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Donnerstag, 10. Mai 2012

Gustav Fridolin und die Grünen Schwedens

Am 10. Mai 1983 wurde Gustav Fridolin in Önnestad in Skåne geboren, ein Politiker, der heute, gemeinsam mit Åsa Romson, Sprecher der Grünen Schwedens ist. Der kritische Journalist und Lehrer an der Volkshochschule hat diese Position seit 2011 und begann bereits als Elfjähriger seine Karriere, als er eines der jüngsten Mitglieder der Partei wurde. Seine Motivation kam allerdings durch einer Strafarbeit, die ihn dazu zwang eine Wahldebatte im Fernsehen zu folgen und darüber zu berichten, was ihm bedeutende Denkanstöße bot und ihn direkt zur grünen Politik führte.

Gustav Fridolin beschäftigte sich anschließend so stark mit der grünen Politik Schwedens, dass er bereits ein Jahr später als Sprecher des Parteikongresses in Alingsås auftrat. Sein Engagement blieb am Leben, so dass er dann 1999, im Alter von 16 Jahren, Sprecher des nationalen Jugendbundes der Grünen wurde und Gustav Fridolin mit 19 Jahren der jüngste Politiker des schwedischen Parlaments wurde, denn nie zuvor konnte dort 19-jähriger einziehen. Bei den Wahlen im Jahre 2010 wurde Gustav Fridolin, nachdem er auf eigenen Wunsch eine Periode ausgesetzt hatte, für eine weitere Wahlperiode bestätigt.

Im Gegensatz zu manch anderen führenden Politikern Schwedens hat Gustav Fridolin auch eine solide Ausbildung, denn außer einem dreijährigen Studium orientalischer Sprachen an der Universität Stockholm schloss er in Linköping auch ein Studium als Lehrer für schwedische Volkshochschule ab, einem Beruf, den er ab 2007 mit den Fächern Geschichte und Gesellschaftskunde ausübte. Auf Grund seiner Leistungen und nach der Veröffentlichung mehrere Bücher zur Lage Schwedens wurde Fridolin auch in den Vorstand der Hochschule auf Gotland gewählt. Mit dem Regierungswechsel im Jahre 2014 wurde Fridolin am 3. Oktober 2014 zum Kultusminister ernannt.


10. Mai 1963: Rechtsverkehr in Schweden
10. Mai 2006: Nils Strinning, ein Architekt wird als Designer bekannt 

Copyright: Herbert Kårlin

Mittwoch, 18. April 2012

Jan Björklund, der Kultusminister mit militärischem Hintergrund

Am 18. April 1962 wurde Jan Björklund in Skene, Västergötland, geboren. Jan Björklund ist seit dem 7. September 2007 der Vorsitzende der schwedischen Folkpartiet (Volkspartei), seit 2010 zweiter Mann nach Fredrik Reinfeldt und war von 2007 bis 2014 Kultusminister des Landes. Bereits ab der ersten Regierungsbildung von Fredrik Reinfeldt wurde Jan Björklund an die Spitze des schwedischen Ausbildungswesen gesetzt, auf der Basis seiner sozialwissenschaftlichen Spezialisierung im Gymnasium und der schulpolitische Erfahrung als Lokalpolitiker.

Die wahre Karriere von Jan Björklund begann mit seiner Wehrpflicht im Jahre 1981, denn nach Abdienen des Pflichtdienstes wurde er Zeitsoldat im gleichen Regiment in Borås. 1985 schloss er dann die Offiziershochschule der Infanterie ab. Anschließend besuchte er die Kriegshochschule in Karlsberg, wo er zum Leutnant ernannt wurde. Seine weiteren Studien beim Militär führten ihn dann im Laufe von elf Jahren bis zum Major. Nachdem er alle Prüfungen der militärischen Laufbahn mit Auszeichnung bestanden hatte, ließ er sich 1994 dann freistellen um eine politische Laufbahn zu beginnen. 2005 wurde Björklund Reserveoffizier und 2008 beendete er seine militärische Laufbahn vollständig zu Gunsten der Politik.

Jan Björklund trat 1976 dem Jugendverband der Folkpartiet bei und wurde bereits 1985, noch während seiner militärischen Karriere, Vice-Vorsitzender der Partei. Ab 1991 wurde Björklund dann, auf lokaler Ebene und parallel zu seiner militärischen Tätigkeit, im Schulwesen aktiv, was der direkte Weg zu seinem Ministerposten wurde. Björklunds Politik ist stark von seiner rein militärischen Karriere beeinflusst, was sich auch daran zeigt, dass er einen Beitritt Schwedens in die NATO fordert, sich für den schwedischen Einsatz im Irak und anderen Krisengebieten aussprach, das Budget der Verteidigung grundsätzlich erhöhen will und für eine deutliche schwedische Europapolitik ist. Sein Amt als Kutusminister musste Björklund am 3. Oktober 2014 an Gustav Fridolin der Grünen abgeben.

18. April 1589: Prinz Johan verzichtet zweimal auf die schwedische Krone
18. April 1965: Der Priester, der sich für die Homosexualität einsetzt

Copyright: Herbert Kårlin