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Mittwoch, 20. Februar 2019

Der schwedische Künstler Caleb Althin

Caleb Althin kam am 20. Februar 1866 als Sohn eines Priesters in Karlskrona zur Welt und studierte zwischen 1885 und 1894 Kunst an der Kunstakademie in Stockholm. Nach seinem Studium verbrachte Althin zwei Jahre auf einer Studienreise in Frankreich und in Deutschland bei der er seine künstlerischen Fähigkeiten noch weiter verbesserte und sich auf die Dekormalerei spezialisierte. Nach seiner Rückkehr nach Schweden arbeitete der Künstler insbesondere als Dekorationsmaler in einigen der bedeutendsten Kirchen Schwedens, unter anderem der Domkirche in Uppsala und der Sofiakirche in Stockholm.

Parallel zu dieser Tätigkeit gründete Caleb Althin jedoch auch eine Schule für künftige Maler, die Althins målarskola, wo der Künstler selbst im freien Zeichnen unterrichtete. In kurzer Zeit entwickelte sich diese Schule zur bekanntesten privaten Kunstschule Skandinaviens in der über mehrere Jahrzehnte hinweg Künstler auf die Prüfung der Kunstakademie vorbereitet wurden, insbesondere auch Frauen, die im allgemeinen nicht überall Zugang hatten. Bereits ein Jahr nach Gründung seiner Schule wurde Althin auch als Kunstlehrer an der Technischen Hochschule in Stockholm beschäftigt und an 1912 hatte er zudem eine Anstellung am heutigen Konstfack.

Caleb Althin gehört mit zu den vielseitigsten Künstlern seiner Zeit, denn neben Fresken und dekorativen Malereien in Kirchen, arbeitete er auch als Illustrator und als Plakatmaler, unter anderem für die Stora Bryggeriet, eine Großbrauerei, in Stockholm und er bewies auch mehrmals seine Fähigkeit im Kupferstich, wobei einige seiner graphischen Werke stark an den Jugendstil angelehnt sind. Da Althin mehrere Kunststile meisterte, wurde er zwar sehr viel und sehr gerne beschäftigt, aber er fand wenig Anerkennung bei den etablierten Künstlern seiner Zeit, die alle nur einen bestimmten Stil verfolgten und die Vielseitigkeit Althins mehr dem Handwerk zuordneten. Caleb Althin fand dennoch den Zugang zur Nationalgalerie in Stockholm.


20. Februar 1513: Johan II. von Schweden, König für vier Jahre
20. Februar 1636: Die Entwicklung der schwedischen Post
20. Februar 1636: Der Reichsrat Axel Oxenstierna af Södermöre
20. Februar 1816: Anders Jönsson und die schwedische Textilindustrie
20. Februar 1856: Carl David Skogman und wie Wirtschaftspolitik Schwedens
20. Februar 1866: Der schwedische Architekt Carl Westman
20. Februar 1903: Der schwedische Maler Gotthard Werner
20. Februar 1916: Klas Pontus Arnoldson, Träger des Friedensnobelpreises
20. Februar 1917: Gustaf von Platen, journalistische Romane ohne Skandale
20. Februar 1955: Klas Östergren, das exzentrische literarische Genie
20. Februar 1988: Die schwedische Künstlerin Idun Lovén 

Copyright: Herbert Kårlin

Donnerstag, 2. Juli 2015

Der schwedische Künstler Georg Pauli

Georg Pauli kam am 2. Juli 1855 als Sohn eines Apothekers und Fabrikanten in Jönköping zur Welt und gehörte einem Geschlecht an, das seit 1625 dem schwedischen Adel angehörte. Pauli studierte, mehrmals durch längere Reisen unterbrochen, ab 1871 an der Kunstakademie in Stockholm und vervollständigte seine Studien in Paris und Italien. Nach seiner Rückkehr nach Schweden heiratete Pauli die Künstlerin Hanna Hirsch und ab 1893 wurde er Lehrer an der heutigen Kunsthochschule Valand in Göteborg, die bereits damals künstlerische Maler ausbildete. Als Hauptwohnsitz wählte das Ehepaar jedoch Stockholm, wo die beiden 1905 die Villa Pauli errichten ließen.

Auch wenn Georg Pauli bereits während seiner Studienzeit an der Kunstakademie davon träumte, ähnlich Michelangelo oder Rafael, gigantische Bilder an Wände zu malen, so war er nach seiner Ausbildung erst einmal jahrelang auf der Suche nach einem eigenen Stil und begann in Frankreich mit der Freiluftmalerei um jedoch Mitte der 80er Jahre dann mehr und mehr auf nationalromantische Motive aus der Sagenwelt und der nordischen Mythologie uzusteigen, wobei er vor allem mit letzteren einen gewissen Erfolg hatte. In dieser Zeit war Pauli auch Mitglied des Künstlerverbands in Stockholm und gehörte zur Gruppe der Opponenterna, die sich gegen den klassischen Unterricht an der Kunstakademie auflehnten.

