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Freitag, 27. Januar 2017

Der Kanzleipräsident und Politiker Joachim von Düben

Als Joachim von Düben am 27. Januar 1786 auf seinem Gut Riksten in Botkyrka starb, war der ehemalige Reichsrat ohne jede politische Macht da er seinem Leben lang zu sehr in der strikten Parteipolitik eines Beamten gefangen war und trotz eindeutiger Warnungen den Staatsstreich des Königs Gustav III. nicht ernst genommen hatte. Aus diesem Grund wurde von Düben auch der letzte Reichsrat während der Freiheitszeit Schwedens und ist mitverantwortlich für die folgende restriktive Politik Schwedens, die Gustav III. nach seiner „Revolution“ durchsetzte.

Joachim von Düben der Jüngere war am 21. Oktober 1708 als Sohn eines Kapellmeisters und Hofmarschalls in Stockholm zur Welt gekommen und begann im Alter von 16 Jahren in der königlichen Kanzlei zu arbeiten, wurde 1733 Kabinettssekretär von Königin Ulrika Eleonora und begann damit seinen politischen Aufstieg, der von Düben 1759 zum Staatssekretär und 1766 zum Kanzeipräsidenten machen sollte, auch wenn sich von Düben um diese Zeit ziemlich von der Politik des Hofes getrennt hatte und diese Position nur einnahm da der König in diesem Punkt vom Parlament überstimmt werden konnte.

Als Joachim von Düben 1762 im Machtkampf mit Fredrik Carl Sinclair diesem im Kampf um die Gunst der Königin unterlag, ging er mehr und mehr zur Partei der Mützen über, was sich für ihn deutlich auszahlte, da nur drei Jahre später die Mützen den Reichstag übernahmen und damit von Düben als Leitfigur und Opposition zum König an die Spitze des Landes stellten. Allerdings war von Düben dieser Aufgabe nicht gewachsen und daher seine politischen Möglichkeiten nicht wahrnahm, was letztendlich auch zu seinem Untergang führte, da Gustav III. nach seinem Amtsantritt eine ihm vollständig loyale und deutliche Politik forderte, die er von dem früheren Kanzleipräsidenten nicht erwarten konnte.


27. Januar 1875: Das Svenska Teatern in Stockholm
27. Januar 1880: Der schwedische Künstler Frank Heyman
27. Januar 1937: Fred Åkerström, ein schwedischer Troubadour
27. Januar 1947: Björn Afzelius und politische Kritik
27. Januar 1959: Der schwedische Politiker Göran Hägglund
27. Januar 1977: Dagmar Hagelin verschwindet in Buenos Aires spurlos
27. Januar 2004: Ingrid Thulin, von Sollefteå nach Hollywood

Copyright: Herbert Kårlin

Montag, 6. April 2015

Arvid Horn, der heimliche Regent Schwedens

Arvid Horn af Ekebyholm wurde am 6. April 1664 im finnischen Halikko als Sohn eines Oberst geboren und wählte sehr früh eine militärische Laufbahn, vor allem, weil ich sich dadurch eine schnelle Ehre und einen Ruf verschaffen wollte um möglichst schnell an wichtigen Entscheidungen teilnehmen zu können. Dies war auch der Grund dafür, warum er 1687 erst beim Heer des deutschen Kaisers diente, anschließend unter holländischem Befehl und dort schließlich von 1690 bis 1695 gegen Frankreich kämpfte.

Auf Grund dieser Einsätze stieg Arvid Horn in Schweden in dieser Zeit bis zum Kapitänleutnant auf, was de Feldherren in den näheren Kreis um Karl XII. brachte und ihm nun ermöglichte auch für Schweden in den Krieg zu ziehen. Horn folgte daher ab 1700 Karl XII., im Rang eines Generalmajors, nach Själand und nach Livland. Karl XII. entdeckte um diese Zeit auch das Verhandlungsgeschick Horns und schickte diesen  mehrmals zu Verhandlungen im Ausland. Als Horn dann jedoch 1705 vom König nach Stockholm geschickt wurde, änderte sich die Laufbahn Horns.

