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Donnerstag, 7. März 2019

Der Diplomat und Schriftsteller Carl Gyllenborg

Carl Gyllenborg kam am 7. März 1679 als Sohn eines königlichen Rates in Uppsala zur Welt und wurde im Alter von sieben Jahren an der Universität Uppsala eingeschrieben um dort Jura, Latein und Geschichte zu studieren. Gyllenborg beendete sein Studium im Jahr 1698 mit ausgezeichneten Noten und begann ein Jahr später im Reichsarchiv zu arbeiten. Fünf Jahre später wurde Gyllenborg als Kommissionssekretär nach London geschickt und begann seine diplomatische Laufbahn, wobei seine politischen Entscheidungen allerdings sehr stark von seiner englischen Frau beeinflusst waren, die dem rechten politischen Flügel des Landes angehörte.

Im Jahr 1710, kurz nach seiner Ehe mit Sara Derith, wurde Carl Gyllenborg Resident in London und 1715 auch Minister. Seine Zukunft in London endete jedoch damit, dass er zwei Jahre später Georg Heinrich von Götz in seinen konspiratorischen Plänen unterstützte, was die englische Regierung rechtzeitig aufdecken konnte. Das Ergebnis davon war, dass Gyllenborg im Gefängnis der Festung in Plymouth landete. Nach einem halben Jahr wurde der Diplomat zwar aus dem Gefängnis entlassen, aber er musste auch nach Schweden zurückkehren, wo er unmittelbar zum Staatssekretär ernannt wurde und zwei Jahre später sogar zum Hofkanzler aufstieg.

Carl Gyllenborg gilt auch als einer der frühen Schriftsteller Schwedens, wobei es sich bei seinen Werken nicht nur um seine Reden im Reichstag handelt und die politische Abhandlung New discoveries of the danger of Popery, die 1714 erschien, sowie einige wenige andere politische Werke, sondern auch um das Theaterstück Svenska Sprätthöken, das 1717 im Stora Bollhuset aufgeführt wurde. Svenska Sprätthöken gilt als die erste schwedischsprachige Komödie, wobei das satirische Stück deutlich französische Einflüsse zeigt, was jedoch die Bedeutung für die schwedische Komödie und die Literaturgeschichte des Landes nicht mindert. Lars Gyllenborg starb am 9. Dezember 1746 in Uppsala.


7. März 1768: Der Aufstieg des Grafen Carl Gustaf Löwenhielm
7. März 1785: Sklaverei in schwedischer Kolonie
7. März 1896: Der Künstler und Karikaturist Gunnar Wallin
7. März 1897: Der schwedische Sportklub Hammarby IF
7. März 1905: Anna Wästberg, Dichtung und Theater im 19. Jahrhundert
7. März 1910: Die Bergbahn in Åre, Bergbanan
7. März 1910: Das Rathaus in Borås 
7. März 1932: Ein dreifacher Mord und zwei Selbstmorde
7. März 1965: Lady Louise Mountbatten wird Königin von Schweden

Copyright: Herbert Kårlin

Sonntag, 11. März 2018

Der Reichsmarschall Samuel Åkerhielm

Samuel Åkerhielm kam am 14. Dezember 1684 in Stockholm als Sohn eines Diplomaten zur Welt und schrieb sich nach Privatunterricht 1698 an der Universität Åbo (Turku) ein, wechselte 1702 zur Universität Uppsala und reiste 1705 nach London um dort das Staatsleben zu studieren und sich an der Universität Oxford einzuschreiben. Nur zwei Jahre später wurde Åkerhielm jedoch zurück nach Stockholm gerufen um in Frankreich und den Niederlanden als Kurier zwischen Carl Gyllenborg und Karl XII. zu dienen, der sich um diese Zeit in Sachsen aufhielt. Auf diese Weise wurde Åkerhielm auch der Vertraute des Königs.

Im Jahr 1717 wurde Samuel Åkerhielm an der königlichen Kanzlei angestellt, 1723 wurde er Staatssekretär für Verteidigungsfragen und er schloss sich der Holsteinschen Partei an, in der Hoffnung dort eine politische Karriere zu machen. Als diese jedoch bereits 1727 aufgelöst wurde, landete Åkerhielm als Präsident des Oberlandesgerichts in Åbo (Turku), dem heutigen Finnland. Åkerhielm nahm auch in dieser Zeit an den Reichstagen teil und schloss sich 1734 den neu gegründeten Hüten (Hattarna) an, erneut um eine politische Karriere zu beginnen. Da Åkerhielm jedoch stark für die Friedenspolitik eintrat, musste er letztendlich die kriegsfreundlichen Hatterna verlassen, mit der Aufforderung nie wieder Politik zu betreiben.

Während des Reichstags 1751/52 änderten die regierenden Hatterna das Urteil gegen Samuel Åkerhielm etwas und verliehen ihm zumindest eine Pension als Reichsrat. Als dann 1765 die Mützen (Mössarna) die Regierung übernahmen, schloss sich Åkerhielm dieser Partei an, wollte jedoch, wegen seines hohen Alters, das ihm angebotene Amt als Reichsrat nicht mehr annehmen. Am 11. März 1768, nur ein Jahr später, starb Åkerhielm dann auf seinem Gut Margretelund in Österåker. Dass Samuel Åkerhiel, trotz seiner Beziehungen und Leistungen, keine politische Karriere machte, hing vermutlich damit zusammen, dass er als Mann bekannt war, der keine Kompromisse kannte, sondern grundsätzlich seine eigene Meinung durchsetzen wollte.


11. März 1795: Magnus Jacob Crusenstolpe der schreibende Revolutionär Schwedens
11. März 1849: Karl Alfred Melin, der Dichter der Schären des Södermanlands
11. März 1884: Lewi Pethrus, eine bedeutender Führer der Pfingstbewegung
11. März 1894: Der schwedische Fußballklub GAIS
11. März 1907: SKF, Kugellager aus Schweden
11. März 1918: Die spanische Grippe in Schweden
11. März 1958: Die arrangierte Ehe von Prinzessin Ingeborg
11. März 1960: Der schwedische Sänger Tommy Nilsson
11. März 1981: Die Öresundsvarvet in Landskrona

Copyright: Herbert Kårlin