der Kernenergie in Schweden

Copyright: Herbert Kårlin