Nach seiner Rückkehr nach Stockholm führte Arvid Horn in immer stärkeren Masse die Staatsgeschäfte Schwedens und wurde bald selbst zum Kanzleipräsidenten ernannt, was bedeutete, dass er für alle Entscheidungen Schwedens verantwortlich war, da sich Karl XII. diese Jahre in der Türkei aufhielt. Nach dem Tod des Königs kämpfte Horn dann gegen die Machtansprache von Königin Ulrika Eleonora und erreichte es nicht nur, dass sie zurücktreten musste, sondern er konnte auch durchsetzen, dass die Stände mehr Macht erhielten, auch wenn dies vorübergehend zu einer Entlassung Horns aus dem Staatsdienst geführt hatte. Aber auch wenn es Horn sogar gelungen war Schweden durch seine Verhandlungsfähigkeit letztendlich den Frieden zu bringen, starb er am 17. April 1742 vollständig entmachtet.


6. April 1827: Frithiof Grafström und das Dilemma zum Skalden gezwungen zu sein 
6. April 1847: Hans Järta, revolutionäre Schriften und die Wandlung 
6. April 1888: Dan Andersson, zwischen Arbeitergedichten und Wildmark 
6. April 1950: Christer Sjögren, von der Tanzband zum schwedischen Schlager 
6. April 1974: Die schwedische Gruppe Abba erobert die Welt 
6. April 1977: Sara Svensson, die religiöse Mörderin Schwedens

Copyright: Herbert Kårlin

Dienstag, 31. März 2015

Anders Johan von Höpken und der Weg zur Macht

Anders Johan von Höpken wurde am 31. März 1712 als Sohn eines Freiherrn in Stockholm geboren und studierte von 1728 bis 1730 an der Universität Uppsala, auch wenn er in diesen Jahren bereits in der königlichen Kanzlei beschäftigt war. 1730 wurde er als Attaché nach London geschickt und weitere zwei Jahre später unternahm er noch eine zweijährige Studienreise durch Holland, Frankreich, Italien und Deutschland, bevor er dann tatsächlich seine Arbeitsstelle in der Kanzlei antrat. Hier blieb von Höpken das Glück treu und als 1738 die ihm nahestehende Hutpartei die Macht im Reichstag übernahm, wurde der 26-Jährige unmittelbar Mitglied des geheimen Ausschusses.

Anders Johan von Höpken verstand es sich unentbehrlich zu machen und konnte damit die Stufen der Macht ohne Probleme erklimmen. Als Carl Gustaf Tessin daher 1752 sein Amt als Kanzleipräsident ablegte, wurde von Höpken sein Nachfolger und damit einer der einflussreichsten und mächtigsten Männer des Landes. Mit dem Ausbruch des Siebenjährigen Krieges baten Frankreich und Österreich Schweden am Krieg teilzunehmen und von Höpken sah nun die Chance Schweden wieder in eine Großmacht zu verwandeln, da ihm die Verbündeten bei einem Gewinn Preußen zusagten, was für von Höpken eine leichte Beute schien.

Sehr schnell zeigte sich jedoch, dass Preußen weitaus stärker als gedacht war und schließlich war ein Verlust Schwedens kaum noch aufzuhalten. In dieser Zeit versuchte sich Anders Johan von Höpken dadurch zu retten, dass er selbst in das Kriegsgeschehen eingriff und persönlich Befehle erteilte. Diese Haltung führte jedoch nur dazu, dass die Hutpartei von Höpken loswerden wollte um dadurch den unsinnigen Krieg beenden zu können. Von Höpken betrachtete dies als Verrat und begann mit der Partei der Mützen zusammenzuarbeiten, auch wenn ihn das nicht lange retten konnte, denn 1761 musste er seine Ämter als Kanzleipräsident und Reichsrat ablegen. Anders Johan von Höpken starb am 9. Mai 1789 im Alter von 77 Jahren.


31. März 1412: Der schwedische König Albrecht von Mecklenburg 
31. März 1891: Ester Blenda Nordström und der schwedische Enthüllungsroman 
31. März 1897: Erik af Edholm wird Chef der Königlichen Oper und des Dramaten 
31. März 1914: Dagmar Lange wird zu Krimiautorin Maria Lang 
31. März 1914: Maria Lang, die vergessene Krimiautorin 
31. März 1936: Die schwediche Sängerin Birgit Carlsson, bekannt als Towa Carson 
31. März 1945: Torgny Segerstedt und der Kampf gegen den Nazismus 
31. März 1977: Kista Einkaufszentrum in Stockholm

Copyright: Herbert Kårlin

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