Ab Mitte der 90er Jahr hatte Georg Pauli das Glück, dass in Schweden die Monumentalmalerei wieder in Mode kam und der Künstler, gemeinsam mit einigen anderen Künstlern, an der Ausschmückung der Privatgalerie von Pontus Fürstenberg in Göteborg beauftragt wurde. Nach einigen weiteren Aufträgen dieser Art kam dann der Durchbruch für Pauli, denn er bekam den Auftrag das Treppenhaus des heutigen Stadtmuseums Göteborg zu dekorieren, eine Aufgabe bei der der Künstler erstmals zur Technik der Fresken griff. Die Motive, die Pauli aus der Kulturgeschichte Göteborgs nahm, machten ihn zu einem der bedeutendsten Dekorationsmaler zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Neben den Fresken im Göteborger Museum gelten auch die Arbeiten im Stockholmer Opernhaus als Meisterwerke Paulis.


2. Juli 1859: Hjalmar Selander und das reisende Theater Schwedens
2. Juli 1869: Hjalmar Söderberg und die schwedische Doppelmoral
2. Juli 1885: Björn Hodell und die humoristische Satire
2. Juli 1908: Schwedens Handelsverträge und Handelsbeziehungen zu China
2. Juli 1938: Désirée Silfverschiöld, Prinzessin Désirée von Schweden
2. Juli 1940: Der schwedische Sänger Robert Broberg
2. Juli 1965: Hilma Svedal, eine schwedische Abenteurerin aus Strömstad
2. Juli 2013: Der schwedische Jazzmusiker Bengt Hallberg

Copyright: Herbert Kårlin

Freitag, 31. Januar 2014

Der schwedische Dekormaler Fritz Ahlgrensson

Fritz Ahlgrensson wurde am 31. Januar 1838 in Stockholm unter dem Namen August Fredrik Ahlgrensson geboren, in einer Familie, in der Kunst im Grunde wenig Platz hatte. Dies war auch einer der Gründe, warum Ahlgrensson keine Kunsthochschule besuchte, sondern eine Ausbildung als Dekormaler machte. Allerdings hatte er dabei das große Glück von Fredric Westin in der Malerei und von Emil Roberg in der Dekormalerei für das Theater ausgebildet zu werden.

Nach Abschluss seiner Ausbildung ging Fritz Ahlgrensson, wie sehr viele Künstler seiner Zeit, erst einmal ins Ausland und studierte in Paris und Wien die Dekormalerei für das Theater. Wieder zurück in Schweden erhielt er durch seine außerordentlichen Fähigkeiten unmittelbar einen Vertrag bei der Königlichen Theaterwerkstatt in Stockholm. Auch hier hatte Ahlgrensson wieder Glück, denn als Emil Roberg, der die Werkstatt leitete, krank wurde, erhielt der junge Künstler im Jahre 1858 seine Vertretung und als sein Lehrer ein Jahr später starb, wurde Ahlgrensson Direktor der Einrichtung.

Auch wenn sich Fritz Ahlgrensson, der heute als der bedeutendste schwedische Theaterdekormaler gilt, sich durch seine Phantasie auszeichnete und in Stockholm sehr angesehen war, wechselte er in den Folgejahren mehrmals die Theater und auch die Länder,  um jedoch ab 1883 wieder ganz nach Schweden zurückzukehren. Bereits ab etwa 1870 hatte Ahlgrensson jedoch auch seine Aktivitäten ausgedehnt und begonnen Bücher zu illustrieren und für die verschiedensten Zeitungen Schwedens Karikaturen und Bebilderungen zu zeichnen, da er die Arbeit im Theater als zu handwerklich betrachtete. Fritz Ahlgrensson starb ab 26, Oktober 1902 in Stockholm, einige seiner Werke findet man heute in den Sammlungen des Nationalmuseums und im Theatermuseum auf Drottningholm in Stockholm.


31. Januar 1208: Die Schlacht bei Lena (Slaget vid Lena)
31. Januar 1802: Nils Ericson und die schwedische Eisenbahn
31. Januar 1902: Alva Myrdal, ein Leben für die Schulreform und den Frieden 
31. Januar 1972: Fritiof Nilsson Piraten und die überspitzte Selbstdarstellung
31. Januar 1976: Evert Taube, der abenteuerlichste Künstler Schwedens 

31. Januar 1982: Tomas Gustafson und der Weltrekord im Eisschnelllauf

Copyright: Herbert Kårlin