Mittwoch, 30. November 2011

Karl XII., der „Kriegskönig“ Schwedens

Am 30. November 1718 wurde der schwedische König Karl XII. in der Nähe des norwegischen Halden, das damals noch Fredrikshald hieß, durch einen Kopfschuss getötet. Da der König möglicherweise von einem Knopf und keiner Kugel getötet wurde, und auch nicht sicher ist, ob er vom Feind oder den eigenen Reihen getötet wurde, wurden seine Knochen bisher mehrmals untersucht, ohne jedoch bisher die offenen Fragen klären zu können.

Karl XII., ein Sohn von Karl XI. und Ulrika Eleonora der Älteren, wurde bereits mit 15 Jahren als mündig erklärt, da seine Vormunde sich weder untereinander einigen konnten, noch aber vom künftigen König geschätzt wurden. Er bestieg daher den Thron noch im gleichen Jahr in dem sein Vater starb und ist der einzige König Schwedens, der sich bei der Krönung in der Storkyrkan in Stockholm die Krone selbst auf das Haupt setzte. Die Krönung war allerdings mehr eine Formalität und änderte wenig am Leben von Karl XII., da dieser bereits nach dem Tode des Vaters die Regierungsgeschäfte übernommen hatte, was als extrem ungewöhnlich gilt.

König Karl XII. wird von mehreren Geschichtsschreibern als „der Löwe des Nordens“ mit einem eisernen Willen beschrieben, da er nahezu alle Entscheidungen selbst fällte und all seinen Ratgebern misstraute. Einig ist man sich nur in Einem, dass nämlich Karl XII. keinen Krieg als Verlierer beenden wollte und daher alle seine Soldaten zum Äußersten zwang. Die in den König interpretierten Ideale führten dazu, dass die extrem rechte Bewegung Schweden jedes Jahr den Todestag von Karl XII. als nationale Gedenktag begeht.

30. November 1977: 67 Häuser verschwinden bei einem Erdrutsch bei Göteborg


Copyright: Herbert Kårlin

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